Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 30 (10.8.1934)
- Date
- 1934-08-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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K L AR H EIT/ In Nr. 21 dtt ״Jüdischen Presse“ findet Sich unter d^P tfe!»ef^nl&rift ״Orthodoxie und Brest Jistoei“ eine SteiitingnehMe eu miiaiin Versuch, die Weitorthodoxie in ihrer Beziehung zu Erez Jisroel äüfzurütteln, die, hei öjffensiöhtUeh feeatein Willen um Versieben* dermaßen Vöts MiBveretfindniseen strotzt* daß ich dazu nicht schwelgen darf* Eer Verfasser stellt fest: 1. Ich sei der Meinung, daß ״wir uns auf den Soden der *Tatsachen stellen und den Erfolg der zioniitisehen Arbeit in Erez Jisroel als gegeben betrachten müssen“. 2. Der ״weltliche Aufbau, wie ihn. die Zionisten sich vorgestern haben“, vollziehe sieh; es hätten aber , ״die bedeutendsten Wortführer des glaubenstreuen Judentums diesen Gedanken des weltlichen Aufbaus abgelehnt“. Sie hätten den ״Unverfälschten religiösen Gedanken als die absolute, unveränderliche Grundlage jeder jüdischen: Gemeinschaftsarbeit gefordert“. ß. Ich Versuchte, das in Deutschland unter der Devise . Thöra-im-DereCh-EreZ ״mißlungene kulturelle’ Exempel aüf das politische Gebiet zu übertragen. Hier wie dort soll eine Synthese zwischen den areligiösen Tatsachen uhd den heiligen, unveränderlichen Grundideeh geschaffen werden“. Es frage sich aber, ob ״der Wiederaufbau VOn Erez Jisroel mit der ungeheuerlichen Verunglimpfung des Heiligen Landes ... nicht ein viel zu teurer Preis wäre". Der Verfasser fragt: - ׳״..־־■ 1. Ob nicht die ״Verbeugung“, die die ״Anerken-‘ nung" der von den Zionisten in Palästina geschaffenen areligiösen Tatsachen bedeute, uns zu ״Mitschuldigen an dem historischen * Verbrechen, das heute in Erez Jisroel geschieht, mache“. ' 2. Ob nicht der Zionismus die letzte .gewaltigste Versuchung <jes Judentums sei und ״ob der Versuch, sich mit ihm zu verständigen, nicht die Falle schließt". 3. Warum das Kompromiß, das ich hinsichtlich unserer Arbeiter organisatorisch ablehne, geistig geschlossen werden dürfe. Wie man sieht, ist der Verfasser der Meinung, daß ich einer Verständigung mit dem Zionismus das Wort rede. Es ist mir einfach rätselhaft, wie er einem solchen Irrtum verfallen konnte. G e w i ß: ich anerkenne, daß die zionistische Arbeit in Erez Jisroel auf dem Gebiete der Wirtschaft Erfolg gehabt hat. Mir scheint, daß jeder ehrliche Mensch, der seinen Augen Gelegenheit gab, zu sehen, die gleiche Anerkenntnis -aussprechen muß. Wäre die ■Bekämpfung des Zionismus auf Verfälschung der von ihm geschaffenen Tatsachen, auf bewußte Verkleinerung seiner Wirtschaftliehen Leistungen angewiesen, so wäre sTe aussichtslos, i Gewiß: ich behaupte, daß die Vorsehung der zionistischen Bestrebung,' in׳ Palästina eine nationale Heim- Stätte für das jüdische Volk zu errichten, durch den Weltkrieg, durch die aus seiner Konstellation hervorgegangene Balfour-Deklaration und durch die Ereignisse der Nachkriegszeit in einer geradezu ins Auge springenden wunderbaren Art zu Hilfe gekommen ist. Ich ziehe daraus die Folgerung, daß. wir nicht damit rechnen dürfen, es werde sich der •Ztonismus als eine ■vorübergehende Erscheinung erweisen, daß wir vielmehr ■ das jüdische Nationalheim in Palästina und seine hotwendigen Rückwirkungen auf die ganze Gola als eine von der Vorsehung dem thoratreuen jüdischen Volk gestellte Auf g äb e erkennen müssen, deren Lösung wir nicht ablehnen, sondern beherzt und entschlossen in Angriff nehmen sollen, da wir sonst Gefahr laufen, daß