Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 66 (18.8.1933)
- Date
- 1933-08-18
- Page
- Seite 442 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit* 440 JtTDTS'üHE RtJNÜSGHÄÜ Nr. 66, 18. VTIl 1933 Deutscher Makkabikreis Makkablkamplspiele In Prag Die Beteilig ting an dem Prager Sportfest ist außerordentlich groß. 18 Länder haben bereits ihr Erscheinen zugejagt. Auch der deutsche Makkabikreis ■wird mit 92 aktiven Teilnehmern sich beteiligen. Ben Teilnehmern des Zionistenkongresses wird Gelegenheit gegeben werden, sich ein Dild von der sportlichen Arbeit des Makkabi. Weltverbanjes zu machen. Der Höhepunkt der Veranstaltung ist das große Sportfest am 27. August, das den Aufmarsch, die Masscnfreiiibungen mit dem neu komponierten Makkabimarsch und -Chor und die LmJk.-impfe in der Leichtathletik bringen wird. Der Boxclub ,31accabi“ Berlin wird zum erstenmal aui einem Makkabisportfcst auftreten, im Tennis, Schwimmen und Fechten werden spannende K impfe gezeigt werden. Ls wird allgemein erwartet, daß dieses Sportfest an Umfang das der bisherigen Makkabi - Weltverbands• Sportfeste iibertrifft. Frankfurt. Fußball: ״Bar Kochba“ I gegen Jüdischen Ju. gendverein Offenbach I 5:0 (13. August). Auch die Reserve konnte ihre Sicgesseric fortsetzen und einen beachtlichen 4:3-Sieg über die hi11i*t־he Pirmenmannsrhaft ״Jasosco‘‘ davontragen. Am Abend fand im B. K.-IIeim ein gemütliches Beisammensein mit den Oftenbacliern G«s>rn statt, in der außerdem eine Abschiedsfeier zu Ehren des nach trez Israel atiswandemden langjährigen Spielers der 1. Handball• mawiachs t Makkabi M. Teitelbaum stattfand, der den vor einigen Wochen nach Palästina übergesiedelten Handballspielern, Makkabinr J. Silbcrmann and E. Goldberg nachfolgt«, die in Haifa sich nieder, gelassen und sich dem dortigen ״Makkabi“ angeschlossen haben. Esk a. I. T. a. 8■ C. Bar Kochba-Hakoah Berlin. Das Sportfest am 13. August stand Im Zeichen der Ausscheidungskämpfe für Prag. Nor einer vieihunderlköpfigeii Xusciuuicrmongr wickelten sich die Kämpfe in geradezu niustr!•gültiger Weise ab. ,Vnchstehend die Ergebnis.«: 200 m Anfänger 1. l'zicl 25,2 Sek. 3000 m Anfänger 1. Baum, 10 Min. 15 Sek- 4x100 m \'..rgnl»eOaffel 1. Loiehlathletik-Abteihing 1. Mannsrl.af*. 100 m Ausscheidung für Prag 1. Aufrichtig. 11.8 Sek. 100 m Alte Herren 1. Dr. Twor.׳ger, 13 Sek. 11x100״m-Staffel für f 1יי• kev und Fußball 1. Fußb.ilhibtcilung. 800 ra Jugend 1. Dlanianri, 2.22 Min. ICH) rn Freuten 1. I.öwcnhcrg, 14.2 Sek. 800 m Anfänger 1. Dobriner, 2.17.8 Min. 100 m Jugend 3, Wiener, 12.6 Sek. Kugelcießen Jugenrl 1. Sperber 10,12 m. IIo־׳hsprung Jugend 1. Kikoler 1.40 m. Wcittpnrng für Damen 1. Beck 4,59. Diskus Jugend 1. Mattdei 2,90 m. 1000 rn Männer Ausscheidung für Prag 1. Venlieri 2,45.3 Min. Kugelstoßen Frauen 1. Cohn, 8,15 m. Hochsprurtg für Männer 1. Nöckcr, 1,63 m. Anschließend an das Sportfest fand ein Fußballspiel zwischen Verein ehemaliger Schüler und Bar Kochba- Hakoah statt, Oie Mannschaften traten sich wie folgt gegenüber: V.ES.: Cohn; Schulmann, Kieinmann; Singcrrnann, Wcnger, Naht; Pfennig, Groß, Korn, Wind. Ilaher. B. K.