Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Arbeiten zur Geschichte der Juden in Deutschland [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 8)
- Language
- German
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Besprechungen 267 um die Gleichberechtigung* der Juden, der mit dem Senatserlaß vom 2. Sep« tember 1824 endet. Er bedeutete einen entschiedenen; Rückschritt gegen« über dem großherzoglichen Patent von 1810. Erst i. J. 1864 werden die bisher bestehenden; Beschränkungen der staatsbürgerlichen Rechte der Frank« furter Juden aufgehoben. Verfasser wiederholt zwar bereits bekannte Tat« Sachen, aber er ergänzt auch in manchem die Arbeiten Schwemers und Kracauers. Durch Veröffentlichung bisher unbekannter Akten trägt er zur Klärung der Zusammenhänge bei. Das 75jährige Bestehen der Leipziger Gemeindesynagoge hat die Herausgabe einer Festschrift des Vorstandes der Leipziger israelitischen Religionsgemeinde veranlaßt: Aus Geschichte und Leben der Juden in Leipzig 1855—1930. Leipzig. Es soll darin ein Überblick über die Ge« schichte der Gemeinde, nicht eine Geschichte der Juden in Leipzig ge« geben werden׳. Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts hat es eine Judengemeinde in Leipzig gegeben. 1543 er« folgte die Austreibung der Juden aus Sachsen. Schon seit dem Ende des 15. Jahrhunderts nehmen Juden׳ an den Leipziger Messen teil; in der zwei« ten; Hälfte des 18. Jahrhunderts tritt eine Lockerung des Verbotes der Niederlassung der Juden in Leipzig ein. Die Gemeinde ist also im Schat« ten der Messe erwachsen. Im: Anfang des 18. Jahrhunderts beginnt die neuzeitliche Niederlassung von Juden in Leipzig; um die Vf ende des 18. Jahrhunderts ist Elkan Herzr ein entfernter Verwandter von Moses Mendelssohn,, um die Entwicklung des kleinen Gemeinde Wesens bemüht. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Zustrom; aber noch i. J. 1838 gab es in Leipzig unter 45 516 Einwohnern erst 162 Juden. 1844 erhält die Gemeinde ihre gesetzliche Form und elf Jahre später ihre Synagoge. Rabbiner Gustav Cohnr dem das Hauptverdienst an der Festschrift zukommt, sowie der inzwischen leider verstorbene Rab« biner Dr. Felix Goldmann, ferner Rabbiner Dr. Max Freudenthal, Dr. I. Jacobson, Wilhelm Haller, Gustav Katzenstein sind die Verfasser der ein« zelnen Kapitel der Festschrift. Die Leipziger Gemeinde weist in dem an« gegebenen Zeitraum eine Fülle bekannter jüdischer Persönlichkeiten wie Zacharias Frankel, Jellinek, Porges, Nachod, M. Kohner, Julius Fürst, Henriette Goldschmidt auf, die auch außerhalb Leipzigs eine führende Rolle im deutschen Judentum oder in Deutschland gespielt haben. Ihre Bilder schmücken das schlichte, aber ansprechend ausgestattete Werk. Rettig, David, Memar Marqa, ein samaritanischer Midrasch zum Penta« teuch (Bonner Orientalische Studien, hsg. v. P. Kahle und W. Kürfel, Heft 8), Stuttgart, W. Kohlhammer 1934, 74 S. Der bedeutendste Schriftsteller der Samaritaner Marqa, der im 4. nachchristl. Jahrh. gelebt hat, verfaßte außer einer Reihe von Hymnen, die in der samaritanischen Liturgie erhalten sind׳, einen midraschartigen Kommentar zum Pentateuch, der, wenn er einmal wirklich vollständig war, wie die Samaritaner behaupten, einen ungeheuerlichen Umfang: gehabt haben muß. Erhalten sind davon 6 Bücher, 1, über die Sendung Mase's