Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 14 (1916)
- Issue
- Heft 50 (29.12.1916)
- Date
- 1916-12-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sem 4- Frankfurter Zfraelitischcs Famllienblatt. j^ fiaffee üuliland 5" EaiserstraBse 56 . Haiserstraese 56 TSglich erstklassige HF” ünterlialtiiiigBnuiBlk *H§ . ■ Gesangs - Einlagen. —.. Kommission gewühlt, die das-Geld für sübsidierte Chedarim verteilend soll» io a . i . Das monatliche Budget beträgt etwa 10 000 Rubel, so daß eine Hilfe dringend nötig , ist. Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kuttur. Die „Gesellschaft zur Verbreitung richtiger Mitteilungen Wer Juden' Und Judentum" in Petersburg errichtete eine besondere historisch-ethnographische Abtellung, deren Zweck das Aufklären der besitzenden Volksschichten Wer das Leben, die Geschichte, Kultur und Ethnographie der Juden ist.' Die Kommission wird deshalb, um eine aussichtsvollere Tätigkeit einzuleiten, Material sammeln, Sammelbücher veröffentlichen, Broschüren verbreiten und Borträge halten. ■ . Amerika. Retv-ftork, anfangs Dezember. ' Die Kongretzbewegnng. Mächdem im zweiten Lieferenbum ein neues Abkommen des „Amerikauisch-JWischen Ävttgretz-Komitees" .mit: dem SW-Komitee der .Konferenz amerikanisch-jüdischer Organisationen" betreffs des amerikanisch-jüdischen Kongresses angenommen worden ist, wird nun, wie man > denkt, eineintensive einheitliche Aktion der amerikams^n Judenheit einsetzen.' Der Kongreß wird voraussichtlich im Januar 1917 ftattfnchchi. - Palästina. Jerusalem, Ende November. «rot für Sie Bevölkerung. . Mn 19. November besuchte der Befehlshaber der 4. türkischen Armee Djemal Pascha die Stadt und spendete ihr große Weizenvorräte. Auch! die Mische Gemeinde, deren Etat einen Ausfall von 76 000 Kilo Weizen aufwies, wurde deshalb mit genügenden Getreidemeugeu versehen. Bon der Stadtverwaltung bekamen die Juden außerdem etwa 50000 Kilo Weizen, um deren gerechte Verteilung unter der armen jüdischen Bevöllerung die Gemeinde bemüht ist. Die Rot der oftgalizische« Jude« 1« Palöstiu» auf dem Höhepuukt. Die folgenden Telegramme, die ein ergreifendes Bild der verzweifelten Lage der ostgalizischdn und Bnkowinaer Juden in Palästina bieten, find in raschvr Aufeinanderfolge an uns gelangt. Telegramm 1.7035 Saffed 78 85 11 10 Rabbiner Dr. Max Grunwald, Men H, Ferdinandstr. 23. In Erwartung neuer Geldsendung, um Mehl- und Waifen-Hilssaktwn weiterführen zu können und um Weizenlager 10000 .Rvwls laut Komiteebeschluß, wegen bevorstehender Hausse und begonnenen Wintervorrat nicht auzugreifen, war gezwungen, auf Kredit zu nehmen. Bis jetzt hundertsechzig . Napoleons für Mehl schuldig außer 400 Napoleons. für lagernden Weizen. Angesichts dieser Lage und Kursdepression erbitte dringende Aushilfe mit dreißigtansend Kronen. Behufs Zeitersparnis erbitte telegraphischen Kredit auf Baron Rothschild, damit ich Scheck ziehe/ ~ - Konsularagent Miklasiewicz. Telegramm 2. Saffed 7028 85 28/27 21 4 s Rabbiner Dr. Max Grunwald, Wien II, Ferdinandstr. 