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Die neue Welt · 1933-12-08 · Heft 326 (8.12.1933) · page 5

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 326 (8.12.1933)
Date
1933-12-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 326 DIE NEUE WELT Seite 5 Empfehlen§weffe Firmen RESTAURANTS, CAFES etc. Restaurant Billet, vorzügliche streng orthodoxe Küche, II., Hammer-Purgstall-Gasse, bei Salztorbrücke. Cafe-Restaurant Edison (Inh. Fleischmann), VIII., Alserstraße 9, Tel. B-43-0-47, B-43-0-86. Cafe-Restaurant Espresso, I., Rotenturmstraße 1. Internationale kalte und warme Küche. Menüs zu billigen Preisen. Cafe Schottentor, I., Ring des 12. November 10, Tel. U-26-5-30, vis^ä-vis der Universität. Restaurant Max Lazar, vorzügliche, streng orthodoxe Küche und Selchwaren, II., Untere Augartenstraße Nr. 19, Tel. A-41-8-12. Cafe - Konditorei Neumann, II., Gredlerstraße 2 (Tel. A-42-3-81), III., Löwengasse 47 (Tel. U-10-5-78). Restaurant Neugröschl, renommierte jüdische Küche, IL, Lilicr.brunngasse 12. Tel. A-48-5-86. Vegetarische und Diätküche R. Schall, IL, Praterßtraße 15. (Polnische Spezialitäten.) „Vegetaria", Restaurant, Diätküche, Milchspeisen, IL, Obere Donaustraße 89 a; IX., Währingerstraße 21. LEBENSMITTEL, FLEISCH etc. L. Brodbad, Bäckerei, IL, Schiffamtsgasse 17. N. Brodetzky, Spezereiwaren, IL, Leopoldsgasse 43, Tel. A-46-1-90. Halpern S., Palästina-Produkte, II., Förstergasse 6, Tel. A-46-4-12. J. Hirschler, Fleischhauergeschäft, IL, Wolfgang- Schmälzl-Gasse 4, Tel. R-41-7-69. I. W. Kurz, Gemischtwaren, II., Volkert-Platz 5, Tel. R-44-102. M. Leder, Butter- und Eierhandel, IL, Tandelmarktgasse 11, Tel. A-48-0-43. Sigm. Plaschkes Fleischhauerei, TL., Hollandstraße 6. «. Schlesinger, Spezerei und Delikatessen, II., Hollandstraße 11, Tel. A-48-3-58. D. Steigmann, Butter- und Eierhandel, II., Zirkusgasse 41, Tel. R-44-0-73. S. Türtil, Gemischtwaren, II., Engerthstraße 194, Tel. 48-6-64. BEKLEIDUNG, WÄSCHE B. David, Weißwaren, II., Negerlegasse 5. Fein & Landsmann, Lederbekleidung, XX., Gauß- Platz 6, Tel. A-42-0-10. M. Fisch, Schneider, II., Praterstraße 53, Telephon R-44-5-25. Glanzmann, Epstein & Co., Herren- und Damen- Konfektion, IL, Obere Donaustraße 35, Tel. A-49-0-86. I. Greismann, Strumpfhandel, IL, Schüttelstraße 29, Tel. R-43-9-72. J. Karniol, Textilwaren und Wäsche, I., Gonzagagasse 7, Tel. U-22-9-51. J. Weintraub, Textil und Wäsche, II., Krummbaumgasse 2, Tel. A-44-0-45. Warenhaus Weinstock, Mode- und Parfümerieyraren, n., Untere Augartenstraße 13. SCHUHE S. Abrahamovicz, Schuhhaus, II., Taborstraße 38, Tel. A-48-1-62. Birnbaum Leo, Schuhreparaturwerkstätte, IL, Franzensbrückenstraße 9; XX., Karl-Meißl-Straße 3; XX., Pappenheimgasse 66. E. Blaser, Schuhhandlung, IL, Taborstraße 56. PELZE Pelze jeder Art, M. Bermann, Wien, L, Hoher Markt 9. Tel. U-24-1-68. Pelzhaus H. Breitfeld, I., Franz-Josefs-Kai 21. Tel. R.