Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1866)
- Article
- [Rezension] / G.
- Date
- 1866-06-01
- Page
- 307 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Bücherschau. 307 wurde, ist dasselbe bereits selten geworden, und Herr Rabbiner Deutsch in Sohrau entschloß sich, zur Abwehr der von Missionsgesellschaftcn ansgehenden Angriffe gegen das Judenthum diese Schrift ins Deutsche zu übertragen, und das hebräische Original mit Uebersetzung und mehreren Anmerkungen der Oeffcntlichkcit zu übergeben, I» dem diese Publikation betreffenden Vorhaben sah sich Herr Rabbiner Deutsch, wie er in der Vorrede bemerkt, durch eine Mtttheilung des Herrn S. Plcßner in Posen bestärkt, wonach schon vor etwa dreißig Jahren der zu den ersten rabbinischen Koryphäen neuerer Zeit gehörende Oberrabbiner von Posen, N. Akiba Eger זצ״ל cs in einem Briefe als wünschcnswcrth bezeichnete, diese Schrift durch eine mit deutscher Uebersetzung versehene Ausgabe dem der hebräischen Sprache unkundigen Thcilc des jüdischen Publikums zugänglich zu machen. Die hierauf bezügliche Stelle des an Herrn Pleßner gerichteten Briefes des R. Akiba Eger זצ״ל lautet nach dem Nachtrage zu den Anmerkungen: שמעתי שנמצא בברעסל׳ ספר נקרא חזוק אמונה אולי טוב אם יתאמץ להעלותו ברפום בלשון העברי ובלשון לעז כרי שיקראו ג״ב נשים וההמונים ובגופן שלהם* ואולי ימצא מעכ״ת להוסיף דברים כאשר תשיג ירו. Diesem bereits vor einer Reihe von Jahren erkannten Bedürfnisse hat Herr Rabbiner Deutsch in höchst anerkcnnenswerther Weise Rechnung getragen, indem er sowohl durch die Herstellung eines möglichst korrekten Textes als durch die Uebersetzung als durch die beigcgcbenen Anmerkungen eine Arbeit lieferte, die sich seinen bisherigen nicht minder verdienstvollen literarischen Produktionen würdig anschließt. Da sich in den bis jetzt erschienenen Ausgaben des Chiffnk Emuna zahlreiche Fehler befinden, benützte der Herausgeber die in Wolfs Bibliotheca Hebraea Appendix zu Tl). III und Th. IV sich befindende Collation, machte aber auch aus manche in der Collation nicht erwähnte Fehler aufmerksam, und erwarb sich durch verschiedene sehr gelungene Conjekturen auch um die Berichtigung des Textes mehrfache Verdienste. Die Uebersetzung ist eine treue, den Sinn des Originals mit möglichster Sorgfalt wiedergebeude; wir beschränken uns darauf, aus zwei Kapiteln des 150 Kapitel enthaltenden Buches einige Stellen hiehcrzusetzen. Th. I Kap. 15 heißt cs: ״Die Christen tadeln uns, daß wir ״uns des Genusses der unreinen, im göttlichen Gesetze verbotenen ״Thicre enthalten, indem sie sich auf Matth. 15, 11 berufen, wo-