23. Weizenlieferanten drängen Zahlung oder Rückstellung wenu zwölftausend Kronen bon Juli nicht erhalten. Unbünngt Aushilfe für telegraphischen Kredit nötig. - Kvnsularagent Miklasiewicz. Telegramm 3.0748, Teberias 38 52 2852 s bul Rabbiner Dr. Max Grunwald, Wien ll, Ferdinandstr. 23. Mehlpreise änderten sich so, daß die Summe 2500 die zu verteilen war, steigt. Unsere Kassa Äsitzt nur' soviel fiir eine Woche' zu verteilen. Dritte Sendung 20000 noch! nicht angekommen, bitte sofort telegraphisch -Geld überweisen, damit wir nicht gezwungen sein sollen, die dringende Mehlverteilüng , obzustellen. , Groß, Heisler, Goldzweig. Telegramm 4. 7155 Saffed 8 6 17 4 12 s 'Depesche erhalten und ausgefolgt. Mchlverkauf eingestellt. Drahtet ob schön Geld geschickt. Brecher. Auszeichnungen: 1 eiserner Kronenorden 3! Kl., 1 Ritterkreuz. dS Frariz Joses-Ordens, 1l Militörverdienstkrenze 3.. Kl., 25 silberne Signum landis, 63 bronzene Signum landis, 10 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 11 goldene Verdienstkreuze, 5 silberne Berdienstkrcnze mit der Krone, 1 silbernes Verdienstkreuz, 5 silberne Tapferkeitsmedäillen 1. Kl-, 16 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Kl., 68 bronzene Tapferkeitsmedaillen, 28 eiserne Verdienstkreuze mit der Krone, 25 eiserne VerLienstkreuze, zusammen 269 Auszeichnungen, hiervon 106 an Offiziere des Soldatenstandes, 27 an Militärärzte, Seelsorger und Militärbeamte, 136 an. Mannschaftspersonen. Wie«. Se. Majestät der Kaiser hat dem einer Heeresdivision der italenischen Front zngeteilten Feldrabbiner Bela Diamant für tapferes und aufopferungsvolles Verhalten das goldene Verdienstkreuz mit der Kröne am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Dem Armeerabbiner der kaiserlich deutschen Bugarmce Dr. T ä n z er ist von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens verliehenworden. Armeerabbiner Dr. Tänzer stammt aus Preßburg und ist bereits früher durch Verleihung des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und des Ritterkreuzes des kgl. württembergischen Friedrichsordens 1. Kl. mit Schwertern ausgezeichnet worden. Er war war früher . Landesrabbiner von Tirol und Vorarlberg. Der Krieg und die Jude«. Mühlbeim - Ruhr. Musketier Arthur Meyer, Sohn de» Gastwirtes I ulius Meyer, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., erhielt das Eiserne Kreuz 1. Kl. Offeuiach a. M. Simou Gutmann, Sohn des Kaufmanns CH. Gutmann, erhielt das Eiserne Kreuz. RLruterg. Rechlsvraiikant Dr Leo Landenberg er, Leutnant der Res. im 6. bayerischen Res.-Jnf. Regt., Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Kl. ausgezeichnet. Nürnberg. Das Ehrenzeichen II. Kl. dom österreichischcy Roten Kreuz erhielten hier die Herren Bankier und Laodrat Martin Sohn, Großhändler Baptist Offenbacher, Privatier Justus Sahlmann, Sänitötsrat Dr. Albert Reitzenstcin. Alw. August Nathan. Leutnant der Reserveim Jns.