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Jüdische Rundschau · 1933-08-18 · Heft 66 (18.8.1933) · p. Seite 441

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 66 (18.8.1933)
Date
1933-08-18
Page
Seite 441 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 66. 18. VIII. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 439 933 >ic den ist da- Sysleit aufin der lerung na ein, d u/en in fii'jtmr, (Red.) Leben, war — Fragen lgeiien, Kette, en, der ben in e beim Leben, 1 seine schon kannst ediung) lildung, uz zur וו dicht )*es ist werde ung ist Bauern 11b von it ver- Arbeit s ganz freund- : Sache lai verichende hrten“, Bauer ich nur Knecht h ohne Regen- Hause, t sonst : nicht Heuihr bei 10rgens In dem ^,ersten Bauern Jeden t. Zwei iir 1500 wie es ch nun eißbrot!en mit ee mit;11 kein 3 Uhr: ot und 1 Essen mg im att der aretten. 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Die Werkstätte des Technion ist relativ gut ausgerüstet. Fünf Stunden täglich wird in der Werkstatt gearbeitet. 15 Stunden wöchentlich erhalten die Jungen theoretischen Unterricht in Hebräisch und Englisch, Rechnen, Algebra und Geometrie, Physik und Chemie, Technologie. Maschinenkunde und technischem Zeichnen, Buchführung, Pumpen, Motore, Elektrotechnik, Landwirtschaftliche Maschinen. Die die Handwerkerschuie absolvierten etwa 30 Jungens arbeiten in ihrem Fache und werden als Anfänger gut bezahlt (etwa 200—300 Mils pro Tag). Die Handwerkerschule beherbergt in drei Kursen etwa 60 Jungen. Die Aufnahmefähigkeit des Technion ist naturgemäß beschränkt. Beim Bau der Anstalt wurde nur mit einer geringen Studentenzahl gerechnet. Sollte das Technion die Not der jüdischen Jugend der Diaspora auch nur in bescheidenem umfange lindern können, so müssen Mittel zur Verfügung gestellt werden, die die Erweiterung einigermaßen ermöglichen. Der Zufall wollte es, daß infolge einer Verkettung von Tatsachen eine Anzahl von Lehrstellen seit dem letzten Jahre nicht fest besetzt sind. Und so könnte eine möglich gemachte Erweiterung des Technion nicht nur eine große Anzahl von jüdischen Studenten, sondern auch eine beträchtliche Anzahl von freigewordenen jüdischen Lehrk r ä 11 e n absorbieren. Geplant werden der Ausbau der Architektur-Abteilung, die Angliederung einer ,neuen Betriebstechnischen Abteilung, die Erweiterung der Handwerkerschule durch Eröffnung einer Tischlersektion (Räumlichkeiten, sowie Ausrüstung sind vorhanden), einer elektrotechnischen Sektion, einer mittleren technischen Schule (in Gemeinschaft mit der Realschule )usw. Das Technion mit seinen Anstalten bfetet den aus ihren Positionen geworfenen deutschen Juden noch andere Gelegenheiten zur Umschichtung. In Verbindung mit den bestehenden^ Abendkursen können einjährige Fachkursc zur Ausbildung von Bautischlern, Anstreichern, Schweißern, elektrischen und sanitären Installateuren. Feldmesser gehilfen u. a.m. eingerichtet werden. Dahingehende Pläne wurden einer Reihe jüdischer Organisationen vorgelegt, und es ist zu hoffen, daß sich Wege und Mittel finden werden, um zugleich die Frage des Technion wie auch der jüdischen Jugend einer erfolgreichen Lösung entgegenzuführen. Brief aus Gleiwitz Das Badeverbot für jüdische Personen Im städtischen Freischwirnmbad Gleiwitz ist wieder aufgehoben und die über dem Eingang befindliche Aufschrift: ״Juden ist der Zutritt verboten!