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Jüdische Rundschau · 1935-06-25 · Heft 51 (25.6.1935) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 51 (25.6.1935)
Date
1935-06-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Modische Rundschau Palästinensische Umschau NR. 51, 25. JUNI 1935 Das Neueste in Kürze Von unserem palästinensischen gl.-Korrespondenten Wirtschaft Politik, Gesellschaft und Kultur Zur Wirtschaftslage ' Von unserem palästinensischen Korrespondenten. gl. Tel-Awiw, 17. Juni 1935 ln den Kapitalinvestitionen in Palästina, die in betrachtlichem Maße anhalten, ist in letzter Zeit eine gewisse U m gruppierung zu bemerken. Während auf dem Bau* markte die Bewegung andauert und die Monatszahlen pro Quadratmeter verbaute Fläche sich ungefähr auf dem gleichen Stande halten — hier und da vielleicht noch eine gewisse Steigerung zu bemerken ist ׳— zeigt die Neigung zur Investierung von Kapitalien in Z i t r 11 s p f 1 a 11 z tt 11 g e n einen merklichen Rückgang. Die Neupflatizungen bei Juden werden dieses Jahr kaum noch fortgesetzt — die wenigen tausend Dunam, die dazukoinmen, pflanzen hauptsächlich die Arbeiter- Siedlungen und -gruppen, die bisher nicht dazu kamen. Bei den Arabern ist die Pflan/.ungsbcwegting ebenfalls stark zurückgegangen, wenn sie auch nicht völlig aufgehört hat. Abkehr von Orangen Der Rückgang der Pflanzimgsbewegtuig, von dem noch nicht klar gesagt werden kann, ob es sich um eine vorübergehende oder eine Hau e r e r s c!1 e i 11 u!1 g handelt, beruht keineswegs auf einem Nachlassen des Kapitalimports, der im Gegenteil imgemiiidcrt anliäit, also auch nicht in einer geringeren Neigung zur Investition überhaupt. Fr ist vielmehr darauf zurück/ufiihren, dali die Bedenken gegen eine zu rasche Steigerung der Orange 11 p r o d u k t i o 11 und die Furcht vor dadurch entstehenden Absatz.schwierigkeiten und Preissenkung sich verstärkt hat. Fs wurden ja schon Stimmen laut, die eine durch gesetzliche Verfügung erzwungene Verlangsamung der Pfianzuiigstätigk eit befiirworteten. Die Reaktion der investitionslustigen au! die sprunghafte Vergrößerung des Anbaus, die Furcht vor niederen Preisen und verschlossenen Märkten hat jetzt automatisch gewirkt und den Abfluß größerer neuer Kapitalien in die Pflanzungen verhindert. Dagegen spürt man jetzt auch in Unternehinerkreisen ein stärkeres Interesse für Investitionen in ge mischt er Landw i r t s c h a f 1. Zwar kamt man heute nur wenige neue größere Unternehmungen dieser Art naelnveiseii, aber es ist bezeichnend für die benschende Stimmung, daß /.. B. ,,Jachin“, die Pflaiizuiigsgcsclischaft der Arbeiterorganisation, die sich bisher ausschließlich mit der Anlage von Zitmspflauzimgen befaßt hat, zwei Projekte für die Anlage gemischter Wirtschaften herausgebraeht hat (Karkur und Kirjath Anawim Betli) mul daß auch die Pflaiizuiigsgcsclischaft ״I lanotca“ ihre Absicht ankümligt, sich mit der Schaffung gemischter Wirtschatten zu befassen. Seil langem haben Fachleute in Palästina vor der zu starken Umstellung der Wirtschaft auf Monokulturell gewarnt. Jetzt werden einzelne Versuche gemacht, die gemischte Landwirtschaft, die bisher entweder hauptsächlieh mit arabischen Arbeitern betrieben wurde (die alten Koloniet! in Galiläa) oder die Domäne der Arbeiterschaft darstellte, für eine neue Form der Privatwirtschaft zugänglich zu machen. Neue Industrien Während also in den Plantagen die Investition im Rückgang begriffen ist, ist für das laufende Jahr eine Verstärkung der Geldanlage in der Industrie zu erwarten. Die Industrie war bisher — mit Bauten