sie ohne uns und gegen, uns, also falsch, gelöst wird und der ■Sache G-ttes auf Erden, von uns im Stich gelassen, unermeßlichen Schaden zufügt. . Im Hinblick, auf diese Aufgabe behaupte ich seit dem angeblichen Mißlingen des ״kulturellen Exempels" in Deutschland, daß wir im Zeitalter der nationalen .Eraanzipation stehen und daß der Agudismus dazu ■berufen sei,־ dem jüdischen Vok seelisch und körperlich den. Weg nach seinem Lande dergestalt zu weisen, daß "die T h 0 r a hiebei die alleinherrschende.FUhrerin sei. Der also verstandene Agudismus tritt iii den allerschärfsten Gegensatz zum Zionismus, einen Gegensatz, der,jedes Kompromiß und jedwede Verständigung ausschließt, der freilich auch die träge, ׳weil tatenlose Negation des Zionismus allein nicht mehr für ausreichend hält, um ״diese letzte, gewaltigste Versuchung des Judentums" zu bannen, das thörätreue jüdische Volk vielmehr dazu aufruft, durch ein allmählich zu entwickelndes Höchstmaß seelischer und praktischer Kräftanstrengung der Thora die Alleinherrschaft im Nationalheim zu erstreiten und zu sichern. Bedeutet der ״weltliche Aufbau“ Palästinas die Aus- Schaltung der alleinherrschenden Thora aus der in Palästina aufzubauenden ״Welt", so muß ich es als einfach ׳ungeheuerlich bezeichnen, wenn der Verfasser sich unter- “steht, mir die Gesinnung zu unterschieben, es sei für mich die Thora nicht mehr die ״absolute, unveränderliche Grundlage jeder jüdischen Gemeinschaftsarbeit“ oder ich •könnte mich je bereit sehen, mich mit einem solchen ״Aufbau" abzufinden oder gar mich vor ihm anerkennend .zu verbeugen. ,Ich sage vielmehr diesem ״A u f b a u“ den allerschärfsten 'Kampf an. Der Kampf kann aber weder nach der Weise des Misrachi geführt werden, der an der thorafremden Gemeinschaftsarbeit .sich -protestierend — beteiligt und . nur noch , zu retten sucht, was zu retten ist, noch nach der Weise der Allzubequemen, die 'da vermeinen, mit den Posaunenstößen ihres Mundes allein die zionistischen Mauern zum. Einsturz zu bringen: Der Kampf kann nur geführt werden, indem das thoratreue jüdische Volk der zionistischen Ideologie die agudistische eii tg egen hält, im Agudismus sich zu Erez Jisroel als dem Lande der G-ttesnation bekennt und aus Agudismus dem ״weltlichen Aufbau“ Palästinas seinen thoragemäßen Aufbau entgegenstemmt, um jenen durch 'diesen zu überwinden. Sollte freilich der ״weltliche Aufbau“ Palästinas das Streben bedeuten, der in Synagoge und Lehrhaus weilenden Thora das palästinensische Leben, das wirtschaftliche wie das geistige, zu. gewinnen, das Wirtschaftliehe wie das geistige Leben der Thora als Nahrung hinzugeben, daß das Feuer der Thora es völlig läutere und zur G-ttesnähe emportrage: so ״verbeuge“ ich mich nicht nur vor solchem Streben, sondern identifiziere mich mit ihm restlos. Erblickt der Autor in einem solchen Streben die ganze Fülle menschlicher . LebensnaögUebkeiten in Erez Jisroel restlos unter die Alleinherrschaft der , Thora zu bringen,: ׳ den Versuch einer ״Synthese zwischen den areligiösen Tatsachen und den• heiligen unveränderlichen Grundideen“, so sind dies füj mich leere Worte, mit denen ich einen;vernünftigen Sinn nicht zu verbinden vermag. Ich kenne :nur eine einzige Beziehung zwischen einer heiligen und unveränderlichen Grundidee -und: areligiösen Tatsachen: daß,׳;־nämlich die Grundidee sich dieser Tatsachen be* mächtige und sie forme und gestalte. Der ״Jezer hora“ Von Dr. Isaac Brauer. ist gewiß eine reichlich ״äfeiigiöSe Tatsache“. Anschelfte&d beghüit äiöh der Verfasser, ihn einfach — abäülehü'en. Wie