Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 4 (1930)
- Issue
- Heft 162 (24.10.1930)
- Date
- 1930-10-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 162 DIE NEUE WELT Seite 11 halb 4 Uhr nachmittags Talmud Schiurim (Traktat K'euboth). Bibelschulc Pa2maniieittemf»el: Die Schulleitung der Bibelschule des Pazmanitentempels teilt mit, daß der regelmäßige Unterricht bereite begonnen hat. Neuaufnahmen finden an Sonntagen von 9 bis 12 Uhr vormittags, an Werktagen (von Montag bis Donnerstag) von 2 bis 5 Uhr nachmittags statt. Maimonldes*Institut. Das Rektorat der Univef» sität hat dem Institut füf das Wintersemester 1930/31 den Hörsaal 37 der philosophischen Fakultät für zwei Stunden wöchentlich, Mittwoch, 6 bis 8 Uhr abends, zur Verfügung gestellt. Herr Rabbiner Doktor Kaminka wird von 6 bis 7 Uhr Bibelexegese und von 7 bis 8 Uhr Ethik des Talmuds vortragen. Beginn: 2 9. Oktober. Die anderen Vorträge haben vorläufig Samstag, den 18. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr, wie in den verflossenen Jahren Darwingasse 21 be* gönnen, es schweben jedoch Verhandlungen wegen Ver« legung derselben in passendere zentral gelegene und modern ausgestattete Räumlichkeiten, die das Institut voraussichtlich am 1. November zti beziehen in der Lage sein wird. Hofmeister, Hauslehrer lUr Nachhilfeunterricht in allen Mittelschulfächern (Philosophen, Pädagogen), Sekrc» täre, auch für kaufmännische Betriebe (Handelshochs schüler, Juristen) vermittelt unentgeltlich der jüdische Hochschulausschuß, Wien, IX., Zimmermannplatz 8. — Telephonischer Anruf oder Postkarte genügt. Richtigstellung« Der Zionistische Jugendrat schreibt uns: Wir bitten um freundliche Aufnahme folgender Berichtigung: In Ihrer Nummer 161 vom 17. Oktober d. J. veröffentlichten Sie auf Seite 8 eine Resolution des Zionistischen Jugendrates an den Parteirat vom 9. d. M., welche jedoch dem Wortlaut nicht entspricht. Wir gestatten uns daher, nachstehend Minen den Wortlaut unserer Resolution zu übermitteln: „Die Majorität des Zionistischen Jugendverbandes, und zwar die Gruppen: Brith Trumpeklor, Gdud Zeirim, Makkabi Hazair, Pfadfinderbund Zirenu und Vereinigung zion.-de.mokr. Jugend, fordert die Zionistische Landesorgünisation auf, für die kommenden Nationalratswahlen äm 9. November 1930, eine eigene nationale Liste aufzustellen. Zu dieser Resolution haben sich die Bünde Gordoniah und Mirjam, deren Vertreter nicht anwesend waren, nicht geäußert, während sieih der Vertreter des Jugend Vereines Erez Israel dagegen ausgesprochen hat. Sollte, die Zionistische Landesorganisation eine eigene, jüdisch-nationale Liste aufstellen, so verpflichtet der Jugendrat alle Mitglieder der dem Zionistischen Jugend ver band angeschlossenen Jugendibünde,' für diese Liste aktiv zu arbeiten, bezw. diese Liste auch zu wählen." Das Haus für Radio und Technik Eugen Goldschmied/ VIIv Neu» baugasse 3* Im Hause Neubauga6se 3, wenige Schritte von der Mariahilferstraße, hat die Firma Eugen Goldschmied ihr vollkommen neues, vier Etagen hohes „Haus für Radio und Technik" eröffnet. Es lag in der großen Entwicklung der Radioindustrie» das Radionaus Goldschmied, welches seit Jahren zu den führenden zählt und durch großzügige Propaganda und Einführung des amerikanischen Verkaufssystems breite Schichten der Bevölkerung für