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Jüdische Presse · 1934-06-29 · 24 (29.6.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
20 (1934)
Issue
24 (29.6.1934)
Date
1934-06-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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defiftr ih bisher ftie dageweäenem Maße gegebenen Mög* iibÄiiilit hfötfölt #gfiÖ^ um Paiäatlüa 2um Lande der fteä» 2um Lande von Kenesseth «?Israel soweit 2u ge* stiii^ alt dies bei Förtdauer des öfiorban Miverwifk* liehen ist. Wie ICeneSseth disräel eine gesehichtliche Schöpfung G-ttes ist, so wurzelt def Agudismus ganz und gaf in der Geschichte, Er sieht im Zionismus, im Weltkrieg, in der Salfour^eklÄration, in den Nachkriegäereignisseö geschichtliche Erscheinungen im Dienste der Vorsehung, dazu bestimmt, Schrittmacher der um die Irdischkeit ringenden Menesseth disrael zu sein, fir sieht in dem neu ■ auf blühende« Palästina eine Aufgabe von ungeheurer Schwere, und er ist entschlossen, sich der Lösung dieser Aufgabe nicht zu entziehen. Er ist in höchstem Maße unzufrieden mit der Art, wie in den vergangenen Jahren1 die agüdistische Organisation sich mit Erez Jisräel befaßt hat Und erkennt in all den Leiden der Gegenwart mit ihrer nach!Palästina treibenden Stoßkraft den Mahnruf, der Vorsehung, der Idee von Kenesseth Jisrael, •untren«■‘" bar verknüpft mit Erez Jisrael und Thora, ganz anders als bisher die Menschen zu gewinnen und ihre Opfer*. freudigkeit zu entflammen. Dem Agudismus ist somit die intensivste Beschäf• tigung mit Erez Jisrael keine Angelegenheit der Kon* Die Kultusgemeindewahfen in Baden* Die zionistische Presse frohlockt. In Baden, das unseligerweise in der letzten Zeit ein Herd von wüsten Ausschreitungen und scheinbar unlöslichen׳ Widersprüchen geworden ist, hat die Zionistische Liste einen Wahlsieg errungen. Unbestritten hat die zionistische Liste in ihrer Verbindung mit dem Wirtschaftsverein einen klaren Wahlsieg errungen. Abgesehen von dem Wahlrecht, das Zweifellos v e r a 11 e t ist denn wenn ... schon Wahlen entscheiden sollen in einer Körperschaft, so müssen! es doch wenigstens demokratische sein — ist dieser Sieg ein Pyrrhussieg für den Zionismus. Wer die Verhältnisse in Baden kennt, weiß, daß der Wirtschaftsverein, der die Zionisten in den Sattel verholfen hat, aus strammen unentwegten O rth odo x e n besteht, die ihre alten Kehila- •traditionen nicht nur hochhalten, sondern auch,!wie es diesmal recht, oder ,unrecht der Pall war, kämpferisch vor jeder Neuerung im zionistischen Sinne zu schützen wissen werden. Daß es doch so kommen mußte, ist zweifellos die vunglückselige K e h i 1 a p o 1 i ti k in Baden schuld. Daß ein Teil der Badener Agudisten auf der unterlegenen Seite gekämpft hat, ist ebenso richtig, .wie die Tatsache, daß sie nicht als A g u da in den Kampf gezogen sind. Von einer ״Niederlage“ der Aguda kann also keine Rede sein. Zur Sache selbst müssen wir, die wir uns grundsätzlich in der Einmengung lokaler Kehilafragem bisher ferngehalten haben, sagen, daß die Lage in Baden zu denken! gibt. Die;unseligen Streitigkeiten, die die Orthodoxie in sich auskämpft, hat den anderen, wenn auch nur zu einem Scheinerfolg verholfen. Wenn wir den auch in keiner Weise unterschätzen, so muß. doch erkannt werden, daß sie diesen Scheinerfolg, wenn auch nur propagandistisch, weidlich ausnützen werden. Ihnen zu dieser Chance verholfen zu haben ist nicht nur ein!Fehler, sondern ein Unrecht, das so rasch als möglich gutgemacht werden muß. Wir/wollen nicht mißverstanden werden. Wir geben Weder der e i n e n noch der a n d e r e n Partei Recht, sondern fragen nur, ob die Sache nicht vor einem nahegelegenen Besdin, das sich über die Lage in Baden Klarheit verschaffen kann, ausgetragen werden kann. Und das so rasch als möglich. Wer die Antwort auf diese . Frage schuldig bleibt, trägt die Verantwortung für die Zukunft und wer sie rasch und klar gibt, der hat gezeigt, daß er ehrlich gewillt ist, einen Strich hinter die unselige Vergangenheit zu setzen. *v Juuktüfr Mfit Köftäeiiiött äff