weit er damit gekommeäist, weiß ich nicht. Nach, jüdischer Lehre freilich geht dää Sehnen des äfeligiöseft Jezer hora danach, von äeM Menschen mittels der Thora b eher rs c h t, g e s t a f t e t, ge s tüt z t z ü wer de n, auf daß aus solcher ״Synthese“ im Vertrauen auf G-tt Friede werde. . ־ Eine solche ״Synthese!1* hatte RäbbinerHifsch s. A. seinen deutschen Juden vorgelebt und vorgelehrt. Unvergleichlich ist die Kühnheit des von keinem Hauch echten Hirschischen Geistes umfächelten Verfassers, von einem ״mißlungenen kulturellen; Exemperf in Deutschland zu sprechen, das ich angeblich nunmehr, auf das. ״politische . Gebiet" übertrage. Wenn Zionisten also sprechen, ist es in Seiner ZweCkgebotenheit höchst :begreiflich. Ueberkommt den Verfasser nicht ein leises Gruseln, wenn er wahrnehmen muß, daß er mit seinen Ausführungen sich in edier Gesinnungsübereinstimmung mit — Professor . Schoiem von der ״Jüdischen Rundschau“ befindet? Wann wird endlich aus unseren eigenen Reihen die düstere Fabel Verschwinden, die Uns der Zionismus so* gerne atifschwätzen möchte, als ob Rabbiner Hirsch nicht ״vorbehaltlos sich auf den Boden der jüdischen Religionskultur" gestellt, als ob er sich vor der ״Umweltkultur Verbeugt", äls ob er nicht ein ״hundertprozentiges Judentum" erstrebt habe? Wann wird endlich in unseren eigenen Reihen die Erkenntriis Platz greifen, daß Rabbiner Hirsch mit seiner Devise lediglich die A11 einhe'rrschaft der Thora wie in der jüdischen Kehillah und im jüdischen Klall, so auch in dem L e b e n forderte; das nicht er, sondern die Geschichte an Deutschands Juden herängetragen hatte; daß er für die Weltgeltung der Thora sich einsetzte, an die, soll sie wirklich herrschen können, die Welt herangebracht werden , muß, in die der jüdische Mensch jeweils gestellt ist; und daß er mit dieser Forderung der große Wegbereiter seines Volkes geworden ist, nün es sich anschicken soll, in unserem Lande dem G-tt der Wirtschaft und des Rechts und der Politik Und des Menschentums, ״aufbauend“ die Stätte zu bereiten? Ist es nicht geradezu verbrecherisch, Rabbiner Hirsch und seinen Kreis mit der deutschen Judenkätastrophe auch nur in den leisesten Zusammenhang zu bringen und hiebei zu ignorieren, daß die ungeheure Mehrheit der deutschen Juden den Weg eben nicht gegangen ist, den ihnen Rabbiner Hirsch gewiesen hatte? Weiß der Verfasser nicht, daß Rabbiner. Hirsch nicht einmal in seinem engsten Kreis sein Er־־ ziehungsideal hat verwirklichen können, gehemmt wie er war von den immer drängenderen Forderungen der Staat-! liehen Aufsichtsbehörde? Und weiß der Verfasser schließ- ׳ lieh nicht, daß trotz all dieser erschwerenden Umstände 'die. Stoßkraft der -י- Weltorthodoxie bislang von Personlichkeiten ausging, die als — Schüler Rabbiner Hi'rschs erachtet werden müssen? Der Verfasser will Klarheit. Ich will sie ihm geben. 1. Der Thedaismus fordert die Alleinherrschaft der Thora im Nationalheiin. 2. Der Thedaismus befindet sich mit dieser Forderung im schroffsten Gegensatz zum Zionismus. Dieser Gegensatz duldet kein Kompromiß, keine Verständigung. 3. Der Thedaismus fordert die Alleinherrschaft der Thora auf allen Gebieten der im Nationalheim mögliehen menschlichen Betätigung. 4. Der Thedaismus lehnt jede Synthese der Thoralcultur mit fremde!