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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-19 · Heft 1068 (19.1.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1068 (19.1.1922)
Date
1922-01-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Donnerstag WIENER MOROENZEITÜNC3 19. Jänner 1922 Nr. 1068 Brief aus Litauen.« (Von unserem Korrespondenten.) b. Kowno, 11, Jänner 1922. Die litauische JudeUsohaft ist gegenwärtig, vor allem mit der Frage der Verankerung der j! Üd! - scheu Autonomie in der Utau'iisdi'en Konstiöuition beschäftigt. Der Jüdische Natkxnalrart und das Ministerium für jüdische Angel egentheiteu sind in dieser Hin-sicht volliauif beschäftigt. Wie bekannt, wurden auf der letzten Sitzung der Herbst Session umserer »Taryba« (Parlament) die letzit-en Punkte (ker litauischen Konstitution angenommen., und man war sogar überzeugt, daß nach der Annahme -dieser Punkte die jetzige Taryba aufgelöst und neue Wahlen ausgeschrieben werden. Während dieser Sitzung spielte siah folgende interessante Szene ab: Der Tarybaversitzende brachte den letzten Punkt des Verfassungsentwurfs in dritter Lesung zur Ab- Stimmung. Nach Anuaibme desselben erklärt«; er feierlich, daß mit diesem letzten Punkte die Aufgabe des jetzigen Parlaments — die Schaffung der Kop- «titution — gelöst sei. Litauen habe also von dem [Tage an eine eigene Verfassung. Kaum hatte der .Vorsitzende seine Ansprache beendigt, als der jüdische Minister Pr. Soloweitschik einen Zwischenruf machte, daß die Konstitutionsarbeiten noch lange nicht zu Ende geführt seien, da in den Grund’' gesefczen der Konstitution poch die Bestimmungen über die Rechte der nationalen Minderheiten fehlen. Hierauf entspann sich eine kürze Debatte, in deren Verlauf ein großer Teil der Abgeordnetem erklärte, daß die Minoritäten 'keiner besonderen Bestimmungen im der Konstitution bedürfen, da sie ja ohnehin, gleich den übrigem Bürgern, alle Rechte besitzen und demgemäß ihr nationales Leben nach ihrem eigenen Wunsche einrichterr und aus'bauen können. In seiner Antwort betonte der jüdische Minister, daß trotzdem die Rechte der nationalen Minderheiten im der Verfassung verankert werden müssen, damit sie von den späteren Parlamenten nicht willkürlich aufgehoben werden könnten,., Schließlich " hebe ja die (Taryba diesem Umstand Rechnung getragen und'zu diesem Zwecke im vorigen Jahr sogar eine spezielle Parlamem*t«kommis©km eingesetzt. Nach der Rede des Dr. Soloweitsdhilk erklärten auch die Vertreter des jüdischen Klubs, sie konnten auf keinen 'Fall darauf verzichten, daß in der Konstitution' die Rechte der nationalen Minderheiten geregelt werden. Die nationale Autonomie der Juden und der übrigeü. {Minderheiten dürfe nicht als eine »humanitäre Selbstverständlichkeit« betrachtet werden, sondern sie müsse im konstitutioneller Hinsicht geregelt und durch das hoc hs t e' g e s e t'z - gebende Organ des Staates in der Verfassung obligatorisch festgelegt werden. «Nach dieser Aussprache erklärte sich die Tairyiba bereit, die Verhandlungen über die Konstitution nicht zum Abschluß zu bringen und dem jüdischen Minister zu beauftragen, das diesbezügliche Gesetzespf ojekt über die Rechte der nationalen Minderheiten für den iVerfassungsentwurf auszuarbeiten und der neuen Session, die am 12. Jänner beginnen wird, vorzulegen. , Der morgige Tag soll nun im Leben der, litaui- Asben Judenheit vorn einer historischen Bedeutung werden. Das jüdische Ministerium hat bereits im Einvernehmen mit dem Jüdischen Nationalrat die diesbezüglichen Vorarbeiten getroffen. Die Betechilu'ßfassiing wird sicherlich im Parlamentsplenmm auf Widerstand, speziell bei den christi ich sozialen. .Demokraten unter der Führung des gewesenen Pap- Hamentspräsidenten S m e t o n a, stoßen. Trotzdem aber hofft man, daß Smetonas Gruppe allein in keinem Falle mit einer allzuheftigen Opposition