Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 44 (23.11.1934)
- Date
- 1934-11-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdische Presse Nfv 14 Ada! Jisroel*Schiff9chuI. Wien, tt.» Gr. Schlffg. 8, Kantlei: 11,, Gr. Schlffg. 1. Vor etwa einem halben Jahrhundert wurde auf Anregung unseres ersten Führers ארמו־ר הו־,׳ג ר־ ז• שפיטצער ז2־ל die Einrichtung getroffen,, daß vor Eintritt der rauhen Jahreszeit eine Hilfsaktion zur Unterstützung Bedürft!- gef eingeleitet wird. Wenn irgend einmal, ist es gerade jetzt, in der Zeit der fürchterlichen allgemeinen Not und Erwerbslosigkeit, unerläßlich und jedes Wort zur Begründung dieses Unternehmens erscheint Überflüssig. Der gefertigte Vorstand bittet daher alle unsere Freunde und Gönner um Mithilfe bei diesem Werk der Liebe. Jeder möge nach seinen Kräften Beiträge zur Ärmenbetcilung uns zur Verfügung stellen. Wir alljährlich, werden auch in diesem Jahre am ש״ק ם׳ וישב (am Vortage des Todestages von דזה׳ג ר־ זלמן שפיטצער ןצ-ל ) die Eingänge für Alioth und hiefür zugedachte Spenden zur Unter- Stützung Hilfsbedürftiger verwendet. Wien, am 18. November. יום א׳ למרר קד, נא אח ברכתי לשנת ישועה ורחמים Am 26. Kislev, dem Jahrestage nach אדמויר החינ ר׳ זלמן שפיטצער וצי ל gelangen zwei vom Vorstande der Adas Jisroel gewidmete Stipendien zur Vergebung. Anspruchsberechtigt sind Jünglinge, Söhne unbemittelter, in Wien wohnhafter Eltern, die an einer ישיבה mit besonderem Fleiße dem Thorastudium obliegen. Bewerber haben ihre ordentlich belegten Gesuche (Bestätigung der ישיבה Leitung, Nachweis der Wohnung der Eltern) bis spätestens zum 22, Kislev an den Vorstand der Adas Jisroel, n., Große Schiffgasse Nr. 8, zu richten. DER VORSTAND. VERBAND DER SABBATHFREUNDE ״SCHOMRE SCHABBOS“ WIEN, II., LEOPOLDSG. 16 - TEL. A-46-0-15 STELLENVERMITTLUNG. Offene Stellen: Dringend gesucht: Verläßliche Köchin für alles, in vornehmjes Haus, nicht über 35 Jahre, angenehmes Äeußeres, mit besten Referenzen. Kinderfräulein, eventuell mit Kindergartenpraxis, auch für Schulnachhilfe und Sprachen. Praktikanten im, Alter von 14 bis 16 Jahren. Stellengesuche: Geschultes, verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal. Ehrung für llofrat Frankfurter. Im Rahmen der Chanukah-Feier, die der Talmud-Thora-Schulverein am Mozze- Schabbos, den 1. Dezember d. J., im Hotel Post, I., Drachengasse, um 7 Uhr abends, veranstaltet, wird die feierliche Ueberreichung einer Ehrenurkunde an Höf rat Prof. Dr. Frankfurter erfolgen, dem! Vertreter der österreichischen Judenheit im Bundeskulturrat, der der Ehrenpräsident des Vereines ehemaliger Schüler der Talmud-Thora-Schule ist. Frauenhilfe der Adas Jisroel. Unser Verein veranstaltet Sonntag, den 25. d. M., eine Wohltätigkeitsvorstellung im Schweden-Kino mit erstklassigem Programm, ztf deren Besuche das p. t. Publikum hiemiit höflichst eingeladen wird. Zahlreicher Besuch zur Förderung des guten Zweckes sehr erwünscht. Der Vorstand. