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Menorah · 1932-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1932) · p. Seite 299

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-07-01
Page
Seite 299 (sequence 3)
Language
German
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HOLZSYNAGOGEN IN POLEN 299 Bei der Beurteilung der figuralen Malerei ist zwischen symbolischen, allegorischen und typischen Bildern nicht unterschieden, da es wegen der geringen Zahl von zugänglichen und einwandfreien Quellen unmöglich war, eine genaue Einteilung nach diesen Gesichtspunkten vorzunehmen. V V ie schon erwähnt, war es ausgeschlossen, ein menschliches Antlitz bei der Ausschmückung einer Synagoge darzustellen. Eine Ausnahme bilden die Malereien David Friedländers40), der menschliche Figuren auch im Inneren der Thoralade, zu Wyszogrod die Figur des Moses dargestellt hat, ferner die Synagoge in Zydaczow und Kobrin, bei deren Ausschmückung der Maler menschliche Figuren verwendete. Die Köpfe wurden aber, wahrscheinlich über Anordnung des Rabbiners, übermalt41). Da es manchmal, wie zum 33erspiel im Tierkreis, notwendig gewesen wäre, die menschliche Figur darzustellen, hat man zu dem Auskunftsmittel gegrilTen, die Figur durch eine Hand zu ersetzen. So dürften auch die segnenden Priesterhände, wie man sie als Zeichen der ahronid Ischen Abkunft schon in den Synagogen zu Sens und Paris, aber auch auf Grabsteinen findet, aufzufassen sein. Sie wenden dem Beschauer immer die Innenseite der Hand zu, wodurch die Gebärde des Segnens ausgedrückt wird42). Bei der Darstellung des Sternbildes der Jungfrau und der Zwillinge genügen für das Verständnis des Bildes Hand und Arm allein nicht mehr, wodurch der Künstler gezwungen wurde, Attribute beizugeben, die einen Rückschluß auf die darzustellende menschliche Figur ermöglichten. Das Sternbild der Jungfrau wurde entweder durch eine Hand mit einem Blumenstrauß (Gw7ozdziecz) oder aber durch zwei Hände, die eine weibliche Handarbeit halten oder ein musikalisches Instrument spielen, zum Ausdruck gebracht42a). Um das Sternbild der Zwillinge zu charakterisieren, bedient sich der Maler im Bilde zweier Arme und Hände, die von den gegenüberliegenden Seiten in die Bildlläche hineinragen. Durch die verschiedene Färbung und Zeichnung des Ärmels und durch die Funktion der Hand wird die Zugehörigkeit der Hände zu zwei Personen veranschaulicht. Auf gleiche Weise wird der Schütze durch zwei Arme, die einen Bogen spannen, angedeutet. 3S) Die Einteilung wurde auf Grund des Aufsatzes von Grunewald: „Bilder und Zeichen auf jüdischen Denkmälern" (Mitt. z. jiid. Volkskunde, heraus?, von Dr. Max Grunwald, H)02. S. 121) vorgenommen. 40 / Er hat die Synagoge in Wyszogrod erbaut, in denen von Piotrkow (iSfiO) und Gvojec Sehnitzarbeiten und Maleiien"angefertigt. 4t) Über Menschen mit Tierköpfen vgl. Grunwald m M. G. W. J. i?30. 42) Menschliche Figur auf dem Siegel eines „Wallach" Cital. Ursprunges) bei "Waehstein, Gratischriften II, iys. 42 :l) VjrL. Boll, Sphaera 27:-}. a) Der Mensch in der Malerei1

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