Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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— 21 ist, des Redners gutgemeinte Worte beherzigen. — Herr S. Schreiber, Oberrabbiner in Beregs;as;, hat in hebräischer Sprache die Biographie seines Vaters, S. B Soser, weiland Rabbiner in Preßburg und seiner beiden Großväter, Rabbi Mose Soser und Rabbi Akiba Eger, herausgegeben. — Herr Rabbiner Dr. Giidemann in Wien wurde von Herrn Dr. Uehrbach in Berlin angegangen für die „Monumenta Germaniae Paedagogica" das Unterrichts- und Erziehungswesen bei den Juden auszuarbeiten. Seine verdienstvollen litterarischen Leistungen auf diesem Gebiete richteten auf ihn als den hiefür geeignetsten jüdischen Gelehrten die Aufmerksamkeit. — Herr Rechtsanwalt Emil Lehmann in Dresden hat unter dem Titel „Aus alten Akten", Beiträge zur Geschichte der Juden daselbst veröffentlicht. — Herr Dr. M. Schwab in Paris hat die neunte Lieferung seiner französischen Uebersetzung drs jerusalemischen Talmud, enthaltend die Tractate „Gittin, Nasir und Kiduschin" herausgegeben. Die Gediegenheit dieses Buches wird von allen Seiten rühmend anerkannt und ist der gelehrte Uebersetzer wegen seines hingebungsvollen Eifers und wegen seiner nicht ermüdenden Ausdauer zu loben. — Im Odeon-Theater in Paris wurden am 18. Oktober „die Söhne Jaels" von Frl. Arnaud aufgeführt. Die Kämpfe der Hasmonäer gegen Antiochus Epiphanes bilden das Sujet des Stückes. — In Dresden arbeitet der Componist Mubinstrin an einer Oper „Moses". — In Wilna ist das Lehrbuch der jüdischen Geschichte und Litteratur von Dr. David Cassel in hebräischer Sprache erschienen. — Die Zionsfreunde in Berlin haben die erste Nummer einer Monatsschrift „Ierubabel" ausgegeben. — Die hebräischen Werke des vor mehr als einem Jahre verstorbenen Schriftstellers P. Smolenskin in Wien sollen heftweise gesammelt zu dem Gesammtpreise von 15 Rubel herausgegeben werden. Freunde der hebräischen Litteratur werden dieses den Toten ehrenden Unternehmen mit Freude begrüßen. — Herr Rabbiner Ph. Lederer in Marienbad hat das zweite Heft seines „Lehrbuches zum Selbstunterricht im babylonischen Talmud" veröffentlicht. (104 Seiten.) Der Verfasser hat das Verdienst durch diese beiden Hefte den Weg zum Selbstunterricht im Talmud in geschickter Weise geebnet zu haben. Bei einigem Fleiße und den nötigen hebräischen Vorkenntnissen wird man ohne viele Schwierigkeit den dargebotenen Stoff, der gut ausgewählt und mit allem versehen ist, was zu dessen Verständnis erforderlich ist, in kurzer Zeit zu erlernen im Stande sein. Auch für nichtjüdische Theologen dürften diese Hefte als willkommenes Handbuch zur Einführung in ein für dieselben mehr und mehr unentbehrlich werdendes Wissensgebiet begrüßt werden. — Von dem verdienstvollen Musikdirector Herr David Kubin in Prag ist uns ein Heft zugegangen, enthaltend ein von ihm verfaßtes stimmungsvolles Lied zu dem bekannten Gebete für das Seelenheil der Hingeschiedenen, nebst zwei vierstimmigen Liedern zu Psalm 16 (Vers 8 und 9) und zu dem 130. Psalme „Aus tiefer Not ruf' ich zu dir". Die Herren Kantoren werden durch Anschaffung, Einübung und Einführung dieser schönen Lieder zur Erhebung des Gottesdienstes beitragen. — Professor Cheyne in Grford bereitet unter dem Titel „Look of Wisdom“ Forschungen über Hiob, das Buch der Sprüche und Kohelet, für den Druck vor. — Herr Dr. Julius Spirgler in Budapest hat in ungarischer Sprache ein Werk herausgegeben, in welchem die religionsphilosophischen Anschauungen von Saadia bis Mendelssohn gesammelt sind. — In Ireiburg i. Br. erscheint demnächst „die Inschrift des Köuigs Mesa von Moab" für akademische Vorlesungen herausgegeben von K. Imend und A. Sonn. — König Sigismund August II. von Polen und Don Joseph, Herzog von Aarov standen, was bisher nicht herrorgehoben