das Radio gewonnen hat, zu einem großen Warenhaus auszugestalten, das sich auf alle Gebiete der modernen Technik erstreckt. Vierzig Spezialabteilungen 6ind hier tibersichtlich und zweckmäßig angeordnet. Der Besuch dieses n*uen Hauses bietet allen. Sehenswertes undi Interessantes. Getreu den alten Prinzipien des Firmenchefs, Herrn Eugen Goldschmied, wird jeder Käufer individuell bedient und fachmännisch beraten. Selbstverständlich werden, der gegenwärtigen Wirtschaftslage Rechnung tragend, den Kunden langfristige Kredite gewährt. E Heute Michael-Bohnen-Premiere: „Zwei Krawaf» ten". Mit großer Spannung sieht man der heute im Gartenbau - Kino, Schweden - Kino, S t a f a- Kino und Koloseum-Kino stattfindenden Premiere des ersten Michael-B ohnen -Tonfilms „Zwei Krawatte n" entgegen, da dieser Film bekanntlich wegen der Neuartigkeit seiner künstlerischen Auffassungen in den Mittelpunkt einer heftigen öffentlichen Diskussion gerückt ist. Durch die Namen Georg Kaiser, Mischa Spol.iansky und Intendanten Richard Weichert, sind diese neuen Lösungen im Dramatischen, Gedanklichen und Musikalischen am besten gekennzeichnet. „Zwei Krawatten" haben folgende Besetzung: Jean — Michael Bohnen, Mabel — Olga Tschechowa, Bannermann — Ralph Artur Roberts, Mrs. Robinson — Erika G1 ä ß n e r, Trude — Trude Ldeske, Dolly — Genja Nicola je va, ein Klavierspieler — Carl G o e t z, Muckerton — Julius Falkenste In, Oharies — Theo Lingen. Ferner wirken mit: Paul Biensfeldt, Friedrich Ettel, Angelo Farrari, Hugo Fischer-Köppe, Max Gülstorff, Hannemann, Harry Hardt, Eugen Jensen, Carl Jönsson, Fritz Odemar, Walter Steinbeck und Hugo Werner Kahle. Das Manuskript wurde nach Georg Kaiser von Ladislaus Vajda für den Sprechfilm bearbeitet, für die Songs zeichnet Robert Gilbert, für die Musik Mischa Spoliansky. Die Regie führt Felix Bäsch, dem Intendant Weichert als künstlerischer Beirat zur Seite Richard stand. (E) Unsere geschützten Leser werden auf die jüdische Buchhandlung Hermann Tuchner (siehe Inserat) be* sonders aufmerksam gemacht, wo jetzt zu Beginn de» neuen Schuljahres für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher, auch antiquarisch, zu mäßigen Preisen er« haltlich sind. Für Anfragen Telephon R-41-4-20. E Jeder will Geld sparen. Nur mehr kurze Zeit bietet sich die Gelegenheit, billige Schallplatten und Sprech» apparate zu kaufen. Infolge Neuherstellung der Kataloge und Umgestaltung des Lagers werden noch zirka 1000 Stück jüdischer Platten und rund 3000 Stück diverse moderne und andere Schlager um 50 Prozent billiger verkauft Selbstredend nur solange der Vorrat reicht. Die Vorführung ist selbstredend unverbindlich und ohne PELZ¬ MANTEL- WOCHE bei SCHIFFMANN IL, Taborstraße Nr. 4S Seal-Elektric, s 129.-, s 98.-........s 60.— Nütfi6tt6~Mänt6l, ganze Felle, elegante Fasson, 4än S 198.*- ..................S 148»— Fohlen-Mäntel, panze Felle, s m-.....s 179.— Wildkatzen-Mäntel, s m-.........s245.~ Blsam-Wammen, die große Mode, s 59s, 594. s 398.— PelZ-Verbrämungen (Kragen und Manschetten) 4A ftft S 24.50, 19.80...............S 14.9U Fell-imit. Verbrämungen ^Kragen u. Manschetten) - nft S 9.80, 7.90 .................S O'öü | $tl30etbtiimte 6toff-9Bäutet. [ SpOrt-Mäntel, ganz gelUttert und pelzverbrämt oft Rn S 39.50.................. . S Engl. Mäntel aus guten Wollstoffen, gefüttert und *a cn pelzverbramt, S 59.50, 49 50 .........S *9»W TW6ed~Mänl6l, ganz gefüttert und pelzvetbrämt, nn cn S 59.80, 39.50 ..............., . 