-25-406. DIVERSE Buchbinder Eugen, Ingenieur, Baumeister, IL, Taborstraße 11 b. Tel. A-46-5-38. L. Drlmmer, Elektro-Installateur, It., Obere Donaustraße 1, Tel. A-41-8-82. G. Eisner, Textilwaren, L, Zelinkagasse 11, Telephon U-29-3-70. Fallkmann Heinrich, Juwelenfasser, IL, Taborstraße 1-3/66. Tel. A-48-4-45. Internationale Spedition (Palästina - Transporte) P. Ringelblum, II., Große Mohrengasse 3a. Tel. R-41-9-75. Jüd. Buchhandlung, Erzeugung aller Gebetartikel, M. Salz mann, II., Große Schiffgasse 4. Tel. A*49-9-74. Kalb Josef, Juwelengeschäft u. Präzisionsuhrmacher, II., Taborstraße 56. Knoll & Co., Motoren und Apparate, IL, Taborstraße 8 b, Tel. R-45-5-90. A. Kurz & Co., Optische Anstalt, IL, Gradlerstraße 4, Tel. A-43-2-86. O. Lustig, Seifen, Putzmittel, Parfümerien, Kerzen, H., Hollandstraße 12, Tel. A-45-6-89. B. Posaner, Schreibmaschinen, II., Obere Donau- Straße 105, Tel. A-41-3-77. A. S. Rabiner, Spenglermeister, IL, Untere Augartenstraße 31, Tel. A-45-0-29. Brüder Schwarz, Bettwarenerzeugung, I„ Marc- Aurel-Straße 2. Tel. U-24-1-91. Schwedenapotheke (Besitzer: J. Bauer), I., Schwedenplatz. Straßberg Eugenle, Holz, Kohle, Koks, IL, Praterstraße 50. Tel. R-49-2-17. A. Strich, Stahlwaren, I., Eßlingg. 7, Tel. U-20-9-58. Brüder Weinreb, Beheizung, Beleuchtung, Hausiind Küchengeräte, IL, Taborstraße 62, Tel. R-49-8-16. S. Wildmann, Sprechmaschinenteile, IL, Vorgartenstraße 207. Tel. R-44-6-15. S. Zuckermann, Haus- und Küchengeräte, II., Im Werd 1, Tel. A-49-205. Anfragen und Wünsche, welche diese Rubrik betreffen, sind an die Verwaltung des Blattes, IL, Untere Augartenstraße 38, Tel. A-45-6-34 (10 bis 2 Uhr), zu richten. Brigiaenauer isr. Tempelverein Wien XX, Kluckyeasse 11 ^^/^AA/v*^^AAA/v^/^A✓v^^^ Festgottesdienst anläßlich des 80. Oeburtstages de» Obmannes Josef KOHN am 10. Dezember 1933, 3 Uhr 45 Mitwirkend» Oberkantor J. Mann aus Brünn, verstärkter Chor der isr. Kultus<emelnde unter Leitung des Herrn Kuit Puchsgelb \AVWkWWWWWtfWWWWVW/WW^^ Karten In der Tempelkanzlei täglich von 4 bis 6 Unr erhältlich Das Re'neriragnis flieüt den Verelren zur Ausspeisung aimer Kinder und Erwachsener des 20. Bezirkes zu Keine Zeit verlieren! „Gute" und „schlechte" Oberkommissäre. — Endziel und Vogelstraußpolitik. — Zur nationalen Konzentration Von Dr. H. Bosenblum (Kaunas, Litauen) Auch Zionisten müssen schließlich beginnen, von politischen Ereignissen zu lernen. Denn es geht wirklich nicht an, dieselben Irrtümer fünfzehn- und zwanzigmal zu wiederholen. Insbesondere, wo sie so schwere Rückwirkungen auf die ohnehin traurige Lage des Volkes haben. Vor allem ist es höchste Zeit, daß die zionistische Oeffentlichkeit kein derart gespanntes Interesse an der Persönlichkeit und den individuellen Neigungen dieses oder jenes britischen Oberkommissärs 1 von Palästina an den Tag legt. Die bisherige Erfahrung I zeigte bereits zur Genüge, daß diese „individuellen Neigungen" von ganz untergeordneter Bedeutung für die Lage in Palästina sind. Sämtliche Oberkommissäre sind von uns mit Hoffnung und Sympathie empfangen worden, denn jeder von ihnen schien uns „ein lieber Mensch und eine uns freundlich gesinnte Persönlichkeit". In Herbert Bei Schnee, Wind. Kälte wird man leicht von Erkältung befallen. Man muß daher rechtzeitig Sorge dafür tragen, daß im Hause nie fehle der in seiner schmerzlindernden Wirkung einzige Franzbranntwein mit Menthol welcher für Massage, Einreibung, Umschläge und als Gurgelwasser gleich unentbehrlich ist. fln Jedem besseren Geschäft erhältlich Samuel sahen wir anfangs den großen Volksgenossen, der uns „Nachamu, nachamu, ami!" (Sei getröstet, mein Volk!) sang und für die Erlösung seiner Brüder geradezu auserwählt zu sein schien. PI um er rief