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Der Morgen · 1929-02-01 · Heft 6 (Februar 1929) · p. 582

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Journal
Der Morgen
Volume
4 (1928-1929)
Issue
Heft 6 (Februar 1929)
Article
Der "Diener des Ewigen"
Date
1929-02-01
Page
582 (sequence 2)
Language
German
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Joseph Norden digen Unterordnung des winzigen, vergänglichen Menschen unter den Willen tfer erhabenen, heiligen Gottheit. Einer ganzen Reihe biblischer Personen wird der Ehrentitel eines „Dieners des Ewigen" verliehen. Der io5. Psalm spricht an zwei Stellen von „Abraham, seinem (Gottes) Diener". Der erste Teil dieses Psalms kehrt mit unerheblichen Abweichungen im i. Buch der Chronik wieder, woselbst berichtet wird. David habe dem Sänger Asaph und seinen Brüdern den Vortrag des Psalms übertragen. An dieser Stelle ist es Israel (Jakob), der als Gottesdiener bezeichnet wird. In den fünf Büchern der Thora wird der Ehrentitel fast ausschließlich Mose zuteil1), und zwar im Gegensatz zuAaron und Mirjam, die nur eine weniger hohe Stufe der Prophetie erklommen haben: „Nicht so mein Diener Mose". In dem Schlußkapitel der Thora, gelegentlich der Schilderung von Moses Tod, wiederholt sich die Bezeichnung, desgleichen im Anfangskapitel des Buches Josua mehrere Male, sowie in späteren Büchern, z. B. in Salomos Gebet bei der Einweihung des Tempels, im Gebet Daniels, in den Gebeten Nehemias, bei Maleachi. Josua wird gleichfalls beim Bericht über seinen Tod als Diener des Ewigen bezeichnet. Wenn in den Überschriften zweier Psalmen König David als Diener des Ewigen auftritt, so mag es dahingestellt bleiben, ob es die Sammler der Psalmen sind, die ihm die Auszeichnung verliehen haben, oder ob, wie z. B. Samson Raphael Hirsch in seiner Erläuterung des 18. Psalms annimmt, David selbst, als er „auf ein ganzes wirkungsreiches Leben zurückblicken konnte, in welchem eben seine Gesänge ... als die bedeutendste Frucht seiner Lebensarbeit hervorleuchten", es wagen durfte, sich so zu nennen. Letzteres ist durchaas nicht ausgeschlossen; nennt sich David doch an anderer Stelle „den Mann, der hoch erhoben wurde, den Gesalbten des Gottes Jakobs". Auch der ungenannte Verfasser des ii6. Psalms betet: „O Ewiger, ja ich bin dein Diener, ich dein Diener, der Sohn deiner Dienerin". Ebenso läßt der Psalmendichter Ethan Gott von David als von seinem Diener sprechen, wie auch der Sänger des 1S2. Psalms betet: „Um deines Dieners David willen weise den Gesalbten nicht zurück". Auch dem Propheten Ezechiel ist diese Benennung Davids geläufig. König Salomo bezeichnet in dem Tempelweihegebet sowohl seinen Vater, wie auch sich selbst wiederholt als Diener Gottes. Einmal wird der Prophet J e s a j a von Gott „mein Diener Jesaja" genannt, und der Perserkönig Darius redet den in der 1) Einmal nennt Elieser im Gebet den Isaak „deinen Diener" (i.B.M.si, i4)- 582

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