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Jüdische Presse · 1934-11-23 · 44 (23.11.1934) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
44 (23.11.1934)
Date
1934-11-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Mussolini und die Judenfrage. Öer römische öberrabbitter Bäcefdöti bat Sieft einem französiscIHüdisöhen Journalisten gegenüber Über die Stellung der Juden in Italien ausgesprochen. Aus* gangspunkt war dabei die Erklärung, die der italienische Rundfunk über die Situation der Juden in Italien verbreitet hat und die in eingeweihten Kreisen als vom Ministerpräsidenten Mussolini inspiriert bezeichnet wurde. ״Der Duce“, so führte Sacerdoti aus — und das können wir Juden nur bestätigen — ״ist der Ansicht, daß der Antisemitismus in Italien unbekannt Ist, und auch heute besteht den Juden gegenüber kein Vorurteil. Mussolini hat in der Öeffentlichkeit wiederholt erklärt, daß er gegen den Antisemitismus sei, und daß er alles daransetzen werde, deutschen Fluchtlingen nach Möglichkeit zu helfen.“ Üeber die Haltung der Nichtjuden gegenüber der israelitischen Bevölkerung befragt, anwortete Oberrabbiner Sacerdoti: ״״Man kann sagen, daß es in Italien ein jüdisches Problem nicht gibt. Die Judenfrage kann hier nicht geregelt werden, da sie einfach nicht existiert.“ Elf Juden im amerikanischen Repräsentantenhaus. Wie nachträglich bekannt wird, ist Oberst Herbert H. Lehman zum Gouverneur des Staates New York mit weit über zwei Millionen Stimmen wiedergewählt worden; er schlug seinen Gegner Moses, der ebenfalls Jude ist, mit über 800.000 Stimmen. Moses kehrt auf seinen Posten als Parkkommissär von New York zurück. Der von den amerikanischen Nazis gestützte Kandidat der ״Recovery Party", John F. Hylan, erhielt kaum 10.000 Stimmen. Hylans blamabler Mißerfolg wird allgemein als ein Zusammenbruch der deutsch-amerikanischen Nazibewegung beurteilt. In das Repräsentantenhaus des 74. amerikanischen Kongresses wurden elf Juden gewählt. In das New-Yorker Staatsparlament wurden d r e i u n dzwanzig Juden gewählt. Große Sejmrede des agudistischen Deputierten Oberrabbiner Lewin, Rzeszow. In einer großen Budgetrede im Sejm entrollte der Führer der polnischen Orthodoxie, Oberrabbiuer L e w i n, ein. erschütterndes Bild von der steigenden wirtjschaftlichen Not der Juden in Polen. In Warschau und in Wilna, ist fast ein Viertel der jüdischen Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen; in Lodz macht die Zahl der jüdischen Unterstützungsempfänger 33 Prozent aus. Von den drei Millionen Juden in Polen ist über eine Million dem Hunger preisgegeben, der von den Gemeindeh und öffentlichen Hilfsstellen nur zum kleinen Teil gestillt werden kann. Zu der großen Armee der Armen von früher her kamen die durch den harten Steuerdruck und die Wirtschaftskrise aus ihrem früheren bürgerlichen Wohlstand herausgerissenen Massen. Der Redner verlangte, ohne in die üblichen Anklagen gegen die Regierung zu verfallen, intensive Abhilfe ■durch Gewährung von (Krediten und Steuermilderungen. Die Rede bildete den Höhepunkt des Verhandlungstages und wird, wie man hofft, :nicht ohne praktische F01־ gen verhallen. Aus Ungarn Die Neologie sucht ״Frieden“! ״Egyenlöse g", Budapest, veröffentlicht an leitender Stelle einen Artikel des Anwalts der Bester israelitischen (neologen) Kultusgemeinde, Dr. Ernö Munkäcsi. Der Artikel, dem gewiß ein entschiedenes Dementi der orthodox-israelitischen Zentralkanzlei folgen wird, trägt die doppelte Aufschrift: ״Die Aufhebung der neolog - orthodoxen Gegensätze. Interessante Vorbereitungen zum jüdischen Kongreß.