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Menorah · 1932-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1932) · p. Seite 298

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-07-01
Page
Seite 298 (sequence 2)
Language
German
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298 MENORAH den oberen geradlinigen Abschluß gebildet, erhalten Ranken, die sich aus einer Blüte als Mittelstück entwickeln. Um aber in die vollständig gleich dekorierten Felder eine Abwechslung zu bringen, hat der -Maler die Ornamente der BogenölTnungen oft abwechselnd auf rotem und blauem Grund eingetragen. Die übrige Wandfläche teilt der Künstler nun wieder in Felder und zwar derart, daß die Fenstergruppen die Breite der Felder bestimmen. Die Trennung und Begrenzung der einzelnen Flächen bilden breite, von schmalen Bändern eingesäumte Rankenornamente. Das Rankenornament erfährt durch Blätter- und Blütenschmuck eine Betonung. Zwischen je zwei Fenstergruppen oder zwischen Fenster und Wänden entsteht durch diese Teilung ein hohes Feld, während sich unter den Fenstern eine mehr oder weniger quadratische Fläche ergibt. Die hohen Felder reichen aber nicht bis zur Decke, sondern erhalten durch einen geraden oder gebrochenen Linienzug eine weitere Unterteilung in einen größeren unteren und einen kleineren schmalen, oberen Teil. Die Flächen trennenden Rankenornamente bilden mit dem oberen schmalen Teile des Feldes einen, oft noch von einem zweiten begleiteten, inneren Rahmen. Als Mittelstück wurde eine Schrifttafel gewählt, die entweder durch Säulen oder durch einen von Quadern gestützten Bogen gerahmt wird. Die unter den gekuppelten Fenstern entstandenen Teile der Wand werden nach demselben Prinzipe wie die eben besprochenen gegliedert, nur wird die Fläche für die Aufnahme der Inschrift als Kreis oder als eine doppelte Bogenstcllung ausgebildet. Die Inschriften sind immer in schwarzer Schrift auf weißem Grunde ausgeführt. Auch die Decke wird im allgemeinen in Felder geteilt und diese dann dekoriert, doch hängt die Art der Ausführung von der Ausbildung des Plafonds selbst ab. LJie geometrischen und Rankenornamente sind keineswegs Ausflüsse einer jüdischen Kunstepoche, sondern sie sind sowohl in der Komposition, als auch in der Technik eine Nachbildung polnischer Wandmalereien, 5. F i g u r a 1 e Darstellungen. Die figuralen Darstellungen bleiben hauptsächlich auf das Tierreich beschränkt, da alle Nachbildungen des menschlichen Antlitzes von vornherein verpönt waren. 4. Geometrische und Rankenornamente.

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