ein-, jsetzen wird, da diese Gruppe, die ihre letzte Wahlkampagne zu den örtlichem Selbstverwaltungen ■unter der Devise »Bekämpfung der nationalen Autonomie« geführt hat, eine große Wahlniederlage eav. fiittem .hat, die selbst ihre Position als Partei für längere Zeit hinaus stark geschwächt hat. Wie in politischen Kreisen verlautet, dürfte das Gesetzesp.ro- Jekt des jüdischen Ministeriums durchwegs ohne wesentliche Aenderungen angenommen werden und, •so wird die jüdische Autonomie, die1 bisnun zwar. vom Staate anerkannt wurde, obligatorisch in'die : Verfassung aufgenommen werden. , Außer dieser Frage beschäftigen sich' die Mesigem. jüdischen. Kreise lebhaft mit der Wilma er Frage. Die Stellunginaihme der Wilmiaer Juden bot den hiesigen Antisemi tengruppen Gelegenheit, gegen die Juden heftig auifziubretea. Unter Hinweis darauf, diaß -die litauische Judenheit' v'c*n der Kowno-Regierumg ihre nationalem Forderungen erfüllt erhallten hat, betonen diese Kreise die undankbare Haltung der Wilmaer Judemchaftj die, statt offen für den Anschluß an Litauen ein- •^utreten — das ja eher Garantie bietet, ihre uiati-omlen Ferderungen zu realisieren — es verzogen,c eine neutrale Stellung, die, wie sie selbst zugeben,' auf keinen Fall einen Schritt mach Polen hin 'bedeutet, eimizumehmen. Die hiesigen jüdischen Kreise sind natürlich bemüht, diese Stellumignahime der Wilnaer Judemischaft im wahren Lichte dar- - zu&tellea. Als aktuellste Frage, die gegenwärtig die jüdische Gesellschaft stark in Anspruch nimmt, ist. die bevorstehende Gemeiindetagung zu bezeichnen. Innerhalb des jüdischem Lagers sind urudh in den letzten Tagen eifrige Vorbereitungen; m diesem Gemeindeta-g eingeleitet worden, und b allen Kreisen tobt bereits der Wahlkampf. Insbesondere hat die hiesige nichtzioniistisdhe Orthodoxie (Agudiasjisnctdl) eine schaffe Kampagne gegen die nationalen Elemente im Jüdischen Natiomainat eingeleitet, und die Erklärungen, die ihr Vertreter G e t z vor der Parlamentskommissioii, abgegeben hat und die nichts anderes qls unbegründete Verleumdungen gegen die zionistische Partei enthalten, bilden nur ein Präludium dieses Kampfes, Den Orthodoxen sckitindiert ziemlich eifrig in ihrem Kampfe gegen die Zionisten der vor kurzem geschaffene D em o k r at i s c h e K 1 u b, dem Kreise angeboren, die mit der nationalen Autonomie nicht ganz zufrieden sind und ^es ungerne sehen, daß an dor Spitze alter jüdischen autonomen. Körperschaften nur nationale Elemente stehen.;' Voraussichtlich' wird es aber weder den Orthodoxem noch den »frischgebaokenen« Demokraten gelingen, die stark konsolidierte n a ,t 1 onale Einheitsfront zu sprengen. , . . ' In wirtschaftlicher Hinsicht ist in unserem jungen Stjaotswesen' ein bedeutender Aufstieg zu verzeichnen. ' Insbesondere . hat sich der Außenhandel sehr, stark gehoben, und es genügt, nur einige Ziffern zu erwähnen, um den Umfang dieses Außenhandels voll und gamtz Würdigen zp> können. So wurden im. ersten Halbjahr. .1921 Agaren im Werte von . 343,295.783 dfutseheu Mark eingeführt und; 429,649.318 Mark ausgeführt. Wenn auch hier die Einfuhr stärker als die'Ausfuhr ist und diese -Zahlen vielleicht den Anschein erwecken können, als ob die Handelsbilanz passiv wäre, so ist hier zu bemerken, daß unter den angeführten Waren auch , jene inbegriffen sind, die von litauischen Kauf lautem in y Deutschland und. in anderen . Wesflähdem für den Weiterverkauf nach Lettland und. :Sowjetrußlaud eingekauft wurden. Von den ausgeführt.en Waren sind . 