“ Der Artikel ist bereits darin ungenau, daß er die Landesversammlung der un'garischen neologen Juden nach dem Muster des Landeskongresses vom Jahre 1868/69, an welchem, allerdings auf Grund einer eigenartigen Wahlgeometrie, alle Juden Ungarns vertreten waren, einen ״jüdischen Kongreß“ nennt, obzwar an ihm bloß die neologen Juden teilnehmen und der orthodoxe Teil der ungarischen Juden mit ihm absolut nichts zu schaffen hat. Dann folgen folgende geradezu sensationelle Mitteilungen: Wir haben beschlossen, daß wir alle Reibungsflächen, die wir mit unseren orthodoxen Brüdern haben könnten, ausmerzen. Wir führen Verhandlungen mit der Leitung der orthodoxen Leitung auf folgender Grundlage: Wir haben nichts dagegen, falls in der Zukunft jene Mitglieder der neologen Gemeinden, die den Sabbath vollkommen einhalten, separate Betgenossenschaften gründen. Wir werden, an den Ausgaben dieser Betgenossenschaften partizipieren. Wir | erhalten dafür von den Orthodoxen Reziprozität. Die orthodoxe Organisation wird «es ermöglichen, daß!öfterhalb ihrer Gemeinden jene ihrer Mitglieder, die einen fortschrittlich gerichteten G-ttesdienst wünschen, diesen ifft Rahmen einer Bethansgenossenschaft erhalten können. Diese Ausführungen klingen ganz unglaublich. Wir können uns nicht vorsteilen, daß die bewährte und erfahrene Leitung der ungarischen Orthodoxie auf derartige Wünsche, die eine völlige Demolierung der orthodoxen Prinzipien darsteilen, eingehen Und neologe G-ttesdienstformen innerhalb ihrer streng und unabänderlich auf der Basis des Schulchan Aruch stehenden Kehilios gestatten würde. Wir erwarten mit überaus großer Neugierde, was die offizielle orthodoxe Leitung auf die Ausführungen des neologen Blattes erwidern wird. * — Die jüdischen Arbeiter der hauptstädtisehen Verkehrsgesellschaften Bes z k 6 rt wurden verpflichtet, ihre Bezüge für die R o 3 c h- Haschonoh-Tage und für Jomkippur, da sie an diesen Tagen nicht gearbeitet haben, zurückzuerstatten. Diese Verfügung widerspricht dem ungarischen Rezeptionsgesetz, welches die jüdische Konfession den anderen christlichen Konfessionen gleichberechtigt stellte. Nach diesem Gesetz waren die jüdischen Arbeiter berechtigt, an den genannten Tagen —Unbeschadet ihrer Bezüge — zu feiern. Lubawitscher Rebbe in Wiem Seit mehreren Tagen weilt der bekannte Lubawitscher Rebbe, Rabbi Schneursohn, "mit seinem Schwiegersohn und Sekretär in Wien, um hier von einem alten Leiden Heilung zu suchen. Die Führer der Wiener Orthodoxie nahmen unter der Führung des Obmannes der Agudas Jisroel, Wolf Pappenheim, Gelegenheit, mit dem illustren Gast verschiedene die Weltorthodoxie berührende Fragen zu besprechen. Insbesondere wurde über die Hilfe für die Juden in Rußland eingehend diskutiert. Lubawitscher Rebbe zeigte sich für die Aguda-Bewegung in Oesterreich sehr interessiert und gab den Vertretern der Jugendgruppe seine Wünsche für ihr Fortgedeihen auf den Weg. Aus Zagreb. Die hiesige Talmud-Thora hat ihren Cheder- Betrieb zu einer Jeschi