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Da die Harnsäure an allen gichti« sehen und rheumatischen Prozessen beteiligt ist, zielt die moderne Heilkunst dahin, eine Ausscheidung der auf diese Weise angehäuften Giftstoffe zu bewirken. Die Aufgabe erfüllen die TogaUTabletten in besonderem Maße, da sie alle schädlichen Bestandteile lösen und eine baldige Linde« rung und vollständige Genesung herbeiführen. Außer bei gichtischen und rheumatischen Schmerzen finden die Tabletten auch bei nervösen Schmerzen und! Kopf» schmerzen Verwendung. E Amtliche Verlautbarungen der Israel« Kultusgememde Wien Z. 7190 ex 1930. Hebräische Sprach- und Bibelschulen. Schüleraufnahmen an den Gemeindebibelschulen im Schuljahre 1930/31. An die jüdischen Eltern! An den hebräischen Sprach- und Bibelschulen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien erhalten Schüler und Schülerinnen der Volks-, Haupt- und Mittelschulen ihrer Altersstufe und ihren Vorkenntnissen entsprechend Unterricht im Hebrnischlescn, Uebersetzen des Gebetbuches und des Pentateuch, in hebräischer Sprache und in Talmud. Die Aufnahmen erfolgen in folgender Einteilung: I. Bezirk: Seitenstettengasse 4. IV. Stock. Für Knaben und Mädchen der Volksschule Freitag 2—V»4 Uhr; für Knaben der Hauptschule Montag und Donnerstag 6—7 Uhr. Barmizwah- Vorbereitungskurs (im Rabbinat) Freitag 2—4 Uhr. II. Bezirk: Tempelgasse 3, III. Slock. Für Mädchen dec Volksschule II. Kl. Dienstag 2-3 Uhr, Saal I; UI. und IV. Kl. Dienstag 3-5 Uhr, Saal I; Donnerstag 2—3 Uhr, Saal II; für Mädchen der Hauptschule Donnerstag 3—3 Uhr, Saal II: für Knaben der Volksschule II. Kl. Freitag 2—3 Uhr. Saal I; III. und IV. Kl. Freitag 3—4 Uhr, Saal I; für Knaben der Hauptßchule Kurs I Mittwoch 6—7 Uhr, Saal I: Kurs II Donnerstag 4—6 Uhr. Saal I; für Knaben der Mittelschulen Montag und Mittwoch 4—6 Uhr, Saal T: Mittwoch 3—5 Uhr, Saal II. Tatttiudknrs Montag und Donnerstag 6—8 Uhr. Saal II» Hebräisch-Kurs Iwrith b'Iwrith (bei genügender Tetlnehmerzahl Anmeldungen im Schulamtei Sebastian-Kneipp-Gasse 14. Für Knaben der Volksschule Sonntag 10—11 Uhr. Mittwoch 4—1 Uhr; für Mädchen der Volksschule Kurs I Montag und Mittwoch 1/i3—Vt4 Uhr, Kurs II Freitag 2—4 Uhr; für Knaben der Volksschule Sonntag J1—12 Uhr, Mittwoch 5—6 Uhr; für Mädchen der Hauptschule Montag und Mittwoch 6—7 Uhr. Talmtldkufs, sofern eine genügende Teilnehmerzahl sich meldet. RemibrandtstfaRe 32. Für Knaben der Volksschule Sonntag 10—11 Uhr, Dienstag 2—3 Uhr: fUr Knaben der Hauptschule Sonntag 11—12 Uhr, Dienstag 3—4 Uhr. VI. Bezirk: Schmalzhof gasse 3 (Tempelgebäude). Für Mädchen der Volksschule Montag 3—4 Uhr; für Knaben der Volksschule Kurs I Montag 2—3 Uhr, Kurs II Montag 4—5 Uhr; für Knaben der Hauptschule Freitag */»3—*/j4 Uhr; für Mädchen der Mittelschule Mittwoch 4—6 Uhr. VIII. Bezirkt Nendeggergasse 12 (Tempelgebäude)» Für Mädchen der Volksschule Dienstag Vs3—1/j4 Uhr; für Mädchen der Hauptschule Dienstag 1/a4—Va5 Uhr; für Mädchen der Mittelschule Kurs I Dienstag Vi5—7a6 Uhr. Kurs II Donnerstag 4—5 Uhr. IX. Bezirk: Wasagasse 10 (Gymnasium). Hcibrüisrhkilrs' für Mittelschüler Montag 6—7 Uhr, Donnerstag 5—6 