“ entfernt worden. Diese Maßnahme Ist um so mehr zu begrüßen, als die Badeanstalt sich inmitten des idyllisch gelegenen Wilhelmsparkes befindet, dessen Ankauf und Ausbau der Stadt Gleiwitz durch zwei Juden ermöglicht worden ist. Es waren dies der Geheime Kommerzienrat Friedländer (Begründer der Kohlenhandelsfirma gleichen Namens), welcher seinerzeit 1ÖO000 Mark stiftete, und der Kaufmann Guttmann, welcher in den Anlagen die Bänke aufstellen ließ. Der Magistrat der Stadt Gl elwftz hatte vor iängerer Zeit den jüdischen Hausbesitzern die staatlichen Zuschiisse zum Zwecke von Hausreparaturen verweigert, später aber wieder unter der Bedingung zugebilligt, daß jüdische Gewerbetreibende (Handwerker) bei der Instandsetzung nicht beschäftigt würden. Der Verband der obersehlesisch-jiidisehen Handwerker wandte sich hierauf an das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, sowie an die Regierung in Oppeln mit der Bitte, diese Anordnung wieder rückgängig zu machen. Der Handwerkerverband wies hierbei auf den großen Prozentsatz der Kriegsteilnehmer und der oberschlesischen Flüchtlinge unter seinen Mitgliedern hin und machte auch auf die Menge der bei jüdischen Meistern beschäftigten christlichen Arbeiter aufmerk• sam. die durch eine derartige Benachteiligung gleichfalls geschädigt würden. Auf diese Eingabe erging vor kurzem der Bescheid, daß die jüdischen ebenso wie die nichtjüdischen Handwerker bei Vergebung von Arbeiten berücksichtigt werden sollten. Die Beratungsstelle der jüdischen Wirtschaftshilfe zu Gleiwitz, welche von Herrn Förster und Fri. Salomon geleitet wird, entfaltet eine rege Tätigkeit. Sämtliche jüdischen Personen im Alter von 14—30 Jahren erhielten Fragebogen, in welchen um genaue Angaben über allgemeine und berufliche Ausbildung, derzeitige Beschäftigung und Umschichtungswünsche gebeten wurde. — Auf Grund dieser Unterlagen wurden die Betreffenden am Sonntag, dem 13. August, zu einer Besprechung eingeladen, die im Gemeindesitzungssaal stattfand und von ca. 150 Menschen besucht war. — Der Vorsteher der Gemeinde, Justizrat Kochmann, und Rabbiner Dr. Ochs begründeten in ihren Ansprachen die dringende Notwendigkeit einer Umstellung auf die Handarbeit. Herr Dr. Ochs warnte mit besonderem Nachdruck Auswanderungslustige, andere Galuthländer aufzusuchen, und trat für die aufbauende Arbeit in Erez Israel ein. Es wurde ein Jugendausschuß, hestehend aus drei Herren und einer Dame, gewählt, der als Vermittlungsorgan zwischen der Beratungsstelle und den jungen Leuten gedacht ist. Außerdem sollen an jedem Mittwoch Abend allgemeine Besprechungen stattfinden. Deutsch-Amerikaner gegen das Rassenprinzfp New Nork, 14. August. (J. T. A.) Anläßlich des ״Deutsehen Tages“ fand in Detroit eine Massenversammlung von Deutsch-Amerikanern statt, die sich einmütig gegen Unter- Scheidungen nach Rasse oder Bekenntnis innerhalb des amerikanischen Deutschtums aussprach. Die Versammlung nahin eine in diesem Sinne gehaltene Resolution an, die vom Präsidenten des ״Unabhängigen Bürgerbundes“, John M. Bischotf. eingebracht worden war, und in der es u, a. heißt: ״Welche politischen Strömungen immer unser teures Vaterland jenseits des Ozeans beherrschen mögen, wir Dctroitcr deutscher Herkunft stehen politisch geschlossen hinter Präsident Roosevelt und bekennen uns zu den allgemeinen Grundsätzen der Demokratie. Wir Amerikaner deutscher Abstammung wünschen die religiösen und Rassenkonflikte der alten Heimat in keiner Weise widerzuspiegeln. Wir wollen in keinem Augenblick unsere deutschen Ideale vergessen. Die deutschen Gesellschaften von Detroit werden heute ebenso wie früher ihre Mitgliedschaft ohne Unterschied Protestanten, Katholiken und Juden, Slawen, S e - m i t c n und Magyaren gewähren.