Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 5 (1.3.1935)
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 101 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Bayerische Israelitische Gemeindezeirung 101 Hörer. Alte Arien, Gesänge jüdischer Komponisten, Lieder aus der Natur gaben ihr Gelegenheit, ihre Stimme bald im süßesten Piano klingen, bald in ihrer mächtigen Wucht wirken zu lassen. Ludwig Grüribaum brachte die Beethoven-Sonate Op. 10 Nr. 2 zum künstlerischen Vortrag. Aus dem Reiche Eingliederung des Zentralausschusses in die Reichsvertretung. Am Sonntag, den 17. Februar, trat der Organisationsausschuß der. Reichsvertretung der deutschen Juden erneut zu Beratungen zusammen. Es gelang," die Vorarbeiten für die Eingliederung des gesamten sozialen und wirtschaftlichen Hilfswerkes in die Reichsvertretung zu erfolgreichem Abschluß zu bringen. Mit dem 1. April 1935 wird nunmehr das Hilfs- und Aufbauwerk des Zentralausschusses einen festen Bestandteil des Organismus der Reichsvertretung bilden. Im einzelnen wurde folgendes beschlossen: Mit Wirkung vom 1. April 1935 ab werden die Tätigkeitsgebiete der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge, der jüdischen Arbeitshilfe e.V. (Landwerk Neuendorf), der Vereinigten Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise, der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe, der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden e. V. in die Reichsvertretung eingegliedert Es werden damit die großen Arbeitsgebiete der Wohlfahrtspflege, der Wirtschaftshilfe, der Beruf »Umschichtung, der Kredithilfe, des Ar'beitsnachweiswesens und der übrigen Wirtschaftshilfe sowie der Rückwanderung in die Reichsvertretung eingefügt werden. Die noch außenstehenden Gebiete des Hilfs¬ und Aufbauwerkes werden ebenfalls organisch mit der Arbeit der Reichsvertretung verbunden werden. Die Geschäftsführer der eingegliederten Organisationen werden Sachbearbeiter bei der Reichsvertretung. Um die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der eingegliederten Stellen auch der neuen Organisationsform zu erhalten und darüber 'hinaus eine Möglichkeit für Heranziehung wichtiger Einzelpersönlichkeiten zu schaffen, werden den Sachbearbeitern beigegebene Ausschusse gebildet werden, denen je ein Mitglied 'des Präsidialausschusses als Vorsitzender angehört. Die letzte Entscheidung liegt wie bei allen anderen Arbeitsgebieten der Reichsvertretung bei dem Präsidialausschuß. Die Fachausschüsse der neuen Arbeitsgebiete der Reichsvertretung treten gemeinsam mit einem besonderen Aufbringungsausschuß nach Bedarf als „Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau" zur Beratung gemeinschaftlicher Aufgaben zusammen. Auch darüber hinaus ist für die Beibehaltung und weitere Ausgestaltung des Zusammenhanges der Arbeitsgebiete des Hilfs- und Aufbauwerkes organisatorisch Sorge getragen. Die Fiananzverwaltung wird in Zukunft einheitlich für -das gesamte alte und neue Arbeitsgebiet der Reichsvertretung geführt werden. Den vom Organisationsausschuß gefaßten Beschlüssen kommt eine außerordentliche Tragweite zu. Entsprechend den in der jüdischen Öffentlichkeit oft. geäußerten Wünschen der Notwendigkeit straffer Zusamenfassung ist nunmehr ein geschlossener Gesamtaufbau geschaffen worden, der bei sparsamsten Kräfteaufwand die größtmögliche Leistung im Dienste des deutschen Judentums verbürgt. Alle an der Eingliederung beteiligten Stellen haben gern Opfer an organisatorischer Selbständigkeit gebracht, um der Forderung einheitlicher Gliederung zur Durchführung zu verhelfen. Vom 1. April ab ist nunmehr das große Hilfs- und Aufbauwerk der deutschen Juden fest inder Reichsvertretung verankert. 4. bis II. März in Hänchen 3 Veranstaltungen 1. Montag, den 4. März, 20.15 Uhr, im großen Saal des Museum, Promenadestraße 12 Größe und Gefahr der Stunde Kundgebung Z.Erwerbung d.Hule-Konzession Redner: Dr. Hans Friedenthal-Berlin, Dr. Georg Josephtal Hebräische Chöre, Gesang, Rezitation 2. Samstag, den 9. März, 2 0.15 Uhr, im Anna- Saal, Robert-Koch-Straße 9 (Eingang Reitmorstraße) Prüfung und Bewährung Zwei Jahre deutsche Alijah in Palästina Redner; Dr. Siegfr.Kanowifz, Tel Aviv 3. Montag, den 11. März, 20.15 Uhr, im Anna- Saal, Robert-Koch-Straße 9 Die Zukunft Erez Israels Palästina IpOO—Ipßf—19S° Redner: Dr. Michael Tranb-Berlin Chöre — Hatikwah — Gestaltung der Rhea-Glus-Schule Die drei Veranstaltungen geben ein geschlossenes Bild vom Stand des Aufbauwerkes und seiner Bedeutung für die deutschen Juden. (Näheres siehe in der Notiz!) Sichern Sie sich die bedeutend verbilligten Serienkarten! Numerierte Plätze: Serienkarten für alle drei Veranstaltungen Mk. 1.80 und Mk. 2.50 Einzelkarten Mk. —.80 und Mk. 1.20 Vorverkauf: Büro der ZOG, Priehnayerstr. 20/11 und Ewer-Buchnandlung Kategoriekarten für Jugendliche zu Mk. —.50 nur an der Abendkasse. Zionistische Or tsgruppeM üncheii