Uhr. X. Bezirk: Humboldtgasee 25. Für Knaben der Hauptschule Dienstag und Donnerstag 5—6 Uhr. XI II. Bezirk: Penzingerstraße 132. Für Knaben der Volksschule Freitag 2—5 Uhr; für Mädchen der Volksschule Freitag 3—4 Uhr; für Mittelschüler und -Schülerinnen (Anmeldungen bei Horm Rabb. Dr. Lewin). XV. Bezirk.' Tnrnergasse 22 (Tempelgcbüude). Für Knaben der Hauptschule Dienstaff 5—1h7 Uhr; für Mädchen der Hauptschule Freitag 3—4 Uhr. Samstag 4— 5 Uhr. XX. Bezirk: Othmargasse 46. Hebräisch-Kurs (Iwrith b'Iwrith) täglich von 2-3 Uhr, Saal I. Für Knaben der Volks- und Hauptschule (Methode der öffentlichen Schulen) Kurs 1 Sonntag 10—LI Uhr, Dienstag 2—3. Uhr; Kurs II Sonntag 11—12 Uhr, Dienstag 3—4 Uhr: Kurs III Sonntag 12—1, Dienstag 4—5 Uhr. Bavmizwah-Vorbereitungskurs Sonntag 8—10 Uhr, Samstag 6—7 Uhr. Talmndkurs für Anfänger Montag 2—4 Uhr; für Fortgeschrittene Samstag 4—6 Uhr. XXI. Bezirk: Hobmeistergasse 12 (Tcmpelgebäude). Für Knaben und Mädchen der Volksschule Montag 5— 6 Uhr; für Knaben und Mädchen der Hauptschule Mittwoch 5—6 Uhr. Der Unterricht an allen Abteilungen und in allen Kursen ist unentgeltlich. Der Vorstand. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 24. Oktober 1930 werden bei dein um 4 Uhr 45 Minuten beginnenden Abend-, gotttesdienste in nadhbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. Max Grunwald); VI., Söhmalzhof- «asse'3 (Rabbiner Dr. I. Drobinsky); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XVI.. Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 25. Oktober d. J., findet um 3 Uhr nachm. der Jugend* gottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde* und Bezirkssynagogen statt. Ufficio Rabbino Maggiore, Merano (Italien), Karl-Wolf-Straße l/III. Der Oberrabbiner von Met an ersucht uns um folgende Publikation: Mangels näherer Adressen verständige ich auf diesem Wege die Familienangehörigen nachstehender, im allgemeinen Friedhol von Trento seinerzeit provisorisch bestatteten jüdischen Kriegs gefallenen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Armee, daß auf meine Veranlassung die Ex hu mie rung derselben ani 27. Oktober und die feierliche Bestattung am 28. Oktober in Merano stattfinden wird. Merano, den 18. Oktober. — Oberrabbiner Josua Grünwald. Liste der Kriegsgefallenen: David Metzger, Josef R e w icz, Samuel R eic h ba c h, Ernst N a t z 1 er, Benedikt Lörinc, Oberleutnant Rudolf Löwith, Chaim Mahusohn, Moritz Herschdorf er, Isak Drucker, Bernhard Fried, Leutnant Ernst Altendorf und Armeeschwester Frieda Schönbaum. Adolf Ignaz und Julie Marzelliue Mautner von Markhofsche Stiftungen für Wiener Waisenkinder. Verliehen werden: Je ein Stiftungsplatz ä S 600 an ein israelitisches Waisenmädchen und an einen israelitischen Waisenknaben. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Waisenknaben im Alter von 12 bis 16 Jahren und arme Waisenmädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heimatsberechtigt sind. Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuche sind beizulegen: Mittellosigkeitszeugnis, Geburtsschein, Nachweis der Zuständigkeit und der Verwaisung, letztes Schulzeugnis und Yormundschaftsdekret. Finreiclistelle: Magistratsabteilung 8. Einreichungsfrist: Bis 14. November 1930. Verleihungstag: 6. Februar 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien