Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1908)
- Issue
- 34 (21.8.1908)
- Date
- 1908-08-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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geeit 600 Br» M-ocd/s Mockrenscdrm. Nr. 34 Salvmvn Sulzers wirkungsvoll vortrug. Der Feier wohnten bei: Der Präsident der Kultusgemeinde Dr. Alfred Stern mit den Mitgliedern des Kultus- und Bethausvorstandes, erster Sekretär kais. Rat Dr. Lieben mit dem Beamtenkörper und der Lehrerschaft der Gemeinde, sowie zahlreiche angesehene Mitglieder der Gemeinde. Im Leopoldstädter Tempel fand mit demselben Programm der Festgottfsdienst um 10 Uhr statt. Die Festrede hielt der greise Rabbiner Dr. Adolf S ch m i e d l, der in seiner geistreichen, groß angelegten Rede aus das interessante Moment hiuwies, daß er vor 60 Jahren zum ersten Male anläßlich des Kaisers Geburtstag die Festrede gehalten und das Kaisergebet verrichtet habe. Die kantorale Funktion versah erster Kantor Jurberger mit dem Chore. Im israelitischen Tempel in Füufhaus sprach Rabbiner Dr. Grün Wald, die kantoralen Funktionen versah Kantor R o t h w e i n. Im israelitischen Tempel zu Währing hielt Rabbiner Dr. F e u ch t w a n g die Festpredigt und Erster Kantor Peterselka versah die kantoralen Funktionen. Im Gemeindetempel Ottakring hielt Rabbiner Doktor Bach die Festpredigt und die. kantoralen Funktionen versah Kantor S m o 1 r i tz k y. Im Gemeindetempel des XXI. Bezirkes, Floridsdorf, sprach in Vertretung des Rabbiners Dr. R o s e n m a n n Rabbinner Dr. Bach und versah Kantor Rosen b erg die kantoralen Funktionen. Im israelitischen Tempel des IX. Bezirkes hielt Rabbiner Dr. G e l b h a u s die Festpredigt, die kantoralen Funktionen versah Oberkantor Kläger. Im israelitischen Tempel des Bethausvereines für die westlichen Wiener Bezirke sprach Rabbiner Dr. T a g l i ch t, die kantoralen Funktionen versah Oberkantor D ü u m a u n. Im israelitischen Tempel des XX. Bezirkes, Brigittenau, hielt Rabbiner Dr. A b e l e s die Festpredigt. Die kantoralen Funktionen versah Oberkantor B a s s e r. Im israelitischen Tempel der Josefstadt sprach Rabbiner Dr. Bauer, die kantoralen Funktionen versah Oberkautor K w a r t i n. In der Synagoge des Vereines „Beth Israel" sprach Rabbiner M a y e r s o h n und die kantoralen Funktionen versah Oberkantor S ch o r r. Im türkisch-israelitischen Tempel in Wien wurde die Feier am Vorabende des Geburtstages begangen. Rabbiner-Stellvertreter Chacham Elia hielt die Festrede, während die kantoralen Funktionen vom Kantor Löwit mit dem Tempelchor versehen wurden. Im Bethause des Tempelvereiues des 13. Bezirkes wurde schon am Abend des 17. d. M. die Geburtstagsfeier des Kaisers festlich begangen. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum sprach Herr Rabbiner Dr. Max Grunwald von den Regententugenden nuferes gütigen Kaisers und den Fortschritten,, die durch ihn das Judentum in jeder Beziehung machte. Herr Kantor Gotthold Friedländer exekutierte in musterhafter Weise die Feftgesänge. Gleiche Berichte kommen uns aus allen Landeshauptstädten zu. In Baden hielt vor einem den Tempel füllenden Publikum, nachdem Oberkantor M. Seifsert unter Assistenz des Chores des Wiener türkischen Tempels einen vom Chordirigenten Löwit komponierten „Ma-towu" vorgetragen hatte, Herr Rabbiner Reich die Festrede. Hierauf wurde vom Chore die vom Gemeiudesekretär I n f e l d verfaßte Huldigungshymne in hebräischer Sprache vorgetragen. Mit der Volkshymue schloß die erhebende Feier. Der Witkowitzer israelitische Tempelverein feierte unter großer Beteiligung den Geburtstag des Kaisers in Verbindung mit einer Thoraweihe. Nach dem Ma-towu mit Chor und Orgel und des Halleluja von Sulzer hielt Herr Rabbiner Dr. F a e r b e r die Festrede. — Nach Absingung der Kaiserhymne