Mtilfömü«fö«r sondern UÄttittölbäfä KöääefüiÄt aus seiner Weltanschauung. Der Agudismus braucht den Zionismus nicht zu verkleinern» ihdens er etwa dessen geschiehtliche öe* deutühg negiertöder dessen praktische Leistungen heräb* setzt* Denn der Agudismus will den Zionismus geschieht* lieh Überwinde« und praktisch überflügeln. Öie agudistische örgähisatlon, das jüdische Volk mit dem Geiste des Agudismus zu erfüllen, war mein Streben seit dem Weltkrieg. Ich •habe in all den vergan* genen Jahren nicht gerade viel Verständnis gefunden. Nun sind mir — leider — die Zeitverhäitnisse zu Hilfe . gekommen. ״ Wir leben in einer Epoche der Zeitenwende, Zeitenwende möchte ich auch für das jüdische Volk herbeigeführt sehen. Wie Kenesseth Jisrael ohne Thora und Erez Jisrael nicht denkbar ist» so möchte ich dem jüdischen Volk, beherrscht und getragen von dir Thora, die Wende zu Erez Jisrael geben. An der geistigen und praktischen UeberWindung des Zionismus kann sich das jüdische Volk — auch außerhalb Palästinas — gesund machen, wie eff'ümgekehrt —• auch außerhalb Palästinas — an ihm, G-tt bewahre, zugrunde gehen kann. Verstehen wir die Zeit und tun wir unsere Pflicht. Die Lage in Polen. Keine antijüdischen Exzesse mehr •ץ■ ■ ־ In den letzten Tagen kam es in Polen nicht mehr zu antijüdischen Ausschreitungen, wie sie seit mehreren Monaten die jüdische Bevölkerung in Panik versetzten. Die Verhaftungen in den Lagern der Antisemiten dauern an, hingegen wurde in Mokatow der junge Jude Schlomo -Primer,׳ der während der dortigen antijüdischen Unruhen verhaftet worden war, freig?lassen, nachdem sich herausstellte, daß er, der einen Huligan verletzte, in Notwehr gehandelt hat. In Lodz wurde Stanislaw Grecik, der im Jän;1er an . antisemitischen Unruhen teilgenommen hat, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Das Warschauer Kreisgericht verurteilte Zykmunt Radzimlnski, Mitglied der aufgelösten Nazipartei, der den Präsidenten Moscicki und den Marschall Pilsüdski in einer Versammlung der Nazis als 1״Schabbes-Gojim" bezeichnete, zu einem Jahr Gefängnis. Der Bischof von Sandomir predigte in einigen Orten seiner Diözese gegen Judenverfolgung und Rassenhaß. Der Chef des polnischen Episkopats, Kardinal- Fürsterzbischof Kak o w s k i, begab sich in die Kirche des Warschauer 1Stadtviertels Powonzek, wo es vor kurzem zu pogromartigen Ausschreitungen gegen die Juden kam, und hielt dort eine Predigt, in der er die Bevölkerung ermahnte, mit den jüdischen Einwohnern in Frieden zu leben. Die Gesamtjudenheit, erklärte Kardinal Kakowski, könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was einzelne von,; ihrem Glauben abgefallene Juden tun. - Damit hat der Kardinal, der erst vor wenigen Tagen noch den Bericht der bei ihm erschienenen Rabbinerdelegation desavouieren ließ, restlos den 'Standpunkt des Rabbinerverbandes angenommen. Die erste Antwort des Kardinals an die Rabbiner war so gehalten, daß män mit Recht annehmen konnte, der Kardinal mache das Gesamtjudentum für Provokation, Destruktion und kommunistische Propaganda einzelner Juden verantwortlich. Lebensverskherungsji PH ö NIX“ ^riindet Aus dem Jahresberichte 1932: ז Versicherungsbestand, . . . . . . . . , . . * » . 2728 « » « י Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . . . . . . 179 •י י « < ׳ י Millionen Schilling Garantiemittel . . .... . . . , . . . . . . . ..... . « * 527 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten . . . . . . . ... ... 