-Regt. Nr. 120, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Kl. und. des württembergischen Ritterkreuzes 2. Kl. des Fried-, richtzordens, wurde das Eiserne Kreuz' 1. Kl. verliehen. Breslau^ Herbert Kornblum erhiell das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Wie«. -Dr. Blochs Oesterrerchisch e Woch enschrift bringt in ihrer vorwöchigcii- Nummer folgende Periouatte« u. kleine Mitteiluugeu. Frankfurt a. M- Die Eheleute Heinrich Sundheimer und Frau Franziska, Hermcsweg 43p., feiern am 29. Dezember d. I. das Fest der silbernen Hochzeit. Der Heimgang Nathan Sticbels, Kizingen, s. A Mit Nathan Stiebel ist einer unserer Besten, ein Jude von hohen Tugenden dahingegangen. Schlicht, still und bescheiden ging er seinen Geschäften nach/doch versäumte er niemals auf seinen Geschäftsreisen die Beobachtung der noch so. lleineu Gebote. Als echter Jehudi war er gegen sich! sehr streng, den andern gegenüber „melamed Suchuth" nachsichtig im höchsten Grade! ' Er war wahrhaft ftomm und daher tolerant; er war herzensgut und Luchte das Gute überall, ohne nach Richtung und Partei zu fraget. Wie es einem echten.Jehudi geziemet war er „onow". Eigendünkel'und Ueberhebung waren Mm ftemd; und als treuer Sohn seines Volkes liebte er gar sehr das Laich der Väter und war überall helfend dabei, wo es galt, die Not Palästinas zu lindern. Im .jüdischen Schrifttum recht bewandert, ward der Keßer Thora chm zuteil, und mit dem schönen Prädikat des Lamdon ,-chpwer" ausgezeichnet. Dank seiner vielfältigen Tugenden erfreute er sich allseitiger Beliebtheit und hoher Wertschätzung. Sein Heimgang im Wer von °71 Jahren rief allgemeine Trauer hervor. Offenbach a. M. Trotz unserer schweren wirtschaftlichen Kämpfe ist es dem unter der Leitung Lehrers Gabriel stehenden Chanukkahverein 'auch! dieses Jahr gelungen. 133 arme Kinder unserer Gemeinde mit Stiefeln und warmen Kleidungsstücken zu beschenken. Die Ueberreühung der Gaben fand nach Ausgang jdes Sabbat-Chanukkah, mit einer schlichten Feier verbunden, in den hübschen Räumen unseres neuen Gemeindehauses statt. Der Chanukkahverein hat außerdem sämtliche im Felde stehende Offenbacher Mischen Soldaten, sowie die jüdischen Soldaten unserer Garnison und die jüdischen Verwundeten der hiesigen Lazarette mit sinnigen Gäben bedachst. — Aus Bielitz wird berichtet! Seit fast dreißig Jahren lebt in unserer Stadt bei seinen Kindern und Enkeln Herr Bernhard Richter, der am 19. Juli 1808 in Wittowice (Galizien) geboren wurde. Der sohin im 109. Lebensjahre stehende Greis, dem sein Pseifchjeu' noch immer wohl mundet, war bis zu seinem 32. Lebeitsjahre hebräischer Lehrer, dann bis zum 86. Lebensjahre Rohproduktenhändler, worauf er fi# zur Ruhe setzte. Eine gütige Vorsehung hat ihm durch die Liebe der Seinen einen so laugen, 'glücklichen Lebensabend bereitet. Er ist Vater von acht Kiitdern (fünf Söhnen und drei Töchtern), Großvater von 21 Enkeln und Urgroßvater von 11 Urenkeln. Das Bild des alten Herrn ist dem , hiesigen Museum einverleibt worden. Breslau. Oberrabbiner Dr. Rosenthal feierte am 20. Dezember sein 50jähriges DoktorjuLiläum. Im Jahre 1866 erlangte Dr. R. seine philosophische Doktorwürde an der Universität zu Leipzig. «tel. Am 3. Januar seiern^Lehrer L. Katz u. Frau ihre silberne Hochzeit. — Frankfurter Berichte. Chanukkahfeier im jüdische» Krankenbause. Am Donnerstag, den 21. Dezember, fand im jüdischen Krankenhause in der Gagernsttaste eine Channkkahfeier statt, an der verwundete' Soldaten teilnahmen. Nach einer Ansprache des Herrn Dr. Siegel nahm Herr Räbb. Dr. Nobel da^Wort. Er beschrieb kurz den geschichtlichen Hintergrund des Chännkkahsestes und kam unter anderem auf die Gotteswerduug des Menschen und auf die Menschenwerdung Gottes zu sprechen. Sodann sang das bekannte Frl. Jenny Rapp mit' klang- und ausdrucksvoller Stimme das Largo von Händel und Lieder von Loewe und Robert Franz. Schließlich/ trug die rühmlichst bekannte Rezitatorin Frl. Cilly Rapp in einer hinreißenden und fesselnden Weise die schönen Gedichte von Hugo Zückermann: „Du wirst den Kindern heut die Lichter zünden", „Makkabäer" und von M. Rosenfeld: „Chanukkählichster" vor. Ihre meisterhafte Vortragsweise wurde durch den Beifall ves> zahlreichen Publikums belohnt.- Von de» verwundeten Soldaten trugen die Herren Nr. 50 Schiwcrbacher und ©■a'bib-'mit ihren Deklamationen und Liedern zur Verschönerung des Abends bei. <A. O. - Herr-Kantor Uab. O gut sch .beging in vergangener Woche seinen 70t Geburtstag. Der verdiente und beliebte Beamte würde von seinen andächtigen Zuhörern, den Besuchern der GemMYesYUagoge am Börneplatz, von deren Inspektion, dem Gemeindevorstand, sowie der. Beamtenschaft: gebührend gefeiert. Herr Rabbiner Dr. Nobel erteilte ihm in Anerkennung seiner langjährigen treue» Dienste als Schjauel b'ad behs jisroel den Chower-Titel. Wir rufen ihm. zu: Z'lachs ur'chaw af d'tvar einest! khauullahfeier deS Vereins „Montefiore". Am Vorabend des letzten Chänukkah-Tages hielt der Verein „Montefiore" in seinen Bereinsräumen eine zweistündige stimmungsvolle Feier ab. Sie war, wie der Vorsitzende Dr. Löffler in feiner Ansprache ausführte, in erster Linie den hier in Lazaretten befindlichen Soldaten, von denen sich eine Anzahl eingefunden hatte, gewidmet. Ihnen dankte er auch für die Heldentaten, die sie als würdige Nachfolger. der Makkabäer um der Ehre des Vaterlandes und der deutschen Judenheit Witten vollbracht hätten. Indem er weiterhin die Chanukkahlichter als Symbol bettachtete, mahnte er, dast auch wir gleich den Hasmonäern das Zwiespältige in unserer eigenen .Mitte bekämpfen, allen Haoer der Parteien unterdrücken und uns eimnüttg zusammenschlössen. Diessei, besonders nöttg, da die deutsche Judenheit gegen alle' gemeinsamen Hasser und Neider zu kämpfen, und da sie die Sendung be§ Judentums, werktätige Nächstenliebe in der.Welt zu verbreiten, in unseren Tagen mit gesteigerter Kraft zu erMlen habe. Dieser beifällig mtfgenommeuen Rede reihten sich in angenehmem Wechsel insttmnentale, Gesangs- und Gedicht-Vorträge an. Frau Ekstein brachste den Andante-Satz aus der „Sonate pathstique" von Beethoven zu guter Wirkung. Mit besonders herzlicher Dankbarkett' wurden 5 Gedichte von Hugo Zuckermann ausgenommen, des gottbegnadeten. Mischeii Dichters und Sängers, der allzu früh sein blühendes Lebetr als Offizier im Dienste seines geliebten österreichischen Vaterlandes lassen mußte. Wechselnde Empfindungen überkamen uns beim Anhören dieser dichterischen Offenbarungen eines jugendlichen Mischen. Genies; bald war es Stolz, daß die westliche Judenheit aus' ihrer Mitte wieder einmal einen echten Dichter mit ausgeprägt jüdischem GeMle hatte erstehen lassen, dann wieder peinigte uns