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas Wajischlach spricht Herr David Bondy im Lokal der ״Wienea", II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags. Tschechoslowakei. Eine Falschmeldung über die ״Jüdische Presse“. Die in Mukaöevo erscheinende Wochenschrift ״Das jüdische Volksblatt“ veröffentlichte in ihrer Nr. 43 eine Meldung, nach der die Agudas Jisroel in Wien ein ״Kontrollkomitee" zur Ueberwachung der Anschauungen der Wiener Redaktion unseres Blattes eingesetzt haben soll. Diese Meldung entbehrt jeder Grundlage und ist von A bis Z frei erfunden. BEK1ZZUR Vorstandswahl in. Nove Zämky. Ende dieses Monats wird in Novd Zämky in der orthodoxen Gemeinde, die Wahl des Vorstandes und der Repräsentanz — im Laufe des Jahres zum drittenmal — stattfinden. Nicht Gegensätze im Vorstand haben Rafael Kohn veranlaßt, daß er von seiner Präsesstelle demissioniere, sondern ernste, bedeutende Hindernisse mjachten es ihm immöglich, die Gemeindeangelegenheiten weiterzuführen. Die anderen Mitglieder des Vorstandes haben sich mit dem Präses solidarisch erklärt und sind ebenfalls zurückgetreten. Daher muß der Vorstand zur Gänze neugewählt werden. Wegen der ernsten Hindernisse wollen sich viele der ruhig denkenden Mitglieder von der Wahl fernhalten, dadurch wird dieselbe unliebsam verzögert. Gastdroschoh in Surany. Se. Ehrw. Herr Rabbiner David Friedmann, Rabbiner im ״Marpe-Lenefesch", Wien, weilte vergangenen Schabbos in unserer Gemeinde, wo er mit einer Droschoh beehrt wurde. Das Bes-Hamidrosch war dicht gefüllt von andächtigen Zuhörern, die der illustre Redner mit seinem meisterhaften Vortrag in seinem Banne zu halten verstand. Vollbefriedigt verließ das dankbare Publikum das Lehrhaus. — Von der Aguda-Jugend in Bratislava. Laut Be- Schluß der Generalversammlung der Agudas-Jisroel- Jugendgruppe ist jedes Mitglied verpflichtet, wenigstens an einem ihrer Schiurim teilzunehmen und in einer ihrer Sektionen zu arbeiten. Um den Beschluß auch durchzuführen,. wurden Zirkulare an alle Mitglieder verteilt, in denen sie aufgefordert werden, der Leitung bekanntzugeben, an welchem Sehiur, resp. Arbeiten sie mittun wollen. Diese Aktion ergab ein vom größten Erfolg gekröntes Resultat. Fast alle Mitglieder haben mit vollem Ernst dazu Stellung genommen. Nun ist es die Aufgabe der Leitung, so schnell als möglich die Einteilung der Arbeiten zu beenden, damit an eine Vielversprechende Arbeit geschritten werden kann. — Eine Neubelebung der Gruppe ist schon bemerkbar. Am Sonntag, den 11. Marcheächwan, hat eine Vorbesprechung zwecks Einführung eines Kurses für Aguda-Ideologie und Organisationsarbeit stattgefunden. Eine ansehnliche Anzahl von Mitgliedern haben an dieser Besprechung teilgenommen und man hörte sehr praktische und wertvolle Ratschläge. Der erste Vortragsabend ist für Sonntag, den 18. MarcheschWan, bestimmt. — ... und In Trnava. Am Mozze-Schabbos Parschas Toldos hielt die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Trnava ihre ordentliche Jahresversammlung ab. Nach reichhaltigem Referat wurde zur Neuwahl geschritten. Diese ergab folgendes Resultat. Präses: Nändor Herzog, Vizepräses: N. Salamon; Vorstandsmitglieder: Josef Bernfeld, David Weingart, Berthold Halle und Alexander Koth. —. Von der Jeschlwah-horomo in Bratislava. Die Neuwahlen in die Chewra-Charifus und Chewra-Magidus ergaben folgendes Resultat: Chewra-Charifus: David Groß (Gyamores), Amrom Blum (Sopron), Jecheskei Mermelstein (SeCovce); Chewra-Magidus: Selig Weiß (Nitra), M. Arje Haberfeld (TopolCany), J. J. Neumann (Bratislava). Personalnachrichten. 