Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachtrag zu Heft 33, S. 9. Zur Familiengeschichte einiger Gründer der Wiener Chewra Kadischa. Von Dr. Max Grunwald. Arnstein. Der Name dieser Familie, der die Wiener Judenheit den bedeutendsten Vertreter in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts und im neunzehnten eine Fanny v. Arnstein zu verdanken hatte, weist auf A r n s t e i n bei Würzburg als Ursprungsort hin. Isaak Ä. war ein Vetter, (seit 1723) Schwager und Vertreter des bekannten Oberhoffaktors Simson Wertheimer (vgl. D. Kaufmann, S. Wertheimer 45 u. 77). Seine erste Frau war Jitiel, Tochter des Pragers Ascher Adam Kauders oder Kauderer (Jud von Frauenberg: Hofkammerarchiv, Hoffinanz, 18. Aug. 1710, vgl, Kaufmann a. a. O. 77). Sie stirbt am 27. Kislew 5484 (= 1723, s. auch Frankl, Orabschriften 494, 565, Kaufmann, H. Heines Ahnensaai 37). Durch seine Vermählung mit Ella, der Tochter des Mannheimer Rabbiners Isak Berlin, wurde er u. a. Schwager Simon Michaels in Preßburg, aus einer Familie, deren Geschichte sich bis in das 17. Jahrhundert zurück- und bis auf Heinrich Heine weiterverfolgen läßt (vgl. Kauf* mann, Aus H. Heines Ahnensaal 9 u. s.1) Isak A/s Aufenthaltsbefugnis in Wien gründete sich anfangs auf seine Stellung als »Contorbedienter« bei Simson Wertheimer, in dessen Schutzprivilegium er — ohne Frau und Kinder — aufgenommen worden war (vgl. Wiener Stadtarchiv 1723). Aus diesem Privilegium giit er bereits am 28. März 1711 als ausgeschieden (Hoffinanz 27. Dez. 1711). Zu dem Kriegsdariehen der Wiener Judenschafi 1717 trägt er mit Simson und Wolf Wertheimer, als deren Buchhalter er aufgeführt wird, 500.000 fl bei (das. 22. Juli 1717). Er darf daraufhin mit Weib und Kindern in Wien bleiben, doch keine besondere tolerierte Familie bilden. Es bleibt ihm erlaubt, für die Kaiserin Amalia den Hofl) Ein Kind Isak A.'s, Z e b 1, stirbt 1719 (Frankl N. 335), ein anderes,. Samu el, gleichfalls in Wien (a. a, O. N. 621 wann?j, seine Frau Ella 1756 (Nr. 433), sein Sohn Li p m an n 1759 in Frankfurt (Löwenstein, Juden in der Kurpfälz 83), ebenda eine Tochter Hendle, Frau des Moses S c h e u er, 1779 eine Tochier Lea Jittel, Frau des Lema Hahn (Hörovitz, Orabschriften ... Frankfurt), 1790 eine Tochter Hanna, Frau des Vorstehers S ü s s e 1 K u 1 p. 1