und Plantagen verglichen — das schwächste Investitionsgebiet. Jetzt sind den vielen kleineren und mittleren Unternehmungen, die in den letzten Jahren gegründet wurden, einige größere gefolgt, die bereits produzieren, und es sind eine ganze Reihe weiterer großer Betriebe in Vorbereitung und zum Teil im Bau, die der palästinensischen Industrie ein vermehrtes Gewicht gehen. Unter den Neugründitngeii großen Umfanges wird eine zweite große Z e m e!1 t f a b r i k, eine S p i!1 11 e r e i und W e b e r c i, eine Glasfabrik, Fabriken für Kabel, für Möbel und Bier genannt. Mit dem Aufbau dieser neuen Werke, von denen sieh ein großer Teil in der Haifa-Bay konzentriert, erfährt die Industrie nicht nur eine Vergrößerung ihres Arheitsgebiets und ihrer Fiulieiten, sondern auch eine Modernisierung. Die Betriebe werden in ihrem Bau und ihrer Maschinenmontage nach arbeitsparenden modernen Prinzipien angelegt und sind zum Teil zu großer Produktion fällig. Damit vergrößert sich auch vielfach die Proportion zwischen Kapital und der Zahl der beschäftigten Arbeiter, das heißt, sie haben im Verhältnis zu ihren Investitionen eine relativ geringe Belegschaft. Die Vergrößerung der Industrie beginnt die Palästina- Wirtschaft vor Absatz p 1־ o b I c m e zu stellen. Bisher haben wir von dieser großen, heute die gesamte produzierende Welt beschäftigenden Fragt kaum etwas zu spüren bekommen. Die wachsenden Industrien fanden einen fertigen Markt vor der Tür, der aus der steigenden Immigration gespeist wurde. Mit dem Moment jedoch, wo sich die Industriebetriebe vermehrten und immer mehr Artikel auf dem Markte erschienen, die im Lande seihst hergestellt wurden, stiel! die junge lndustric auf den steigenden Import. Palästina, eines der ganz wenigen Länder der Welt mit einer ״offenen Tür“, führt in seinen Warenlagern und Detailgeschäftcn die Waren aus aller Welt. Fs gibt keinen entsprechenden Zollschulz, und mir in ungenügendem Maße ist es in den letzten Jahren gelungen, eine gewisse Differenzierung des Zolltarifes dnrehzusetzen, die die schweren Nachteile, unter denen die palästinensische Industrie arbeitet, etwas verringert. Mit der Vermehrung der einheimischen Produkte wird eine durchgehende Di ff er cnz i c r u 11 g des Zolltarifes, die eine Uehersclnvenimung des Landes mit billigen auswärtigen Waren verhindert, immer dringender. Die Schaffung eines derartigen, den Bedürfnissen der geänderten Wirtschaft des Landes entsprechenden Tarifes wird noch besonders kompliziert dadurch, dal! Palästina als Mandatsland besondere internationale Verpflichtungen hat. Für Inlandsprodukte Die jüdische Wirtschaft hat sich bisher gegen die ausländische Konkurrenz mit verschiedenen Mitteln zu wehren gesucht, die jedoch nur Teilerfolge lieferten und liefern konnten. Neben der selbstverständlichen Verbesserung der Produkte und der Einführung einer moderneren Reklame, neben Verhandlungen mit den zuständigen Regierungsstellen, Die Regierung verhandelt über eine Anleihe von £ 30 000 an die Stadt Hebron. Das Geld soll für Wasserversorgung, Schulgebäude usw. verwandt werden. Das Gesetz, das die Erhöhung der Mieten über ein bestimmtes Maß verbietet, ist jetzt von der Regierung auch aut Haifa ausgedehnt worden. M i e t s s 11• i g e r u 11 g e 11 sind von jetzt ab im Stadtgebiet nur bis zu 2t)"!