86. Geburtstag M. H. Landaus. In voller Rüstigkeit feiert am kommenden Freitag, Erew Chanukah, Hen Moses Hirsch Landau in Wien seinen 86. Geburtstag. Der Jubilar ist erst kürzlich von einem längeren Aufenthalt im Sanatorium Purkersdorf nach Wien zurückgekehrt. Seine Freunde und Verehrer bringen ihm die herzlichsten Glückwünsche entgegen. Todesfälle. Reb Aron, Kohn s. z.. 1. Montag, den 27. Marcheschwan, hat uns die g-ttliche Vorsehung in Bratislava einen Zaddik w’Joschor entrissen. Reb Aron Kohn s. z. 1. ist im 57. Lebensjahre nach kurzem Leiden zum größten Schmerze seinen Familie und zum Schmerze seiner vielen Talmidim, verschieden. Eine große Anzahl von Baale-Batim und Talmidim gaben ihm das letzte Geleite. Vor dem Gebäude der Jessode-Hathora, wo der Niftar fast zwei Jahrzehnte hindurch als Lehrer und Erzieher segensreich wirkte, hielt der Zug an, wo Herr Moses Kohn. im Namen der. Gabboim einen tiefergreifen־ den Hesped hielt. Von hier bewegte sich der Trauerzug zum Bes Hachajim, wo Herr Rabb. S. Unsdorfer im Namen des Oberrabbiners und im Namen der Chewra Kadischa einen ins Herz greifenden Nachruf hielt. Bei diesem Hesped blieb fast kein Auge tränenleer. Es sprachen noch Rabb. B. J. Feldbrand im Namen der Melamdim und Oberrabbiner Schill, Pezinok, im Namen der Familie. Erst in den vorgerückten Nachmittagsstunden verließen die Anwesenden das Bes Hachajim mit dem schweren Gemüte, einen ihrer Besten, der noch vieles auf dem Gebiete der Erziehung hätte leisten können, verloren zu haben. Sein Andenken wollen wir in Ehren halten; Martin Stern s. A. In Novä Zämky ist nach langem Leiden Martin Stern, Sohn des Dajan ־Abraham Stern, im Alter von 25 Jahren gestorben. Der Verblichene war in der Jugend in Galanta, dann in Bratislava auf der Jeschiwo, wo er durch seinen Fleiß und sein freundliches Benehmen die Achtung seiner Lehrer und die Liebe seiner Genossen sich erwarb. Vor drei Jahren hat er die jüngste Tochter des Rabbiners Brach in KoSice geheiratet. In Koäice hat er sein Lernen mit einem noch größeren Fleiß' und Eifer fortgesetzt. Dort hat er nicht nur gelernt, sondern auch gelehrt. Der ihn kannte, hat ihm eine große Zukunft versprochen; Es war ein rührender Anblick, als der greise Oberrabbiner Josef Tigerman sich zur Bahre stellte, um den Verlust seines talentierten Enkels zu beklagen. Kein Auge blieb trocken. Dann hielt sein Vater eine ergreifende ״Rede, in welcher er sich von seinem Sohne im Namen der Familie und der Gemeinde verabschiedete. Zum Schluß sprach noch sein Schwiegervater von Koüice. Das Mitleid mit der heimgesuchten Familie, überhaupt mit der jungen Witwe und der kleinen Tochter, ist ein allgemeines. . Frau Ghanah Wessely ע״ה• Das Preßburger Judentum hat wieder eine seiner kostbarsten und edelsten Perlen verloren. Wie ein Blitz verbreitete sich Donnerstag, den 8. Kislev, in den frühen Morgenstunden, die traurige Nachricht vom Ableben der Lebensgefährtin unseres sehr beliebten und, allbekannten Rosch-Bes-Dins Rabbi. Dowid Wessely; Die Verblichene war eine Esches- Chajil im wahrsten