wo-ketano erweitert und zur Durchführung ihres Programms Herrn Rabbinatsassessor Dawid Jecheskel Jungreji's aus KeZmarok berufen. Dajan Jungreis stellt sein reichhaltiges Wissen auch in den Dienst der Gemeinde, indem er allsabbathlich in unserem Bethouse Vorträge zur Sidroh veranstaltet. Kleine Anfänge einer Beth- Jakob-Bew e g u n g machen sich trotz mancher Widerstände jetzt auch hier bemerkbar. Frl. Neurath, Wien, Schülerin des dortigen Beth-Jakob-Seminars, verstand es, das nötige Interesse hier zu wecken und Frau Lotti Fellh e i m e r, ehemals Fürth in, Bayern, hat sich in liebenswürdiger Weise in den Dienst der guten Sache gestellt. Dieser Schritt wird von den Eltern freudigst begrüßt, nachdem sich die Notwendigkeit eines solchen Unternehmens als besonders dringend herusgestellt hat. DEN PRIVATANGESTELLTEN DIE VORSORGE-VERSICHERUNG .«0 ' MONATLICHE PRÄMIE SCHILLING 60׳3 STERBEGELD RENTE UNFALL-TOD UNFALL- INVALIDITÄT KOSTEN- BEITRÄGE: SPITAL OPERATION DIE LEISTUNG —־300 $ —־15 S —־300 S —־300 S —־5 S —־100 s LEBENSVERS.-GES. PHONIX WIEN, I., RIEMERGASSE 2 ZUM WOCHENAB9CHNITT llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Der Heimat zieht Jaakob entgegen . . .Nun beginnt für ihn das Leben, für welches sein bisheriger Lebenswäg nur Vorbereitung und Erziehung war. Dort in der Heimat, im ruhigen Wohnen an der Stätte seiner Ahnen will er deren Leben fortsetzen und als Familienvater seine Kinder dem G-ttesziele zuführen. Doch zuvor sendet er Boten an seinen Bruder. Ihn, dessen Haß ihn in die Fremde getrieben hat, will er versöhnen. Gerade ist Esow im Begriffe, ein Land zu erobern. Mit seiner Faftiilie und mit seinen Anhängern gemeinsam war Esow Schon ein Machtfaktor geworden, der es wagen konnte, das Gebiet Seir zu erringen, und es zu einem festen Reich auszugestalten.. Jaakob dagegen war noch der wandernde Herdenbesitzer, der im Frieden seines Weges zieht und nicht von Kraft und Macht träumt. Und da er die Boten dem Esow sagen läßt: ״So sollt ihr meinem( Herrn Esow sagen: So spricht dein Diener Jaakob . . sehen die Midrasch-Weisen (RabbaI/75) darin einen Fehler, der weittragende Folgen hatte, Nur weil Esow Reichtum und irdische Macht besitzt, darf sich Jaakob ihm nicht knechtisch unterordnen. Seinen Kindern muß er zeigen, daß das g-ttliche Prinzip des Friedens, der Menschenliebe und G-tteserkenntnis von seinen Trägern froh und stolz durch die Welt getragen werde. Nicht Anbetung matexieller Güter, nicht Streben nach äußerer Macht dürfen unsere Kinder in unserem Leben sehen, sondern zur Kenntnis unserer heiligen Ideale, zu unserer, uns durch G-ttes Wort anvertrauten Aufgabe müssen sie erzogen werden. So sie aber hören: ״laadauni i'ösow — meinem Herrn JBJsow“, können sie dessen Weltanschauung leicht als das Biel ihres Lebens betrachten, denn dort sehen sie ja auch äußere Ehre, imponierende Machtentfaltung ■-u. und der Kulturgüter Jaakobs, ״täm“, schlicht, einfach und redlich zu sein, der Stimfme G-ttes, die zu uns spricht, zu gehorchen, könnten sie vergessen. Auf die Nachricht hin, daß Esow ihm entgegenzieht, entringt sich Jaakobs Brust das Gebet: ״Haziläni no — errette mich doch, o G-tt." Wohl hast du mir verheißen, Ich werde mit dir sein, Ich werde dich hüten überall, wohin du gehst, Ich werde dich heimbringen, denn