> zulässig. Auf dem Kar m c! wurde der Grundstein für ein n c 11 e s großes Hotel gelegt, das £ 20(HK) kosten soll. Bei der Grundsteinlegung waren der Bürgermeister von Haifa und mehrere Stadträte anwesend. In S c tu:!1 11 n a t B o r o c 11 o w (bei Tel-Aw iw) w ird mit dem [Um von Asphaltstraßen innerhalb der Siedlung und besseren Verbindungswegen für den Autoverkehr mit der Stadt begonnen. T r a n s p o r 1111 i 11 c 1, die ausschließlich für 1 a n d w i r ts c 11 a f 11 i c h e Zwecke verwendet werden, und Hospitala m h 11 I a 11 / e r! sind in Zukunft von der Erlegung von Lizenzgebühren befrei t. Bei einer Bohrung in der Jiigemlsiedhmg Ben-Sehemen wurde eine W a s s e r s c 11 i c h t, die mehr als 10t) Kubikmeter in der Stunde liefert, erbohrt. I )er Erfolg der Bohrung beseitigt eines vier schweren Hindernisse für den Ausbau und die Intensivierung der Wirtschaft. Auf einer Beratung von Mitgliedern der Siedlungen in der Ebene Jesreel und der Jordansenke wurde eine Kommission gebildet, die die Bedingungen für eine F \ p a 11 s i o 11 der G e 111 11 s e k u 1 t u r e 11 und die Verbesserungen in Verpackmig und Transport klären soll. Der inländische Gemüsebau ist heute nicht mehr imstande, die gesteigerten An- Sprüche des erweiterten Marktes zu befriedigen. In N a 11 a I a 1 fand die Griuulerversammluiig einer Gruppe von -10 Einwanderern aus Deutschland statt, die willens sind, sich für eine Siedlung nach dem Muster des Moschaw Owdim vorzubereiten. Die Siedhmgs- Kandidaten erhielten ihre Ausbildung in N'ahalal und werden bei der Organisierung iiirer neuen Gruppe weiter von der Siedlung beraten. die jedocfi bisher wie oben erwähnt noch keine durchgehenden und befriedigenden Resultate geliefert haben, hat man zur Organisierung und zur Schaffung einer aktiven öffentlichen Meinung gegriffen. Es bestellt ein ,,Verband für die V e r b r e i t ti 11 g d e r L a n 11 e s p r o d u k f c“, der in engem Kontakt mit dem Indiistnellenverband steht und sieh bemüht, die Verkaufsstellen einzeln dazu zu verpflichten, Landes- Produkte (To/eretli Haare/), was man im Lande als gleichbedeutend mit jüdischen Piodukteii anffallt, und wenn möglieh nur Landesprodukte zu verkaufen. .Schaufenster mul auch Warenlager werden von Vertretern des Verbandes kontrolliert, die Inhalier an ihre Pflicht gemahnt, die heimische Produktion zu stützen, wobei vielfach nach Abschluß von Verhandlungen ein Vertrag mit dem Defaillisten geschlossen wird, ausländische Waren ganz oder zu einem Teil aus seinem Lager auszuschalten. Demonstrationen einheimischer Schuster oder Schneider vor Läden, die Auslandsware verkaufen, sind nicht selten. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, daß derartige private Aktionen, auch wenn sie von einem beträchtliehen Teil des Publikums getragen werden und sich der Indtisfriellenverbaml mit seinem wachsenden Gewicht ihnen widmet, nur Teilerfolge zeitigen können, solange die verschiedenen Industrieländer Europas und Asiens (Japan!) zu zum Teil lächerlich niedrigen Preisen, von Zollschranken wenig oder gar nicht gehindert, auf dem palästinensischen Markte als Konkurrenten erscheinen. Auf dem Gebiete der Zollpolitik wird man - - ob man will oder nicht - ähnliche Wege besehreitcii müssen, wie sie heute überall üblich sind, wobei sich das palästinensische Problem noch durch die Spe/ialbedingungen des Mandats kompliziert. Aktive Handelspolitik ln der heute herrschenden, hier grob skizzierten Situation -- sich vergrößernde Industrie, steigender Import und mangelnder Zollschufz -- hat man im Lande mit besonderem Interesse den letzten Schritt der Palästinarejgieruiig verfolgt, die eine Delegation nach Aegypten entsandte, um über Handelsfragen zu beraten. Die Delegation bestand aus englischen Beamten unter der Leitung des Schatzmeisters Johnson und Vertretern der arabischen und jüdischen Bevölkeruug. Die