Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 28 (1911)
- Issue
- 39 (29.9.1911)
- Date
- 1911-09-29
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr. Blochs WochMchrift @:ite €58 Nr. 39 'U folgenden Abteilungen: 12 Volksweisen, 45 weltliche Volkslieder, 5 chassidische Lieder ohne Worte, 20 künstlerische Lieder wit nationaler Tendenz. In der letzten Kategorie finden sich Lieder von Beethoven, Rubinstein, Musigorski, Mendelssohn, Mozart usw. Die Volkslieder wurden von dem Lehrer an der Petersburger jüdischen Schule S. Kiselhof gesammelt und von den Künstlern A. Schitomirsky und P. Lwow bearbeitet. Die in die Sammlung aufgenommenen nichtjüdischen Lieder wurden ins Hebräische und Jüdische übersetzt. Ledcnsdücher der Jugend. Verlag von George Weste rm a n n in Brauuschweig. Den vor einiger Zeit in diesen Spalten anerkannten ersten Erscheinungen dieser Serie hat der bekannte Verlag neuerdings in glänzender Ausstattung — die Nummer zu M. 2.50 — folgen lassen: E.F. A. Hoff mann, Romantische Märchen; Magister Lankhards Leben und Schicksale; Fr. Gerstärker, Abenteuergeschichten und Ch. Dickens, Oliver Twist. Wir spenden diesem Unternehmen, fesselnde und dabei gehaltvolle Lektüre von bleibendem Werte der Jugend in die Hand zu gehen, von Neuem , unseren herzlichen Beifall, müssen aber gerade darum es schmerzlich bedauern, dass ein Buch wie Oliver Twist mit der Verbrechei figur des «Juden“ Fagiu in diese Auswahl aufgenommen wurde. Die Illustration verstärkt noch den Eindruck der Lektüre, die im jugendlichen Leser einen nicht gerechtfertigten Stachel gegen „den Juden“ als solchen zurückzu lassen geeignet ist. Karl Felix WolfF (Bozen), Die Germanen als Begründer der euro- päischen Kultur. Im Selbstverläge des Verfassers. K. 1.—. Auch hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Ueber diese letzten Fragen zu urteilen, sind wir noch lange nicht in der Lage. A. Ruppin, Die Juden der Gegenwart. 2. Aufl. Köln 1911. Jüdischer Verlag. M. 5.—, geb. 6.—. Das Buch hat längst eine zweite Auflage verdient. In diesen letzten sieben Jahren hat Ruppin zum Teile aus eigener Anschauung der einschlägigen Verhältnisse, zum Teil aus den Arbeiten Anderer, die vielfach wiederum seiner Anregung zu verdanken sind, manches seiner Urteile bestätigt gefunden. Auflösung oder Sammlung in Palästina mit Hebräisch als Umgangssprache — das ist die Alternative, die er der Jüdenheit stellt. Das Buch besitzt eine bedeutende Werbekraft für den zionistischen Gedanken. Ch. N. Bialik, Gedichte. Aus dem Hebräischen übertragen von Dr. Ernst Müller. Köln 1911. Jüdischer Verlag. M. 3.—, eleg. geh. M. 4.20. Unseres Erachtens hat der Verlag mit diesem Prachtbuch einen Haupttreffer gemacht. Der Ueberselzer braucht sich die jahrlange Mühe nicht reuen zu lassen. Sie muss ihm reiches Lob eintragen. Fritz Boehle. Ein Buch seiner Kunst. Vierzehn Blätter nach Gemälden und Handzeichnungen in vollkommener Doppelton- Wiedergabe, verschiedenfarbig auf starkem Kunstdruckpapier gedruckt. Einleitung von Wilhelm Kotzde. In Mappe geheftet M. 1.—« Verlag von Josef Scholz in Mainz. Wir müssen angesichts dieser neuesten Leistung, die uns istit einem nenentdeckten ganz Grossen bekannt macht, wieder die Verdienstlichkeit dieses Unternehmens preisen, das für 1 Mark (!) einen Uhde, einen Liebermann u. A. in ihren besten Werken bietet. Prochaskas illustrierte Jahrbücher. — Illustriertes Jahrbuch der Weltgeschichte, herausgegeben von Albin Geyer. Elfter Jahrgang — das Jahr 1910. Mit einem Titelbilde und zahlreichen Textillustrationen. Kart. M. 1.50. Verlag von Karl Prochaska, Wien, Teschen, Leipzig. Wie im Vorjahre, erheben wir auch diesmal gegen dieses Jahrbuch den Vorwurf, dass es antisemitisch gehalten ist. Man lese nur die Ausführungen über Luzzatti, von anderem zu schweigen Prochaskas illustrierte Jahrbücher. — Illustriertes Jahrbuch der Erfindungen, herausgegeben von Hans Eiden. Elfter Jahrgang. Mit einem Titelhilde und zahlreichen Textillustratiönen. Kart. M. 1.60. Verlag von Karl Proch aska, Wien, Teschen, Leipzig. Dieses durchaus praktische, nützliche und zeitgemässe Werk kann bestens empfohlen werden. Ein solcher Ausschnitt aus der sich überstürzenden Entwicklung der modernen Technik muss Jedem willkommen sein. Le Traducteur, The Translator, II Traduttore, drei Halbmonatsschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Diese Blätter verfolgen den Zweck, den jungen Deutschen, Franzose,n