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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1932-01-01 · Heft 1 · p. Seite 30

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
76 (1932)
Issue
Heft 1
Article
Zur vergleichenden Märchenkunde
Date
1932-01-01
Page
Seite 30 (sequence 15)
Language
German
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30 Max Grunwald 18. Jahrhundert; — die Sammlung der Brüder Grimm. — Die Abhandlung von Elis. Kutzer über das indische Märchen, das in der Märchenliteratur eine so hervorragende Stellung einnimmt, betont die bekannte Schwierigkeit jeder chronologischen Fixierung dieses Schrifttums. Nach der hervorragenden Leistung, die sich in den vorliegenden vier stattlichen Bänden der ,,Anmerkungen“ darstellt, darf man mit hochgespannter Erwartung dem fünften, dem Schlußband, entgegensehen. Sicherlich wird er uns ein ausführ־ liches Inhaltsverzeichnis bescheren, das zu einer ausschöpfenden Benützung des Gesamtwerkes nahezu unentbehrlich ist. Zu demselben Gegenstände gehören zwei mir während der Korrektur zur Besprechung zugestellte Veröffentlichungen: Müller* E., Der So har, nach dem Urtext herausgegeben, Buchschmuck von U. Birnbaum, Wien 1932, Dr. H. Glanz, und WaecMer, M., Die weiße Frau, Erfurt 1931, K. Stetiger. Eine Übersetzung des Sohar, wenn auch nur, wie die vor־ liegende, in Proben, entspricht einem allgemeinen Bedürfnis. Selbst nach dem Erscheinen der für die nächste Zeit angekündigten hebräischen Übersetzung des ganzen Werkes wird man schon aus apologetischen Rücksichten eine deutsche Übertragung nicht gut entbehren können. Müller erweist sich nach seinen bisherigen Arbeiten auf diesem Gebiete als hierzu berufen. In einem solchen breiter angelegten Unternehmen könnte er dann dem. Laien durch einen fortlaufenden Kommentar das Verständnis erleichtern, wie etwa zu der Stelle S. 229: ,,Man trage im Heiligtum nach aufwärts und nicht nach abwärts/* Was dieses oft zitierte Wort aus Berak. 28 a eigentlich bedeutet, wäre dem Leser zu sagen, wie es hier ja auch mit Bibelversen geschieht, die der Sohar für seine Zwecke umdeutet. Für dieses Mal war allerdings aus äußeren Gründen möglichste räumliche Beschränkung geboten und deshalb wohl auf Literaturhinweise im Großen und Ganzen verzichtet worden. Einige folkloristische Bemerkungen mögen aber hier Platz finden. Zum mystischen Tau 63 u. ö. vgl. Löwinger, Die Auferstehung im Jahrbuch für jüd. Volkskde. 1923, 66, 120; Tau als Heilmittel: Ranke F. R., Die deutschen Volkssagen 20; Kuhn-Schwartz, Norddeutsche Sagen 512, 374; Haltrich, Deutsche Volksmärchen 26, 172 (ebenso Schnee: Schindler, Aberglaube

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