58 Prozent nach Deutschland, die übrigen nach Memel, Lettland, Amerika, Rußland,- und Wilma transportiert worden. Besonders stark sind die HändeIsbeziebungen Litauens .zu D e u t s c h 1 a n d, wohin Ui tauen. vor allem Holz, Hornig, Roß- und Schweinshaare, Oel und Flachs ausführt. In der letzten Zeit ist auch ein starker Export, von Geflügel und Eierp zu. verzeichnen. So klein auch unser Staats wesen ist, ist trotzdem die gegenwärtige wirtschaftliche Situation. eine ziemlich günstige. Erst dluirch den Zuwachs vom Wilna würde Litauen in dem Transithandel Europas mit Rußland die ihm gebührende Stellung Zufällen. Rundschau. Das Kabinett Foincarö.;; Außer einer Reihe bekannter Politiker gehören dem Kaibinett P.omca re auch ‘mehrere neue Männer an, deren Namen bisher im A u s 1 a n d weniger bekannt sein dürften. Zu ihnen ist wohl auch der Minister für Hygiene, Paul Strauß, zu zählen, der bisher zwar nicht in der Politik, doch aber im öffentlichen Leben bereits oft hervorgetreten war. Er, zählt bereits 70 Jahre und ist der älteste Minister des Kabinetts. Strauß ist eine Autorität auf dem Gebiet« der öffentlichen Gesundheitspflege, für die er Bemerkenswertes'- geleistet, hat. Er ist einer der letzten Freunde Gambett-as, dem Senat gehört er seit 1897 am, und zwar als Mitglied der demokratischen Linken. Eine große Anzahl vom Büchern, die siah alle mit Wohl-' fahirtseinirichtungcn beschäftigen, zeugt von seinem Eifer und von seiner Kenntnis. Er ist Mitglied der Pariser Stadtverwaltiung, Vorsitzender der Vereinigung republikanischer Journalisten und gehört auch zu den Mitgliedern der Aoademde de Mededne. ' ' ' y •- / Als Politiker ist Henry Gheron hervorgetretein, seines Zeichens ein Advokat und 57 Jahre alt. ' Er steht erst seit 1906 im .politischen Leben, war aber bereits wiederholt Umtenstaatssekreitär und Minister unter Clemenceau, Briand und, Barthou. Als Generalberichterstatter des Buidigets ira Senat, dem er seit ryrz angehört, ' hart er den Grundsartiz verteidigt,, daß das französische.Budget auf die deutschen Wiedergutmachungen, auf gebaut werden soll. Er ist eine starke Arbeitskraft und ein guter Redner. :; > Als eine Autorität gdfllt auch der neue Finaimzminisiter Charles de Las t e y r i e, ' der erst vor kurzem in Deutschland gewesen ist und dort mit zahlreichen Persönlichkeiten der* Wirtschaft und der Industrie, unter anderem mit Dr.'R.athena ü, in Verbindung trat. Herr de La'Steyrie stammt aus einer Familie, deren Mitglieder sich seit einem Jahrhundert^ mit Wirtschaft und Politik beschäftigen. Er war; lange in der Fimanaverwaltiuing und hielt Vorlesningen im Institut für Staatswissein*- schaften. Der Kamm,er gehört er seit 19 Jahren Ly und ist 49 Ja Irre alt. Das jüngste Mitglied des Kabinetts ist Herr Charles R e i b e i, Nachfolger Laucheurs!m Ministerium für die befreiten Gebiete, 40 Jahre alt. Er ist Advokat und war einer, der Sekretäre Mlllerands. Der Kammer gehört er erst seit dem 'Jahre 1919 an. Trotz der kurzem Zeit seiner politischem Wirksamkeit war er bereits zweimal Unterstaatssekretär unter Millerand und unter J eygUQS. ■ Der Mnrinemimister R e i b e r t i steht dagegen seit längerer Zeit im politischen Kampfe, ist über fio Jahre alt und hat seit über 70 fahren immer der Deputiertenkammer ahgehört. Unter Leyguea war er kurze Zeit Kriegsmirtiister, nachdem Amdrd Lefevre aus diesem Amte geschieden war. Er war oftmals Mitglied der Budgetkommissioa Herr Mamou ry, Minister des Innern, Advo, kät, 59 Jahre alt/ gilt als Spezialist für Fragen in der Industrie uindv-dar Finanzen. Er hat den Krieg als Offizier an der Front mitgemacht, afl;s Oberst der Artillerie, Und hat ein- B?in verloren. AudS Hetir Man-oury war; Mitglied1 der ' Finandkommissioia der Kammer, in die vor elf Jahren zum erstem Maile gewählt-wuirdei . ' g . Der neue Arbeitsminäster, Herr P ey rahne lat ziemlich färb los. Seit zwölf Jahren Senator, war er vorher . Kabinettschef im Ministörimti Viviani. Ex ist 60 Jahre alt und Advokat. Wir haben kürzlich nach dem Athener, »Risospasdis« befiefh/tet, döß dort in einer unter. Vorsitz des ehemaligen Gesandten D i m i t r.o w, abgchaUen-en Versammlung TOssischer Monarchisten über die Restitution des Hauses R o pi a