“ Reichstapng der Palästina-Berater Am 12. und 13. August fand in Berlin eine Arbeitstagung der Palästina-Beratungsstellen der zionistischen Vereinigung aus dem ganzen Reiche statt. Die Tagung war von über 100 Personen besucht, aus 40 verschiedenen Städten waren Vertreter anwesend. Schon rein äußerlich boten die Verbandlungen ein anschauliches Bild aktivsten zionistischen Lebens. Demjenigen, der seit Jahren die Zusammenkünfte der veranlwörtlichen Gremien der Z.V. f. D. verfolgte, mußte auffallei^, daß dieser Tagung ein sehr crhehlicher Teil neuer Mensehen beiwohnte, zum größten Teil jüngerer Menschen, die sieh, wie die Verhandlungen zeigten, mit außerordentlichein Eifer und mit ebensolchem Erfolg in die doch nicht einfach liegende Materie der Palästina-Fragen eingearbeitet haben. Mari mußte aus dieser Tagung den Eindruck gewinnen, daß durch die vielen Lücken, die durch die starke Wanderung gerade der altbewährten Zionisten nach Palästina, die in den letzten Monaten stattgefunden hat, entstanden sind, die Arbeit nicht nur nicht gelitten hat, sondern noch einen starken Auftrieb durch das Hereinwachsen junger und unverbrauchter Kräfte in die Verantwortung erfahren hat. Der Tagung wurden Sonderreferate über sämtliche Gebiete der Palästina- Wanderung erstattet. Berichte wurden gegeben über die Zertifikats- Verteilung, die H a n d w e r k e r- A 1 i j a h, die Kapitalisten-Ein Wanderung, die Beratung für H a n d c 1 und Industrie, die landwirtschaftliche Beratung und über die B e r u f s u m s c 11 i c h t u n g, sowie über die Rückwanderung von Juden in die Ostländer. Den Spezial- Berichten ging ein einleitendes Referat des Leiters des Palästina-Amtes, Dr. Landauer, über ״Palästina als Einwanderungsland“ voraus. Da die Juden, die heute nach Palästina gehen, im Gegensatz zu den Auswanderungen nach anderen Ländern, eine Aussicht dauernder Verwiirzelung in ihrer neuen Heimat und die Möglichkeit freier jüdischer Entwicklung haben, rückt die Tatsache dieser Wanderung Palästinas absolut in den Mittelpunkt des jüdischen Geschehens des heutigen Tages. In den Debatten, die sich erfreulicherweise fast ausschließlieh in Mitteilungen über gemachte Erfahrungen und in Anfragen über konkret vorliegende Wanderungsprobleme bewegten, wurde ein außerordentlich lebendiges, anschauliches Bild des gesamten jüdischen Lebens in Deutschland gegeben. Man hörte, wie stark das Palästina-Problem heute auch in all den großen Kreisen der diesen Dingen bisher gleichgültig oder gar ablehnend gegenüberstehenden Juden ernsten Erwägungen unterzogen wird, wie der Andrang zu hebräischen Sprachkursen sich überall von Woche zu Woche vergrößert, wie fast alle Gemeinden sich heute bewußt geworden sind, daß Palästina an eine hervorragende Stelle der Arbeit für die deutsche Judenheit zu setzen ist. Es ist bezeichnend, daß die ganze Tagung ohne jede Polemik voriiberging, daß auch die Kritik, die mitunter an den Arbeiten der zentralen Stelle geübt wurde, eine rein sachliche war, getragen von dem Verständnis für die schwierige Situation, ln der die ganze Arbeit aufgenommen und durchgeführt werden mußte, und von dem Bestreben, gemeinsame Wege zu finden, die Arbeit der Zukunft so zu gestalten, daß ein Maximum von Leistung für die Auswandernden und für Palästina in Erscheinung treten kann. Es war sicher ein großes Erlebnis für alle Teilnehmer an dieser