-Il.: Schaul; H. N'etirnann, Weiß; Neurad. Plaut, Kalb; Ende, S.ntler, Gelernter, Ililkowitr, Sperber. Das Spiel endete mit dem Resultat 9:1 Halbzeit 3:0 für Bar Kotiiba-Hakoali. Während der V. K. ■S. in der ersten Halbzeit das Spiel noch einigermaßen offen gestalten, konnte, war er in der zweiten. Halbzeit dem Ansturm der gegnerischeu Stürmer nicht mehr gewachsen. Auch Cohn im Tor mußte einige Tore verhindern. Per Schiedsrichter Camnitzer war wie immer in seinen Entscheidungen objektiv, wenn er auch nach der Meinung des V. E. S. die Spieler Kom und zum Schluß Singermana imgerechtfertigt heraosstellte. Die gegenseitigen 2. Mannschaften trennten sich mit dem Resultat von 8:0 (ür Bar Kochba-Hakoah, während die 3. Mannschaften mit dem Resultat 4:0 für Bar Kochba-Hakoah auseinandergingen. — Alles in allem war das Sportfest ein großer Erfolg speziell in sportlicher IluisicHt und kann die Berliner Eeichtathlctik-fMarmsrhaft, sowie auch die Fußball- und 11 andballrnannschaft Zuversicht- 11 h nach Prag gehen. Lehrerhelm Bad Ems. Ein Zeichen des Gememschaftsgeisles und der Dankbarkeit war ein geselliger Abend, der im Lehrerheirn von den Insassen veranstaltet wurde. Die Herren Kollegen Falkenstein und Lippraannsohn trugen zu seinem Gelingen in erster Linie bei, unterstützt von den Herren Sahler, Hes, Rothschild und Blum und den Damen Weiß mann und Köstrich, Eine Sammlung zugunsten des Heimes ergab 20 M. Blum, Nürnberg• Kulturbund Deutscher Juden. Wir erhalten folgende MMteilung: In den wenigen Wochen seines Bestehens hat der Kulturbund Deutscher Juden bereits viele Tausende von Mitgüedsanmeldungen erhalten. Um das in Angriff getiotnmene Werk in allerweitestem Rahmen durchführen zu können, müssen aber alle Kreise erfaßt werden. Der Kulturbund rechnet in der Periode seiner Mitgliederwerbung auf die aktive Mitarbeit aller, denn nur so können wir den kttlturellen Aufbauwillen des Judentums ■weithin sichtbar dokumentieren! Jeder Einzelne ist nicht nur als Mitglied wichtig, sondern auch als Werber für die Idee. Jeder werbe daher in seinem engeren und weiteren Bekanntenkreise. Werbematerial ist im Bundesbüro des Kulturbundes Deutscher Juden. Berlin-Charlottenburg 4, Mommsenstr. 56, Tel. J 1, Bism. 471, erhältlich. Persönliches. Am 27. August begeht der Frivatgelehrte Jacob Bernstein in Waldenburg i. Schl, seinen 85. Geburtstag. Er war viele Jahre in der Provinz Posen und dann zuletzt in Reich tnbach 1. Schl. Prediger und als Kanzelredner sehr beliebt. Im Jahre 1808 erwarb er in Schroda die Rubinsche Druckerei und den Verlag des ״Schrodacr Kreisblattes“. Auch in Schroda bekleidete er viele Ehrenämter in der Svnagogengemeimie und in der Stadtverwaltung. Geschäftliche Mitteilungen Wer schnell fördernden Hebräischen Unterricht sucht in Kursen, Einzelunterricht oder in Privatstunden mit Partnern, melde sich durch telef. Anruf: Norden 0700; tägL 3—5 Uhr. Lebensversicherung(-Gewllichalt PhBnlx in Wien. Die 50. ordentliehe Generalversammlung ist am 29. Juli 1933 abgchalten worden; von Feierlichkeiten aus diesem Artlas«: wird in der jetzigen Zeit abgesehen. Der Versicherungsbestand Ende 1932 umfaßt 845 706 Policen mit 1 58C 471570 RM. Die Prämieneinnahme war 88 907 896 RM., die Erträgnisse der Kapitalanlagen 16 977 191 RM. An Versicherte und deren Hinterbliebenen wurden 35 549151 RM. ausgezahlt. Der Grundbesitz der Gesellschaft im Gesamtwerte von 48 861070 RM. umfaßt 108 Gebäude und 11 Baustellen in Deutschland, Oesterreich, der tschechoslowakischen Republik, in Frankreich, Belgien, Italien, Un• guni, Polen, Rumänien, Jugoslaviert, Bulgarien, Aegypten. Der Wertpapierbesitz betragt 142 135 642 RM., wovon 135 306 832 RM. aui festverzinslich« Anlagewerte