Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1935-06-25 · Heft 51 (25.6.1935) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 51 (25.6.1935)
Date
1935-06-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2651273-2653827-2653875--27031-2688448
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 4 JÜDISCHE ׳RUNDSCHAU Nr. 51, 25. VI. 1935 Judentum und Umwelt Die Monatsschrift *ler Bünde für Fahrt und La^er Im Deutschen keichslumd für Leihesubtmgen ,,(leset? und Freiheit“ veröffentlicht in ihren Ausgaben vom Mai und Juni 1 Di5 eine Abhandlung ״Unsere Stellung zum Judentum“ von Karl Büch mann. Darin heißt es zum Schlüsse der Betraehtimgen u. a.: ..... D. r V׳\'! ■ •״r, d׳׳n A svnrii ׳!! s Im Jahre 1012 (in der bei,!! n!1 ■'־־׳ '■-!>.u0׳. R׳vd, d. ..J.!<;*) tti! t־im־ Ausciu.ind»־׳-:׳‘/!!n:׳ n 1 i* /חיי J;a 1 t-r.f 1! n ^1!!,1r!;t hu‘. <!־״ Juden ru׳'>rhU־n e a׳:,;t hg*־ i ■■<■;!!!.!•"י■!!. ihr \ ulk-tum n:di! zu ver*H׳idek׳rn, 11:.d <!,;!־!.: ad ,1! _־׳׳'Ci■ h »!(!!!-.<'!!.■'• 11 לי ח ui 1t 1 :/M-rliirlH'ii, Dumte a''־ch!g-!«tunki;!. d.;!j wir ah Dm'- he Dner drudirh .-irhlbaroü ju!k־'!:rn Kh‘׳;r 1'! ..׳׳ ’!u!h־i •:1i׳ den, mit. drr wir 11 ndann auf thdahe Ar;n! .ki. : e׳b! .ei/s׳n li:m!rn. *-׳> wir wir «י ׳ liruie rion n/t ■Irr!׳aי: ■י׳ ׳■ du, in* 1!■■■>!;׳ n <״U1׳ rhinr-i■» hm Kultur tun. Abrr rrr d■.:: ir•:;: zu daß nur denntige Aum'iijm i•1:־.*!•'!־: mi:d<rt1,. d-ui guten Willen und d.n \'t11*1״׳>1111׳ *Irr iu■!;-1 hm {,׳^׳.:n,!,׳, ־!n׳ \!! au--.e:/ung bahn Wir können rn!d wi•׳,•■;), ii 1 w 1׳ ei! de -er ״ui;׳ Wille v!>111.1: iden ־ DumL־n eher aum.e־d!! ht I i י ז■ lu-: u U1!geh de, iagiidirii Lei huidarauf miur 1'•rn. d.e.j m!!! 1■ ׳ r •:: ■־. am iüd:-.hrr Sc!■in alledem entg.׳; 1׳• n ■:dir \Y::;< , ur Al .u h* \1!:<־eg1. \uh.t׳■!! hen-׳d!?e wohl aurh 11;*־ AD ■:. n g! i. b ■r!m iik;!! '.1■ i: ,1;!,; /•׳geneil Jakob f 1 י w 11!׳ * B1C (I - w.to.i s ■ 1 i;1 ׳ Ar'iir'in^r ,, \ *n!.uimiibiiy im ,.Kunst, w .41'“ gg. luli; I! .,.0. » ־ Kid. «1. ״J. k.*\) V •r, der na!״ de׳m.:.■;; ,A'.k .״•nuiak hun-Un Jahren, wir hahi: 1, ׳;■ und v, •.׳!*. ■u e.m, w.r 1 rvuheihtL kmou emhgttl mdir cinf.iUcii, zu In/.v. rilrln, daß wir Deut »ehe sind. Wie denn airii heute n::g- /■!!!!־)י drr kmiin und iein-!e!1 Hehler enicht tun. Nur duikn wii u!.-rn־r Men ahenwmdc njehtveigelnm, nur mü.vwn. wir um seiht r am Deut-che fühlen und ak Deut-ehe wirken trotz ah dem!" hm!׳ - d« Im .Meinung, wie •sie vom Zentralverein der St ,m! d .1!:;ס r;׳)di nru < duub! ׳ns allgrim nt vem־et*׳n wurde, erm Lw m 1 >;!l .ן!.,- >■; \ ס!*!in 11 d 11• Au-einam Im! / ung sehr. Je weniger die < <rg•. imet'e <1:10 in1־e Seheidung der Hthier will, Ulli m.) mehr uiüm'i! die Deut "11•»!!׳ aui *סחיר;■•rharfe Tieunung liinwirken. Selb>l Au-!,ahnnu mi! llinv.eh au! den vornelnuen (diarakter 11־m\s einzehteu Jüdin k->:mtn färbt *»,Mattet sein, weil vornehmer ('harakter nie!;! *־:!;!