Italiener oder Engländer in der Erlernung der Fremdsprache zu unterstützen und ihm die Mittel in die Hand zu geben, sich eine gründliche und gediegene Kenntnis in der zu erlernenden Sprache auzueignen. Sie enthalten neben einer durchlaufenden, grösseren Erzählung eine reichliche Auswahl anderer trefflicher Bildungsmittel: Eine schöne Auslese von Sprichwörtern, Gedichten, Uebersetzungsaufgaben, Gesprächen, die so recht dem Leben] abgelauscht sind, Geschäftsbriefe, Rätsel, Adressennachweis usw. — Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenfrei durch den Verlag des „Traducteur“ in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Jung-Juda. Illustrierte Zeitschrift für unsere Jugend. Nr. 19—20, XII. Jahrgang, Prag, den 22. September 1911 (29. Elul 5671). Inhalt: Ludwig Liber: Rosch Haschanah. — Ben Jehuda. — Babette Fried: Grossvater und Enkel. — Josef Hart: Die Gaukler. (Illustrationen. Schluss.) — Juda Labiner: Ghosak. — Iba Bock: Wer Andern eine Grube giäbt. — Hedwig L.: Die Altneusynagoge in Prag. — Das Innere der Altneusynagoge. (Illustrationen.) - M. Berka: Die Warnung. — Leopold Kompert: Korporal Spitz. (Schluss.) — J. Fried: Der rechtmässige Erbe. — Dr. Emil Graf: Lungenspeise. — Lebenspeise. — Uebersetzungsaufgabe. Rätsel und Rätsel-Auflösungen. — Redaktion'und Administration: Prag, II., Stephansgasse 630. „Die Hilfe.“ Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst. Herausgegeben von Friedrich Naumann, M. d. R. Nr.- 38. 21. September 1911. Aus dem Inhalte: Friedrich 'Naumann: Das Suchen nach dem Wesen des Kapitalismus. — Theodor H e u s s: Die Sozialdemokratie in Jena, — Erich Eyck: Homerule II, — Albert Falkenberg: Internationale Beamtenliga. — Franz Schneider: Der „neutrale“ D. H. V. — Unsere Bewegung. — Soziale Bewegung. — Gottfried Traub: Verdriesslieh.— Friedrich Naumann: Gottfried Traub. — Martha Voss-Zietz: Der Piepusfriedhof in Paris. — Paul Rohrbach: Palästina III. — Alphonso Daudet: Das Geheimnis des Müllers. — Büchertisch. — Politische Notizen. — Buchverlag der „Hilfe“ Berlin-Schöneberg. S. D. in Dürrmaul. Wegen Gewerbescheines zur Erzeugung und Verschleiß von Mazzotb wollen sie sich an die dortige Bezirkshauptmannschaft wenden. Nach dem Erkenntnisse des k. k. Verwaliungsgerichtshofes vom 10. Avril 1907, Nr. 3308, ist die Mazzoth- Erzeugung nicht als zum Bäckergewerbe gehörig anzusehen. F. Das Gesuch geht durch die Militärkanzlei, wird aber in der Regel dem Kriegsministerium zur Begutachtung vorgelegt; es ist daselbst eine eigene Abteilung für diese Gesuche, und da könnten Sie bei dem betreffenden Referenten vorsprechen. L. P. Die Staatsbeamten können nur gegen Bewilligung der Vorgesetzten Behörde den Universitätsstudien obliegen; in den Staatsdienst kann man erst nach der dritten Staatsprüfung eintreten. K. H. in Sch. Eine rituelle Kochschule ist uns unbekannt. Med. Dr. M. Klang in Foesani. Ueber den Ursprung des Mögen Dawid finden Sie vollständige Aufklärung in einem Aufsatz von Dr. Max Grunwald: „Ein altes Symbol in neuer Beleuchtung.“ Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur. Vierter Band. 1901. Das Hexagramm findet sich am frühesten in einem arabischen Amulet aus dem 9. Jahrhundert im Papyrus Rainer Nr. 948. Selbst als architektonische Zierart ist es kein spezifisch jüdisches Zeichen. Der spätromanische Baustil verwendet es mit Vorliebe als Fassadenrosette, und seit dem frühen Mittelalter findet es sich an den Giebeln von Backsteinbauten, so heute noch an den Domen zu Brandenburg und zu Stendal, an der Marktkirche zu Hannover, in Lineburg u. s. w. Die Geschichte und, Entwicklung dieses Symbols innerhalb des Judentums zeichnet Dr. G. in dem genannten Aufsatz. S. K. Die hebräische Buchhandlung Jos. Schlesinger, I., Seitenstettengasse 5, ist Samstag den 30. d. M. von 6 Uhr 15 Minuten an geöffnet. Notiz. Residenz-Atelier für moderne Photographie, I., Fleischmarkt Nr. 1, ist jetzt auch Sonntag von 9 bis 6 Uhr geöffnet. Jüdische Bühne. Direktion: M. Siegler Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12. Ab Dienstag den 3. Oktober, täglich 8 Uhr abends: „D a s Jüdische Hertz“, Operette von I. Lateiner. — Sonntag nachmittags halb 4 Uhr zu ermäßigten Preisen:. „Di e Goldene Hochzeit“, Komödie von I. Lateiner. Danksagung Ausser Stande, Für die zahlreiche», anlässlich des Neujahrsfestes mir teilgewordenen Glückwünsche einzeln zu danken, tue ich dies gerne auf diesem Wege. Dr. CustaT Kolm. '