Sinne des Wortes, sie war eine von denen, bei denen noch die Ehre der jüdischen Frau im פנימה im Häuslichen zu suchen ist. Sie hatte stets für Haus und Familie gelebt. Während der 43 Jahre, da es ihr gegönnt war, an der Seite ihres großen Mannes zu leben, war sie fort bestrebt, ihm das sorgenlose Lernen und Forschen der Thora zu ermöglichen und ihre Kinder in diesem Sinne zu erziehen. An der am Donnerstag stattgefundenen Lewajo nahmen viele Baale Batim teil. Als erster ergriff Reb Dowid Wessely das Wort. Mit aus dem Innersten des Herzens kommenden Worten schilderte er die erhabenen Vorzüge der Heimgegangenen und beweinte sie mit den Worten אין אשד, מחה אלא לבעלה Herr Rabbiner Jakob Sniders, ein Schwiegersohn der Verstörbenen, schilderte mit erschütternden Worten die Güte und Anspruchslosigkeit seiner Schwiegermutter s. A. Frau Frumet Haan s. A. Im Alter von 72 Jahren verschied Frau Franziska Haan, die Tochter des Herrn David Stroh in Eisenstadt. Sie war eine tapfere, mutige Frau, die schwere Schicksalsschläge mit bewunderns- 'werter Ueberwindung getragen hat. Drei Söhne trauern an ihrer Bahre, Oberkantor Rendi s. A. In Zagreb starb im 73. Lebensjahr Oberkantor Rendi, Beamter der hiesigen Kultusgemeinde, stand mehrere Jahrzehnte in deren Diensten. Jederzeit stellte er seine Kräfte der jüdischen Gemeinschaft zur Verfügung, der sein besonderes Interesse galt. ,תנ2כ*ה Einige Absolventinnen Jet Beth-Jakob-Lehterinnen- Anstalt in Wien mit guten pädagogischen Fähigkeiten und anerkannten Zeugnissen sind bereit, Kurse für jüdische Dis* ziplinen, aber auch Einzelunterricht zu übernehmen. Interessenten werden gebeten, sich sofort an die B e t h- Jakob-Zentrale, Wien, II., Leopoldsgasse 26, zu wenden. Tochter des H. Bela Fürst Trnava Generaldirektor der Kreditbank Sala Verlobte Irene Roth Gols (Bgld) Moritz Adler Baden b. Wien Verlobte Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren, ins- ÜfHiffif fvlllitlf ff Hfl besondere בלי קודש, Sederschüssel, Menoras, 11111114* 1101&||/1י]|^ Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig II* TabOfSlfaDO 14 ■ SEMMERING HIRSCH FÜRSTENHOF WIEDERERÖFFNET Maß ige Vorsaisonpreise, billige Wohnarrangements! BPEZIALHAUS FÜR WOLLE UND STRICKGARNE AGE 17, TEL. A-45- RLAGE STRICKMODEN Rasiere dich ohne Messer mit dem 4$,. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25 RestauratenrNagel ehern. Hotel New York jetzt: II. Praterstraße 33 ■ Streng כשר Streng אפילו למתדרין מן חמחדרין ■ i Speiiehauf Hirsch j : PRAG, I. Bilkovä 19; Haltestelle der Tramway Nr. i und 4 vom Bahnhot Sämtliche Bände ״«ילקוט הגרשוני! Thora und Tnach, Verfasser Rabbiner Gerson Stern, Marosludas, wird von Privaten zu kaufen gesucht. 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Freitag, den 16, Kislew: Minchah 4,05 Uhr. ש־ק ם׳ וישלח Morgengebet 7 und 9.30 Uluv Minchah 3.30 Uhr. 4.55 מוצשיק Uhr. An Wochentagen• Morgengebet 6.30; Minchah 4.15 Uhr.! t io Mim falle eie Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, n., Malzgasse 12 a. —- Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, II., Frän* HochedUnger-Gasse 2-Druck: Druckerei- und Verlags-A.־G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6-8.