Resultate der Verhandlungen sind noch nicht veröffentlicht und es wird in wenigen Wochen eine ägvptische Delegation im Laude erwartet, die gerade die komplizierten Fragen der Industrie nochmals behandeln soll. Was bisher über die ägyptischen Beratungen verlautet, ist freilich nicht sehr hoffnungsvoll —- abgesehen von Erleichterungen für Melonen und Nablusser Seife, die in erster Linie für den arabischen Produzenten von Bedeutung sind aller es ist vor Bestätigung der Verträge und den offiziellen Verlautbarungen der Abmachungen zu früh, darüber zu urteilen. Jedenfalls ist cs zu begrüßen, daß die Regierung sich überhaupt entschlossen hat, die Frage der I lamk'lsbeziehungen anznschnciden. Daß sie sich nicht nur auf Aegypten heschränken will, sondern ihr Augenmerk auch auf die anderen Nachbarländer richtet, beweist die Entsendung einer zweiten Delegation nach Syrien — ebenfalls unter der Leitung von Johnson -- der, wie verlautet, eine dritte nach dem Irak folgen soll. Die Schaffung von Absatzmärkten in den Nachbargebieten und die Verhinderung einer überstarken Importkonkurrenz sind für die sich entwickelnde palästinensische Industrie von entscheidender Bedeutung. Je mehr sie sich ausweitet, wird die Lösung ihrer Probleme zugleich von großer Wichtigkeit für die gesamte Palästinawirtschaft. Die Histadruth erhielt von der Regierung den Auftrag, eine Straße von Herzlia nach Kalkilich zu bauen, um eine Verbindung der Scharonsicdlungen mit der Eisenbahn zu erreichen. Hierbei werden <150 Juden beschaff igt werden. Der Auftrag hat einen Wert von SO (KM) Pfund. I)r. Doukhan und Dr. Goadbv haben eine S a m m« i u 1! g <1 e r p a 1 ä s t i 11 e 11 s i s c 11 e 11 B o d e 11 g e s e t z e 11er* ausgcgcbeii, denen eine Zusammenfassung wichtiger Pro* zesse beigefügt ist. Von 323(1 Gesuchen landloser Araber, die sich an die Regierung gewandt haben, um Boden /tt bekommen, sind 2578 als grundlos;1!1 geic 11111 worden. (15(! Gesuchen wurde stattgegeben. Bisher hat die Regierung für die Ansiedlung landloser Araber 2 72 2!11 ausgegeben. Nach dem Bericht der Regierung für 1031 wurden insgesamt 2107 illegale Einwanderer aus Palästina deportiert. Von tlie.-eii waren 772 Juden, die anderen Araber, hauptsächlich ans dein ( hauran. Die llaifaer Munizipalität hat eine automatische Signalmascliiiie zur V e r k e 11 r s r e g e I 11 11 g bestellt, die im neuen Handelsviertel aufgcmcllt: werden soll. Das Er/iclumgsdepartemeut des Wand I eunii und der Hebräischen Universität bereiten für den 1 lerb-t die Er- Öffnung einer!1 e 11 e ״ M ittcls e 11 11 I e für Mädchen und Knaben in Betli 11akere 111 (Jerusalem) vor. Die erste s t a 11 d i g e K u 11 s t a 11 s s t e II 11 ״ g Palästinas wurde in |eru-aicn1 erollnct. (Bisiier \ er;111-1.illeten außer dem Museum in I cl-Aw:w \ 1:;schied!.:11■ Kunsthandlungen in den Städten Ausstellungen.) In \ a 1) 1 11 s. einer;:an/;1 r ,1 b i s c h e 11 Stadt, wurde eine Schule zur Frier 11 11 11 g d e r ii c b r a i s e 11 e n S p r a - che eröffnet. I )er Initiator üis l 'iitenichmciis i-t ein vor kur/cm zum Islam tibergi■!1 ctciicr Jude. 111 1111 Kcrem sind ähnliche Bestrebungen 1111 Gange. 