Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 18 (5.3.1937)
- Date
- 1937-03-05
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 JODtSCHB RUNDSCHAU Nr. 18, 5. III. 1937 Briefe an die Redaktion luden in Kanada v'egreville, Albert» (Kanada), 18. Februar An die ,Jii.si>.-!«- Rundschau" In Huer A(i»cf:>1 >e Kr. 8 vom 20. I.iuu.ir!;ri S c einen Al! ikel „'^ himili lacht lüden f — Au.u Binl<-ru11j..-r; b , Iii im i Ihiti«che Donmaon.", den eh nicht Ii' u i i i -pr > 1 i 'i mi in t i . H i I ■ „■> nur ii- 'in (r w h Iii II kunaiu he*aali',gt. Ich Ii j Ii i i' i v i i I i , i|, il lu Mit , i M,i i i I n ../I (I ( I lr v. 1 ' 1 'II i / b , n, U,hl ilill « r | |i t \I,i, lu^' ins Land kamen, I i in i i ii 1 n< ' » aii, ii kau i ' »• ui \ i I Ii ü s.1 (ii m .11 Ii1 , il ilj i ii e I unl t ' 1 k'I i ■ hi I i il ')• jji In n k i au 1 'i 1 i iht r in ii11 \i i t ju r i I i Ii I .ihil und w i i \ i i. - . , . K i (trgrlie.ii, während die „teit" in dm Provinz .S».K4K-I»cwan einige Farmen besiedelt hat. Da die Arbeitslosen auch für Kanada ein Problem sind, kann man f. di r Regierung nicht verdenken, wenn sie in ihrer Finv, andciung ,in>link vor«lehtij» ist uiwl |h iii/.ijiicll n ii r F a r in c r ins I. .i n d I ä £ t. Der Antraf; von jm'when Farmern wurde genau -ii gcnehui'gt werden wie von jedem and, teil Kui»;>»>r, «"im er wirklich Fanner I«, 1 eider hjU-n einige Jiaien. unter der Vorhabe Farmer zu sein, die Ihn»anilerungserbiiibiijs ndäbraucht, sbul in den Stadien pi-hüi-lx-n und erschweren den Wey Ihr die N'a, billigenden. /.Iis den bh fah rn np,en der Bchurden gehl hervor, daü die ..leeren k.iitme" des Landes niehl nur im! ..intelligent, n und hochmlh.ierten Fleitu-nten'' (wie in dein Artikel nebt) gelabt wa nleii k"iui{ii, AHemline.» sieht aueh S.'-i n Mi':.- h> n K ir.a.i.i (dien, Wenn bin 11; KT r ae gt u issL. nai n,e G . h-- yta 'nenni. da' d.anh I n> e»l irr in.tj Man: Arbeit s- ' .0 it. I ' i*i nie n;, ns inwb s. hen .ha /'Aeia-r;u,h-cher Tieia/i « :« Iii a! ,< Ul.mt! hier ein- \\ V . h -aiiiaie'ie ineine Frfah-;en uiae'e» dreilaigen A n hau h.ihe. in Man. 1 und de. -ei h-monaii^en an in Vcnna hie, einem M"ii ..•..!.i..dii lu'is iaa Farm, e; der l'rm ii.z A brrla, Mi< b-nn (hiihea Flau Hildo billig (Ii 'htr i>n;.n. Ki:M.) * Tn ih-'n e!M'fi envilhnten I' il t r 1 r i In , i n nee Hl Ii I t c i ),'<!, i K a, La- (iin ii,. i,i, „ | t ai h - ih 1 t f I. ' c i ■ Ii' h . 1 , i i t I I v h I , Ii I I , . 1 I ' ' I I i d I r d* n 1 o' n i , t ' t in in nur g„/ * I ' s, -t ,r in t ii I i i % i h . muh '» Win iii' dien im/ n I , /.d an I * ir ] I i r it,'« < Ii / d r i,' i'iv il ' n! .! r^ I itr t i I 'ii i . 1 di -i i 1 i 1 n < i i i i! i >- I 1 1 . <ir , ' h Ii (I 1 1 t 7 1 l s * _ i I r I I i i „ n i i 1 < < v m b r I i ,i ' i n ru h „' I 1 it .\t It n, aktn II, wo. Ii i 'i I >,li i idh Ii I i daute den \ orranjj haben. (Red.) Jüdisdie Handwerker ISeilin W 57, d> n 3. Marz lau.. Ferner, daß ein T.ehrling im j.ihia- 1U35 im Reh li-bcrin,- v. e' i k .annf der Sit-g«r für den (,aa Iha'nn ^cnilc, Jelf;! ..'