Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Neue Spuk- und Zauberliteratur [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 6)
- Language
- German
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246 Max Grunwald das ״Geheimnis des Räucherwerkes“, Sota 36b, — W. 83 (das ,,schnell, schnell“): das ״bimhera, bimhera“ der Pesachhaggada u. ö., Reitzenstein 292. — Über W. 6ל (Manipulation an einer eine Person vertretenden Wachsfigur)1 u. a. m. an anderer Stelle. Über das in diesen Zusammenhang gehörende ״Hollekreisch“ vgl. AR a. a. O. Wie von M. Sachs (Beiträge I 109), J. P e r 1 e s (Byzantinische ZS II 570 fg.) und anderen griechisches Sprachgut in den Midraschim nachgewiesen worden ist und die Namen Abyzu (= Brustlose; Pradel, Gebete 87) und Amorphus (äjuoppoc oder äpoppoz, vgl. Pradel 23) in den von W. Kar. 114 ff. zitierten griechischen Sisinniostexten sich auch — der letztere als Morphus — in unseren jüdischen Beschwörungsformeln wiederfinden2, so führt uns der gleichfalls in diesen rumänischen Legenden3 wiederkehrende Name,,Fosfor“ zur Enträtselung der Namen אנקתם פסתם פספםים דיוכסים in dem bekannten Gebete nach dem Priestersegen. Sie sind, nach AR a. a. O.: *Avaxzsz Hpatazoz (Pwopöpoz Aiovuaoz und entsprechen einer Planeten Verbindung bei Ptolemäus: Anaktores Demeter (hier durch Hephaistos ersetzt) Kore (= Artemis Phosphoros) Dionysos. Andere Entlehnungen aus fremden Sprachen: Aus dem Lateinischen bei Steinschneider 58 und JE s. v. ,,Amulets“, ferner (Mus. 15) Schutz gegen Waffen4, überliefert von R. Meir, dem heiligen Arzt, der es einen Nichtjuden probieren sah: Schreibe es auf koscheres Pergament und lege es in deine Kopfbedeckung; es geht zurück auf den Propheten Jeremia, der es aus dem Munde des Engels Sahariel 1 Vgl. Festschrift der Universität Breslau 528; Rudolf Biach, Die Magie der Plastik (״Der Kunstwanderer“ 1930, S. 265 fg.); Frobenius, Das unbekannte Afrika 34. 2 Die jüdischen Amulette MJV V S. 40: Abirion Awiron Agla Agila Rota Anas und S. 200 Anas (also für Snwj) Sisinios Simingelof haben mit den russischen bei W. Kar. den Engelnamen An as, mit den rumänischen Rota (auch Seligmann, Der böse Blick II 359) gemeinsam. Iscara in den rumänischen Beschwörungsformeln kann 0a7]xp7jTt<; (Sachs, Beiträge II 85, vgl, W. Kar. 112 Aßu&a£0ü bei Sachs a. a. O;), also byzantinischer Würdenträger oder die Kinderkrankheit Askara (vgl. Sachs', Beiträge II 41, J. Preuß, Die Askarakrankheit im Talmud) sein. Igra der rumänischen Texte erinnert an Agrat in jüdischen. 3 Vestitza daselbst ist slawisch ,,Hexe“, kroatisch Vjesti ca Weichselzopf, vgl. Hovorka-Kronfeld, Vergleichende Volksmedizin II 754. 4 Ein solches von Mikael dem Juda Makkabi gegeben: MJV 1907,135: