Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 15 (1917)
- Issue
- Heft 33 (31.8.1917)
- Date
- 1917-08-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 33 Großbritannien. . SotUiptt. Das jüdische Regiment. Die „Morning bringt folgenden Auszug auZ dem „Uewish World": „Wir wissen nicht, wer das '5kriegsininisteriunl beraten hat, sicher aber jemand, der außerhalb der Berührung mit jüdischem Empfinden steht, wenn er den Rat gab, das unter dem Namen „Davidschild" bekannte Banner als Rcgimentszeichen zu verwenden. Dieses Abzeichen mit seinen gewissenhaften heiligen Verbindungen wird als .spezifisch jüdisch Betrachtet. Dieses Abzeichen .in das' Banner eines Teils einer nichtjüdischen Armee umznwandeln, welche.militärische Operationen in Gehorsam einer britischen aber nichtjüdischen Politik ausführt, die angenommen sind durch eine nichtjüdische Regierung, ist, sowohl wir nicht den mindesten Zweifel hegen, daß das Kriegsministerium eine Ehrung damit beabsichtigt, nicht weit von einer Entehrung entfernt. Aber da besteht noch eine andere Erwägung. Wenn, wie cs nach« der Bekanntmachung des Kriegsministcriums scheint, die Hauptabsicht des Regiments darin besteht, die hiesigen russischen Juden zum Heeresdienst 'hcranzuziehen, dann werden die Inden unseres Landes, wenn das jüdische Symbol ihre Fahne ist, int besonderen identifiziert werden mit dem Teile des britischen Heeres, das aus Juden zusammengesetzt ist, die, ob recht oder falsch, zu der Abteilung unseres Volks gehören, die in der öffentlichen Meinung Äs mißliebig, unehrlich und wucherisch angesehen wird.*) Wir wollen darüber nicht rechten, obwohl cs unmöglich! ist, zu sagen, daß dies ganz grundlos ist: Das ist eine verwünschte Ungerechtigkeit den abertausenden jüdischen Jünglingen gegenüber, die freiwillig ins Heer traten und zu leiden pnd zu sterben gingen für die Sachje unseres Landes." Die englische Arbeiterpartei und Palästina. Eine Erklärung, die die englische Arbeiterpartei nach! , „Socialdemokraten" der Stockholmer Konferenz unterbreiten will, enthält als zehnten Punkt folgende Forderung: Palästina wird den Juden unter internationaler Garantie zuerkann t. Amerika. Rew-AorL Die Jndeafrage i« Rumänien. Der trotz allen offiziellen- und offiziösen Versprechungen unveränderte Kurs der rumänischen Machthaber gegenüber der jüdischen Bevölkerung, die Nachrichten über die Inhaftierung und Hinrichtung vieler Juden auf bloße Verdachtsgründc, und die Vergewaltigung jüdischer Frauen haben in Amerika tiefgehende Erregung ausgelöst. Auf Veranlassung des rumänisch-jüdischen Verbandes wird die Lage der rumänischen Juden im Parlament zur. Sprache gelangen. 'sJüd. Korrespondenzbureau, Haag.) Zionistische Nachrichte«. . Frankfurt a.M. Am 29. August waren zwanzig Jahre seit Eröffnung des ersten Zionistenkongresses— er tagte'in München — verflossen. Ans diesem Anlaß seien hier aus Theodor Herzl's Anffatz „Der Kongreß einige Stellen angeführt: > .Mir stecken nicht den Kopf in den Sand: die Judenfrage besteht, .sie wird.sogar von Tag zu Tag ärger, und wo sie heute nicht ist, wird sie morgen sein. Sie kann ohne unser Hinzntun nicht in einer friedlichen Weise gelöst werden. Darum Ist das Werk, das wir unternehmen, ein Bersöhnungswerk. ... Wie groß der Jammer der zerstreuten Juden ist, das wei^ man außerhalb des Judentums eigentlich noch gar nicht. Ter Kongreß wird , «ine Ucbersicht der Lage liefern und die Mittel zur Abhilfe beraten. Und das soll geschehen ohne Schmähung der Andersdenkenden. Der Kongreß hat eine so große Aufgabe, daß er über Nichtigkitcn ruhig zur Tagesordnung übergehen wird. ." Der Abfluß jüdischer Massen nach dem Lande.der 'Väter 'würde nichtmnr eine Erleichterung für die vom Antisemitismus aufgewühlten Staaten bedeuten, in denen .die Juden zu den äußersten Umstnrzparteien hingebrängt werden, sondern auch' dem türkischen Reiche einen Zuwachs «m Kultur und Wohlstand bringen. . ." Rew-Aork. Die Amerikanische Zionistische Föderation hat die Sammlung von einer Million Dollar 'eingeleitet. Ein Drittel der Summe ist bereits vorhanden. Das Geld ist dazu bestimmt, gleich! nach Beendigung des Krieges Ingenieure und andere Spezialisten nach Palästina zu senden, nm-sofort den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes in die Wege leiten. Der Krieg «nd die Jude«. Frankfurt a. M. Mit tiefem Schmerz erreicht uns die Trauerbotschaft von dem Heldentod des Leutnants' He i n - rich Auerbach. Wegen seiner Fähigkeiten schon bald nach seiner Einberufung zum Offizier eruamit und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, fühlte er sich nur als einfacher Soldat, der seinen Stolz darin sah, dem Judentum Ehre zu machen. Welch ein prächtiger Mensch init jhm dahingcgangen ist, das zeigte sich in deni Lazarett einer Krankenanstalt, in dem er sich monatelang infolge einer Verwundung befand und dort mit dem ganzen Liebreiz seiner Persönlichkeit sich alle Herzen gewann. Von Zimmer zu Ziinmer gehend, erfreute er die Verwundeten des Lazaretts und die Kran¬ *) Das ist eine würdelose, aber auch in Wirtlichkeit durchaus unberechtigte Bemerkung. Tie gesmnten Ausführungen sehen übrigens danach aus, als habe der Redakteur des „Aewish World" den Sonnenstich davongetragen. (Tic Rcdakt.) ken des'Hauses mit seincnr goldenen Humor, und heute trauert man in diesen Räumen um einen edlentreuen Freund, der in seiner gütigen Art jedem gleich 'nahestand. Es gibt Menschen, die scheinbar alles' leicht nehmen und auf ihre Umgebung einwirken können, sich mit Unckbänderlicheim abzufinden, uitb doch finden wir bei diesen Naturen oft im Innern verschlossen einen - tiefen Ernst, der Rur dann und wann den Vertrauten gegenüber sich offenbart. Auerbach gehörte zu diesen Menschen. . ... Nun ist er in treuer Pflichterfüllung für das Baterlmid dahingegangen, und das Andenken ait seine sonnige Persönlichkeit wird allen, die ihn kannten, unvergeßlich bleiben. H. S. Frankfurt a. M. Gefreiter Moritz Kuttner, Königswarterstr. 13, Inhaber des Eisernen Kreuzes, erhielt das Allg. Hessische Ehrenzeichen für Kricgsvcrdicnstc am Kriegsbande. Frankfurt a. M. Mzewachtmeister BrthurStern, Sohn 'der Witwe Sophie Stern, Hanauerlandstr. -14, erhielt das Eiserne Kreuz. EinortSbauseu lOberhefsen). Gefreiter Max Goldschmidt erhielt das Eiserne Kreuz. -Oppeln. 