י, wtiien־'- ein dauvlier zu M.׳i!1!uat1׳’ht und weil es liier niiht um de!! einzelnen, sondern um die Belange eines ganzen Y-dkes gkd,“ Der Verfasser sclieinl die Eulwiekltiiiß■ dieser Dinge, die seit dem Jahre ld 12, ais die erwähnte Debatte im ״Kunstwart“ geführt wurde, erfolgt ist, nicht «1 kennen. Sonst würde er wissen, dal! das nationale Judentum, das zionistisch gesinnt ist und heute einen großen Teil auch der Juden Deutsch- Lands, besonders aber die Jugend umfaßt, jene deutlich sichtbare jüdische Kultur bejaht und von sieh aus alles dazu tut, um als J u d e o 11!1 e j e d e V e r s c 11 I e i e r u 11 g in der VC'elt zu existieren. Ts glaubt damit nicht nur der Trhaltuug des Judentums zu dienen, sondern auch zur Bereinigung der Be- Ziehungen zwischen den Juden und den Völkern der Welt Entscheidendes beizutragen. Arische Anwälte als Vertreter von Juden Wie 1m- 111!'t;:1 Uiit wild, i>f im Aiiwa'it-./iinmer des Tandgeeicht- Hotdiii ,!!! An-chlag des ,,Bundenatümalsozialistisiht r di ut-eiier Imi-tni״, gi zeichne! \nm Tadigruppenberatcr Wißt.:■10.: 1 11 1 l i 1 < 1, ,111.;111!׳ ,,eilt, worin d ,1 g e 111 ׳ Stellung gi n o m in e n wird, drtli in Angelegenheiten der Deutschen Arlu it-finiit a! 1 - e 11 e R e e h t < a 11 \1 alteals Vertreter niclit.u 1-1 her Ben iebstuhrer erschient n. Zwar -ei es den dem UNS!)). angehoi igelt Anwälten gestattet, Nichtarier zu heraten und zu leitieten, doch sei es nicht tragbar, daß eine solche \b rtretimggeg'enuhcr (liiederungen der NSDAP., wie cs die Dcut-cho Arbeit .front sei, stattfinde. Hei dieser (1 eiegeni!eit möchten wir auf eine in mehreren Zuvjiriftcn an 1111-110■ Rh d.tktimi /mit Ati-druck gekommene Mt im!ng Itittwi i-eit, wonach e- -,!wohl auf jmlische als auch aui ment inili-ehe Klebe eitlen s e h 1 e e 11 1 0 11 Bind ruck macht, wenn Juden, die -ich früher von jüdischen Recht-־ mm alten vertreten liehen, jetzt Arier mit ihrer Vertretung tn trauen in der Brwartung. dadurch Vorteile zu erzielen. Eitle solche Haltung wird vielfach als ein Mißtrauen gegen die deutsche Rechtsprechung gedeutet; alle ()rgatte der Rechtspflege haben gewiß volles Verständnis dafür, wenn Juden ihre Angelegenheiten durch jüdische Anwälte vertreten lassen. Gebühren iür ausgeschiedenen Armcnanwalt Heber Kostenfragen, die sich durch den infolge der neueren (ic.-et/gehung häufig eiiigctretencn Anwaltswechsel ergeben, hat die Jüdische Rundschau“ mehrfach, zuletzt in Nr. II vom 21. Mai. berichtet. Ihe ״Juristi-rhe Wochenschrift“ vom 22. Juni 1035 veröffentiieht zu diesem RR-ciit-gebiet einen Ball, in welchem ein zum Artnciiams alt bestelltet jtidi-cher Rechtsanwalt wallrend des Verlaufes des l'ro/e-ses aus der Anwaltschaft fr! iwillig at1--1 hied, w eil er alinelitari-eher Anwalt durch die polnische t ’mwal/uttg und du! dadurch beding teil Ruckgang der Praxi- -ich da/t! ge/winigeii .