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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1929-01-01 · Heft 4 · p. Seite 180

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
73 (1929)
Issue
Heft 4
Article
Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
Date
1929-01-01
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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180 ״eine symbolische Amtsübertragung'1 gehandelt habe, und hat dort (S. 139 ff.) das Diplom zum Abdruck gebracht. ״Ein Autodafe in Lemberg im Jahre 1728" bringt ganz neue Nachrichten über den Märtyrertod der beiden Brüder Reizes. ״Arje Löb Calahora“ gibt bisher unbekannte aktenmäßige Beiträge zum Posener Märtyrerprozeß von 1736 ff. Weder hier noch bei Landsberger, Zur Biogr. des Posener Märtyrers R. Arje Löb, im Jahrb. der jüd.-lit. Ges. VII 351 ff., findet sich ein Hinweis auf עמודי עולם, Berlin 1741, Vorw. Berliner, זעקת שבר im T קבץ פל Sammelt). kleiner Beitr. aus Handschr״ Berlin 1895, diegleichfalls diese Tragödie beschreiben und die erfolgreiche Intervention der Wiener Wertheimer und Aloys v. Sonnenfels (Meisl, Gesch. der Juden in Pol. u. Rußland II 53, Koitzsch, Kursachsen u. d. Juden, Engelsdorf-Leipzig 1928, S. 38). ״Die Juden in Olkusz und in den Parochialgemeinden" ruht fast ganz auf archivalischem Grunde und gibt interessante Details über die bereits zur Zeit Casimirs I. (1330—70) blühende Gemeinde und deren Umgegend. Flüchtlinge aus O. 1656 in Beuthen O.-S. s. RGA צמח צדק Nr. 106. In einem handschriftlichen Auszug aus dem 1פנקס הקהל עלקוש finden sich Bannsprüche, Martyrologien, Märtyrer- Verzeichnisse, Piutim und Nachrichten, die bis ins siebzehnte Jahrhundert zurückgehen. Horowitz, כתבי הגאונים, Pietrkow 1928, bietet hochinteressante Briefe, die oft intimere Einblicke in die Geistes- Werkstatt, in Charakter und Erlebnis der Korrespondenten gewähren als die offizielle Responsenliteratur, in welcher das rein menschliche ’und persönliche meist hinter den kasuistischen Erörterungen zurücktritt. Die Briefe, alter kostbarer Familienbesitz, befanden sich im Nachlasse des bekannten Haager Oberrabbiners R. Isachar Berisch Berenstein (st. 1893), wo der Verfasser sie entdeckte. Einen Teil hat er nun herausgegeben und mit Kommentarien und biographischen Exkursen versehen, alles in gewandtem Hebräisch. Eine Fortsetzung ist MGWJ 1928, 496 ff. erschienen. Die anderen Teile der Brief- Sammlung harren noch des Herausgebers. Näheres über die Berensteinsche Handschriften-Sammlung bringt der Auctions-Catalog בינה לעתים, Amsterdam 1907, S. 111—114. Zu dem in jener Sammlung unter Nr. 2154 genannten Krakauer Rabbiner R. Isaak Charif, der 1682 starb, vgl. Friedberg, לוחות וכדון, S. 19 ff., und zu dem vor dem 1. Ijar 1620 verstorbenen Posener Rabbiner R. David das handschriftliche Posener Sefer hasichronoth III S. 17a. Der erste Brief vom Jahre 1775 gibt interessante Kunde über das Rabbinat in Königsberg, die Familie des Wilnaer Gaons und kabbalistische und religionsphilosophische Studien im Kreise des Gaons. Ueber die Familie Ascher Günzburgs s. näheres Maggid, Zur Gesch. und Geneal. der Günzburge, S. 59 ff., 143, 151. Nr. 2 ist ein Schreiben des G 1 0 g a u e r Rabbiners R. Sal. Doberisch von 1767 betreffend den berühmten Streit um den Klever Scheidebrief, in den der Schreiber nicht eingreifen will, besonders darum nicht, weil den Zeitgenossen eigen sei, der Rabbiner zu spotten und über sie zu Gericht zu sitzen. Den Standpunkt der Frankfurter rechtfertigt Horovitz, Frankf. Rabb. III 70 ff., מפה לד RGA Nr. 19. Das Geburtsjahr 1720 für R; Josef Steinhart kann nicht richtig sein, da er selbst 1773 von sich sagte ואנכי בבר הגעתי לזקנה ושיבה (Jahrb. d. jüd.-lit. Ges. VI 196 Anm. 5). Zum Verzeichnis der Approbationen 1 Nr, 337 meiner Handschriftensammlung.

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