Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Neue Spuk- und Zauberliteratur [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
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252 Max Grunwald mantie 375, 381 ff. vgl. MGWJ 1932 S. 17; der dankbare Tote 38 vgl. Französische Märchen aus älteren Quellen (Diederichs) N. 20 S. 315; Französische Märchen aus neueren Sammlungen Nr. 11; Märchen seit Grimm 245; Go yart-Wolter, Vlämische Sagen 133; Aichele, Zigeunermärchen Nr. 5; Aarne, Märchentypen 505—507; wohl ägyptischen Ur- Sprungs, älteste Quelle in hebräischer Sprache: Bolte-Polivka, Anmerkungen III 490. — Besonders durch die reiche Ausbeute aus den Heiligenlegenden gewannt das Buch die Bedeutung einer wertvollen Bereicherung der volkskundlichen Literatur. Die wichtigste Frage, die bei allen Gegenständen der vergleichenden Volkskunde immer wieder sich auf drängt, ob Entlehnung oder Parallelität vorliegt, berührt Theodor Wilhelm Danzcl in seiner neuesten Veröffentlichung ״Symbole, Dämonen und heilige Türme‘% Hamburg 1930, Friederichsen, De Gruyter u. Co. Er unterscheidet zwischen Kultur bestand, d. h. entlehnbarem und Kultur g e h a 11, d. i. nicht entlehnbarem Kulturinhalt. In dem Falle der Entlehnung stehen wir aber vor der weiteren Frage, warum Vorstellungen gerade dieser Art von dem entlehnenden Volke aufgenommen wurden. Mitten in diese Diskussionen führen uns die Hypothesen, die über Herkunft und Bedeutung des Hakenkreuzes aufgestellt wurden. Bei Danzel (Tafel 27) finden wir es auf der Stirn des Sonnengottes der Maya (Yucatan) als ,,Sonnenzeichen". Es ist auch nach Hein, Wirbeltypen 71 ein universales Symbol der Anbetung der Sonne als der Urzeugerin des Lebens, der Fruchtbarkeit, des Glückes. Wenn nun Erter a. a. O. unter ״Hakenkreuz" erklärt,, daß dieses steinzeitliche Zeichen überall außer in Palästina und Syrien anzutreffen sei, so ist dagegen zunächst einzuwenden, daß nach Hein a. a. O. 75 es sich auch in Phönizien gefunden hat, ferner mit L e c h 1 e r, Vom Hakenkreuz, S. 17, darauf hinzuweisen, daß es auch in Ägypten (Hieroglyphe für ״Leben"), im babylonischassyrischen Kulturkreis, wie in Rom nicht heimisch war, andererseits aber das Kreuz, das Symbol gleichen Sinnes, im vorderasiatischen Buchstaben Tau vorliegt. Es als ״Rasse"zeichen auszuwerten, ist wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen. Hein betont (S. 71), daß es nicht ausschließlich arisch ist, da es ja im semitischen Kulturkreis (z. B. auch bei den Arabern: Hein 98)