schon durch seinen Generalstitel den Eindruck eines braven Soldaten hervor, der jede Abweichung vom Wort der Balfourdeklaration schärfstens bekämpfen würde. Chaneellor brachte bei seiner Amtseinsetzung die wärmsten Empfehlungen des Präsidenten N^ahum Sokolow mit, der ihn als durchaus „sympathische" Persönlichkeit charakterisierte. Was Wauchope anbetrifft, so hat ihn seinerzeit MacDonald selbst als „Gewinn filr den Zion-ismus" bezeichnet, „denn er ist in jeder Beziehung ein Gentlema n". Nun, was stellte sich heraus? Daß sich alle diese überaus sympathischen Persönlichkeiten, deren individuellen Neigungen sich so zionistisch anließen, letzten Endes gegen uns wandten. Warum? Weil das vom Kolonialministerium in Palästina eingeführte Verwaltungs s y s t e m den jüdischen Interessen entgegenläuft. Das System wüT keine jüdische Industrie im Lande. Das S y s t e m will keine geschlossenen jüdischen Siedlungen entstehen sehen. Und es darf nie- B<llicie Sonder»aftrt nach pQj^gj^ Jänner und retour S 85a" ■nnniH Abfand: 23. Oazembor, 10 Uhr abends / RUokfahit 2. Jänner Wien-Krakau C#) Wien—Lemberg und retour. S 9ätwT PüB-und «IsagebOhren gratis 1 Numerierte Sltzp'Htzs In beiden Richtungen I REISEBÜRO „MARIENBRÜCKE", WIEN I, RotenturmstraBe 26 Teleohone: R>24-2»86, R-24*2>87 mand wundernehmen, daß dieses von den höchsten Zentralstellen geführte System über den „individuellen Neigungen" dieses oder jenes Herrn steht, denn die persönlichen „Neigungen" dürfen nur im Rahmen dieses Systems zur Geltung kommen. Das System „verarbeitet" eventuelle prozionistische in antizionistische Sympathien, ebenso wie das Feuer die Kohle in Asche verarbeitet. Die Wirkung des Zentralsystems ist manchmal geradezu grotesk: Es gelingt ihm, einen ehemaligen Zionistenführer, Mr. Hyamson, Sekretär der Zionistischen Exekutive a. D. und jetzt Einwanderungskommissär der Palästina-Regierung, in ein antijüdisch es Werkzeug umzuschmieden. Wir sollen deshalb ein für allemal aufhören, uns mit der Persönlichkeit der kommenden Oberkommissäre zu befassen. Alle Achtung vor diesen Persönlichkeiten, aber wollen wir doch lieber auf die Wurzel des Uebels zurückgreifen, statt uns bei Stamm und Blatt aufzuhalten. Unser Kampf muß dem antizionistischen System der Mandatarmacht und nicht den Auswüchsen desselben gelten. Denn wird das System geändert, so werden auch Wauchope und Hyamson ihre zionistische Individualität wiederfinden , , , Der zweite schwerwiegende Irrtum der zionistischen Oeffentlichkeit ist in der bisherigen Abneigung gegen die Endzieldebatte zu suchen. Die zionistische Majorität wollte das zionistische Endziel durchaus nicht enthüllen. Der XVII. Kongreß hat allen Versuchen der Opposition um Trotz beschlossen, „staatsmännisch" zu bleiben und „das Maul zu halten". Dadurch glaubte man dieses heikle Thema umgangen zu haben. Was geschieht nun? Die Engländer haben die ängstlich vermiedene zionistische Endzieldebatte aufgerollt ... Sir Arthur Wauchope erklärte klipp und klar, daß es bereits genug Juden in Palästina gebe und daß die Balfour-Deklaration nie den Sinn hatte, die Araber durch Juden majorisieren zu lassen. Eine Reihe antizionistischer Herrschaften in London war sofort zur Stelle, um dem Herrn Wauchope zu sekundieren. Lord Samington, Lord Islington, Miß Farqharson und andere erklärten, daß „die Regierung Seiner Majestät einen sehr ernsten Versuch zur Linderung der schweren arabischen Situation in Palästina machen müßte." Mit anderen Worten: Die Juden hätten die ihnen durch das Mandat gewährten Entwicklungsgrenzen bereits überschritten, und zwar zuungunsten der „einheimischen" Bevölkerung. Nun fragt es sich: War die zionistische Vogelstraußpolitik gegenüber der Zielsetzungsdebatte berechtigt? Ist uns jetzt wohler, nachdem von gegnerischer Seite das Problem der Mandatsgrenzen aufgeworfen worden ist? Wäre es nicht vernünftiger gewesen, wenn wir vor Jahren unseren Standpunkt klargemacht hätten, um uns gegen etwaige Ueberraschungen zu sichern? Ist die Aufpulverung gegnerischer Angriffslust durch unsere Passivität wirklich so segensreich für unsere Sache? Ich glaube, daß heute die meisten Zionisten, darunter auch die ehemaligen Gegner der Endzieldebatte, hierüber einer Meinung sein dürften. Die Einwanderungsschikanen der Mandatarmacht sind — insbesondere im gegenwärtigen Augenblick — ein Weltskandal. Das bedarf keiner näheren Ausführung. Die Judenheit muß einheitlich und geschlossen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln diesem Skandal, der geeignet ist, hunderttausende Juden in Verzweiflung zu stürzen, entgegentreten. Es wird dies aber kaum unter der Führung einer sozialistischen Klassenexekutive, deren Gedanken sich auf einer ganz anderen Ebene bewegen, geschehen können. Diese Exekutive muß ihre Vollmachten dem sofort einzuberufenden A.-C. übergeben. Eine Exekutive der nationalen Konzentration soll an die Spitze einer einheitlichen zionistischen Weltaktion zum Schutze jüdischen Rechtes auf Leben und nationale Erhaltung treten. Denn es ist keine Zelt zu verlieren. Von der Judensf aaf §partei Junge Juden! Jungen und Mädchen! Kommt zum Brak (Brith Hakannaim) I Wer ist der Brak? Was will der Brak? Was lehrt der Brak? Wer geht zum Brak? Wo ist der Brak? Der Brak ist mit der Zionistischen Organisation durch die Judenstaatspartei verbunden. Er anerkennt die Zionistische Organisation als die höchste nationale Körperschaft des jüdischen Volkes. Der Brak strebt nach der Erziehung der Jugend in national-patriotischem, chaluzischem, religiösem Geiste. Der Brak erstrebt die Erlernung von Handwerken, Ausbildung in hebräischer Sprache, wehrsportliche Ertüchtigung. Der Brak nimmt Jungen und Mädchen im Alter von 9 big 20 Jahren an. Der Brak hat sein Zentralheim Wien, II., Untere Augarten"« straße 38. Anmeldungen daselbst schriftlich' oder mündlich. Kommet! Lernet! Uebet! Aktion der Judenstaatspartei für Tozereth Haaretz Aus Warschau wird berichtet: Im Sinne des Programms der „Judenstaatspartei" hat ihr geschäftsführender Vorsitzender Meir Großmann anläßlich seiner Anwesenheit in Warschau die Initiative ergriffen, um die ins Stocken geratene Aktion für die Verbreitung von Palästina-Produkten (Tozereth Haaretz) in der Galuth zu beleben. Ueber seine Anregung fand eine Sitzung von Vertretern verschiedener zionistischer Organisationen statt, welche nach einem Referat des Herrn Großmann die Gründung einer „Liga für Tozereth Haaretz" für Polen beschlossen. Das Organisationsdepartement der Judenstaatspartei (Wien) wird die Gründung von solchen Ligen auch in anderen Ländern anrege^

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