Konferenz, zu sehen, wie ein absolut einheitlicher Wille in den Reihen der Zionisten Deutschlands herrscht: Wie sorgen wir dafür, daß der Aufbau Palästinas nicht nur eine Entlastung für die Judenheit Deutschlands bietet, sondern auch selbst eine Förderung erhält durch die Einwanderung, die zum Teil aus der Not der Stunde geboren, aber doch letzten Endes den innersten Wünschen und der ewigen Sehnsucht des Volkes entsnricht? Diese Arbeitstagung und ihr Verlauf bietet uns den Beweis dafür, daß die Stunde der Not. in der wir uns befinden, ahgelöst werden kann und abgelöst wird durch eine Stunde des Aufstiegs für unser Volk durch und in Erez Israel zu besseren Zeiten. A. A. Herzl-Felern In zahlreichen Orten Deutschlands fanden in den letzten Wochen Herzi-Feiern statt, die von den Zionistischen Ortsgruppen veranstaltet wurden. Teilweise hatten die Gemeinden die Synagoge für diese Feiern zur Verfügung gestellt, an manchen Orten fanden sie im Rahmen des allgemeinen Gottesdienstes statt. Der Besuch der Feiern und die innere Anteilnahme der jüdischen Bevölkerung an ihnen war überall besonders intensiv. Das Gedenken an Theodor HerzI und an das zündende Wort, das er vor mehr als 30 Jahren zum Judentum gesprochen hat, haben eine gesteigerte Aktualität erlangt. Um den von Theodor Her/1 klassisch formuiierten Gedanken der Selbstbefreiung des jüdischen Volkes und der Sammlung seiner verstreuten Teile auf dem historisehen Boden Palästinas gruppieren sich heute alle Hoffnungen auch des deutschen Judentums. Wie wir bereits früher mitteilten, können wir nicht alle Berichte, die uns über den Verlauf der Herzl-Fcicrn 7ugcgangen sind, zum Abdruck bringen. Aus ihrer großen Zahl sei heute nur erwähnt, daß in Frankfurt a. M. Herr Rahbiner Dr. Max Dienemann (Offenbaeh) die Persönlichkeit Theodor Herzls würdigte. In Bremen sprach Dr. Edgar Marx (Hamburg) über ״Herz! und unsere Zeit“. In Mannheim fand die Feier in der Hauptsynagoge statt; Rabbiner Dr. Max Grünewald hielt die Gedenkrede. Die Dresdene r Herzl-Feier hatte einen Massenbesuch aufzuweisen. Dr. Kanowitz (Berlin) sprach über ״Palästina, die Zukunft der deutschen Juden“. In Köln wurde der Freitagabend- Gottesdienst vom 14. Juli als Herzl-Gedäclrtnisfeier ausgcstaltet. Die Herren Rabbiner Dr. Caro und Dr. Rosent h a 1 würdigten in ihren Ansprachen die Persönlichkeit Theodor Herzls für unsere Zeit, ln Waldenburg fand gleichfalls in der Synagoge eine Festandacht statt, bei der Dr. Max Nußbaum (Breslau) sprach, während Oberkantor Borin (Breslau) und Organist Schaffer (Breslau) an der Ausgestaltung des Gottesdienstes mitwirkten, ln Gleiwitz veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe am 8. August eine Herzl-Gedenkfeier, bei der Herr Herlitz die Festrede hielt. Oberkantor Cohn trug einige Gesänge vor; am Harmonium begleitete ihn Lehrer Fleischer. Landsberg (Warthe). Eine gut besuchte Veranstaltung haben hiesige Gesinnungsgenossen am 7. August einherufen. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag des Herrn Adolf Po llack ״Palästina als Einwanderungsland“. Die Herren Dr. Katzeneilenbogen und Werner Schwarz regten die Gründung einer Ortegruppe an, die in kurzer Zeit verwirklicht werden dürfte. Vermischtes Gottesdienste anläßlich der hohen Feiertage. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet auch in diesem Jahre gemeinsam mit der Berliner Gruppe des Misrachi einen Gottesdienst in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10. Karten sind im Büro der B. Z. V. ab 20. August zu haben. Die Bezirksgruppe Jannowi'. brücke der B. Z. V. veranstaltet ebenfalls einen Gottesdienst in den Räumen des Instituts Connard, Brückenstr. 