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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-13 · Heft 2446 (13.12.1925) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2446 (13.12.1925)
Date
1925-12-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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«r m Nr. 2446 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung W»MW>»» 1875-1925 Ver SvjLdrlze Bestand der Firma Teppichhaus Möbelhaus MCHEIN Wien, I., Bauernmarkt 12—14 (keine Filialen in Wien) . bietet für streng reelle, solide und fachmännische Bedienung ■der Kunden die beste Gewähr Bevor Sie Ihren Einkauf von W. besorgen 9 er ■ ■ damit Sie sich von der Reichhaltigkeit der Lager, O Billigkeit der Preise und Leistungsfähigkeit der 85 Weltfinna fiberzeugen können. iss 15 Hesse nicht, daß in Erez Israel ein m\tö Geschlecht von Makkabäern der Arbeit hemnwächst, die den Boden unserer Väter friedlich-erobern. Ihnen zur eigenen tScholle zu iverhelsen, ist unsere Wicht, und dazu kann jeder Jude beitragen. _ Re Wuukaaltillu der Keren Kajemech. Der neue PalÜstinafilni. Dor neue PaiDmiaPlim „Der jüdLyche Pioneer kn Erez Jsraieil" sowie die Ausnahmen - bei der E röififnnnig der heL>rätrlschen Univer|siitäit in JemsaLemgdbamtzvlt während der ChmMawoche in veqchiederwn Bctzirkeir zur^AnMchmng. Herste finden Kvei -AuWhrnuAKl statt, und Mo um HM 11 Mr vormittags im Flotte nki n o, 6. Bez., MariahHorstvaße 85, lsür die Bezirke 0, 7 und 8, und nm HM 8 Uhr abends fait Festnsaal des Nt-ederöste r r e ichitsch c n Gew erhebe te tncs, 1. Bez., HchMbcichgasse 11, für die Mitgtieder der B'Mi--B'ÄHÄoMn. - An Dienstag, Mittwoch und Dönners-tag wird der -Fi-lirn täAich in der-normalen Spielzeit im Jsa-Palast-Kino, 2. Bez., Talborstraße 1—Z, vorgeifüihrt werden. Bei diesen VorDhrungen werden Mhvende zionWche Fi'chrer Ansprachen halten. ' : Am Samstag den 19. d. um HM 10 Uhr abends findet im Binbäbonaklno, A). Bez., WallenstomMtz, eine Ausführung durch die Aiomstische Sektion 20 statt. Das Kartell dechnißcher Verbindungen voransiialtet Sonntag den 20. d. um haW 11 Uhr vornrlttägs eine Aufführung des Films >im Phänixlkino, 8. Bez.. Äerchenseldeirstraße. Am 27. d. um HM 11 Uhr vormittags findet eine Bonführung im Heimatkino, 9. Bcz., Porstatt, veranstatltrt von der zioniWche-n Bezirks- Re WahMen in Medina. Die heiligen Stätten des Islam. London, 12. Dezember. (Reuter.) Hier ist die aimliche Bestätigung der Eroberung Medinas durch die von J'bn Sand geführten wahabitischen Streitkräste eingelangt. Die Wähäbiten sind am 5. d. in die Stadt eingedruugeu. Nach der Einnahme der Stadt: Medina.taucht die Frage ans, wie sich die' weitere Regierungsform gestalten soll. In England . befürwortet man eine M o nar chie nach ägypti schem^Bor'bi ld. Die diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" spricht von der Möglichkeit, daß die heiligen Stattest des Islam unter die O b I) u t ‘ ' c i n e s i n t e r n a t i ö nalen m o h a m m edänische n. R.a t e s kommen.. Zer Triumpf der Etrilkmode. „Ladys" Modeschau. k Bei der am letzten Donnerstag'im Tabarin stattgefundenen M v d e s ch a n lohnten die bisher nicht Informierten eine Entdeckung machen, lind ztvar betreffs der Leistungsfähigkeit unserer Strickmodeindustrie, die sich im Ausland eines ausgezeichneten Rufes erfreut, bei un§; aber nicht m gleichem Maße gewürdigt wurde. Die von dem größten Wiener Spezialgeschäft „Lady" Strickmode in. der MarialMerstraße 114. oorgeführirn [ echZe h u Model l e erregten das größte Aufsehen, und man konnte sich nicht genug tau in-Worten des Entzückens .