..,'!.;, il:;n> inll j ii d j - -i b i- I «•!.! haae. he . Ihirat ,< An die Krd iKtii ,|| der ,J«.h« in-, Rnia!,. Mit nnuu Ibieii Ai:ii, F.'laa.aa H' Fi, e':!a:', lang h.a. Ni. 17!a ,aa i a H rn I.nama I.,. ra Ii e e aa!haa du r u i -w e t t - k a rn a i ,.! , n ,•; , t •, frei« far da, aarav H. aa „ ., na.l <h>n er.na; fr, t „ f:, . Ääaaa; ( M, a a"t/aa■' ehn niaiiiea j ri - a„il ur.'S einen juili-nicn I i a « . ti.. 1 ahar. Sie -rlirri- In,;h r ja h-, 1 i andwa^^kar 1 ■ h. }/" :,aira , n. S> 'lagca i,, a h'ia, iu I hraaa Arl iktd 7.'1 ■ he! i ..aha -i;., i van i»a;..,■),.,■, hihnhaaai ein »[■reeheah behandelt aiianai, d.ih c'^ mir liaa. taa.11 r ia f; :a.;,ah' Ariaat iar n.e.ne nah. hen hariia.;e ' i '••!.a;(ai. bai knnnifeine nnhhae Aniahl I.ehrh"L;e be. ■■■ hii I a;;,'n. w ein. rai: aa.eie t dand,-:,e IIa.i,|». rk «Ii. htm, Ihahaehnin^wdt M, K i a m a r s k t Der „Weg der Verheißung" New York täte, 15. Febr. Sehr -(a-hrte .«,!•; SM., ii.ini;! leh!«»e sutbeti die Kritik, die Ihr .New Vmkei II, ru hu r5aater uber «be Keie.harhtsehe Auflttlirunir <!es WerfcNnh.n „WVi; der Vpihciiiung" gcwliriclH'!! bat. leb {!<!l>8 (ji-rn /ai, dalj man ülu-r eine Ucial.B ilidn-zca i.aain^, wie ihier Knnaae'ke all^raieia, vers. I'.it-dener Minnanjr sein kann, über iah ghiaiic d,,eli, dali die von Diaen » iede>.r,,e>i liene Kritik Ihren I.eiern ein et »am einseitiges ilial!,en '.vird, Ware cn mi, wie Ihr Herr Hera'hifrsfrtttfr &• Inelia. so wfii«'.. n iivht Abend inr AI,and i.,a! vielen WhvSien fiio&r S, baren der ilevhlkrrui ^. jndi-i Ii wie nnaht iiian-, b, «ins M.intiailan Opera Ibaie fj'leii, »eletitv deiwciigiiShte lhe»ier der Stadl i*i. Ihr ISi-ri, bterMatter mag recht b iben, daß man aiiWeifchs Tut hier bei der Aufllihtung gr"üe "> eiaiidt-runiaen gemacht hat, sicher hat man den vierten Akt Kör gekürzt, man h»t Werfilsebe Weite Weillseher Musik sniH>;,ai't. und be»u'.a bat Kei'ibaidi Kiai/e.^iiiiien inaehen mii-,- m'ii. Sa weiden Hin stelicnwche die enuhen llallelti unnntin vurkniiiman. ai z. H. in der Seene, ihn Je esdi -dcii seinen Urinlern?n erkennen cjilit und an anderen N'ellcu. Aber Ft J,',., U'el'k <!(•-- haib M'hitn ,,Kevue" gewoi den? F; darf mehr ni, cHaalelli.nl -<an. ob Kenihaiilr den Idfaren in der Svn ß-a; ' „Waide" };enornmrn bat. Ich bin vielmehr der Meitamc». daß Ri\nha><!t «'!«•-« I y|>en. den Ihotinncn wie den I'nlfieindeten, den Reichen vi ie den Fmfahä'gcn t*eli, imd wahr e;e«*hhdcr( bat, ohne Hr. s, laaa'^nne; iind i,h.,c Febcriiei- '111111;! Wenn liier von Sicherheit und .Selbstachtung frca hiieln n wiid, vcrwei-liM'lt «ler Schreiber dir ra. ht dii-r < dir! in; igurt n mit der jadix'hen Jag, aal, Wae wir sie in dei ino lei iu n Jugend - In-weguiig gcscbaffen haben? Ich hatte 'iclegenheit, mit Kennern und N ichtksnnern des Judentumt üb« diese Aufführung zu spiet'hcn, und atl^cmeiii wurde da-a Filebnia hervoigchobttt Und der Wert eines selchen Wirke. unter itrichen, 11|CS kann "1an er*t dann richtig verstehen, wenn man das Judentum in New York kennengelernt hall Wir dihfen Häiirlidi nicht in den Fehler veiFillen — und dies wird leider in letzter /eil vi oft getan —, auit'iikaiil^ he T hcaterauflilhniii- Rfii mit Maßsiabcii zu vrtjjldciien. w ie » ir kic von den ijroücii Ihdiiiiru Fuiopa« eewobut sind! Ich gebe zu, daß bei der gern;nt*'!i Auiuibiiiiii; di r Name Kianliiiidt im \ ladeigiunde steht, er im: es aber vei standen, in in . i-U'i lieber Ait die Ihdlc dir FeM-liehni'.M. biibnenteehiii»eh t>l l die n Gaiii- Meinung, daü e »ar ia hier Fnialiijaai. Aa, ai ihai hin ich der das Vi eik. so w 1 li.ibcti, trotz nnineher l'ebhr seine Wirkung auf die -Ma.->eii iiiibt \iaichhai \\ial. tdei'b eli es sii Ii il.ibei um ibd-tllebe o ter jiidi- » lie Fhi'a^eibe-iiciier handelt, /'u-a iiineiii.n-eiid bin ieb der Meinung, daß der Zwa-ck ernacht wand, n i.t. der den drei Mciitfin — Werfei, Weil! und Keiidiaidt — vorjresiliw i ht hat, und d.lK die;;',ii.hai Gchhualtn en, die in»bri,oiidere durch ih n Ik kannten Waieiiliaudiinahzer Maui'i' C I.evine aufgebracht wot» den sind, ihren Zwerk erfüllen, ru neini ein« ergredende iiuhtietidarite'dueg der <leschi lue des iih!i-,chen Volkes, die uns die ltibel berichtet, und eine Aufmunteiung an die Juden, den Weg der Verheißung weiter M gehen! Karl Peter L e k 1» c h * * '>er (jefjon unseren Hericbierstatter erhobene V'urwuif tri/l't nitht zu, denn er hat selbst einilringlich betont, daß die Auljühiung bei fresse und l'ubiikum ein ejewaltijjer Fdu!^' war (woiauf die „J. R," noch tiiehrniali gesondert hingewiesen hat), und dali er mit seinen Bedenken vielleicht allein steht. Wenn er denumdi sein persönliches, etwas rc-eia ici kue« I rteil wiedergab, » können wir das nur begtiiu'cn, denn giaadc vom j ü d iseilen Standpunkt haben wir an dei.nlige Vorführungen stiangeie Mali-iabe aiuulegen und aueh den etilen cr/icberi>ebeu Weit zu tnülcn. Das Urteil unseie.s lieii hier-tdtteiä glaubten wir um «.) weniger unterduieken iu sollen, aU es von einem gebürtigen Aiiieiikancr slamint. Die voistibende Zti-elnift aber beweist den auch du,eh andire (,>ue!ltn bestätigten großen l'ublikuniseihdg des Reinhardl-chcn Welkes. (Red.) Rabbiner Dr. E. l inke! Haifa, 23. Februar 1837 Sehr gi-ehite Redaktion! In Nr. 13 der „J. R." finde ioh die erfreuliche Mitteilung, iliiß mein alter i'rcuio!. Rabbiner I'r. F. Fiukel, das 30j,ihiige Jubiläum seiner sehr verdien-! vollen und ersprießlichen I niiadicit als Sekretär der (!roßiuge FhJIIII. in l)euts< hlund ffierii konnte, Sie erwähnen dort ircs|,<snridere aeine goißen \ erdienae um die Fbidenmg und Hiaehung des l'iilohi iiiu-i h:d,nikeni und jüdischen Indiens in MrrJau, Ich vermisse dabei nur s«-lini«.r»!icli«t die Frwahtmng .seiner venlieiustliehstcn und wirkuno>vol!sien Tat in Hieslau; er Mar der M abegiander oder gar der I'a-g iiadir <) r /.ionisii- Ä. lien Ortsgruppe in Ii esiau vor j«t2t "10 Jahren. Das einzige Ilegrüliungs-Tclegramin, das der erste Zionisten - Kongreß aus Bieslau (laut Anhang zum offiziellen riolokull) erhielt, war von Dr. Ffuim Finktl, und die gioße Rede, mit der er bei der er.