'Vizewachtmeister Silber wurde zun:Leutnant befördert. Miltenberg. Maximilian Moritz, Staatsanwalt in Ansbach, wurde zum Leutnant befördert. . Arnstadt. Leutnant E m r l F r i e d ma n n erhielt das Eiserne Kreuz I. Klasse. Hamburg. Dr. Joseph Goldschmidt Direktor der Talmud Thora-Realschule, erhielt das Eiserne Kreuz am schwarz-weißen Bande. Gien Oberrabüiner Dr. Moritz Güdemannund die Rcchbintzr Moritz Kramer, Dr. Max Grunwald, Tr. Salomvn Funk, Dr. Armin Abeles, Dr. Moritz Bauer, Dr. Israel Taglicht und Dr. Moses Rosen mann, Obcrlandesgerichtsrat Hofrat Dr. Josef'Löwner, Schulrat Moritz Antscherl, ordcntl. Professor Tr. Leo Strisower, Professor Dr. Stephan Braßloff, Rcgierungsrat Friede. Hübscher erhielten das Kriegskreuz für Zivilverdienste 2. Kl. Wien. Nach einer dem Abg. Reizes zugekommenen Mitteilung steht die A u s h e v » n g der jüdischen Flüchtlingslager . bevor. In dem Lager von D e ü t s ch b r v d, dem. größten dieser Art, tvurden die dort befindlichen Personen bereits davon verständigt, daß sie in nächster Zeit wieder in den Genuß der Freizügigkeit gelangen.. Petersburg. Im russischen Heere werden jetzt auch Feldrabbiner angestellt. Paris. Das Zentralkomitee der Alliance isr. universelle" hat beschlossen, monatlich Fr. 10,000 für die Anschaffung von Lebensmitteln und Kleidungsstücken für die russischen und rumänische» Gefangenen in Deutschland. und Oesterreich bercitzustellen. London. Beim letzten Luftbombardement wurden, wie wir im „L'Univers israelite" lesen, mehrere Synagogen stark beschädigt. Auch fielen Bomben ans eilten jüdischen Friedhof. Tic Bureaus zweier jüdischer Zeitungen litten schweren Schaden durch die Ruinen eines Nachbarhauses. Mehrere jüdische Personen wurden getötet. Biele jüdische Familien haben London verlasse», mn sich! in der Provinz nicderzulassen. Personalien «. kleine Mitteilungen. Berlin. Die Kaiserin überwies der Frau Z i l l a Zucker, die von Drillingen entbunden wurde, ein Geldgeschenk. — Scheie Selbiger und Frau feierten die Diamantene Hochzeit. Osterode (Ostp.i In Leip verschied der Landwirt Leopold S ch ln u hl, Gemeindevorsteher des Dorfes, langjähriger Vorsteher des Kriegervercins usw. Burgdorf (Schweiz). Josef Moch-Woog und Frau feierten die Goldene Hochzeit. Heidelberg. Dr. Friedrich Gundelfinger. bekannt als Goetheforsch'er und unter dem Pseudonym Gnndolf als Dichter, erhielt den Titel Professor. Koburg. Die Stadt hat eine eigenartige Stiftung. Der 1863 verstorbene Freiherr Ferdinand von Rest, tut getaufter Jude, der ehemals Liebmann hieß, vermachte Mk. 600,000 für eine Stiftung, von deren Zinsen ein Drittel für jüdische Maler, Bildhauer und Architekten aus dem Herzogtunr Sachsen-Koburg-Gotha bcstinlmt ist; auch jüdische'Handwerkslehrlinge fönnen aus bcti Zinsen Beihilfen zu ihrer Ausbildung erhallen. Der Stifter, der cs' bis.zum Herzoglichen Kammcrherrn brachte, wurde als Sohn des jüdischen Bichgroßhändlers Samter .Licbmaim in Berlin geboren. Er crlvarb sein großes Berniögen im Garnhandel. Wien. Der Brand des Leopoldstädter gro ß en Tem p e l s hat einen bedeutenderen Schaden verursacht, als am ersten'Tage zu