6. Karten zum Preise von 0,50—3 M. bei Herrn Alfred Ordo, Wallnertbeaterstr. 40. Jüdische Schule Klopsfor'Mr. 58 (1 Min. v. Bahnhof Tiergarten). Anmeldungen von Knaben und Mädchen für samtliehe Klassen an allen Wochentagen von 12—13 Uhr bei der Schulleiterin Frau Nathan. (Tel. Tiergarten 2084). Mitteilung des K-J. V. Zu unserer Veröffentlichung in Nr. 64 der ״J. R“, in der mitgeteilt wurde, daß ein Arzt in Paris sich bei Einlage von 100 000 Frcs. eine Existenz schaffen könnte, erfahren wir, daß es sich um eine 11 nseriöse Angelegenheit handelt. Das Präsidium des K. J.V. Nächste Abfahrten nach Palästina. Der Palestine S: Orient Lloyd. Vertretung Berlin, teilt die nächsten Abfahrtstermine mit: Dampfer Providcnce 25. 8. ab Marseille; Dampfer Martha Washington 30. 8. ab Triest; Dampfer Marechal Joffre 30. 8. ab Marseille; Dampfer Italia 6. 0. ab Triest; Dampfer Champollion 8. 9. ab Marseille; Dampfer Roma 9. 9. ab Genua (auch Gesellschaftsreise); Dampfer Roma 11. 9. ab Neapel (auch Gesellschaftsreise); Dampfer Martha Washington 13. 9. ab Triest; Dampfer Mariettc Pacha 11. 0. ab Marseille. — Alle Dampfer vor den Feiertagen, sind sehr gut besetzt, in einzelnen Klassen auch bereits ausverkauft, so daß siet! sofortige Bestellung empfiehlt. Auskünfte und Anmeldüngen beim Palestine tk Orient Lloyd, Vertretung Berlin, Atlantic Express G.in.b.H., Berlin N 24, Fricdrichstr. 121; Tci. Norden — Dl — 2453/56. Verband Deutscher Zionisten-Revisionisten, Bcrlin-Charlottenburg 2, Joaehiinsthalcr Str. 3 II (Riira/dt 4[[<—8 Uhr Nachm.). Der Anmeldetcrmin zu der Palästina-Gcsellscliaftsreise, die am 7. September in Berlin beginnt, läuft am 21. August ah. Interessenten erhalten weitere Information in dem Büro des Verbandes. Jüdische Orchester-Vereinigung. Die schon seit mehreren Jahren bestehende ״Jüdische Orchester-Vereinigung e. V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle ausübenden jüdischen Musikliebhaber, unbeschadet ihrer Zugehörigkeit zu anderen musikalischen Vereinigungen, in ihren Reihen zu sammeln. Gute Streicher und Bläser, die an der Pflege seriöser, kiassischer moderner und insbesondere jüdischer Musik Interesse haben, mögen ihre Meldungen richten an die Geschäftsstelle: Büro des Rechtsanwalts Philipsborn, Berlin W 62, Courbierestraße 17. — Gleichzeitig rufen wir zur Gründung einer großen jüdischen Chorvereinigung auf. Unter Leitung des Chordirigenten der Berliner jüdischen Gemeinde, Leo Kopf, soll ein Chor gegründet werden, der alle an der Pflege der Chormusik interessierten sangeskundigen jüdisehen Menschen zusammenfassen soll. Der Chor wird seine Aufführungen zusammen mit der Jüdischen Orchestervereinigung veranstalten. Meldungen stimmbegabter musikalischer Damen und Herren an Leo Kopf, Berlin W15, Bleibtreustraße 33. Die Proben werden voraussichtlich im September 1933 beginnen. Der Verband jüd. Ingenieure und Chemiker ln Deutschland teilt mit: Uns sind folgende V a k a 11 z e n gemeldet: 1. Bauführer, möglichst Maurermeister und Architekt, kein Dipi.-Ing.; 2. Fachmann zum Abbau einer Kiesgrube; 3. .Chemiker für- Milohprodukte; 4, Chemike-rkolorist zur Leitung einer kleinen Handdruckerei; 5. Fachmann für Her- Stellung von Photoplaiten, -papieren, -filmen; 6. Photoapparate-Konstrukteur. Anfragen unter Beifügung von Rückporto an den Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland e. V., Berlin SW 68, Lindcnstr. 