Ich verlasse dich nicht, doch wer bürgt mir dafür, daß ich dieser Verheißung noch würdig bin? Vielleicht bin ich im meinem Streben nach dem G-ttesworte abgeirrt vom rechten Wege und habe den Segen verscherzt, ('s. Raschi z. St.) Diese Furcht, geirrt zu haben, führt zur steten . Selbsterziehung und schützt vor Sattheit und Selbst- Zufriedenheit. Das ist auch das Kennzeichen der echten Jaakobssöhne: Immer innezuhalten auf dem Wege, immer rückblickend das Tun zu überprüfen, ob es der Anforderung des G-ttesrufes entspricht! So ringt Jaakob ständig mit sich und erringt die G-ttesnähe, Auch der Genius Esows, der ihn bekämpft, muß es bekennen: ״Dein Name ist Israel, da du kämpftest mit G-tt und mit Menschen, und du vermochtest es.“ Du kämpftest, und doch ist dein Name n i ch t.״Sarael“ (Vergangenheit), der für G-tt gekämpft hat, sondern ״Jisrael" (Zukunft), der stets kämpft und um G-tt kämpfen wird. Denn nur im. steten Ringen um G-tteserkenntnis und um G-ttesnähe wird Jaakob seiner Aufgabe gerecht. Der Weg ist noch weit, Jaakob wandert noch, langsam sind seine Schritte, denn ״Haj’lodim rakkim", die. Jugend ist noch zart, sie ist noch nicht gefestigt im Dienste G-ttes. Esows Geist fordert noch immer Opfer. Aber ״einst werden die Helfer den Berg Zion ersteigen, zu richten die Höhen-Esows, und dann wird des Ewig-Seienden die Herrschalt sein!‘ RabbWer Löwy, Hamburg (der ״Laubhütte" entnommen). IItt // ts Wertvolle Pt tarnten für unsere \onnenten! Unseren Abonnenten, die die volle Bezugsgebühr für das Jahr 1935 bis Ende Dezamber d. J. bezahlen, werden wir auch heuer übp> aus wertvolle Büeherprämien gewähren. Wir bemühen uns noch, den Interessenten eine möglichst große Auswahl von Werken aus den verschiedensten Wissensgebieten zu geben und werden voraussichtlich schon nächste Woche das genaue Verzeichnis veröffentlichen. Die Lieferung der Prämien wird auch an unsere Provinz- und Auslandabonnenten prompt erfolgen. Für diese wird voraussichtlich auch unserer nächstwöchigen Ausgabe schon ein Erlagschein beigeschlossen sein. Die Abonnenten in Wien und Bratislava werden von unserem Inkassanten besucht werden. Wir bitten, unser bevorstehendes Prämienangebot aufmerksam zu beachten. Hauptgeschäftsstelle der ״Jüdischen Presse“. Woche Jsa /II Woche — Unbekannte Täter schleuderten eine Bombe gegen die Große Synagoge in Buenos Aires, wobei die Frontwand der Synagoge zerstört wurde und in vielen Häusern der Nachbarschaft die Fensterscheiben in Trümmer gingen. — ״Daily Telegraph“ bringt ein Telegramm aus Bagdad, daß das Bagdader Gericht einen jüdischen Bji chhändler, der in einem Brief an einen Geschäftsfreund im Ausland über das Verbot der Einfuhr jüdischer Schriften in den Irak geklagt hat, deswegen zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt hat. — Am Mittwoch, den H. November, wiederholten sich an der Jagiellonischen Universität zu Kr ak au die Ausschreitungen der nationalistischen gegen die jüdischen Hochschüler. Die Nationalisten demonstrierten vor dem Universitätsgebäude gegen die Juden und hinderten die jüdischen Hochschüler am Betreten des Universitätsgebäudes. — Die Baustoffindustrie in Palästina, namentlich die Zie gelf abrikati on, wird immer weiter au s g e dehnt. In Nachlath Jehuda bei Rischon le Zion wird von Juden aus der