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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-12-01 · 23 (1.12.1934) · p. Seite 501

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
23 (1.12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 501 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 23 Bajrerische Israelitische Gemeindezeituni,' 501 sogar relativ eine größere Abnahme als zwischen 1925 und 1933, daß diese Abnahme gegenwärtig fortdauert, in einem Ausmaße, daß die statistische Tatsache zur historischen Tatsache wird, zu einem der vielen traurigen Kapitel in der jüdischen Geschichte. Aus dem Verbände Kommerzienrat Rosenzweig 25 Jahre im Ehrenamt Im November waren es 25 Jahre, seit Kommerzienrat Ludwig Rosenzweig in die Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg eingetreten ist. Während eines Vierteljahrhunderts in fast allen Tätigkeitsbezirken des Nürnberger jüdischen Gemeinwesens viel bewährt, ist Ludwig Rosenzweig seit mehr als 8 Jahren nicht nur der erwählte, sondern der in Wa'hrheit berufene Führer der Großgemeinde. Die Kultusgemeinde Nürnberg hat des Tages, an dem sie vor 25 Jahren das Glück hatte, die Tätigkeit dieses hervorragenden Mannes zu gewinnen, in der Weise gedacht, welche allein unserer jetzigen Zeit gemäß ist: Das Nürnberger Gem&indeblatt brachte einen aus der Feder des Rabbiners Dr. Max Freudenthal stammenden Artikel, in welchem der großen Verdienste des Jubilars in höchster Anerkennung gedacht worden ist. Als Vorstand der Kultusgemeinde Nürnberg hat Ludwig Rosenzweig das Erbe hervorragender Vorgänger angetreten: Männer wie Gustav Josephthal und Sigmund Held bleiben in der bayerischen Judenheit unvergessen. Ihnen ist Ludwig Rosenzweig zum würdigen Nachfahren geworden. Mit dem Weitblick, der ihn in seinem Beruf auszeichnet, hat der Jubilar auch auf dem Gebiete der jüdischen Kommunalverwaltung stets über den engeren Kreis der von ihm geführten Gemeinde hinaus gesehen und die allgemeinen jüdischen Angelegenheiten sich zu einem seiner Lebensziele gemacht. So wurde er insbesondere einer der markantesten bayerischen jüdischen Kommunalpolitiker, förderte und stärkte aus seiner Nürnberger Tätigkeit heraus die Entwicklung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, um schließlich auch noch als Schatzmeister des Verbandes in der Führung aller bayerischen Gemeinwesen mit an erster Stelle zu. stehen. Der Verband hat also ganz besonderen Anlaß, des Eintritts Ludwig Rosenzweigs in die jüdische Kommunalverwatung dankbaren Herzens zu gedenken. Innerhalb der Nürnberger Gemeindeverwaltung ist Ludwig Rosenzweig zu einer der bedeutungsvollsten Persönlichkeiten der bayerischen Judenheit geworden. Aus dem lokalen Wirken heraus aber ergaben sich die durchgreifende Förderung des ganzen Landes und die für den Verband schlechtlin unentbehrliche besonders enge Verknüpfung des Nürnberger Gemeinwesens mit dem Verbände. In allererster Linie sind daher die Nürnberger Gemeinde und unser Verband zu beglückwünschen, daß Ludwig Rosenzweig vor 25 Jahren der aktiven jüdischen Gemeindearbeit gewonnen worden ist. AU das Gute, das Ludwig Rosenzweig in diesen langen Jahren geschaffen hat, bleibt dauerndes Verdienst. Daß es dem trefflichen Manne vergönnt sei. auf diesem Wege noch viele Jahre lang zum Segen der Allgemeinheit weiterzuschreiten, ist der herzliche Wunsch, der hier vom Verbände Bayerischer Israelitischer Gemeinden