Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Neue Spuk- und Zauberliteratur [Rezension]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 5)
- Language
- German
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Neue Spuk- und Zauberliteratur 165 Besonders wichtig ist für das Kapitel ,,Die sieben Siegel‘c bei W. die Nummer 33 dieses Ms. W. vermutet wohl zu recht buch 392, der Judenarzt Mose 1528 zu Frankfurt, 1538 in Gelnhausen, 1581 in Windecken: Zimmermann, Hanau 140). Ferner werden zitiert: Isak Golonia (Krauß 168), Re’uben (bei Krauß 34, 132, ein R. im 15. Jahrhundert), Abraham (ein A. aus Wertheim a. a. 0. 100), Josef (vielleicht verwechselt mit Isak) ben Todros ha-levi (a. a. O. 15, 88), (der ,,berühmte“) Berekja aus Adrianopel, Daniel Karo, Daniel aus Lemberg, Tobia ha-Kohen (a. a. O. 47 u. ö.), (der ״berühmte Lehrer“) Mose Botarel, Türklin von Wallerstein, Isak della Reyna nach Überlieferung des Salomo Almassori (? etwa Bemassor a. a. 0.110); ״in einem deutschen Sammelheft“; ״Sch“ (?) von Orleans, Mose ben Ja‘akob (Verfasser des Sosan sodot), Mardokai Kassab, Josef Attaraz (? Altaraz) mit einem Mittel gegen Lähmung von Salomo Molko, Wolf Talhauser (Augenwasser aus einem lateinischen Buche), ״Meinster Kalman“, (״mein Oheim“) Bonfet sjn im Dorfe Presn (Wreschen?), (״der große Arzt und Philosoph“) Hillel, David Fulda, Hirsch Kaldani (aus Kladno) ״aus Böhmen“ (verschreibt Kräuter mit tschechischen, zum Teil auch polnischen Namen), Leb aus Strabowitz (Sohn des Rabbiners von Groß-Dubnow); von christlichen Ärzten: (״der Leibarzt“) Dr. Paolo Coniglardiandi, Hartmann, Ulrich Jung (,,Augendoktor“, Verfasser des Buches ״Würtburger“), Herzog Friedrich von Sachsen (Mittel gegen den Star von einem Araber in Palästina erhalten; ,,Told“ hat ״Pfalzgraf“ Friedrich das Buch ״Würtemberger“ benutzt; über [Friedrich] August I. vgl. Brann, Juden in Schlesien 154, Kurfürstin Anna: MJV 4907, 123); ein anderes Mittel stammt von den Monken (Mönchen) in Landshut, (weitere von einem) Teutschmeisterin Köln, (von) Frau Mindel und Bredles Keller. — Zitiert wird ferner der apokryphe Brief Maimunis mit den! angeblichen Bekenntnis zur Kabbala, die Josef vor Pharao, Ester vor Ahasweros, Maimuni selbst bei der Königin ״von Ägypten und Alexandria“ Gunst verschafft habe. Nahmani hingegen vergaß, ״als er zum Kaiser ging“, den Vers Gen 3314 zu zitieren, dessen Schluß buchs taben den Namen Elia’s bilden. Bei Akko wurde Nahm an von Räubern ünerfallen und ausgeplündert. — Ein Jude Abner wurde gerade durch ein prophylaktisches Medikament epileptisch, weil er es unmittelbar vor dem Bade eingenommen hatte. — Für den mehrsprachigen Charakter unseres Ms’s (im folgenden abgekürzt als ״M u s. “ zitiert) bezeichnend ist ein Rezept gegen den Weichselzopf von ״einem, der dies 22 Jahre lang praktiziert hat“. Wo alle Ärzte nicht helfen konnten, wandte eine alte Bäuerin grochowiny, ״Erbsenstroh“, italienisch ״piesa“, mit Erfolg an. Oder: ״nemm ein dise“ (polnisch deska ״Brett“), ״as men knet das Teig“, mitten in den Teig mache mit dem Ellbogen ein Loch, gieße Wasser hinein und mache daraus einen Kranz, durch diesen ziehe das Kind hindurch und sprich: ,,Wie der Teig ist aufgegangen mit dem Wasser die Eil voll, aso soll das Kind voll sein!“ Den Kranz (Beigel) gebe man einem Hunde zu fressen. — Übrigens werden in