} Kulturen ab. 5. Um aber die Thorakultur entwickeln zu . können, fordert der Thedaismus,• daß wir in unserem Lande Thorägrößen haben, die. die Wirtschaft unseres Landes kennen und verstehen, damit sie bei Gestaltung der Wirtschaft im Geiste der Thora wirklich führen können. *>, , - 6. Der Thedaismus fordert eine Erziehung der , Jugend in unserem Lande; die siie, soweit sie nicht beim . ״Lernen“ . ausschließlich ,j verbleiben kann und will, lebensfähig macht} damit sie in,ihrem Leben die Allein- , herrschaft der Thora zur. Geltung bringen kann. Die .,Erziehung hat im Einklang mit den ׳ Thoragrößen unseres Landes zu erfolgen. . ■ 7. Der Thedaismus fordert, daß in unserem Lande , ■der geistige Kampf mit den Feinden der Thora ent •י; schlossen aufgenommen und die innere Hohlheit dieser Feinde, dargetan werde. . ' : 8. Der; Thedaismus deutet das Geschehen unserer ' Tage als einen Weckruf ,G-ttes an sein Volk, im Heiligen , Lande der Thora eine das ganze Leben ■ gestaltende Heimstätte zu bereiten. Der Thedaismus will diesem ■ Weckruf" das Ohr des thoratreuen jüdischen Volkes öffnen. Steht erst einmal das ganze thoratreue jüdische [ Volk wie ein Mann auf, uni dem Weckruf zu gehorchen, so . erachtet der Thedaismus das thoratreue jüdische' Volk für stark genug, um mit Hilfe G-ttes die Führung : des Natiönalheims an sich zu bringen und in ,ihm die! Herrschaft der Thora zu verwirklichen. 9. Der Thedaismus anerkennt keinen Gegensatz! zwischen Erez Jisroel und Gola. In seiner Ablehnung de!s zionistischen Nationalismus vermag der Thedaismus; eine ehrliche Beziehung zwischen den Söhnen der Gola und ihren jeweiligen Wirtsvölkern herzustellen und zu 1 ־ pflegen. Von der Errichtung einer Thoraheimstätte in i Erez Jislroiel und von der, Aufrüttelung der Gola für : dieses Ziel erwartet der Thedaismus zugleich die geistige' Ueberwindung des Zionismus und die Genesung und: Stärkung der ganzen Gola. Ist erst die Weltorthodoxie [ für Erez Jisroel geeint, so ist sie aueli unter sich geeint.: ׳■ Nachwort der Redaktion: Wir haben dieser eingehenden Erwiderung Dr. Breuers um so freudiger Raum gegeben, als wir ja schon in unserer Vor-; bemerkung zu dem Aufsatz ״Orthodoxie und Erez . Jisroel“, gegen den sich diese Entgegnung richtet, betont haben, daß wir uns die Gedankengänge jenes Verfassers ״keinesfalls zu eigen machen können" und daß 5״eine Paralle 1 en unzutreff end sind'\ Wir können aber heute nicht die Bemerkung unterdrücken, daß die Leidenschaftlichkeit Dr. Breuers, die in diesem Artikel zum Ausdruck kommt, doch einer besseren Sache wert gewesen wäre. Nicht als ob wir die überragende Bedeutung dieses Problems schmälern wollten, sondern, weil wir glauben, daß Dr. Breuer auch jenen Ver-;fasser teilweise mißverstanden hat, der in ehrlichem Wollen einmal die Kehrseite des Froblems, von anderem Gesichtspunkt beleuchtet, äufzuzeigen beabsichtigte. Rabb. Hirsch s. Z, 1. und auch Dr• Breuer selbst sind turmhoch erhaben Uber ״Verdächtigungen", wie sie Dr. Breuer in jenem. Artikel zu finden glaubt, und beiae haben es nicht nötig, in solcher Weise ״verteidigt" zu weröefi». hzw, sich su verteidigen. Wir werden beide Autoren noch zu einen kurzen Replik und Duplik einiadlen, um dann die Diskussion über diese Frage zu schließen. ffe, 30; 'r1.i^1.ür^vivil-r-rllnr-A IMB LEB.-VERS.-GES. V PHONIX — ABT. FÜR FREMDENVERKEHR WIEN, I. WALLNERSTR. 6a TEL. U 25-5-S1 v®s Wort»« xn WocIlC — Das DarmStädter S on d e r g ericht verurteilte Erioch Frankfurter zu sieben Monaten Gefängnis, weil er gesagt hatte, die Judenboykottpolitik der Regierung habe sein. Geschäft ruiniert. Das Gericht erklärte, ״die Juden seien der Regierung zu Dank verpflichtet, daß sie überhaupt noch geduldet werden“: V ., . / — Wie amtlich mit geteilt wird, sind im Juni 272Z Personen, unter ihnen 2519 Juden, nach Palästina e i ng ew ändert. 