dem Jubilare dargebracht werden möge. Festen Schrittes gehe Ludwig Rosenzweig in dieser schweren Zeit auch weiter seinen Weg voran! Mögen 4hm in der Leitung der Nürnberger Gemeinde und in seiner hingebungsvollen Arbeit für den Verband noch reiche Erfolge beschieden sein! Möge dem Jubilar sein immer wieder bewiesener Opfersinn und seine unermüdliche Tätigkeit für die Allgemeinheit durch ein noch langes, friedliches Leben in Mitten seiner Familie und seiner Gemeinde gelohnt werden! Neugestaltung des Religionsunterrichts Würzburg, 26. Marcheschwam (4. November 1934). Auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft der gesetzestreuen Rabbiner Bayerns stand als Hauptpunkt die Frage der Neugestaltung des Religionsunterrichts. An das klare und eingehende Referat von Rabbiner Munk-Burgpreppach schloß sich eine Mode-Korsettenhaas empfiehlt seine Spezialabteilung vorm. Max Löwenthal Gegr. 1885 für individuelle MassanfertiDung München, Kaufingersir. 31 Telefon 13217 ausgiebige und fruchtbare Aussprache an. Es wurde allgemein anerkannt, daß der bisherige Religionsunterricht in der Weise um- und auszugestalten sei, daß als normales Mindestziel erstrebt werden müsse: Kenntnis von Chomesch, teilweise von Raschi und etwas Mischnajos Kenntnisse in Kizur Schulchon oruch. Es ist zu hoffen, daß die aufgestellten Richtlinien bei ihrer Verwirklichung zum Segen des Judentums sich auswirken. Aus der Gemeinde München Jüdische Volksschule — Einladung zur Chanukaieier Am Sonntag, den 2. Dezember, abends 7 Uhr, hält die Jüdische Volksschule im St.-Anna-Saal (Robert-Koch-Straße 9 — Ecke Reitmorstraße) ihre diesjährige Chanuka-Feier ab. — Eintritt RM. 1.—. — Die wenigen noch zur Verfügung stehenden Karten sind an der Abendkasse zu erhalten. Eine Wiederholung der Feier ist in Aussicht genommen. Zu der Hauptprobe am Sonntag vormittag 9 Uhr (2. Dezember) haben auch Schüler anderer Schulen Zutritt. Hebräische Sprachkurse Der neue Anfängerkursus ist wegen der großen Zahl der Teilnehmer in zwei Parallelkurse aufgeteilt worden. Es können jetzt Interessenten in beide Kurse aufgenommen werden. Bei dieser Gelegenheit weisen wir noch auf die Kurse für Mittlere und Fortgeschrittene hin, in denen überall noch Neuaufnahmen erfolgen können. Ferner besteht ein Kinderkursus für mittlere und einer für fortgeschrittene Kinder. Es wird außerdem geplant, einen Kinderanfängerkursus einzurichten. Anmeldungen sind unter Telefon 29 75 05 vorzunehmen. Für die Schüler der Sprachschule und alle hebräisch Interessierte in München veranstalten wir am Sonnabend, den S. Dezember, abends 8 Ukr, im Bibliothekssaal der Jüdischen Gemeinde eine Sicha. Wir werden uns über die hebräische Arbeit in München unterhalten. Jeder, der ein wenig Interesse hat, wird gebeten, seine Gedanken und Vorschläge zu äußern. N. M e 1 b e r bei Silbermann, Widenmayerstr. 12. Tel. 28 6 S9. Hausfrauennachmittag des jüdischen Frauenbundes Der zweite Hausfrauen-Nachmittag der Ortsgruppe München des jüdischen Frauenbundes findet am Dienstag, den 11. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Restaurant Schwarz (Schlosserstraße 2) statt. Schulungskurs für jüdische Jugendführer in Bayern Das ausführliche Protokoll mit Literaturangaben über die Vorträge und Arbeitsgemeinschaften des ersten Schulungs- Jetzt Die mollige Hausjacke von ROSEN FELDER Bayerstraße 5 Seit 1878

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