Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 73 (1929)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 5)
- Language
- German
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181 R. Salomos s. Löwenstein, Index approbationum, Nr. 3078, und Approb. שיטה מקובצת, Berlin 1766 vom 26. Schwat 1766. Ueber ihn s. noch זבח שמואל, Dyhernf. 1822, S. 11b, Berndt, Gesch. der J. in Groß-Glogau, S. 91, Landshuth, תולדות אנשי השם, s. 31, Cohn, Gesch. d< jüd. Gem. Rawitsch, s. 108, ששה זרעוני טרוגה, Waitzen 1910, s. 16. Sein Sohn R. Aron Joscha Elia Herzfeld kam erst 1815 nach Rawitsch (Cohn S. 90) und approbierte in Königsberg den מאמר מרדכי. Als Charakteristikum wird erzählt, daß er in Königsberg, nach dem Grunde seines Wegganges nach Rawitsch gefragt, zur Antwort gab, weil das die erste שאלה gewesen sei, die an ihn in K. gerichtet worden sei. Nr. 3 wirft ein grelles Schlaglicht auf die 1789 erschienene gegen R. Rafael Cohen gerichtete Polemik im מצפה יקתאל, die bei Landshuth a. a. 0. S. 88 ff. dargestellt ist. In Nr. 4 erörtert R. Jonatan Eibenschütz die Frage, ob ein Rabr biner gewählt werden könne, der mit Vorstehern der in Betracht kommenden Gemeinde verwandt sei, und bejaht sie. Die Nummern 5—8 sind bereits in dieser Monatsschrift 1910 S. 616ff. gedruckt. Die vom Herausgeber S. 27 über die großpolnischen Rabbinate gegebenen Mitteilungen sind abwegig, s. jetzt Lewin, Die Landessynode der großpolnischen Judenschaft. Ueber den Dr. Abraham Isaak Fortis siehe näheres Jahrb. d. jüd.-literar. Ges. XV 61 f. Von anderen bedeutenden Persönlichkeiten, Landesältesten und Gelehrten bringt H. eine Menge neuen instruktiven Materials. Der Posener Rabbiner R. Jakob b. Isaak starb nach dem Versöhnungsfeste 1729 und vor Peßach 1730 (Pos. Kscherimbuch S. 295a f., Pos. Sefer hasichr. II S. 153 [163]a). Ueber R. David Tewle (S. 62) s. Lewin, Gesch. d. J. in Lissa S. 192 ff., Jahrb. d. jüd.-lit. Ges.. XII 172 ff. Die unbelegten biographischen Mitteilungen H.s auf S. 63 weisen einige Irrtümer auf. Daß R. David Landau, der spätere Dresdener Rabbiner, Lehrer R. Akiba Egers in Breslau gewesen sei. und dort eine Jeschibah unterhalten habe, ist den Biographen R. Ak. Egers unbekannt (הגהות ר",עקיבא איכר, Bl. I, Lewyson, Vollst. Biogr. des R. Akiba Eger S,-12f., חוט המשולש החדש s. 59b, Jahrb. d. jüd.-lit. Ges. II 86). Landau kann nicht um 1788 Rabbiner in Flatow geworden sein, da er noch 1797 in Lissa lebte (Monatsschr. 1915. S. 290). Erst 1803 kam er nach Dresden (Levy, Gesch. d. J. in Sachsen S. 77). Aus zwei Zeugnissen ist ersichtlich, daß der Hamburger Rabbiner R. Zebi Hirsch Samos z (Horwitz S. 65) Rabbiner in Graetz (Pos.) war. Am 4. Tainus 1769 unterzeichnet er mit den Worten צבי הירש בחרבני הנגיד מוהר״ר בנימין בישקא מזאמושט חונה לגדע פה ק״ק ונרידק! הנ״ל ואגפיה ומצ״פ לקיק האציפלאץיגדא seine Approbation zu ארבע שיטות, Frankf. a. 0.1770/1, und der handschriftliche Kontres der Gemeinde Graetz1 feiert sein Seelengedächtnis mit den Worten ואת נשמת מורי מורינו הרב ר צבי בן מורינו הרב ר‘ בנימין. Von hohem Interesse ist auch Brief Nr. 9, der zwischen 1790 und 1793 seitens des Rabbiners in Filehne (Pos.) R. Jakob Mose, Sohn des Amsterdamer Rabbiners R. Saul, geschrieben ist. Hier bittet der Schreiber den Adressaten R. Josua aus Sklow, den bekannten ,,Hofrat v. Zeitlin<ein Ustje, Gouv. Mobilew, seine einflußreichen Verbindungen mit dem Fürsten Potemkin und dem polnischen König Stanislaus August II. dahin geltend zu machen, daß der letztere seine aus Holland stammenden Pariser Freunde, die Brüder Abraham und Simon Boas, veranlasse, R. Jakob Mosis Wahl als Nachfolger seines Vaters durchzusetzen. In Filehne amtierte er frühestens 1775 (Weltsman-Kalisch, קבוצת אבנים [Handschrift] I 44a aus dem Pinax der ה״ק in F., Zeitschr. d. histor. Gesellsch. f. d. Prov. Posen VIII 196 f.). Nach Jahrb. d. jüd.-lit. Ges.jll 54 war er Ende 1790 noch in Filehne. Nr. 13 gewährt erneut Einblick in die bekannte Fehde der Amsterdamer und Fürther Drucker, die noch 1763/4 nicht ganz zur Ruhe gekommen war, vgl, Jahrb. d. jüd.־ lit. Ges. I 202. Nr. 14 bietet einen intimen Blick auf. Erbschaftsstreitigkeiten innerhalb, der Familie R. Jakob Emdens nach seinem Tode. Nr. 15 führt in die Emden-Eibenschützschen Stürme vom Jahre 1754. Ueber den Verfasser des Briefes, den Hannoveraner Rabbiner R. Isaak Selig Caro, gibt H. biographische Mitteilungen. Sein Großvater, den H. mit הדר זעליג שטריימר beT zeichnet, wird in zwei handschriftlichen Stammbäumen2 der Familie Caro הרב הגאוןהמפורסם מו״ה זעליג und (Schrimm) הרב הגאון מדה זעליג שטרים ger nannt. Nachdem im איל המלואים, Kro tos chin 1845, gedruckten Stammbaum scheint der Vater des Schrimmer Garos R. Isaak ben Josef gewesen zu sein. Stimmt dies, so ist seine Identität mit dem Schrimmer Rabbiner R. Esriel Selig 1 Nr. 174 meiner Handschriftensammlung. 2 Nr. 266 meiner Handschriftensamml. S, 8b, 17b.