Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 76 (1932)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Zur vergleichenden Märchenkunde
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 3)
- Language
- German
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18 Max Grunwald von Gaster hier auch die Namen der drei Engel im Gefolge der Lilith, von denen der dritte, Saman (Samael-) gelov, nach den von Hepding (Hessische Blätter für Volkskunde XXIII, 1924, S. 120 f.) zitierten Formeln, zweifellos mit dem schon im Altertum bekannten, besonders den Neugeborenen gefährlichen Gespenst reXXw bzw. FüXk06 zu identifizieren ist1 u. v. a. Das weitaus meiste gilt jedoch der Verfolgung zahlreicher in jüdischen Volksschriften auf tauchender Motive durch die Weltliteratur. Wie Gaster (II S. 909) uns hier selbst erzählt, war er schon durch die Eindrücke seiner frühesten Kindheit zum Märchenforscher prädestiniert. Und wie er von Hause eine Kenntnis der Erzählungsüberlieferungen des Balkans, Ungarns und nicht zuletzt des Judentums mitbrachte, so befähigte ihn die Erlernung der klassischen, romanischen und orientalischen Sprachen während seiner Gymnasial- und Universitätsstudien, als blutjunger Gelehrter bereits den Grund zu dem hohen Ansehen zu legen, das er mit Recht in allen Folkloristenkreisen und ganz besonders in seiner englischen Heimat genießt. Sein Häuptverdienst dürfte darin zu erblicken sein, daß er den Mut hatte, aus guten Gründen Märchenstöffe, deren älteste schriftliche Fassung bisher nur in hebräischer oder aramäischer Sprache vorliegt, wo nicht sichere Anzeichen dagegen sprechen, für das Judentum in Anspruch zu nehmen. Wenn auch seine Datierung einschlägiger־ Urkunden hie und da angefochten und ihm Tendenz, sie allzufrüh anzusetzen, vorgeworfen wird, sein Bestreben, volkstümliche Überlieferungen, wo es angeht, jüdischem Aberglaube, 82; Hafis bei Lane, An aeount of the manners, Bd. XI; A. Jacoby zitiert Schweiz. Arch. f. Volkskde. XXIII 222 die TaXy.01 (!)(piXt^ot sU 7uav KpajiLa, Klapper in den Mitt. d. schles. Ges. f. Yolkskde. XVIII 45 fg. Christi. Gebete aus d. 15. Jahrh. mit bestimmten Psalmversen, Hinweis auf talm.. Vorbild; A. Franz, Die kirchh Benedictionen 2231203־» Kayser, Die Canones Jacobs von Edessa 22,126,136; auch Bismarck bediente sich der B. (E. Ludwig, Bismarck 305)!ebenso, wie Ballin in seinen Briefen erzählt, einer aus dem Kreise des Reichskanzlers Michaelis; ein Pentateuchorakel (Sche’elat chome§) wird Jahrb. f. jüd. Yolkskde. I 186 auf R. Me’ir zurückgeführt; Daiches, Babylonian Oil Magic u. a. 8. 17: die Sator-Formel, in der Seligmann (Hess. Blätter f. Volkskde. XIII 182) die .,iheil. 3 Könige‘6 Ator Sator Peratoras sehen will. 1 Jetzt: Winkler, Salomo und die Karina 113.