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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1933-01-01 · Heft 3 · p. Seite 164

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
77 (1933)
Issue
Heft 3
Article
Neue Spuk- und Zauberliteratur [Rezension]
Date
1933-01-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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164 Max Grunwald mahles1 findet sich in einem —im folgenden mit ,,Mus‘f bezeichneten oder, wenn keine anderen Mss mit besonderer Quellenangabe zitiert werden, stillschweigend angeführten — Ms des Wiener jüdischen Museums, aus dem MJV (d. i. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde) 1927, S. 53, einige Proben veröffentlicht worden sind. Es besteht aus einer großen Menge, augenscheinlich um die Wende des siebzehnten Jahrhunderts in Deutschland oder Österreich, vielleicht in italienischer Nachbarschaft, worauf ein italienisches-deutsches medizinisches Glossar schließen läßt, von verschiedenen Sammlern zusammengetragener, auch von mehreren Händen niedergeschriebener Zaubertexte und volksmedizinischer Rezepte2. 1 Vgl. hierüber meinen Aufsatz ,,Lilith, Dionysos, Sator“, der im Archiv für Religionsgeschichte (= AR) demnächst erscheinen soll. 2 Mit der üblichen Vorsicht (Gaster, Studies I 404) sind zur strengeren Geheimhaltung die Buchstaben einzelner Wörter umgesteilt. Die angeführten Gewährsmänner gehören den verschiedensten Ländern und Zeiten an. Der (eine?) Verfasser beruft sich auf Haggai und Maleaki, auf Aristoteles, Hippokrates, Galen und Metellus. Bei einer Judenverfolgung in Mergentheim — solche sind aus den Jahren 1333/34 und 1349 bekannt — kam, nach unserem Ms, nur e i n Jude ums Leben. Die anderen, wie Rabbi IJijja und seine Kinder, retteten sich durch den 42buchstabigen Gottesnamen, den Simon der Gerechte seinen Schülern erklärt hat. Ein Mittel Rabba bar bar Ilana’s gegen Fieber befand sich angeblich im Besitze des R. Tarn. Der Gaon: Hai beschwor den Traumgeist mit Mika 212 > das Wort a s f in diesem Vers besagt : asmiaka sitre pela’ot; a a s f: ani ,akum Sama’el Frangois (I.); J a *a k n b: jillahem im Carolus (V.) bemilhama; k u 11 a k: kede le‘akkeb keter, kabbes: Carolus bemilhemet Sarefat; ’akkabbes: ’etnase, Carolus, besof (durch den Untergang von) Sarefat; se’erit: Svvit (Schweiz) ’esmod, Romi, Jewanim, Togarmim; Jisräel: jod sebatim rosehem ’akkabbes, limsihatom; jahad: Josef haber David. Also eine Prophezeiung über den, auch MJV 1908 S. 99 erwähnten Krieg zwischen Karl V. und Franz I., ähnlich denen, die Napoleon I. gegolten haben (a. a. O. 1914 S. 69). —־ Von jüdischen Ärzten werden in unserem Ms. erwähnt: Josef b. Meir Wallach Rofe, genannt Feiwesch (bei S'. Krauß, Jüdische Ärzte 93, 103, Beyfuß, Beyfus Feiwus auch, Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft 1906 S. 41) Rofe (in Worms), dem vermutlich die endgültige Her- Stellung unseres Ms. zuzuschreiben ist. Er verdankt, wie er hier angibt, ein hundertfach erprobtes Rekept einer Mitteilung des David aus. Braunschweig. Ein . anderes stammt von den! ״großen, Arzt aus der Gemeinde Frankfurt‘‘;aus dem Jahre ״rnv (256 1495/96) 1’ Ja‘akob simha (Jer317). Es ist wohl der 1495 gestorbene Salmon von Zynonge (bei Dietz, Stamm-

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