-alt. Die Sfaet-ka-se war in diesem!'alle der Ansicht, daß der je 11;; 11 e Anw;dt v, e.o :1 freie, il'iger Aufgahe seiner Anwalt-t e gkeit du ■ lelmlir11 ,׳, die dem mm be-telltni neuen Arn'eit,■!■!'.>. dt!ס.!׳ fallen «,11111 nii 11t veiiangen kwtnc, da er eoiei; wo 110 e׳s: t zur Niederleg'ittig des Vertretung-aufträges 110. hf :׳eh.ibt hahe. 1 >a- ■ )!!!.: 1 r: R -.:11ht Naumburg hat in dein jetzt in 01 r ,,luti-ti-1 In n \\ m!oei-eln 1fr‘!)ekauntgegehenen Hesen'o:; um! 17, I)c/c;n!nr l'ijl d:e-en Standpunkt nicht getu.it 000 oie \:0,u ׳ wo; d׳-r fiaolieiiui ■iehtiltren gebilligt. 111 du! ( 11;!;dl li d:1-1- Ik-dilnw luoid e-; n. a.: d•; O ■ . w : . w ' ", 1. .Viga-l IHM ״I.״ . la; \ ou , K .. 0 / ,0,; g, , u ״ \\ dkn g■ ., ס■ u I 0 ז .! V. \ 01, ־ t1 » )׳ K< : Id. I. Ibö) 11 1r 11 I zu Die kulturgeschichtliche Sammlung des Reichsverbandes der Zahnärzte Deutschlands. 1111 Anse hl tili an die Notiz in Nr. Id der ״Jüdischen Rundschau'‘ über das Wirken des int K1 iege gefallenen Leiters der Schulzahnklinik Schömberg, des jüdischen Zahnarztes 11 a h 11, sei auf einen Artikel von Dr. P, 11. Witt (Berlin) über die kulturgeschichtliche Sammlung diu. Rcichsverb,׳indes der Zahnarzte Deutschlands in Nr. Id der ״Zahnärztlichen Mitteilungen‘* Itiugcwieseu. Diese im Ikut-chui Zahiiar/U'hrtus in Berlin untergebrachtc überaus reichhaltige Sammlung hat nach den Ausfuhrungen des Verfa-scrs kaum ihresgleichen und kann als eine ״Uesehiclttsscliau" des zahnärztlichen Standes bezeichnet werden. luder winf in den! Artikel nicht ntitgeteilt, daß sie aus der um dem jüdischen Zahnarzt l)r. (,urt Pros- Kauer in Breslau in langen Jahren mit liebevollem Eifer und feinstem Kultur- und Kunstverständnis zusammengeiragetum Sammlung hervorgegaiigen ist. I’roskaucr, der sich auch sonst um ehe Kulturgeschichte der Zalinlteilkunde große Verdienste erworben hat, war der erste Leiter des vom Reichs!erband der Zahnärzte Deutschlands errichteten Forschung-mstituts für Kulturgeschichte der Zalmhcilkunele. I )r. W. W o r m (< Iseherslebcn Bode) Die (.roß log״ für Deutschland U.O. B. B. hat soeben anläßlich ihres TUjahrigen Bestehens eine Festnummer ihrer Mitteilungen herausgegehen mit Beiträgen von Leo Baeck, Albert i ewkowitz, E, Finkei, Max Freudenthal, Paul Rosenftld, Ludwig Holländer, Lotte Radt und 0, Löffler, Wehrgesetz und Nichtarier Wie wir von informierter Seite hßren, werden zu den die Nichtarier betreffenden Paragraphen des Wehrgesetzes in Kürze noch AusfUhrungsbestimmungen erlassen. Die im Wehrgesetz genannten Fristen betr. freiwillige Meldung von Nichtariern werden erst nach Veröffentlichung der Aiisführungsbestimmungcn zu laufen beginnen. Zur Räumung: von Groß-Gaglow Anläßlich der von uns bereits ausführlich behandelten Räumung der j ü d i s e 11 e rt Siedlung in Ciroll-üaglow bemerkt die ״NS.