übersehen Ivar. Während die völlig zerstörte Innenausstattung zu ersetzen ist, müssen die kostbaren Vorhänge als' für immer verloren gelten. Dem Mute zweier beherzter Männer gelang es, die Thorarollen zu retten. Die Bibliothek verdankt ihre Rettung der Fürsorglichkeit, daß die Fensterläden auch eine Beschulung aufweiscn. Wie«. Dem Obersten Josef Neumann wurde der Mdelsstqird intit Aer Beifügung „Edler" verliehen- — Dr. Alfred Stern, Präsident der israelit. Kultusgcmeindc, 'beging den 86. Geburtstag. ' Budapest. Anfang September wird hier der von dem Palästina-Komitee angcschaffte Waggon Palästina- Esrvgim und -Lulowim auf dem Wege über Konstantinopel eintrcssen. Zwei Mitglieder der österr.-nngar. Gemeinde in Jerusalem begleiten den Waggon. Prag. Der Kaiser verlieh anläßlich seines Geburtstages dem Oberrabbincr Dr. HcinriH Brody den Orden der Eisrtuen Ktone 3. Kl,, dem Hofrat D-r. Unger das Ritterkreuz des Leopoldordens, dem Ral biner Prof. Dr. Ziegler-Karlsbad das Zivilv er dien st kreuz 2. Kl., dem Rabbiner Prof. D. Bi ach Brüx das Ritterkreuz des Franz Joseph Ordens und dem Rabbiner Prof. Dr. Hoffmann Reich'enbcrg das Gold. Verdien st kreuz mit de Krone. Warsiba«. Der Rebbe Motel Twerski in Kas micrsz hinterließ 100,000 Rubel zur Ilntcrstütznng eini Palästinabewegung. Bern lSchweiz). Die nach Amerika durchreisende palästinensischen Juden mußten sich infolge Pas förmlichkeitcil einige Zeit hier aufhalten. Die hiesige I» denheit veranstaltete ihnen daher ein gesellschlaft l ich es Zusammensein im Restaurant „Manlbccr bäum". Hebräische und deutsche Ansprachen wurde» gc halten. Die palästinensischen Kinder sangen. hebräisch Lieder. Haag. Am 18. August verstarb hier Max Ratzers dorfer aus Antwerpen. - Mit ihm geht der letzte der proininenten Gründer de Antwerpener Gemeinde dahin. Während Herr Eisenmain s. A. die deutsche Siedelung führte, waren cs die beide« nunmehr im Tode vereinten Gebrüder Ratzersdvrfer, bil mit dem kürzlich ebenfalls im Haag verschiedenen Rabbinc! Ullmann s. A. die ungarische Siedelung führten und i>» den letzten Jahren vereint mit dem unvergeßlichen Herr« Eisenmann an der Einigung der vielfach auseinander strel bcnden deutschen, tlngarischen und polnischen Elemente ml beiteten. Charakteristisch 'für ihre ehrliche jüdische Arbci» ist es, daß zuerst eine Talmndtora und dann eine nacl! dem strengsten Din, zugleich! aber mit alleni Komfvrt de» Neuzeit eingerichtete Mikwo für die stets wachsende 9[nfl werpcner Großgemeinbe gegründet wurde. Als der Kricc! ansbrach, war eine Prächtige Schule im Ban. — I Die ersten Tage' ließen schon die deutschen und zahl! reichen österreichisch-ungarischen Mitglieder als „feindlich» Ausländer" in alle-Winde zerstieben. Während der ehr» würdige Patriarch Jzchok Hirsch Raßrrsdorser, der bekannt! lich 'ein inniger Anhänger des Belzer Chassidismus war! bald in seiner Vaterstadt Pretzburg vom Tobe ereilt wurde! würde der mit seinetn vereh'rtcn Rabbiner mehr den! Paschtus zuneigende Herr Max Natzersdorfer, dem sei,» Blatt.Gemorvh täglich die schönste Zerstreuung war, von! Kriege hart hin- und hergeworfen. ' » So starb er denn im Haag, auch