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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-10-15 · 20 (15.10.1935) · p. Seite 433

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
20 (15.10.1935)
Date
1935-10-15
Page
Seite 433 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 20 Bayerische Israelitische Gemeindezeituhg 433 gründlichen Kenntnissen, nicht nur über Palästina, sondern über die jüdische Lebens- und Gedankenwelt im allgemeinen ist zweifellos in weitesten Kreisen vorhanden. Die Zionistische Ortsgruppe wird daher als Kern ihrer Arbeit im kommenden Winterhalbjahr den Aufbau einer Reihe von Kursen über derartige Gebiete in Angriff nehmen. Die Kurse beginnen Anfang November. Das Gesamtprogramm der Reihe wird in der nächsten Gemeindezeitung veröffentlicht werden. Neuäahrswunsch-Enthebung Ihre Enthebung von schriftlicher Beglückwünsöhung (haben nach Abschluß .der lam 27. September 1935 in Druck gegebenen Entbeibungsldste noch (bekanntgegeben: Bloch Dr. Alfred, Justizrat, und Frau Wetzlar Familien, Achleitnerstraße 8 WeisenfeiM Max, Komimerzienirat, unid1 Frau, Steinisdorfstraße IIRiFII Reidisbund jüd. Frontsoldaten K^J Jf Ortsgruppe München Der nächste kameradschaftliche Abend findet statt am Montag, den 28. Oktober 1935, in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2. Seit September veranstaltet die Ortsgruppe München wieder jeden 2. und 4. Montag im Monat kameradschaftliche Abende in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2. Am 23. September erfreute sich der Abend eines starken Besuches. Nachdem der Vorsitzende Kamerad Dr. Bretzfelder die Kameraden begrüßt hatte, gedachte er der 12 000 für ihr Vaterland gefallenen Kameraden und widmete dem erst vor einigen Tagen verstorbenen Dr. med. Erich Feuchtwanger, dem treubesorgten Pfleger hirnverletzter, Schwerkriegsbeschädigter Kameraden auch an dieser Stelle ehrende Worte des Gedenkens. Darauf behandelte er die. Lage unserer Ortsgruppe und ermunterte die Kameraden, Disziplin, Einigkeit und Kameradschaft gerade jetzt zu pflegen. Um die Angelegenheit der Kriegsopfer umfassend von einer Stelle aus behandeln zu können, habe er Landgerichtsrat i. R. Dr. Ernst Dispeker, der über eine langjährige Praxis im Kriegsopferrecht verfüge, der Vorstandschaft beigeordnet. Dann ergriff Kamerad Dr. Otto Weiler das Wort zu den uns heute am meisten interessierenden Fragen der Gegenwart. Er warnte insbesondere vor der panikartigen Auswanderung, die dem Einzelnen und der Gesamtheit nichts weniger als förderlich sei. Sie hat bisher schon der organisierten Auswanderung, die allein möglich sei, viel Schaden zugefügt. Er bat u. a. auch, in allen Angelegenheiten, die die Gerheinde betreffen, sich mit ihm als dem Leiter des Wohlfahrtsamtes zu besprechen. Dagegen möchte allem grundlosen Geschwätz, dem man oft begegne, entgegengetreten werden. In der Aussprache wies u. a. Kamerad Dr. Lemle auf die Arbeit der offiziellen Vertretungen hin, über deren Hingabe die Gemeindemitglieder nicht genügend unterrichtet seien. Es herrsche im allgemeinen unfruchtbare Kritik und zu wenig Ver- Ein Aufmf an die Freunde des zionistischen Aufbauwerkes Die jüdische Heimstätte in Palästina steht für die Mehrzahl der deutschen Juden im Mittelpunkt ihrer Gedanken und Hoffnungen. " Unzählige jüdische Familien sind bereits mit Palästina verknüpft, viele Tausende wollen in Erez Israel für ihre Kinder, für sich selbst ein neues Leben aufbauen. Durch das Programm der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, dem alle maßgebenden jüdischen Organisationen zugestimmt haben, sind diese Tatsachen und die sich aus ihnen ergebenden Folgerungen und Verpflichtungen für das ganze deutsche Judentum in ihrer vollen Tragweite anerkannt. Denken die deutschen Juden daran, von welchen Umständen der Fortschritt und das Gedeihen des Aufbauwerkes abhängen! Die Zionistische Bewegung hat unter schwierigsten Bedingungen in jahrzehntelanger Arbeit die Grundlagen für die heutige Aufnahmefähigkeit des Landes geschaffen. Die Zionistische Bewegung weckt und organisiert die Kräfte des jüdischen Volkes in der ganzen Welt für den Aufbau Palästinas. Die Zionistische Bewegung kämpft durch ihrer kolonisatorische und politische Arbeit für die Durchsetzung der völkerrechtlich anerkannten Ansprüche des jüdischen Volkes auf seine Heimstätte. Die Zionistische Bewegung ist die einzige Garantin für eine gesunde Entwicklung des jüdischen Nationalheims, für eine Sicherung seiner wirtschaftlichen und geistigen Lebensgrundlagen gegenüber zerstörenden egoistischen Bestrebungen. . Die deutschen Juden müssen sich ihrer Mitverantwortung für dieses Werk endlich in vollem Ausmaße bewußt werden. Sie müssen begreifen, daß von der Stärke der Zi o n i s t i s c h e n Organisation ihr Einfluß und ihre Wirkung abhängt, und damit die Zukunft der Judenheit. Bleibt nicht auf halbem Wege stehen! Begnügt Euch nicht mit gelegentlicher Unter* Stützung und mit Sympathie?Erklärungen! Bekennt Euch zur Zionistischen Organisafion! Beitrittserklärungen an die ZIONISTISCHE ORTSGRUPPE MÜNCHEN Geschäftsstelle Schlosserstraße 2/1. Telef. 530 52.

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