>tcu öffentlichen Versammlung der Iheslaner Zioni-ti ch"n Vereinigung am 4, Juli ie98 für den zionistischen Gedanken e nliat, iit noch heute lesenswert. Sie Ist im damaligen „Jüdi- M,hen Volksblalt" von» 23. Juli 1898 abgedruckt. . . Her Verein „Heinrich Gr.iu" (der mit „Jugendbewegung" wie da gesagt wird, nicht das mindeste zu tun hatte, er war nur „neutraler Hoden") und auch der „läsia1* geboren langst der Vergangenheit an, aber der tionisti-che Gedanke und die ihm duieli Dr. Kinkel in Hredau gescliatteue Orgnnination Ich«« und wirken und werden nicht vergehen. Schalom! Hugo Schachtel Ein „hebräisdies" Wort Main«, den 24. Februar 1837 An die Sehiiitleitung der „Jüd. Kuinlai hau" iäin inerkwiirtliges Wortspiel, tlut kürzlich i'i einer englischen /.eitselnit't w iedergc^eljcn war, üüiiie die Leser (ler „J. K." imeresderen. Dort wird erklärt, ilnß Jas Wort „british" aus dein Hebräischen stammt und eine Zusiunsnenetiniiig sei von bi ith Hund mal is, Ii . , Mann. Die Dillen wären demnach die „Männer des Hundes". Die Zuschrift ist von Mr, Ii. Norburn gezeichnet und in der Zeh schrill „New* Review" veröffentlicht worden, Schalom rerdi Kahn Zionistische Vereinigung für Deutschland Grtippenvcrbändei K«*>et>Prankfurt u. Baden, WürttemberR, Pfals Zionistentag •Ur Südwestdeutschland in Mannheim am 6. und 7. Marz 1937 Holtmann'» Gaststätten, C «, tz (Lamfylopt) All« organisierten Zlonisten werden herzlichst eingeladen Auskunft: Büro der ZOG, Mennhalm, N 7, 7 Samstag, 6. März, vormittags: Gottesdienst, 16 '/, Uhr: Oneg Sdiabbat, Lig.: Dr. S. Kaliko, Berlin 20'/« Uhr: Kundgebung der ZOG., Mannheim. „Der Zionismus als Gestalter des jüdischen Lebens", Redner; Dr. Franz Meyer, Berlin, Rabbiner Dr. Heinrich Lemle, Frankfurt a. M- Sonntag, 7. MSri: Arbeitstagung. 10 Uhr: Dr. Hans Pomeranz, Frankfurt a. M.j „Die politische Lage unserer Bewegung" Dr. Michael Traub, Berlins „Palästina« Wirtschaft 1937" 13' i Uhr: Dr. Franz Meyer, Berlin s „Zionismus in Deutschland — Zionismus in der jüdischen Welt" Allgemeine Aussprache Montag, S.März, 9V2 Uhr, WIZO «Treffen in Mannheim. Irene Tugendreich, Berlin: „Unsere gegenwärtige und künftige Arbelt" Anschließend Aussprache Frankfurt (Ma in) Sonnabend, 6. März. 20.30 Uht in den SSlen des Vereinshousea Esd%0rsheimet Landatr. 27 Dr. MICHAEL 7RAUB Palästina vor der Untersuchungskornmission Frankfurter Zionistische Vereinigung Arbeitsgemeinschaft der /ewish Agcncy und de» Kmrmn Hajessod Eine hebräische Thora-Ausgabe mm 'woin ns?nn :mv?m mxnpa. Die fünf Bücher der Weisung (Thors) mit den klassischen Kommentaren, den aramäischen Uebersetzunrjeri und weiterem reichen Apparat, dazu die Haftarotli und die fünf Rollen (Megil'.ot) mit ihren Kommentaren und Targunieii, herausgegeben von S. Netter, Schocken-Verlag, Berlin. Das rünfbuch der Thora, dieses zentrale Werk des jüdischen Olaubenslebeiis und Denkens, ist im Laufe der Jahrhundertc immer wieder neu kommentiert worden, und einige dieser Kommentare sind den Grundschriften de» Judentums zuzurechnen. Litte Ausgabe der Thora mit den alten klassischen Kommentaren bedeutet daher ein Sammelwerk wichtigster jüdischer Orttiidwerke. Die in korrigiertem und verbessertem Neudruck vorgelegte. Ausgabe Netten von 1859 enthalt in klarem