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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-03-01 · 5 (1.3.1935) · p. Seite 100

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
5 (1.3.1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 100 (sequence 8)
Language
German
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100 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 5 Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig öMjj Umfelder Cm b.fi. Itlündjen. hn9lotontal In München findet die Palästina-Woche in der Zeit vom 4. bis 11, März statt. Sie beginnt mit einer Kundgebung „Größe und Gefahr der Stunde" am. Montag, den 4. März, im Museumssakl. Sie wird die Grundlage und den dauernden Sinn des Palästinaaufbaus, die Chaluziuth, das Pioniertum, in den Vordergrund stellen. Dr. Hans Friedenthal, der Präsident des deutschen Makkäbi, der selbst viele Jahre in Palästina gearbeitet hat, und D r. Georg Josephtal von der Leitung des deutschen Hechaluz, in München von seiner hiesigen Tätigkeit her bekannt, sind die Redner dieses Abends. Am Samstag, den 9. März, folgt ein Vortrag von Dr. Siegfried Kanowitz über zwei Jahre deutscher Alijah in Palästina. Dr. Kanowitz, seit langem eine führende Persönlichkeit im öffentlichen Leben Palästinas, ist soeben zu einem kurzen Aufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt,- wo er früher als Generalsekretär den Zionistischen Vereinigung gewirkt hat. Den Abschluß bildet ein Überblick über Gegenwart und Zukunft des jüdischen Palästina, den Dr. Traub, der Leiter des deutschen Keren Hajessod, gibt, und der in anderen Gemeinden mit begeistertem Beifall aufgenommen worden ist. Jede der drei Veranstaltungen ist einem Teil des großen Fragengebietes „Palästina" gewidmet. In ihrer Gesamtheit werden sie ein geschlossenes Bild vom Stand und den Aussichten des Aufbauwerkes und von seiner Bedeutung für die deutschen Juden ergeben. Es ist zu erwarten, daß die starke Anteilnahme der jüdischen Bevölkerung Münchens an den Fragen Palästinas auch bei allen Veranstaltungen der Palästina-Woche zum Ausdruck kommen wird. Es wird sehr empfohlen, die Serienkarten für alle drei Veranstaltungen und die Einzelkarten im Vorverkauf zu lösen. (Näheres siehe in der Anzeige in dieser Nummer.) Schreibwaren jeder Art für Büro und Haus, Briefblocks, Füllhalter usw. in reichster Auswahl. Maiersche Papierhandlung Inh. Rud. Stern Karlstr. 8, Ecke Barerstrasse. Telefon 57624 Zionistische Ortsgruppe. In einem gut besuchten Ortsgruppenabend am 14. Februar wurden eine Reihe aktueller Fragen des Palästina-Aufbaus und der zionistischen Politik in Form einer gesprochenen Zeitung behandelt, die durch ein wirksam ausgewähltes Feuilleton vervollständigt war. Diese Form fand bei den Erschienenen starken Anklang. Ein ähnlicher . Abend wird in der zweiten Märzhälfte stattfinden. Die Mitglieder der Z.Ö.G. werden noch besonders zum Besuch der Veranstaltungen der Palästina-Woche aufgefordert, die eine einzigartige Möglichkeit zur Information über die gegenwärtigen Fragen Palästinas bilden. Vorankündigung. Die Zionistische Ortsgruppe wird anläßlich des Purimfestes einen Heiteren Abend veranstalten, zu dem alle Gemeindemitglieder schon jetzt herzlich eingeladen sind. Nähere Anzeige erfolgt in der nächsten Nummer. I Reichsbund jüd. Frontsoldaten Landesverband Bayern Ortsgruppe München. Der nächste kameradschaftliche Abend findet am Montag, den 4. März 1935, in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2, statt. Herr Kamerad Rechtsanwalt Dr. L. Lemle wird ein Referat über wirtschaftliche Fragen der Gegenwart halten. Im Anschluß daran findet eine Aussprache statt. Diejenigen Kameraden, die bisher noch keinen Antrag zur Verleihung des Frontehrenkreuzes gestellt haben, müssen dies umgehend bei dem Kommissariat ihres Wohnbezirkes besorgen. Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes. Der nächste Sidrakurs findet statt am Montag, den 4. März, 5 Uhr nachmittags, Sitzungssaal der Gemeinde. Der nächste Haus fr au ennachmittag im Restaurant Schwarz, Dienstag, den 12. März, 4 Uhr nachmittags. Kollektivausstellung Siegfried Ziegler. Die in der letzten Nummer angekündigte Sammelausstellung des Münchener Malers Siegfried Ziegler wird Sonntag, den 2. März, im großen Lenbachsaal des Kunst - vereins München, Galeriestraße 10, eröffnet. Unter anderem kommen viele Gemälde aus dem Privatbesitz seines Bruders, Kammersängers Benno Ziegler, Frankfurt a. M., darunter die „Dachauerin", auf welche der junge Akademiker im Jahre 1915 den großen Staatspreis erhielt. Die Stadt stellt die von ihr im Jahre 1932 für die städtische Galerie erworbene Landschaft „Häuserblock" zur Verfügung. Außerdem enthält die Ausstellung einen Soldatenkopf aus dem Privatbesitz Prof, Franz v. Defregger und, wenn es noch rechtzeitig aus Wien eintrifft, ein Porträt des Generalmusikdirektors Prof. Clemens Krauß, des jetzigen Operndirektors der Berliner Staatsoper. Eine eingehende Besprechung der Ausstellung behalten wir Aus der Gemeinde Bamberg Der Berichtszeitraum erhielt sein Gepräge, wiederum durch zwei Frauengesalten, eine führende Persönlichkeit auf dem Gebiete jüdischer Frauenarbeit und eine Sängerin von Weltruf. Am 30. Januar sprach vor einem stattlichen dankbaren Frauenkreis der Gemeinde im Israelitischen Frauenverein. Dr. Dora Edinger über „Bildungsprobleme der jüdischen Frau". Der 12. ■ Februar kann vom jüdischen Kulturbund abermals als Glanzpunkt gebucht werden. In der Synagoge sang Lotte Leonard, begleitet von Ludwig Grünbaum (Nürnberg) sich in die Herzen der — leider nicht zahlreich genug — erschienenen

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