5,5 Einwanderer waren Am Besitz eines Vorzeigegeldes von mindestens 1000 Pfund (Kapitalisten). — Bei-einem Versuch, einen jungen Mann vor. dem Ertrinken zu retten, fanden drei junge Juden, den To d in den Wellen bei T el-Awiw. — Gegen den Herausgeber der revisionistischen Zeitschrift ״Chasith Haam“, Dr. Yevin, einem der Ange- ׳ klagten im Brit h-H a bir j 0 nim- P ro z e ß, ist erst jetzt das Urteil gesprochen worden. Dr. Yevin wurde wegen Geheimbündelei zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. — An den Eingängen aller Wohnhäuser in Karlsbürg a. M. wurden Schilder mit der Aufschrift ״J u de n Zutrittverboten“ befestigt. — Die jiddischen T a g e s z eitun g en in Kaunas (Kowno) ״Momenten“, ״Dos Naje Vort“ und ״Folksblatt“ wurden für drei Monate verboten. Die einzige jüdische Tageszeitung Litauens ist jetzt der von der litauischen A g u d ah herausgegebene ״H aj nt“, der täglich zw ei Ausgaben hat. — Auf Anregung der Juden st aatsp.art'ei haben die hebräischen Tageszeitungen in ihrer Mehrzahl vereinbart, die weitere Erörterung des Arlo so r o f f- Mordes einzust eilen, um so zUr Wiederkehr von Ruhe und Frieden innerhalb der jüdischen Bevölkerung Palästinas beizütragen.■ — Auf Befehl des holländischen Justizministers wurde der deutsche antisemitische Führer und Hitler- Spion Schneekloth, der in Amsterdam lebte, aus Holland au s g e wie s en. Beim Versuch einer Rückkehr wurde er verhaftet. — Aus Adri an o p el ■wird gemeldet, daß von dem dortigen Kreisgericht drei Personen wegen Beteiligung an den jüngsten antisemitischen Aus sehr eitung e n zu je drei Monaten Gefängnis v er urt ei.lt wurden. —■ Aus Smyrna wird berichtet, daß sich dort in den letzten Tagen eine verstärkte juden f ein dl iche Propaganda bemerkbar gemacht hat, die• zu ■ einer Anzahl kleinerer Zwischenfälle führte. — Senator Bir m an, der Präsident der Jüdischen Gemeinde Buka r es t, wurde zurh:K 0 n s u l von Guatemala in Rumänien ernannt. Die rumänische Regiemng hat die Genehmigung erteilt. — Der von Julius Streicher herausgegebene ״S t u rm e r“ wurde in Deutschland wegen beleidigender Aeußeningen gegen den Präsidenten der C. S. R., Masar y k, in Deutschland für 1A Tage verboten. — Wie ״Doar Hayöm“ erfährt, hat die Jewish Agency beschlossen, angesichts der letzten Vorkommnisse in Thrazien JfO Einwandemngszertifikate für türkische Juden zu veiAvenden. — Die jüdischen Kreise in Kairo haben Vorbereitungen getroffen, um den 800. Geburtstag des R a mb am (Rabi Moses ben Maimon oder Maimonidesj festlich zu begehen. Es wurde ein Organisationskomitee gebildet, das die Vorbereitung für die im März 1985 statt findende Feier durchführen soll. — Der zweite auf der Weltausstellung in 0 hik a g o veranstaltete ״Tag d er Ju d e n h e i t“ hatte einen Rekordbesuch aufzuweisen und nahm einen glänzenden Verlauf. (Z. T. AJ. Der \Ueb er schuß der p alästinensisehen Einfuhr über die Ausfuhr (Waren abzüglich Geldausfuhr) ergibt einen Ueberschuß von Lst. S75.0QQ gegenüber Lst, lfyl.OOO im entsprechenden Monat des Vqtjahres. י — Unter den von der P alästin a*Re gi eru ng beabsichtigten Straß enbauten befinden sich Asphalt:» Straßen von H e b r 0 n und B et h l ehern nach dem Toten Meer, die durch unbewohntes Wüstengebiet führen. . . — Die Arbeiten zur E r w e i t e r u n g dßß Ne scher* Werkes — es ist dies die durch ihre systern^• tische 'Sabbatentweihung beiiichtigte Zementfabrik *** sollen im September od&r Oktobei' abgeschlossen werden. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. 1•