48/30. Arbeitsnachweis. Wir haben Stellen für Näherinnen für Damenmäritel und Kleider, für Stepperinnen, Näherin für Kettelmaschine, für Zick-Zackmaschine und Saummaschine. Ferner suchen wir Töpfer und Bügler für Herren- und Damenkonfektion, perfekte Stepper, Schuhmacher für Hand- und Maschinenbesohlung, Zuschneider für Lcdcrbckleidung, Zuschneider für Herrenpyjamas. Außerdem haben wir Stellen für Zuschneiderinnen für Büstenhalter und Hüfthaltergürtel und Schirmmacherinnen. Wir suchen handwerkliche Lehr- und Volontärstellen jeder Art. Arbeitsgemeinschaft der jüd. Arbeitsnachweise, Rosenstr. 2/4, Tel. Norden 6711. Frankfurt a. M. Gesellschaft für iüd. Volksbi Id ung. Montag, den 2t. August, 9י/> Uhr, spricht Herr Ernst Kahn im Hörsaal der Synagoge, Ünterlindau 21, über ״Die Judenfrage im Lichte der Statistik“. Eintritt frei. Stettin. (S t e r b e f a 11.) Hier starb unerwartet Rechtsanwalt Dr. Heinrich M a r c 11 s e, Vorsitzender des Central- Vereins. Um ihn trauern nicht mir seine Familie und seine vielen Freunde, sondern die ganze jüdische Gemeinde Stettins. Ein gütiger, mutiger, hilfreicher Mann mit sicherem jüdischen Instinkt ist mit ihm daningegangen. Ein schwerer Verlust für die Juden Pommerns. Gottesdienste. Freiing, den 18. August abends: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgung.anstaltcn: 7.30 Uhr; Sr n. l’rinzregentenstraße: 7.15 Uhr; übrige Synagogen mit neuem Ritus und Syn. Schmargendorf (Altersheim): 7 Uhr. Predigt: Syn. Friedenslernpel: Dr. Lcwkowitz. In den übrigen Orgclsv11ngog.il: An-prj■!11׳ des Rabbiners. Sonnabend» den 19. August, morgens (Neumond»■, ihr): Alte Synagoge und Syn. Pestalozzistraße: 8.30 Uhr, übrige Synagogen mir altem Ritus und Altcrversorgungsanslaltcn: 9 Uhr. Frühgottesdienst: Syn. Rykestruße und Kottbusser U (er-Aliawas Reim: 6.45 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 1 lauplgotiesdienst: 10 Uhr; Frühgottesdicnst: Syn. Lindenstraßc, Leveizowstrsße, Prinzregentenstraße: 7.30 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freimann; Syn. Kaiscrstraße: Dr. 11. Levy; Syn. Pestalozzistraße: Dr. E. I.cvy: Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Jakobovits; Svn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn. Gruncwaid: Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. VVeyl; Syn. Lindetvuraßc: Dr. Blumenthal; Syn. Lützowstrie״: Dr. Salomonski; Syri. Fasanenstraße: Dr. Wiener; Syn. Lsvc׳!? straße: fand. Tramer; Syn. Prinzregentenstraße: I)r, GriHinn. (ugind gottesdienst: 4 Uhr: Syn. Kaiscrstraße: Ansprache des Rabbiners; Syn. Rykcstraßc: Rabbiner Nobel; Svn. Kottbusser Ute! AI!.!■1 1-, Reim: Dr. Singermann; 4.30 Uhr: Svn. Münchener Straß-: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 8.11 Uhr. Gottesdienst, an den Worbentagen: abends in allen Synagogen: 7.30 Uhr; morgens: Alte Synagoge, •Syn. Kaiser.straße und Rykesttaßc: 6.30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. Seelsorget Ische Sprechst unde in den Wohnungen der Herren Gemeinderabbiner täglich (außer Sonnabend) 10—11 Uhr; in dringlichen Fallen nach vorherigem Anruf. Gottesdienst des Betli Hamidrasch, Rosenthaler Str. 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Synagoge ״Bcth Zion", Brunnenstr. 33. Freitag abend 7.30 Uhr; Sonnabend morgen (Neuimmdweilie) 8.30 Uhr; Minclia 5 Uhr: Maariw 8.11 Uhr; Wochentags morgens 6.30 Uhr, abends 7.30 Uhr.

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