Druck tt. a, die klassischen Kommentare von Ras chi, Rambam (Nachmanides), Awrah a in 1 b n E s r a, Rase h b a m (R. Schtntiel beti Meir), R. U w a d j a Storno usw. Sic ist wegen ihrer schotten Anordnung und reichen Beigaben als Vorlage für den Neudruck gewühlt worden. Besonders wertvoll ist die Beigabe der Megtllot samt ihren klassischen Kommentaren und Targuinen. Der Schocken-Verlag hat sich durch diese Ausgabe ein großes Verdienst erworben. Das Buch enthalt 16'J2 Seiten und erscheint in zwei Ausgaben: 1. in einer Ausgabe in Originalgröße (22,5 >; 30,5 cm) zum Preise von 20 RM. in zwei 1. eiiietihäiick'M und von 25 RM. in fünf Leinenhundcn und 2. einer stark verkleinerten Dünndruckausgabc (14x20 cm) in einem Leinen band zum Preise von (J,SÜ RM. Die Haltung der Bibel gegenüber dem Volkslosen. Prof, Ludwig Köhler erörtert in seinem Buche „Theologie des Alten Testaments, Neue theologische Grundrisse" (Mohr, Tübingen 19iö), die biblische Haltung gegenüber dem Volkslosen. Er bemerkt, daß den Bemühungen, die Völker der Erde vollzählig aufzuzahlen und sie nach Nachbarschaft der Art, der Sprache, des Sitzes oder der Geschichte in Ciruppen zu gliedern ((Jen. l!J) kein theotogischer Wert anhaften würde, daß nur die Tatsache wichtig wäre, daß kein Mensch des Alten Testaments volkslos wäre, „Der Schutzbürger *U ist, weil er seinen Heimatsart verlassen mußte oder weil sein Dorf oder seine Sippe durch die Pest oder den Kleinkrieg oder sonstwie ausgestorben ist, heimatlos, aber ist nicht volkslos. Der Schtitzbürger bewegt sieh in anderen Gemeinden, wo er weder am Boden, noch am Kult, noch am Recht einen Anspruch ha», aber er bewegt sich unter den Gliedern und in den Grenzen des eigenen Volkes- Volkslose Menschen kennt das Alte Testament nicht; volksfremde Menschen kennt es kaum." (S. 115.) Der einzelne Mensch würde mit seinem Volke zusammen als der Gemeinschaft, welche die weiteste und zugleich die natürlichste wäre, gegenüber allen anderen Völkern und gegenüber seinem Ootte stehen. Rabbiner Dr. Ernst Steckclmachcr Vorfrühling In Lehnitz. In dieser Jahreszeit findet man Erholung in der sonnigen, verschneiten, aber doch schon etwas frühlingshaftcn Wald- und Schncelandschaft um das Erholungsheim Lehnitz. Aber auch im Heim selber ist auf das Beste für das Wohl des Erholungsgastes gesorgt. Eine große Veranda bietet Gelegenheit für Liegekuren, selbst bei ungünstigstem Wetter. Die Bedienung erfolgt durch die Schülerinnen der angeschlosseneu Hauslialtsschulc. Die erholende, ruhige Geselligkeit an den Abenden, sowie die besonders schönen Freitagabende mit dem Gottesdienst in der eigenen stimmungsvollen Synagoge tun Herz und Sinn wohl. Englische Reifeprüfung im Landschulheim Floren*. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres können die Schüler des Landschulheims Florenz (Höhere Schule und Internat) nicht nur das italienische Abitur ablegen, das durch Staatsverträge für die Zulassung zu den Universitäten fast aller Kulturstaaten berechtigt, sondern es besteht auch die Möglichkeit für die Schüler, in Florenz das englische Abitur, die School Certificate Examination, vor der von Cambridge eingesetzten Kommission zu bestehen. Der Unterricht wird von englischen, deutschen und italienischen Lehrkräften erteilt. Ankündigungen aus dem Reich Breilau: Zion. Vereinigung. Am 10. März, 20.30 Uhr, im Kestaurant Wulff (früher Schaut), Tauentzicn ,tr, 12, Generalversuninilung der iSicsiaiier Zionistischen Vereinigung. — Am 8. Miirz, 20.30 Uhr, Garten-.tr. 25, „Hin <»uerachnitt durch die Wizo-Arlwit". — Duisburg: ZUG. Am 0. März, 20.3'"1 Uhr, spricht im Theodor- Lauler-ilaus. KuiilenwaU 28. Berks ".h-cnstadt über das Thema» „Ein Flau in der Welt — Galulh-N.nionaH.sinus — Tcrritotiali.mae — Traum und Wirklichkeit einer Heimut". — Frankfurt am Mains Am 6. März, 20.30 Uhr, spricht im \"ortt.ig,saal, Fiiterlindau 21, Rabb. Dr. Max Grünewald, Mannheim, über „Die kuliuiidle Hedeu- Hing der Gemeinde". — Chtig I«ri, Fschershclmer l.andstr. 65. Arn 6. Maiz. 16 lau. Voiiiag von Herrn Jfe«crcr. — Gclscnkirchen! ZOG. Am 6. Marz Vertrag Konrektorin l.' R. Paula Foeb, Köln: ..Die jüdische Fiau in faiastiaa". — Külni ZuG. Am 9. Marz: Intensiv- und Arbeitskreis (gemeinsam). Am 11. Mar?: Arbeitskreis fällt aus. Am 13. März: Oneg Sehn!.bat. — Krefeld: ZOG. Am 8 März Vortrag l)r. Fr. Ikenberg, Dusseldorf, in der Niederrheinischen Loge, 20.30 Uhr: „Juden — Engländer — Ai aiser". — Nürnberg: Am 7. Marz Im Sitzungssaal der Gemeinde! KKI--MI.- arbeiter-Tagung für Bayern. Beginn: 10 Uhr. Adolf Politik, Jerusalem: „Gegenwart und Zukunft der jüdischen Siedlung in Palästina". Dr. Richard Eisen: „KKL-Arbeit In Deutschland". Aussprache über „Methoden der KKL-Arbcit in größeren und In Dorfgemeinden". Einleitendes Referat: Fritz Stein, Bamberg. — Rcgeiisburgs Hm 6. März Vortiag Adolf l'oüak: „I'.däs.tina nach der Kgh. Untersuchtiiigskommk-hüii", — Am 13. Marz Vortrag Dr. Leopold Künstler, .München: „35 Jahtc KKL"; die neue I'.ilastina-Sehau. Bar Mizwah-Termine Am 6. Mari (23. Adar): Arno Perl, Sohn von Leo Perl, Braunsehweig, Steeheratr. 11. — Am 13. Marz (1. Ki,.,an): Herbert G i I 1 i a, Sohn von Adolf Gübs, lieuthen (Obersrlil.), VirchowstraiSe 6. — Mantred Grünspecht, Sohn von Hermann Grünspecht, Wüstensachsen. — Manfred Z a d e k, Sohn von Siegfried Zadek, LiegtuU. — Am 20. März (8. Nissan): Scew Mrier Lernet, Sohn von II. Lerner, Bottiop (Westf.), Hoisteratr. 20, Juden und Jüdisches im Rundfunk Freitag, 5, Mürzi Paris (1640), 12.45; „Ksthrr", Oratorium von Händel, Dirigent: Leon Algazi. — Pari, FTT. (431), 14.50: Lieder von Reynaldo Hahn. — Ileromiinstcr (540), 20.50: „Goethe heiratet Christiane", Hörspiel von Felix Langer. Sonnabend, 6. Marz: Paris FTT. (432), 21.30: „Dar Nordstern", Oper in drei Akten, von Sciibe, Musik von Mcycrhcer. Sonntag, 7. März: Wien (507), 19.10: Einakter von Egon Friedeil und Alfred Polgar. Montag, 8. Marti Hilvenum I (1875), Walter Olitzki singt in einer kontert, Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg" unter Leitung von I>r, Frieder Weißmann, im Conceitgebouw Amsterdam. — Frag (470), 18.25: Rezitation aus Werfeis „liarbira". — F«U (1848), 18.30: bdiaüpUueni Veb. Menuiua spielt.