begab man sich in das Restaurant des Herrn Leopold R u f e i s e n, der als Tempelvorsteher die Anregung zum Schreiben des Sefer-Thora gegeben und den Betrag von 600 Kronen zu diesem Zwecke zusammengebracht hatte. Während der Szude wurde vom Präsidium eine größere Sammlung „für das Kind" zu Händen des Herrn Bezirkshauptmannes beschlossen. Sodann spendeten für die Thora: Herr Ambor einen silbernen Ziz mit Kette, Herr Hecht er eine silberne Jad mit Kette, Herr F e i w e l ein weißes, goldgesticktes Mäntelchen, Herr Leopold G u t t m a n n ein goldgewirktes Wickelband, Herr Rosner silberne Ez-hachaims, Herr Lazi Singer ein vollständiges Kls-Kodesch aus Silber, außerdem Vereinspräses Herr Hermann Langer eine neue Megilla. — Nachdem noch die Herren, einem alten Brauche gemäß, je einen Buchstaben in die neue Thora einschrieben, wurde dieselbe vom Rabbiner unter feierlichen Gesängen des Herrn Oberkantor Heinrich Groß in die heilige Lade gestellt. Das erhebende Fest übte die nachhaltigste Wirkung. In Stockerau fand der Festgottesdienst in Anwesenheit der Vorstandsmitglieder sowie Deputationen aus Korneuburg und der jüdischen Soldaten der Garnison statt. Die Festrede hielt Rabbiner Reich aus Wien. In F r e i w a l d a u wohnten dem Festgottesdienste in der Synagoge außer den Mitgliedern der Kultusgemeiude die Vertreter der Lokalbehörden bei. Die Festrede hielt der zur Kur in Gräfenberg weilende Prof. Dr. Max Grünfeld aus Brünn. In N a p a g e d l wurde das Geburtstagsfest des Kaisers im Rahmen des Minchagebetes im Beisein mehrerer Honoratioren der Stadtgemeinde gefeiert, wobei Herr Rabbiner Schwarz die Festrede hielt. In Krems an d er D o n a u wurde der Allerhöchste Geburtstag seiner Majestät des Kaisers in feierlichster Weise begangen. Herr Oberkantor Recht trug ein von ihm in Musik gesetztes „Na towu“ vor und rezitierte einige Psalmen. Am Schluffe der Feierlichkeit verrichtete der Herr Oberkantor vor der offenen Bundeslade das Gebet für den Monarchen. In D a r u v a r wohnten dem Festgottesdienste u. a. der Bezirksvorsteher, Komitatssekretär von Mukkay mit sämtlichen Bezirksbeamien, der Bürgermeister mit vielen städtischen Beamten und zahlreiche hohe Militärs bei. Die Festrede hielt Bezirksrabbiner Dr. Moritz Frankfurter. Mit einem kroatischen Gebete und Absingung der kroatischen Hymne schloß die Feier. In B i s e n z hielt Rabbiner Dr. Hoff eine patriotische Rede. Dem Festgottesdienste wohnte ein zahlreiches Publikum bei. Herr Kantor Wilhelm Steiner versah die kantoralen Funktionen. In Butschowitz fand gleichfalls ein Jubiläums- Festgottesdienst statt, bei welchem Herr Rabbiner Dr. Steif die Festrede hielt. Im Anschlüsse an den Festgottesdienst hielt der Vorstand der Kultusgemeinde eine Jubiläumsfestsitzung ab, in welcher beschlossen wurde, ein Huldigungstelegramm an den Kaiser nach Ischl abzusenden. Die kantoralen Funktionen versah Herr Kantor Rosen seid in exakter Weise. In Frauenberg hielt der Budweiser Rabbiner Dr. Thieberger die Festrede und rezitierte das Kaisergebet. Herr Kantor Weiß verrichtete die kantorale Funktion. In S t a ch l, Post Flöhau, fand die Feier am 15. d. M. statt. Unter den Erschienenen sah man Herrn Bürgermeister Stöhr mit dem Ausschuß, Distriktsarzt Herrn Dx. Siegt, die Schulleitung mit dem Oberlehrer Willomitzer an der Spitze, ferner die Vertretungen der Feuerwehr, Veteranen, der Gewerbegenossenschaft und des hiesigen Gendarmeriekommandos rc. und eine stattliche Zahl von hervorragenden Persönlichkeiten von der Umgebung. Nachdem die gebräuchlichen Psalmverse mit Chor vorgetragen, wurde von Rabbiner Benedikt Katz die Festrede gehalten und ein Gebet in deutscher Sprache für das Wohlergehen des Kaisers und Reiches bei geöffneter Lade verrichtet. Mit dem Absingen des Kaiserliedes schloß die erhebende Feier.