-Landpost“ unter der 'Ueberschrift ״Aufgehobene JttdettsieJltmg“ folgendes: ״In ilb-eil To. n hji eine Hin! irliliing ihr Ende gefunden, die ■er 1kl g.e־/e p 11i׳ i., |-.1• im;! well;11, -Tiaulirhe Kiti-tellung der ju.lcn-;ea!,a;a!,r;1 N.irh'׳, ,!iiilier mehr ab tvpi-eb!-t. Die I a n 11 - 1 i e i!!■ j u 11 1■ 11 - 1 r 11 1 11 11g (i r o ß - ■ ׳ a g 1 o w bei Cottbus w u r de a u 1 e 11 ״ b e 11. Der Sia.e vor der M,e blül!.!nähme hatte dem siedelnden Juden sta;eliehe t '1:11■!11 Onng m-wahr!. ICwar eine Zi lie, die einmal der Beginn .-rin s h, .׳■ liir , hn; v)' g Veimdnn!׳ Deutsehlamls. Vorerst wurden 24 hidi , he 1 .1 mi li n an;:e-.1 hl*. Di ui a he Bauern mußten im U-!■. 11 (.11 ul ■I ln Band v; i hi da Zai- und Wucher -in von der S,|..,"n Mi'i'ab |1eh n «•1!,b 11 .111 .;e-i, di h! Wer weiß, wie viele jud;.,:,.;'iidh! ehl e ׳ •׳,hm in 1 >; in.! lihtml gehen wurde, wenn ee ia d■! V 1« 1,i!t/.ulaiiii, einen SuicU duieh d;e-־e iem aus- 1uki.ee hl k,.;1! ״: g 1- ■Iiaihl hat;.'. (iegeiiiilier! teil 1 ־. ו k!1 ng11״ eines j ii 11 i s r 11 c n Organs zu dir 1.1: egti 11 An!1׳. ־ nag. uniln e ׳, ihtl‘1, dal'» die judeii in der Siedlung ze::׳1׳n w 1111,11, daß -ie aiudi andere Berufe ergieifen könnten, -;n׳t das Blau de- Kei!■Im!ii!n-1 amles w! der: ״Will der lüde Irefs . \m ,-ein daß er nur!! ״in ...eßhailer“ Bauer ist, ~,n 111,1g er das in B;1 1;! - 1! n n 11 ׳׳ \v e i s e n. Aul!Jeu!schein Boden ist kein lßatz für Da mit dem ״jüdischen Organ“ wohl die ״Jüdische Rundschau“ gemeint ist, so möchten wir dazu noch folgendes bemerken: Wir sind gewiß dafür, daß der Jude in I* a - 1.7 s t i 11 a Bauer wird, und wir tun alles dazu, um dies zu hefördern. Die Bemerkungen, uni die cs sich handelt, bezogen sieh aber auf die Vorwürfe, die in Deutschland häufig laut geworden sind, worin den Juden gerade das verübelt wurde, daß sie in Deutschland nicht Bauern, sondern vorwiegend Händler und Intellektuelle usw. wurden. Und diesen Vorwürfen gegenüber darf wohl darauf verwiesen werden, daß diese LosioMing der Juden vom Land, die man häufig auch als Abncigung gegen schwere Arbeit usw. gedeutet hat, zumindest nicht die alleinige Schuld der Juden ist. Vom Viehhandel Die ״(iöttinger Nachrichten“ vom 20. Juni berichten: ,.Krt'i'ü i1»־r Tvirh huMc Im Kf׳i:-,tm des Krrihbauernfuhrers 1(4. 'ו!,!!! 1 *;׳;י־!n die YirUiiim ־!er und SviduMürr dos Kreises Munden z :1 -,1 :!!׳4 : ח•׳ : H׳ *׳,. um <i!.dtü‘m׳ ,Dpi k‘m׳ Sit-ihiü^ zu 1!« hnu׳!!. v! iu m /mm.!' d! r \ *I,- und ' d 1 ־I* 1.!!־ n * 11 I v״ 11 ׳׳ 1,111-!1< ׳rhiii -■*11. י/׳״ Kl .- ׳ d ׳ \ t 1 - 4 ׳;,t d 1 ,! ׳ i: 1 i d /!(! 1111! 0 - n; ■!,!( im, «mi v ן üiiui 1 al Ic;u mciu-fi \dik-;:t0.!׳--t n -:11/:1!1; וkl,'»;t n, d.H! nur an an'CÜe Händler verkaull ur.d \d! ׳!ninü dav m׳k,1un \unl, S!»{lttn!um die Käufer oder Y< rkau'd-r -.