Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 79 (1935)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Arbeiten zur Geschichte der Juden in Deutschland [Rezension]
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 9)
- Language
- German
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268 Besprechungen und die Befreiung der Israeliten, 2. ־über den Durchzug der Israeliten durch das Schilfmeer und den Untergang der Ägypter, 3. über die Stellung der Priester, Leviten und Ältesten im Anschluß a׳n Dt 279, sowie über die Pflichten des Volks beim Einzug ins Gelobte Land, 4. über Dt 32, 5. über den Tod Moses, 6. über die Bedeutung der Buchstaben des Alphabets. Seine exegetische Methode hat mit der des jüdischen Midrasch viele Ähn« lichkeit, namentlich spielt die Buchstabehsymbollk auch bei ihm eine große Rolle. Nachdem S. Kohn in seinem grundlegenden! Werk Zur Sprache usw. 1876 zuerst ein Stück daraus als Pessach«Haggada veröffentlicht hatte, ließ Heidenheim in seiner Bibliotheca Samaritana III 1896 den größten Teil abdrucken, leider in Vollkommen unzulänglicher Gestalt und mit unbrauch« barer Übersetzung. Einzelne Teile sind vorher und nachher zumeist in Dissertationen bekannt gemacht, und diesen schließt sich die Arbeit Rettigs an, die Ausgabe eines Stückes aus dem 4. Buch, zu Dt 3136. Ihm standen 4 Handschriften zur Verfügung, eine von Kahle 1909 in Nablus erworbene, etwa a. d. J. 800 d. H., zwei von Kahle für die ßer« liner Staatsbibliothek besorgte Abschriften der dem damaligen Priester, späteren Hohenpriester Ishag gehörigen Hds. a. d. J. 938; mit dieser hängt auch die 4. schon früher von Peteimann für Berlin erworbene Hds. zu« samimen. Da die erste von den übrigen Hdss. stark abweicht, druckt er den Text der beiden Gruppen in parallelen Kolumnen ab. Den 17 Seiten Text läßt er eine Übersetzung und kurze Anmerkungen folgen, die sich in der Hauptsache auf den Nachweis der Bibelzitate und einiges Lexikalische beschränken. Bei dem geringen Umfang des Textes hätte man der Übersetzung etwas!größere Sorgfalt wünschen können. 3617 übersetzt er ״ רכל מצוהתד! בה משררתund alle Gebote beginnen damit", weil BCD ,שריד lesen, während in 383 בי• כל מצוד. בד. אשתררת der Parallelsatz רכל בדכד! בד! אתח״לת zeigt, daß wir es, wie überall sonst im Aram, mit שרר ״bestätigen“ zu tun haben׳. Wie er dazu kommt ,3815 דבי ן דברר mit ״die Bedeutung ihrer Stellung“ zu übersetzen, hätte er zum׳ mindesten erläutern müssen. 431 והשיגה במלח הזאת übersetzt er nach dem Hebr. ״und er er« reichte es durch das Wort הזאת'", obwohl das keinen! Sinn gibt, es ist offen« bar ״ והפניהund er vermehrte es“ zu lesen. 5018 übersetzt er das Unwort מסגדיה zwar richtig ״das Gebet, das viel Gnade bringt“, klärt uns aber nicht darüber auf, ob seine Hdss. wirklich so lesen, oder ob etwa ein Druckfehler vorliegt. In 4110 ,4011 אלאן will er einen Arabismus sehen, ohne das vermeintliche arabische Vorbild anzugeben; es ist natürlich das aramäische elia en. Ebensowenig ist einzusehem, warum das gemeinaram. in® Arab. erst entlehnte ״ בלHerz, Sinn“ (s. Bauer ZS X, 1) hier arabisches Lehnwort sein soll. C. Brocke 1 man n. Weinryb, S. B.: Neueste Wirtschaftsgeschichte der Juden in Rußland und׳ Polen I (Historische Untersuchungen Heft 12. Herausg. Ernst Kornemann), 1934. (XII u. 250 u. 2 S.) Verlag M. & H. Marcus, Breslau. Brosch. 15,־־־ RM, gebd. 17,- RM. Das Buch behandelt ״Das Wirtschaftsleben der Juden in Rußland und