über die wirklich erstklassige,l Kren twnen. dieses Hauses. Geradezu die Sensation der Modellschau bildete ein Sport- Komplet-t:/ eine in norwegerblau-rot-weiß ganz durchmusterte, hoch zuschließende Weste mit -glatter Schoß mit weißrotem Passepoile und'weißen Knöpfen, dazu gestrickte Mütze mit großem Tuff und gleichartig. gemusterten Sportstrümpfen. Nach abgelegter Weste und Schoß Präsentiert sich das Sportgirl in gleichem Pull-Ooer, gestrickter, Knickerbockers und feschem Schal aus gleichem Material und Dessin (Bild 1). ■ - Mion 9. Bezirk. Lar Wnuka der Md« in Srez Fkrael. Heute bchuchen frk Kinder des neuen Jischuw die Gräber öer MaMöäer. , , . , ' Bon der Bahnstation Ludd gcht die Waudemng nach!dem Arckberdm'f Midia, dem Wovischen Mo di. im, «der Heimat der HaÄmMäer, m. Fuße der judDschen Beuge. Die Grabwischen in einer Felljsenhöhle unweit von Midi«, von den Arabern „Kebar e'l Jahud". (OvAber der Juden) igmannt, sollen, die Gvalbstätten der HÄden gewesen fe-in. Verfallene FÄsentreppen' ifmd n eiben diesen Gvaibwilschen Zn scheu. Südöstlich, ach dem.Wege nach dein Dorschen Gam>sn, befindet sich eine schr.Mränmlige Höhle. Man nimmt an, daß ssch die Hasmomer hier vor den Häischevn der Griechen veribarigen. Eine WeMunde westlich, >öoi dem Waschen Chadita, echotb sich die Fe!ftnn>g des M.aW!bäers Simon. Nciben Ghaidita^ hat bekanntbich der Keren Kajemeth die Musterfavm Ben Schemen an,gelegt und mit der MPoHunH des Fchen- Hchivg-es begonnen. ' - Sin »euer archiiologlscher Fund in PaMina. „Times" znfolgr wurde Mich von Jaffa, - in N e b i- R u b i n, ein M ci u | o l e n m aus der mittleren Bronzezeit (16. Jahrhundert ü. Ehr.) entdeckt. Zu ihm gelangt man mittels einer Treppenflucht. Es besteht aus einer Halle, zwei Gemächern unv einer Nische. Die Tär war von vier großen Hausteinen versperrt. Eine 'Menge von Gegenständen wurde gesunden, darunter ein A labest erkrng mit Zeichen, offenbar eine'schwer entzifferbare hieratische Kursivschrift, ferner andere große Krüge von ägyptischem Typus und eine Anzahl Schalen. Die Hälfte dieser Gefäße mit de» ausgetrockneten Resten des Inhalts der.Krüge wurde zur chem'schen Untersuchung nach Jerusalem gebracht. Die andere Hälfte der Funde bildet den'Kern eines Ortsmuseums in Jaffa. Die Ausgrabungen wurden vom Direktor des archäologischen DepartMtents tz.Jernsalem, Kr, L. K, M a her Bild Nr. 1. . Großes Aussehen erregte auch reinem Kamelhaar mit ziegelroter wiedergeben. eine R o d e l g erung, die a r n i t u r ans wir in Bild 2 TO , Bild Nr. 2. Bild Nr. 8. 18. DeZom^r M VORM. MALOWAN & FRAN^ I., OPERNRING 23 .. TEL. 72*84 MALOWAN BRINGT FÜR WfilHHACHfEN INFOLGE AUSSERST GÜNSTIGEN ABSCHLUSSES EINE GROSSE POST ORIG. ENGL SEIDENSCHALS IN DEN HERRLICHSTEN FARBEN ZUM PREISE VON S 35.- SOWIE SCHWERSTE REINSEIDEN¬ BINDER UM 3 5.50 Daß auch die putzigen K i n d e r s ä ch e I ch e n nicht fehlten, ist wohl selbstverständlich. Besondere Bewunderung erregte ci« von einem graziösen Mäderl gezeigter Kinderanzng, bestehend aus Pnll-Over mit Jaquardbordüre, gleichen, in Jaqnard gemusterten schottischen Knickerbockers, ebensolchen Sportstrümpfen und Mütze. Die vorgesührten gestrickten Kindersachen zeigten völlig Neues. Am besten gefiel dem. Geschmack des Publikums der in Bild 3 gebrachte Kinderanzug, der aus Sweater mit schottischer Karobordüre, ferner aus gleich geniusterteu Knickerbockers und Mütze sowie gleichen Sportstrnmpstu bestand. Die Vorführung im Tabarin bewies von 'neuem, 2aß das renommierte Spezialhaus „L a d y" Vorbildliches auf dem Gebier der Strickmode leistet. %m Mische Wie«. Die jüdische .^i^de rbewaht'anMlL Die israelitische Kinderbewahmnstalt, die ans das Jahr 1813 als ihr Gründungsjähr zurückblickeu darf, tonnte vom Kuratorium des gleichnamigen Vereines As. zum Jahre 1923 geführt werden. Da aber die finanzrelleu Mittel zur Weitersührung der Anstalt nicht mehr ausreichten und entweder Sperrung der Anstalt oder Uebergabe an die Genieinde Wien hätte , erfolgen sollen, so sah das Kuratorium den Nettungsweg im Anbot des Sportklubs Hakoah gegeben, die Ausbringung der finanziellen Mittel gegen Ueberlassung von Klnbräumen für die Hakoah zu besorgen. Ta aber auch die