״ :חי);.ו\V«׳r :>i׳iü diu anK‘׳lirn 11n 11*11* f /*% Mt wird die NH »Alk (li׳- ־!!1׳ u :»״ : ׳, da!) i 111 wih/tii Krt. die Nanitii der arivhvn llMidKr im Stur m t׳ r k a ל Uui au -gehängt *verden.“ Kleine Nachrichten ln Stammham (Staatsstraße Beilttgries—Ingolstadt) sind an den ()rtseinh/.w. -ansgängen Tafeln mit der Aufsehrift: ,,Judensäue sind in Stammham nicht erwünscht“ angebracht. Auf wiederholte Anfragen aus unserem Leserkreise teilen wir mit, daß in Bad R e i c h e 11 b a 11 (()herhavern) jüdische (jäste wie bisher ungehindert die Kur gebrauchen können. Das neugewählte tschechoslowakische Parlament hat am 10. Jfini seine Ausschüsse gewählt. In den Verfassungsreehtliehen Ausschuß wurde der Abgeordnete der Jüdischen Partei, Dr. Angelo (iold stein, entsandt. Mitglieder des Sportklubs Makkabi in (211 e 1 m, die mittels Autobus von einem L'ulihallkampf in Demblin zurückkehrten, sind von eitlem schweren Unfall betroffen worden. Infolge Platzens eines Reifens kippte der Wagen um, Wobei 11 Makkabimitgliedcr erheblich verletzt wurden. Einer von ihnen verschied während des Transports. Das Exekutivkomitee der revisionistischen Weltunion hat beschlossen, den (iniiidiuigskoiigrdl der ״Unabhängigen“ Zionisfi-ehen < L'ganisntion nicht, wie früher geplant, für De- /einher, sondern schon für Mitte September 1935 eitt/uberufen. Die französischen Behörden in Aleppo haben Hebräi s c h als P f 1 i ch t geg e n s t a n d in den höheren Schulen eingeführt. Damit wird offenbar bezweckt, die Schüler für den wachsenden Handelsverkehr zwischen Syrien und Palästina besser vprzubereiten. Rexnerhaltung des deutschen Blutes Bekanntlich gilt nach § 1717 BGB. als Vahr eines vn• ehelichen Kindes, wer der Mutter in der!:mpfätigniszeit beigewohnt hat, es sei denn, daß auch ein anderer in dieser Zeit ihr beigewohnt hat. ln einem vor einem ostpreußischen Amtsgericht geführten Aliinentenprozesse eines unehelichen Kindes gegen den von der Mutter benannten Vater, der den Verkehr in der Empfängniszeit zugab, handelte es sich um den Beweis der Behauptung des Beklagten, die Kindesmutfer habe in der Empfängniszeit auch mit anderen Männern, insbesondere dem J u d e n J., verkehrt. Letzterer konnte nicht bestimmt sagen, daß er gerade iu der kritischen Zeit mit der Kindesmuttcr verkehrt habe, gab aber als Zeuge diese Möglichkeit zu. Ein anderer Zeuge bekundete, daß er vor und nach der Empfängniszeit mit der Mutier verkehrt habe. Die Zeitschrift ״Jugend und Recht“ vom 15. Juni 1935 veröffentlicht die Gründe des in dieser Sache ergattgeneu die Klage abweisenden Urteils. Danach hat das Gericht die Behauptung des Beklagten als erwiesen angesehen und dabei ausgetiihrt, daß die Kindesmutter «ach dem Beweisergebnisse jedem Manne leicht zugänglich gewesen sein dürfte. In diesem Zusammenhänge heißt es iu den Urteilsgriinden: ״Der Tnotam] allein seiion, daß die Klmlcsmutter im IT'iihjahr 1033, abo g< rate iu di r Zeit, als iltmli die mitiaiialso/jahsti-clte Kcvuluiion Auikiiuun״ über Raelragen in alle Kreise des Volkes hinringet! «gen war, 01:11 nidil srhrate, sich einem Juden hinzu- Reben, beweist, daß die Kindesmutter 11D:rhau|1t nicht wählerisch im (׳e-eliierluaverkebr isi, daß ein Mädchen, welehes mit Juden geschlechtlich zu luu 11;!!, überhaupt keine 1 lenimungeu kennt,“ Im Anschlüsse an den Bericht über dieses Urteil wird in einer Betrachtung der Zeitschrift ״Jugend und Recht“ unter der Ueherschrift ״Rdnerhaltung des deutschen Blutes“ folgendes ausgeführt: ״Wenn jiman!! als unehelleher Erzeuger zur Unterlialtslvistun״ eine» unehelichen Kindes vcruiteilt is(, dann gilt er als YTiter, Das Kind gilt insow eit als von ihm ah .lammend. 1:4 der Verm! eilte Arier, .-o wird inlnloedessen die arisehe Aba ammung des Kindes '1'imuiel. 1-1. es nun «״sicher, uh der Imtcrh.ihsbckiagte wirklich der Taler ia, so besteht bei einer aumai I iandhabung der Vaterschalt ,verinuiuiig de•1717 $ ־ BBB, die t hTahr, daß vielleicht ein Judenh.iaaiil als Kau! an.״» her Abaammung gul. ln solchen unsicheren ladleii ho!hd!r!eu zwei (»eiaiireu; namiieh 1. die, (laß ein vi11h 1 eht ari-ehes Kind ]tu mchi.ueeh gdi, oder 2. die, daß 1 m niehlan-chcs iur aiiseli ״hl. In die-ri lvd!idon uheuvieot das utlenöii he 111U1e.se au der Bul.di/aia! des den! eben Bluun: c:» ist. werager a.badheiu dal־'* ein miehi heiles, M-dleirhl ari ehe‘.״. Kind der \ ülk-gi meinsdialt lerloieu ■«/hl, aU daß sieh jiidi'dies Blut eines vielleicht, nii hi; 11!sehen Kindes m ihn Volk-korper einsehli idu. lsinc‘ ela .11 ,׳:In: 1 laadlcdrang der gesetzlichen Vermutungen im Tannin iii'eeht 1-.I daher geboiea. . . Zum Schlüsse• der Ausführungen heißt es dann noch u. a.: ״Der Jude ver aield heute, durch plsnm'iß'ge Ka, ,esrhri ndung urt Wege der ui.dndiru•. n ldzuiguug sein Blut in den deiindien tolkAoiper ,11 i!: 1! 1:/u■1 1111 nrggeha. Fr hold dabei, daß die fiuhere abarakt-״oi'mat ivi 1 ׳i-d:e 11 andhal miig der 1;r-1 h.l1e!u11׳ Vc! mutiuigen 11us. 11 lieute wirksam sei und ihm bei seinem Tiejbert zu iiilte konnne. . . .“ Der Verfasser dieses Aufsatzes irrt. Die selbstbewußten Juden der heutigen Generation in ihrer übergroßen Mehrheit lehnen von sich aus die Mischehe ebenso wie den uitehcliehen Verkehr mit Nichtjuden entschieden ab. Verurteilter Sittlichkeitsverbrecher ln Magdeburg wurde ein Jude wegen Sittlich• keitsvcrbrcch uns zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt und die Sicherungsverwahrung gegen ihn angeordnet. In der Urteilsbegründung wurde 1t. ״Frankfurter Zeitung*“ vom 21. Juni u. a. darauf hingewiesen, der Angeklagte halte sich nicht gescheut, als Vollj u d e sich au deutschen Mädchen zu vergelten, wobei zu bedenken sei, daß er auch