eiit Opfer des Krieges! unerwartet früh. Seine Hoffnung, am Wiederaufbau der! Antwerpencr Kehillo Mitwirken zu können, und im Friede»! im Verein mit seinem in Rußland gefangenen Sohn! und den in Ungarn und Deutschland ihrem Vaterland! dienenden Kindern die „Zinichas Keren Dowid" begrüße»! zu können, hat sich nicht erfüllt. I Gott schicke dein Judentum toeiter so ehrliche Kämpfer! Secher Zaddik liwrocho!! Saloniki. Der größt e Teil d er Stadtist ein! Raub der Flammen geworden! Saloniki zählt etwa! 70,000 Juden, die Hälfte der Bevölkerung. I Rew-Aork Das Bureau der öffentlichen Wohltätigkeit! von Mewyork richtete an gute jüdische H äuser eine»! Appell, in dem ersucht wird, jüdischen Kindern! d i e kc i n H e i m h a b e n, c i n s o l chj e § z u g c w ä h r e »! Der Orden Benai Brith hat die Sache an die Hand ge-I nommen und bemüht sich, die Kinder in Privatfantilien unterzubringen. Biele jüdische Kinder sind obdachlos, den»! ihre Eltern sind sehr arm, und sic benötigen dringend ein Heim bei jüdischen Familien. Die Stadt Newyork loird für jedes Kitld 18 Dollar monatlichi zahlen. Die Ausstattung mit Bekleidungsstücken und andere Ausgaben werden auch boni Wohltätigkeitsburcau der Stadt bestritten. Jerusalem. Stabsarzt v on Schröter wies hier in eincnt Vortrage darauf hin, daß Jerusalcin jich infolge seiner intensiven Sonncnvcstrahlung vorzüglichals Kurort für Lungenkranke eigne. Das Klima in Jc-I rusalem wirke so günstig ans die Heilung der Tuberkulose ivie das von. Teneriffa. Frankfurter Berichte. Personalien. Tcm Ehepaar He riMim Sta in m und Frau, Scheidswaldstr. 4, das dieser Tage die Goldene Hochzeit feierte, ist von dem Kaiser die Silberne 'Medaille verliehen worden. Dieselbe wurde am Hochzeitstage durch Rabbiner Toktor Horovitz überreicht. Agudas JiLrocl-Mädchengruppe. - Am vergangenen Sabbat-Bormittag fanden sich in unseren Räumen junge Mädchen unserer Gruppe zur Hirschi-Lektüre ein. Fräulein Jentilla Jcidel bcmcrktc einleitend, daß cs aus verschiedenen Gründen den Töchtern Israels versagt sei, sich jüdisches Wissen aus den Quellen zu holen. Tiefe Aufgabe bleibe vielmehr dem männlichen Geschlecht überlassen, das ja auch die ehrende Bezeichnniig. trage. Rednerin lveist auf die Hirschj-Erklärnng diescs Ausdrncks hin 1 B.K. 1B. 27. Nichts aber habe unseren Weiseil ferner gelegen, als jüdische Gcdankemvelt vor jüdischen Mädchen, jüdischen Frauen zu verschließen. Aus welch hoher Bildungsstufe im grauen Altertum schon die jüdische Frau gestanden habe, beweise eine Stelle ini 2. B. der Könige, 4. Kap'. Und zu allen Zeiten habe cs Bücher gegeben, die, in dem Geist der Zeit geschrieben, das Wesen des Judentums auch dem weiblicheil Geschlechtc habeir vcrinitteln tvollc». Aus de»l Grunde habe Rabbiner Hirsch seinen „Choxcb" auch. an Jisrocls.Jungfrauen gerichtet. Au einen jüdischen Jüngling, der Hirsch lese, sei die Frage zu richten, vb er denn in Nascht, Gcniorg nßv. so zu Hause sei, um sich! in Hirschs Gedanken zu vertiefen? Was aber den jüdischen Jüngling von der Hirschs-Lektüre fortweise zu dem Studium der Qriellcn, das'sichre das jüdischp Mädchen zu Hirschs'Schriften hin.