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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1910-03-04 · 9 (4.3.1910) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
27 (1910)
Issue
9 (4.3.1910)
Date
1910-03-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Nr. 9 . SGe 182 Dr. Blocks Wochenschrift. griff genommen werden, um die von Zangwill inaugurierte direkte Auswanderung der östlichen Juden nach Teras in größerem Maßstabe durchführen zu können. Die jiddische Sprache im offiziellen Verkehr in Amerika. In den jüdischen Vierteln der größeren Städte von v Nordamerika besteht schon längere Zeit die Einführung, daß in den Postämtern, Gerichtsgebäuden und anderen öffentlichen Anstalten mit großem Parteienoerkehr neben englischen Aufschriften und Kundmachungen auch solche : in Mddisch angebracht sind. Nun werden in diesen Aemtern eigene Beamte angestellt, die des jüdischen Jargons mächtig sind und die Pflicht haben, den Parteien, .die -nur -es Jargons mächtig ftitb, in dieser Sprache die gewünschten Aufklärungen zu geben. Die japanische Regierung und die Jude«. AuZ Washington wird der „N. I. K." von ihrem ' dortige« Korrespondenten geschrieben: Vor einiger Zeit behauptete eine angeblich vom japanischen Konsul Unterstützte chinesische Zeitung in Peking, jüdische Kapitalisten in Amerika hätten die Anregung zur Erwerbung der mandschurischen Eisenbahn gegeben,.um in jenem Lande emigrierende Juden auS Osteuropa anzusicdeln. Die Zeitung richtete dabei heftige Angriffe gegen die amerikanischen Juden, die „von der Mandschurei Besitz ergreifen wollten". Ein New-Iorker Jude, Mr. Fisher, wendete sich darauf an den Hiesigen japanischen Botschafter mit einer Anfrage über diese Angelegenheit. Der Botschafter erwiderte ihm, die ganze Sache sei von Personen erfunden,die bestrebtsind,diefreundschaftlicheu Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten zu stören. Japan unterstütze keine Zeitungen in China und es suche nicht die . Juden zum Süudenbock für politische Interessen zu machen; , dieS überlaffe es anderen Ländern. Daß die japanische Regierung jene Bchauptung nicht gleich dementierte, liege an der Unmöglichkeit, alle von böswilligen Menschen ausgestreuten Lügennachrichten zu widerlegen. Die Juden in der Türkei. Ans Konstantinopel wird der „N. I. K." von ihrem Korrespondenten geschrieben: Der Handelsminister hat den Oberrabbiner Chachambaschi Nahum angefragt, welche Wünsche er in bezug auf die Lage der türkischen Juden in Persien habe. Es solle jetzt ein Handelsvertrag zwischen der Türkei und Persien abgeschloffen werden und die Regierung würde bei dieser Gelegenheit zugunsten der türkischen Juden in Persien eintreten. Es ist das. erstemal, daß eine Regierung beim Abschließen eines Handelsvertrages mit einem anderen Staate auf die Jntereffen ihrer jüdischen Bürger bedacht ist. Man sieht: die Regierungen der westlichen Kulturländer können in bezug auf wirkliche Menschlichkeit und Toleranz von der asiatischen" Türkei noch viel lernen. Alaska als Judenland. Der gewesene Gouverneur von Alaska, John G. Brady, empfiehlt in einem Jnterwiew, das der Korrespondent des „American Hebrew" mit ihm hatte, den .- . Juden, Alaska als Ziel ihrer Massenauswanderung zu wählen. Seiner Meinung nach ist Alaska sehr reich an 7 gutem Boden und allen denkbaren Naturschätzen. Eben- , so ist das Klima das vorzüglichste. Für russische Juden . ist Alaska über die transsibirische Bahn von Wladiwostok : per Schiff direkt erreichbar. Nach den Landesgesetzen kön- , NM 300 Personen ein Stadtwesen mit autonomer Stadt- - : Verwaltung gründen. Er-Gouverneur Bradq ist der festen .Ueberzeugung, daß. sobald die Besiedlung des Landes durchgeführt sein wird, Alaska der. Schlüssel des gesammte» Orienthündels sein, werde, weshalb die Juden gut daran; täten, das Land. rechtzeitig zu besetzen. Der erste jüdische Bürgermeister von Kanada. Die kanadische Stadtgemeinde Alerandria, Ontario h >t den jüdischen Insassen Mr. Simon einhellig zum Ge-' meindevorsteher gewählte Mr. Simon, der erst 24 Jahre zählt, ist nicht nur der jüngste, sondern auch der Einzige, der als Jude in Kanada das Amt eines Bürgermeisters bekleidet. Vermischtes. KrarrzablösrmgSspeuden zugunsten der Chewra-Kadischa in Wie« I., Seitenstetteugaffe 4 für arme kranke Glaubensgeuoffen. Anläßlich des Ablebens der sel. Emma Stiaßny: Von Ungenannt X 10.—, Alois Stiaßny 20.—, Otto Stiaßny 10.—, Felix Stiaßny 10.—, Otto Wiater 5.—, R. P. 5.—. .Zusammen X 60.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Marie Herzog: Von Dr. Arnold Hildesheimer X 50.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Rosa Broch: Von Käthi Oser X 10.—, Emma Petschek 30.—. Zusvmmen X 40.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Moriz K ohn: Von Ignaz Gewitsch X 50.—, Josef Bruckners Söhne 30.—, Bernhard Bachrach 20.—, Dr. Schild 20.—, S. Chiger 10.—, Gustav Hollitscher 10.—. zusammen X 140.—. . m Anläßlich des Ablebens des sel. Josef Frankl: Vom Verein der jüdischen Fleischhauer X 10.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Regine P o l l a k von Parn au: Von Leopold Sachs X 30.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Emil Horner: Von Ignaz Klein X 10.—, Leopold Otto 10.—. Frieda Hoffmann 20.—. Zusammen X 40.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Lotti Fanto: Von S. Erben und Frau X 20.—, Alber Basch und Frau 10.—, A. Mandl 20.—, Moriz Back 20.—, Familie Hermann Neumann 20.-. Zusammen X 90.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Sabine Mau rüber: Von Sigmund Stilfreich 5.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Leo Schweinburg: Von Kübel u. Salzer X 5.—. Anläßlich des Ablebens des sel. Moriz Kraus: Von Anna Fialla X 10.-. ,, , t Anläßlich des Ablebens des sel. Salomon A p p e l f e l d: Von Familie Karl Geiringer X 10.—, Rudolf Weiniger 20.-, Louise Weiniger 10.—. Zusammen X 40.—. Anläßlich des Ablebens der sel. Sofie Stiedry: Von Dr. Stiedry X 30.—. Dr. Stiedry 30.—, Karoline Weil 10.-, Fritz Weil 10.—, Philipp Hammerschlag 10.—, Pauline und Sigm. Dub 20.—. Dr. Natzler 10.—, Ludwig Goldstein 10.—, Wilhelm Anninger 20.—, Dr. Gustav Arens 20.—, Ph. Reichmann 10.—, I. Spitzer 10.—. Zusammen X 190.—. Wien. (Verein zur Abwehr des Antisemitismus.) Montag den 14. März 1910 findet im Saale des Klub österreichischer Eisenbahnbeamten, I., Eschenbachgaffe Nr. 11, ein Vortrag des Herrn Dr. Max Grunwald: „Aus alten Prozeßakten", statt. Beginn präzise halb 8 Uhr. Gäste bestens willkommen. Verein zur Bekleidung und Unterstützung armer alter Männer israelitischer Konfession. Samstag den 26. Februar, 7 Uhr abends, hat im großen Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde die Generalversammlung des „Vereines zurBekleidung undUnterstü tz u n g armer alter Männer israelitischer Konfession" stattgefunden. Unter den Gästen befanden sich Herr Kultusvorsteher Adolf S ch r a m e k als Delegierter des Kultusvorstandes, das Mitglied des Vertreterkollegiums, Herr Bezirksschulrat Dr. Markus Spitzer, Herr Rabbiner Dr. I. T a g l i ch t, Herr Bethausvorsteher Theodor Kohn, Herr Oberkantor Don F u ch s, Herr Amtsleiter Rudolf K r a u s u. a. Der Vorsitzende Präsident Isidor Schwarz begrüßte die erschienenen Gäste und Mitglieder und gab nach einem kurzen Rückblicke auf das abgelaufene Vereinsjahr der ernsten Besorgnis um die Zukunft des Vereines Ausdruck, da derselbe seine Einnahmen zum größten Teile nur aus der Opferwilligkeit der Mitglieder schöpfe und sich nicht der Unterstützung jener vornehmen Kreise der Glaubensgenossenschaft erfreue, , die mit reichen Spenden und Widmungen den Grundstein zu dem imposanten Bau des Altersversorguugshaufes in. der Seegasse gelegt haben, das in der Tätigkeit des Vereines eine naturgemäße und wirksame Ergänzung finde. Ein wesent.

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