Tschechoslowakei mit einem Anlagekapital von 30.000 Pfund eine G■ r o ß- Ziegelei ernchtet, die täglich 100.000 Ziegel hersteilen soll. Eine zweite Ziegelei wurde in Rischon le Zion mit einem Kapital von 15.000 Pfund und einer Tagesproduktion von 20:000 Stück eröffnet, ׳ — Bei den Gemein de w ahlen in Kaunas wurden fünf jüdische Stadtverordnete gewählt. Möglicherweise wird noch ein sechstes Mandat an die Juden fallen. In den Gemeindevertretungen der Provinz haben die Juden 10Jf Mandate erlangt; Insgesamt haben die Juden gegenüber ihrem früheren Besitz 2fy oder 25 Mandate verloren, davon 22 in der Provinz und 2 oder 3 in Kaunas. — Auf einem Bankett, an dem 1200 Sozialarbeiter, und Vertreter jüdischer Wohlfahrtseinrichtungen teilnahmen, wurde ein Drive zur Schaffung eines Fonds von 2,070.000 Dollar für den Verband der jüdischen philanthropischen V e r e i n i g u n g e n Amerikas eröffnet. Der Fonds ist dazu, bestimmt, das zu e'i'wartende Defizit von 91 jüdischen Organisationen zu decken. —■״ In der nächsten Zeit werden Hunderte jüdische Lastträger und sonstige kräftige junge Leute, die durch den Sonderdelegierten des Einwanderungsamtes der Jewish Agenzy, Aba Ghouchi, in verschiedenen Ortschaften Polens ausgesucht wurden, als Hafenarbeiter nach Haifa ahreisen. Kurze Zeit vorher sind von dem Delegierten ISO Salonikier Hafenarbeiter für Haifa anr geworben worden. — Am 17. November ist zwischen den Vereint gten Staaten und der T ü r k e ■i ein V e rtr a g unterzeichnet xvorden, in dem die Türkei sich verpflichtet, 1,300.000 Dollar zur Wiedergutmachung von Kriegsschäden amerikanischer Bürger ■ in P alästina zu bezahlen. — Sechs bewaffnete Räuber ' haben auf der Straße Jerusalem — Haifa in der Nähe des Dothan- Tales fünf Kraftwägen.an geh alten und SO Personen ihres Geldes und ihrer Kleider beraubt. Drei Reisende, die den Befehlen der Räuber nicht sofort nachkamen, wurden n i e d e r g e s c h 0 s s e n, aber nicht lebensgefährlich verletzt. — Wie offiziell mit geteilt wird, wurde das öste rreicht sehe Konsulat in Jerusalem zum Generalkonsulat erhoben. '— Der Bund der l e-g itimis tis chen jüdisahen Frontsoldaten in Wien feierte am 20. November den Geburtstag .0 110 Habsburgs durch eine religiöse Veranstaltung im Wiener Seitenstettentempel. — Nachdem die seit den Kriegs jahren in T e h e r a n, der Hauptstadt Persien s, wohnende kleine Gruppe russischer Juden durch neu zugezogene deutschjüdische Flüchtlinge sich vergrößert hat, schritten die Russen und die Deutschen gemeinsam an die Gründung einer aschkemasischen Gemeinde und Synagoge. Eine Gruppe in Chile eingetroffener deutschjüdischer Flüchtlinge hat gemeinsam mit seit Jahren hier wohnenden d e u t s-c h e n und ungarischen J u d en eine K ultu 8 g e mein de gegründet und geht nun daran, eine Synagoge nebst Versammlungs- und Kultur* Zentrum (Bibliothek uswj'zu errichten, — In der Nacht von Sonntag wurden in W i e n in zwei B ethäusern, in der Unteren Viaduktstraße 13* und in der Radetzkystraße 27, Einbrüche verübt. In beiden Fällen öffneten die Einbrecher die Türen d>er Thora« lüden und raubten den sakralen Schmuck der Thorarollcn, H, Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-Q6, Atelier für feine Herrengarderöbe. W

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