111 Palästina und Tiaiisjordaiiicu wurde der G e b u r t s - tag 11 e s P r o p 11 e t e 11 durch Fe-tkchkeiteii begangen. I )er Haram Is Sebent aui dein Ten1pelpl.it/ war illuminiert und ein Feuerwerk wurde vom moslemischen Rat!ii'/eniert. In Haifa wurde das Fest durch verschiedene Umzuge gefeiert. Fs ist ein Komitee zur Siaikung' dem jüdischen Anteils an der Seefahrt gcgimnlct worden mit dem Zweck, für jüdische Schifte .111111■) 111 ich eine jüdische Besatzung zu schaffen. Beschränkungen für ärztliche Lizenzen? Jerusalem. (Palcor.) Voraussichtlich wird demnächst ein Gesetz bekanntgegeben werden, durch das die Erteilung von Lizenzen zur ärztlichen Praxisausübung zukünftig beschränkt wird, weil die Zahl der Aerzte Palästinas sehr stark angewachsen ist. Die Gesamtzahl der zugelassenen Aerzte ist seil 1933 von 568 auf 1567 angewachsen: die Zahl der jüdischen Aerzte allein von 458 auf 1348, während sch der Jischuw seit zwei Jahren nur um 50 ״׳״ vergrößerte. Nach dem neuen Gesetz sollen Lizenzen an solche Aerzte nicht erteilt werden, die weder Bürg c r noch ständige Bewohner Palästinas sind. Für die Neu Zulassung von Acrztcn, die im Lande naturalisiert sind oder ständig in Palästina wohnen, wird eine jänrlich wandelbare Quote eingeführt. Lizenzen außerhaln dieser Quote sollen nur auf Ansuchen anerkannter medizinischer Körperschaften erteilt werden. Die Jewish A ge new hat Verhandlungen über diese Angelegcnhcit mit vier Regierung geführt mul ihre energische Gegnerschaft gegen da-. Projekt zum Auolrnck gebracht. Sie begründete ihre < icgiier.-cliaft damit, dal! die I inwanderung der Aerzte in der letzten Zeit von seihst zurückgegangen ist; ferner seien adinini'lrative Beschränkungen geeignet, das Niveau des. medi/iiu-chen Berules nieder/udrücken. 1 )11• Agency protestierte gegen eine Unterscheidung zwi.si hen Palästinensern und neuen i in Wanderern. Die Regierung hat jedoch ihre Yoi.-ndhingcn gegen den Gesetzentwurf bisher 11 lebt 11 e r 11 c k s lebt! g t. Grundsteinlegung zum Habimah-Haus in Tel-Awiw Jerusalem, 21. Juni, (J'IA.) Die ursprünglich für den 10. Juni vorgesehene, wrjeii des Ablebens von Shmarva L c v i 11 jedoch verschobene ( inind-temlegung zum (iebaude vier llabimah wunde am 20. Juni in ’! cl-Awiw durch den High Conimissjoiier Sir Arthur W a 11 e 11 o p e vorgenominen. Der High Gomm is-ioncr hielt eine Ansprache, in vier er vlie Arbeit der I labimali als!leisten Ausdruck 11 cs Fuhlens vier palästinensischen Judentum feierte. Ehrende Worte des Andenkens widmete vier High (iommissioner Shmarva Feviti, vier ein großer Freund vier llabimah und auch sein eigener Freund gewesen sei. Shmarva l.evins Tori bedeute nicht nur für die Judenhcif, sondern für die gnn/e Welt einen schweren Verlust. Weitere Ansprachen hielten Bürgermeister Mcir Di/engoft und die führende Darstellerin ries llabimah- Ensembles, Uli, R o vv i 11 a. Außerhalb des Festplat/es hatte sieh eine ungeheure Menschenmenge versammelt, für die rite Reden und musikahschen Darbietungen des Festaktes durch Lautsprecher übertragen wurden. Konferenz der ״Bne Benjamin“ Jerusalem, 20. Juni. (JTA.) In N a 111;1 n i a hat eine Konferenz der 1311״ e Benjamin'', vier Organisation irr Palästina geborener Söhne judi-clier Kolonisten, stattgefunden. An vier Konferenz nahmen etwa 100 Delegierte teil. Ein Vertrete!11 ׳er Regierung wohnte den Beratungen bei. Am Schluß der Konteren/ wurden mehrere Resolutionen angenommen. Beschlossen wurde u. a., dali die Organisation ״Bne Benjamin“ aus der Zionistischen Weltorganisation nicht austreten, jedoch am bevorstehenden Z i o 11 i s t e 11 k o 11 g r eli nicht t c i 111 c 11 111 c!1 soll. In einer weiteren Resolution wird eine Aendorimg der Statuten der Knesset!! Israel, der öffentlichrechtlich anerkannten ()rgani-ation der palästinensischen Judenheit, zu dem Zwecke gefordert, den ״Bne Benjamin“ einen entsprechenden Anteil;01 der Leitung der jüdischen öffentliehen Arbeit zu sichern*

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