der- Schmerz, daß so viel Schönheit und Hoffnung, ach so jäh, erlöschen mitstte. Ein junges Mitglied des Vereins, Heini David, ttug die Dichtungen mit echtem Nachempfinden und gutem Ausdruck vor. Mit aufrichtigem Vergnügen könnte man wieder das sympathische und starke Talent des Fräulein Nelly Bamberger als.Rezitatoriu ernster und heiterer Vortragsstücke begrüßen. Mtt warmem Tone imd ttesflicher Technik spielte Fräulein Anna Rosenthäl, von Frau Dr. Auerbach sehr gut am Klavier begleitet, zuerst einen Satz aus dem bekanntet Violin-Konzcrt von ,Bruch, später die Legende von Wieniawski und eine anmutige Serenade von Pierre Der gesangliche Teil des ProgrMnms wurde, von Herrn Konzertsänger Naumow mit seinem warm und prächtig ansprechenden Bartton den Hörern zu Dank besorgt: er sang die Ansprache des' Wolfram aus Wagners „Tamchäuser^', späterhin 3 liebliche Schubert-Lieder. Zuin Schlüsse brachte ein Feldgrauer unter allsettiger Zustimmung den Dank seiner Kameraden fiir die künstlerischen Genüsse des Hlbends zum Ausdruck. Vor einigen Tagen fand in der Minka von Gvldschmid t-R oth schild'schen-S tiftu n g und im Gumpertz'schen Siechen Haus eine Chaimkkahseier für die dort befindlichen Verwundeten und Kranken statt, die mit einem erhebenden nnh ioeihevollen Auftakt begann. Zuitächst versammelte man sich' in der, lichtersüllten Anstaltssynagoge, wo das von Herrn und Frau Julius Goldschmibt für die Synagoge gestiftete „Nör Tomid" entzündet werdeit sollte. Nachdem der Verwalter der Anstalt in kurzen, sinnigen Worten den Dank der lleinen Siechenhausgemeinde zum Ausdruck brachte, nahm der Präsident Herr Julius G old schm idt das Wort. Er schilderte, wie hier ganz aus eigenem dieses Gotteshaus entstanden ist, wie' die Kranken immer mehr und mehr das Bestreben hatten, den Gottesdienst zu verherrlichen, und wie nun aus solchen Gefühlen heraus der Wunsch für dieses „När Tomid" vorgebracht wurde. Es war ein.feierlicher Augenblick, als hierauf ein Kranker den Segensspruch' aussprachi und die Lampe entzündete. Nach dem Mariwgebet wurde alsdann in den schönen Räumen der, Minka von. Goldschmidt-Rothschild'schen-Stistung die Chanukkahfeier' abgehalten, bei der von Seiten der Familie von Rothschill) Freiftau von. S che h und Freiin Lucie von Golds chm i d t R o t H s ch i l d zugegen waren. Der Vorsitzende begrüßste die erschienenen Gönner .und Freunde des Hauses und erioäh'nte ganz besonders der edlen Wttksamkeit der Freiftau von R o th'schjild und deren Familie, die es ermöglichst, dast diese Stiftung so reichen Segen an den Aermsten der Armen erfüllen kann. Auch! all denen, die dem Gumpertz'schen Siechenhaus besonders in der schwereir Zeit jetzt tatkräftig zur Seite stehen, dmtkte der Redner. Wie sehr der Inhalt seiner Ausführungen.. den Tatsachen entspricht, davon konnte man sich überzeugen bei Beobachtung ber Kranken, die, zum Teil in Betten und auf Liegesttchlen, au der Feier teilnahmen. Me .Beschwerden waren wohl - verschwunden; nur leuchtende Mae und frohe Mienen sah man, und sö verließen, wir die Anstalt in dem Bewußtsein, daß die Stürme und Kümmernisse der Tage unsere friedliche Arbeit nicht Mszühälten vermögen.