n,o-w. verhandelt wurde. . . Es wurde die Abhaltung eiinep Tagung zum Zwecke der Regelung -der Thron-1 ■ frage beschlössen: Diese Tagung hat nun nach1 einem'- Agram er Bericht des »Abend« am 17. d. M> im Kloster von -K a r low! t z stälttgefunden. Vor" sitzender war der frühere Metropolit des zaristischen Rußland Antonius. Es nahmen zwölf . aus Rußland geflohene Kirchenfürsten - teil, «die meisten russischen! Adeligoh waren anwesend. Zunächst wurde eiri kurzes Kinchenkomiziil abgehaöitem. und. däniq die eigentliche m-ontarchistische Konferenz, eröffnet. Den Bericht erstattete der frühere Dums--' 'Präsident M ä r k ö w. Die Tagesordnung wart Wiedereinsetzung der Familie Romanow. . Markow teilte mit, daß drei zur Thronfolge bö* reohtigte. Mitglieder - des Dauses Romanow am .Leben seien. Die Zärmmurter Maria Theodo- . ro w.Ji a, , Großfürst N. i k o 1 a i N i k' o 1 a j ch w it s c h 'und.. Großfürst C i t i H M! h ai! o w Lt:s c h. Markow berichtete, daß die russischen Monarchisten. den Thron der Z a r i n mutter «i Koipenlhagen bereits .ängjelboten haben, daß diese ihn. aber ab ge lehnt hätte. Auch Großfürst Nikoiajie* witsch und Cirill Mihailcwitsch hätten die Be- Irufung auf den Thron vorläufig ajvgelehrut, mit der 'Bvi;.tün>kin.g, daß sie'-einen derartigen' Ruf nur von j einer '% 1 Ir e s s i s c he o Versammmlung änpi^rnC'n.' konnten..- - Die, allnus'sisphe Versaimmlung statt.......schließlich wurde ein Beschluß Jjenri; der, .gegenwärtigen russischen Re»; |i^h^di:'i^,Ks'ni(pf'. angesagt., und den Romaroyi: emi TUuegelöbnls abgelegt wird. Die Maßregelung Professor Schlögls« Wie berichtet, hat die römische Indexkommission •die Arbeit d-es Wiener ikaitholiseihen Theologen! Dr. Sc 'h 1 ö g 1 »Die HeHigen Schriften des neuen Bundes«, verbotyn. Das Verbot soll damit begründe tsein, daß die Heb er Setzung Sohlögls in viel«ö wichtigen Stellen grundlegenden Anschauungen der katholischen Lehre widerspricht Seine, Ueberserfc» zungf wurde hauptsächlich von zwei Jesuitenpaters1 —‘ Schlögl .gehört dem rKookurremizonden der Zirt-er- ' zlenser an — angefeebtehy-die selbst an einer deuifc» sCheh;Bibelübersetztüng airbeitet'en;. Professor Sdilögt reiste sei b st nach Rom zum Kardinal M e -r r y d> e 1 V a 1, dem Vorsitzenden der Indexkongregation, um ihn über Hi« Tendexiizen seiner' Uebersetoumg aufzuklären. Von. der Indexkongregatian beherrscht nur e i n .e i n z i g e s M.i.t g \ i e d die deutsche Sprache, so daß sich also die, Mitglieder dieser Kongregation persönlich nicht von den Abweichungen der Ue’bersebzung überzeugen,., konnten. Die Vorstellungen d'es Professors Schlögl hatten den Erfolg, daß sich die Kongregation bereit erklärte,, davon abzusehen, das Werk auf den Index, setzen. Professor Schlögl mußte sich aber verpflichten, von der weiteren Verbreitung des Werkes solange äbzuiseben, bis die Streitfrage vom wissenschaftlichen Standpunkt gelöst sei. Wider Erwarten hat nun die Ind'exkonjgregation das Werk doch auf den Index gesetzt Zentrumsführer Marx. Berlin, 18. Jänner. Der Reichsparteitag des Zentrums wurde gestern geschlossen. Bei den Wahlen ' in den Vorstand wurde der Abgeordnete' Marx zum Vorsitzenden gewählt , Gemeindewahlen in Trient., Trient, 18. Jänper. (Intel.) Das Ergebnis der am vergangenen Sonntag stattgefündenen Wahlen in den Qemeif&ierat von Trient,.liegt nunmehr vor. Es wurden 16 Sozialisten, 13 Liberale und 11. Mandatare der katholischen Volkspartei gewählt... f •' Pressekonferenz über Wilna. ■ Warschau, 18. Jänner.. (Tel. der „Wiener Morgen*» zeitung“.) Vor einigen Tagen, fand im Außenministerium eine Konferenz der Pressevertreter statt, zu der aber die Vertreter der jüdischen Presse, nicht 'eingeladen, wurden. In dieser Konferenz wurden den Pressevertretern Mitteilungen über die letzten Sejmwählen in Wilna übermittelt

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