Hakoah ihren Verpflichtung^ nicht Nachkommen konnte, so übernahm im September dieses Jahres der Verein Wohlfahrt, an dessen Spitze die Herren Nabdiner Tr. Max Grünwald und Bezirksrat Weiner stehen, die Anstalt in eigem Regie. Die Uebernahme der Anstalt durch den Verein Wohlfahrt, der sich vertragsmäßig verpflichtet, für die Dauep von fün f Ja hr e« den Bestand der Anstalt als jüdischen Kmdergartenbetrieb zu garantieren, scheint dafür zu bürgen, daß der unterbrochene Betrieb von nun ab ohne Störung wird fortgesetzt werden können, da doch dieser Verein seinerzeit in seiner Stützungsaktion für das jüdische Versorguugshaus und 'das Rothschild-Spital /bis zur Uebernahme der beiden Anstalten durch die Knltusgemeinde Hervorragendes zu leisten imstande war. . . Bei der Wiedereröffnung der Anstalt als jüdischen Kindergartenbetrich... für Kinder ausschließlich' armer. jüdischer Eltern waren 300 Anmeldungeu-aus der Leopoldstadt zu verzeichnen, von denen ivegen der vorläufig noch bestehenden Isngeregeltheit der Verhältnisse nur 100. berückstcht i g i werden konnten. Der allmähliche Ausbau wich.es ermöglichen, späterhin eine größere Anzahl von Kindern armer jüdischer Eltern auszunehMn. Die'Eltern habennur einen sehr geringen Spesenbeitrag zu leisten und auch diesen nur aus gleichsani -moralischen Gründen. So genießen von den gegenwärtig in diesem Kindergarten befindlichen 100 Kindern 15 Freiplä tz e; 15 Kinder zahlen 60. Groschen wöchentlich (dies ist der höchste wöchentliche Beitrag für ein Kind), 15 zahlen 18 Groschen und der Rest 24 Groschen wöchentlich. Es sind dies Beiträge, die geringer sind als die durchschnittlichen Beitragsleistungen au die Kindergärten'-der Gemeinde Wien. . Die Kinder, alle im Alter von drei bis sechs Jahren, verbringen in der Anstalt täglich die Zeit von halb 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags, mit Ausnahme von Samstag und den jüdischen Feiertagen für jenen Teil, deren Eltern es wünschen, ebenso wie mit Ausnahme der Eathollschen Feiertage für jenen Teil, desfkkt Eltern die Kinder an diesen Tagen zu Hause sehen möchten. Sie erhalten während dieser Zeit volle Verpflegung. Die Erziehung geht zum Teil auf Grundlage der älteren Kindergärtenerziohungsmethode, zum Teil aber auch schon nach der Montesfori-Methode vor sich. Letztere wird allmählich gänzlich eingefichrt /werden, ebenso wie die Einführung des Hebräischen erfolgen soll, das jetzt in dieser Anstalt infolge Mangels an hckbräischen Kindergärtnerinnen nicht betrieben werden kann- Die Absolvierung des vom „Joint" eingefiihrten Kurses für jüdische Kindergärtnerinnen, der diese zur Erlernung -der hebräischen Sprache verpflichtet, wird auch das Hebräische in die Anstalt bringen. Gegenwärtig beschränkt sich-die rein jüdische Erziehung auf die Einhaltung des Sabbats, rituelle Kost, auf würdige Begehung jüdischer Feste (Ehamflafeieru,. Sederabend usw.). , gm Sommer wird es möglich sein, den Kindern einon schönen Sommerausenthali zu verschaffen, dies dank den Bemühungen des die ärztliche Oberaufsicht fiihrenden Herrn Prof. Dr. Zappert. Das KinderparädieZ Semmering hat zu diesem Zwecke der Anstalt einen ganzjährigen Freiplatz überlassen. Die Kosten des Betriebes betragen jährlich vorläufig ungefähr 29.000 Schilling, ein Betrag, der sich infolge der viel zu niedrig berechneten Berpflegskosten für dieses Jaihr, das an Naturalienspenden reich war, noch erhöhen wird. Diesen Ansgaben stehen Eingänge durch Elternbeiträge in -der Höhe von 5000 Schilling gegenüber. Das Defizit muß vom Verein Wohlfahrt aufgebracht werden.'Subventionen durch Körperschaften sind mit Ausnahme einer in diesem Jahre erfolgten Zuwendung von 400 bis 500 Schilling durch den Verkünd Freiwillige Jugendfürsorge nicht vorhanden. Der Fehlbetrag muß durch Sammlungen, Mitgliedsbeittoge, aktionen M. eingchracht weichen. . .

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