und 6 828 810 RM. auf Anteile von Notenbanken, diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherung*• am-taUen entfallen. Die Hypothekardarlehen haben sich auf 17 965 207 Reichsmark und auf die Darlehen auf eigene Policen auf 32 668 723 Reichsmark erhöht. Die gesamten Garantiemittcl der Gesellschaft be. tragen 311 287 180 RM. Nach Abrechnung der an die Versicherten ausgeschütteten Gewinnanteile ergibt die Jahresrechnung einenUebcrschuß von 465 547 RM. Hieraus erhalten die Aktionäre wie in Vorjahre 5 ״/» Dividende, d. s. 118 140 RM.; der Rest wird den Kapital, reserven zugelührt und 109 079 RM. auf neue Rechnung vorgetragen. Aus den! Kurorten. Aus dem Weißen Hirsch wird uns von einer Leserin geschrieben, daß die jüdischen Kurgäste dort rmbeheiligt: ihrer Erholung nachgehen. In der jüdischen Pension B. Simon sei man außerdem gut aufgehoben und auch in einem jüdischen Milieu. Es sei zu bedauern, daß viele Juden auch erstklassige jüdische Gaststätten und Hotels nicht besuchen. Nur kein Ungeziefer! Ungeziefer, einerlei ob es sich um Wanzen, Motten, Schaben, Mäuse, Ratten oder andere Schädlinge handelt, macht nicht nur den Aufenthalt in einer Wohnung zur Qual, sondern gefährdet als Träger von Krankheitskeimen auch die Gesundheit der Bewohner. Ziehen Sie insbesondere vor einem Umzuge den Fachmann rechtzeitig zu Rate, der nicht nur die wirksamsten Mittel, sondern auch die für jeden Spezialfall geeignete Bekämpfungsmethode kennt, damit Sie sich später in Ihren neuen Räumen wohlfühlen. Wenden Sie sich an die ״S t a 1 a“ (Stadt- und Land-Hygiene), GeselLschalt m. b. II., Bcrün-Schöneberg, Grunewaidstraße 26, Fernruf: B6 (Cornelius) 1758, die Ihnen auch für örtliche Untersuchungen unverbindlieh und kostenlos zur Verfügung steht. Bei HausverkSuten und Hausverwaltungen Ist es wichtig, alle gesetzlichen Bestimmungen zu kennen; erhebliche Beträge können eingespart werden, wenn alle erforderlichen Anträge usw, schnellstens und richtig gestellt werden. Herr Heinrich Scholz, Berlm-Charlottenbürg, Knesebeckstr. 11, Tel. CI 2978, auf dessen Inserat wir hiermit hinveisen, ist in allen diesen Fragen bestens versiert Von hervorragender Bedeutung Mr Jeden Geschäftsmann Ist Hie Herausgabe des im Verlag Erich Vers, Charlottenburg 9, Meckleoburgallee 22a, erscheinenden Buches: ״Jüdischer Führer durch Berlin••. Wir weisen besonders auf das heutige Inserat im Blatte hin und teilen wunschgemäß mit, daß der Verlag (TeL J 9 1143) gern jede gewünschte Auskunft erteilt Unser Gesinnungsgenosse Philipp GrUnbaum, der vor etwa 9 Monaten nach Erez Israel übcrgesiedclt ist, hat gemeinsam mit einem erstklassigen Fachmann aus Wien in Tel-Awiw das Hotel Talpioth erölfact Das Hotel würde auch in Europa zu den Häusern ersten Ranges zählen. Seine großen, luftigen Zimmer sowie die Gesellschafts räume und insbesondere der große schattige Garten mit Liegestühlen und Gartenschirmen verschalten den Gästen einen angenehmen behaglichen Aufenthalt, MODISCHE HERREN BEKLEIDER l^'r■ ׳ i" M: 4 VerkaufeMlen in Gr0b-5eH'n s y//yys/>A Berlin W, Fried rlchstra Sa 150, am W1nt»rg«rt*n Berlin W, Friedrichstraße 167, an dar Behranstr, Berlin O, Andreasstraße48 Berlin -Weißen•#•, BerllnerAIIee36 Krstfcl. Konfekt. Kürschner 81« Teilhaber *weck* Urbernahme *in** lang]• Pelsgeschaftes im Zentrum von Paria gr*., ra. RM.?>000,— erf. 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