nach dem Umbruch sein mädchenschänderisches Verhalten fortgesetzt hahe. Am Abend des ersten Pro/eßtages fand eine von der Kreisleitung der NSDAP, ein berufene Protestkundgebung statt, in der stellvertretender Gauleiter von!Tanken und liauptsehriftieiter des ״Stürmer", Karl Holz, Nürnberg, in fast dreistündiger Rede über das Thema ״Mädchen- Schänder llirsclil a u d, d a s w a 11 r e G e s i c 11 t d e s Juden“ sprach. Er betonte dabei, daß es hier nicht um einen Einzelfall, sondern um die Rasse gehe und forderte zu bewußter Haltung gegenüber dem Judentum auf, warnte jedoch vor allen Gewaltakten und Disziplinlosigkeiten. * Ein jüdischer Sittlichkeitsverbreeher ist für das Juden• tum ebensowenig typisch, wie die Verbrecher anderer Völker für diese. Ebensowenig wie matt diese als Vertreter ihrer Nationen in der Welt bezeichnet, darf man dies uns Juden gegenüber tun — obwohl wir schon gewohnt sind, dafi uns Verbrecher angekreidet werden, während man von unseren positiven Leistungen nicht gern spricht. ״Endkampf zwischen «Juden und Nicht! uden“ Die ״Fränkische Tageszeitung" berichtet über einen Vortrag, den Julius Streicher in Erlangen vor den >111• deuten der dortigen Universität hielt und in dem er U. azur Judenfrage folgendes ausfuhrte: ., J K־njr!1s^( n, (!!(־ imnuT >,d׳i■!!, man m/!׳!/«• nur mit!•'(,i/uurt Waikit aitkiteu, npjrlik־. ich <71י1ו s;i;uh: \\Y!m u־!r \atp׳ma/u>zial1 ■ich gr^un d;u, die mit u;1jmi-t igrn WaUrii |׳ra׳rlM׳iu.-t. haben, immer mit geistigen Wallen gea! 1k.tU■! h.hk־ti, dann waren wir heule nicht in diesem Saal, dann wau:;111»יי andern gekmimcn. ... Fetzten 1'hidedreht sieh alle% um da:•־ Klut. ... Wenn unsere Vorväter verdorbene־; Ihm ״«‘habt hatm!!, wurde unser Volk autgeteilt .sein in alle Yulker. so wie «1er Jude au!geteilt Kl in alle Yolker. ... Wir werden solange be>n h<!1 bleiben, als wir verhmhern, daß U11M.T \ olk durch Yrrmiselmiig mit judiMbtui tüid aiulereni mindenvci t igen Blut entmu't. W’if .dml damit auf ein t'-ebiet gckommen, das nigentliel! vdji der I l׳*eh-׳'b11!e ln'b:u1׳lelt wtu-k fl inifbic lind künftig uueh bbandelt Melden wird. ... I>4-; Sebim.-.te, vvas ciu Volle zu vergeben b.ai, ist der l .ehm 1k iu i und der .Bend uits z\rzU־i. Der Jude wnüte, wunnn er gerade in diese Berufe sein Gift brachte. Wer die Schule hat, der hat di«' Zukunft. Wir weiden die <leuLn.be Jugend niemals mehr den Maehteu tib.'rlaswii, die ein/ Macht über sic hatten. ... Wir hdien in einem Ku!kämpf zwiahen Juden und Niehtjmlen. Die Jude!) haben das Todemrtr!! über un״׳er ,kolk gr־* lallt, üIkuhau{)t gegen die nichtjudi-* hen Mt n--ehfn. Wir gehen einer großen gewaltigen Zeit entgegen. Der Teukd will uns vcrnichtciv Der Jude aber, von. dem Chri^Uis sagte: Der Juden Vater ist de* Teufel, wird diesen Kamp[ verlieren!‘*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.