Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1865-1866)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1866)
- Article
- [Rezension] / G.
- Date
- 1866-06-01
- Page
- 308 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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308 Bücherschau. ״selbst geschrieben steht, daß waö durch den Mund tu den Menschen ״hineinkommt, denselben nicht verunreinige, sondern was aus dessen ״Mund herauskommt." Nach Anführung der Schriftstellen 3. B. M. 11, 4. 43. 44 ״Unrein sei es für euch; machet eure Seelen ״nicht zum Greuel rc." 20, 25 ״Ihr sollt einen Unterschied machen ״zwischen reinem Vieh und unreinem, zwischen unreinem Gestügel ״und reinem, auf daß ihr nicht eure Seelen zum Greuel machet ״durch Vieh und Geflügel re." sagt der Verfasser: ״Da nun aus ״den Worten des göttlichen Gesetzes klar hervorgeht, daß die unreine ״Speise den Körper desjenigen, der davon genießt, verunreinigt, so ״ist auch der Einwand, den die Christen, gestützt auf die Behaup- ״tnng ihres Evangeliums erheben, daß nämlich was durch den Mund ״in den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinige, sondern nur, ״was aus dessen Mund herauskommt, ein durchaus nichtiger, da er ״den Worten der h. Sch. geradezu widerspricht. Denn könnte die ״unreine Speise, die durch den Mund in den Menschen hineinkvmmt, ״denselben, wie sie behaupten, nicht verunreinigen, warum hat Gott ״an vielen Stellen seines Gesetzes geboten, die unreinen Gegenstände ״nicht zu essen und dabei gesagt: ״Verunreinigt euch nicht durch ״״dieselben, denn ihr müßt durch sie unrein werden;" und ferner: ״״Ihr dürft eure Seelen nicht verunreinigen ss.""; aus welchen ״Sätzen deutlich zu ersehen, daß die unreine Speise Körper wie ״Seele verunreinigt, wie schon oben erwähnt worden. Und wenn ״dem also ist, wer will sich erkühnen, dem göttlichen Worte zu wi- ״versprechen, seinem Ausspruche entgegen zu entscheiden und zu er- ״lauben, was er verboten? Ja, würde die unreine Speise, die durch ״den Mund in den Menschen hineinkvmmt, nicht verunreinigen, warum ״haben die Apostel, Apostelgeschichte 15, 20 verboten, Ersticktes und ״Blut zu essen? Und hat sich doch Adam, der erste Mensch, durch ״keine andere Handlung versündigt, als nur durch Essen." Im 18. Kapitel wird der bekannte Vorwurf besprochen, daß ״in dem mosaischen Gesetze, wie in den Worten des Propheten nir- -,gcnds eine Verheißung über Lohn und Strafe der Seele angetrof- ״fen werde, sondern lediglich über materielle Güter und deren Ge- ״gentheil." Bei Widerlegung dieses Einwandes verweist der Vers, ״auch aus 5. B M. 32, 47: ״Denn es ist nicht ein leeres Wort ״״für euch, sondern es ist euer Leben und dadurch werdet ihr lange