60 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Cechoslovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslawen, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten. ZUM WOCHEN ABSCHNITT (lllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllN ״ Und Balak sah all das, was Israel den Emori zufügte; da fürchtete Moab das Volk sehr, zumal es stark war» und es׳ graute ihm vor den Kindern Israels. Und Moab sprach zu den alten Midjans: Jetzt wird die ״Gemeinde“ unseren ganzen U mkreis kahlfressen, wie das Rind das Gras des Feldes frißt. Eigentlich ist uns die große Angst Moabs nicht gut begreiflich. Israel hatte wohl das tapfere Amoräer- Volk ז vernichtend geschlagen und lagerte in dem eroberten Gebiet, dicht an der Grenze Moabs. Aber dadurch gab es sicher, einen gewissen ״Grenzverkehr“ zwischen beiden Völkern; wahrscheinlich auch einen ״regen Güteraustausch“. Solcherart konnte sich Moab über Stimmung und Absichten Israels in bezug auf Moab überzeugen. Sie konnten leicht in Erfahrung bringen, daß Israel fest entschlossen ist, die Unabhängigkeit und die Neutralität Moabs unter allen Umständen zu respektieren. Es ißt mit Sicherheit anzunehmen, daß Israel keinen Hehl daraus machte, daß ihr Führe:•, Moses, ihnen den g-ttlichen Auftrag . erteilte: ״Du sollst Moab nicht bedrängen.“ Womit ist also die große Angst Moabs motiviert? Diese ׳Angst war begreiflich zu einem Zeitpunkt, als, vierzig Jahre vorher, Israel auf wunderbare Art Aegypten verließ und die gewaltige Heeresmacht Pharaos am Roten Meer unterging. Man hatte Kunde davon erhalten, daß dieses scheinbar vor einer höheren Macht geleitete Volk Kurs auf Palästina nimmt, Man ׳wußte noch nicht genau, welche Länd.er das Ziel ihrer Eroberungen sein werden, Wir begreifen daher, daß in jenem Zeitpunkt alle Länder jn ׳uud um Palästina von einer unheimlichen Angst ergriffen wurden, wie im ״Lied am Meer“ berichtet wird; ״Damals erschraken die Fürsten Edoms, die Mächtigen Moabs wurden von Zittern ergriffen, es bebten die Bei wohner Kanaans.“ Jetzt aber, wo man schon wußte, daß Moab nichts au fürchten hätte, wie erklärt sich ihre höilische Angst, die veranlaßt«, das ihres Erachtens einzig wirksame Mittel gegen Israel aufzubieten; den ״Zauberfluch" Bileams!? Wir hätten ein solches Vorgehen wohl von den Völkern Kanaans erwartet, am wenigsten aber von Moab! Wenn man unseren Bibeltext genau liest, sieht mau tatsächlich, daß Balak,! der Moabiterkönig, sich nicht wegen der Eroberung s e i n e s Landes ängstigte. Diesbezüglich fühlte er sich scheinbar sicher, Gegenstand seiner Furcht war vielmehr die Isolation. ״Jetzt wird die Gemeinde unseren ganzen Umkreis auffressen.“ Mit den umliegenden kanaamtischen Völkern verbanden ihn nämlich langjährige Beziehungen wirtschaftlicher und kultureller Natur. Sie waren ihm in Art, Lebensführung und sittlicher Auffassung wesensgleich. Wenn aber an deren Stelle das durch sein Religionsgesetz ganz a n d e r s geartete und wesensfremde israelitische Volk die Nachbarrolle an treten wird, fürchtete er mit Recht, isoliert dazustehen. Er rechnete damit, daß ihn Israel in kultureller -und sittlicher Beziehung, meiden wird wie tödliches Gift. Davor bangte ihm, Dieses Bangen wird in unserer Bibelstelle mit einem kurzen, aber treffenden Beispiel illustriert: ,,. . . wie das Rind das Gras des Feldes kahlfrißt!" Es ist nämlich eine bekannte Tatsache, daß das weidende Rind i na t i n k t i v jedes gif tige, ihm nicht bekömmliche Kraut meidet. So kann man beobachten, wo das Rind auf eine solche Pflanze stößt, es das Gras ringsherum säuberlich abfrißt und das giftige Kraut wohlweislich stehen läßt. Vor einem solchen Schicksal ״graute“ es Moab. Er wußte, daß ihm selbst seitens Israel keine direkte Gefahr drohe. Aber es ward ihm unheimlich zumute bei dem Gedanken der drohenden Isolation! * Denn von der Spitze der Felsen sehe ich’s und von den Hügeln erschaue ioh's; Siehe, ein Volk, vereinzelt wohnt es und unter den Nationen kann es nicht gerechnet werde«. Statt des gefordert«« ״Zauberfluches“ spricht Bileam, wie in einer Zwangshandlung, Worte der wahren g-ttlichen Prophetie. Er muß Israel eine blendende. Karriere Voraussagen und charakterisiert das Wesen des Volkes mit einer beispiellosen Präzision, Dem übernatürliehen, in das Reich des Wunders gehörenden Phänomen des D a s e i n s Israels hat wohl niemand ׳prägnanteren Ausdruck verliehen als Bileam in dem eingangs zitierten Satz. Ein Volk, , das außer der Norm; ״v e r e i n z e 11“ dasteht und dessen Werdegang in die Naturgesetze des Völkergeschehens nicht eihgereiht werden kann! ‘ Das ßeriifungsverfahrek Zur Revision, des Urteils ffe&m ärn des Mordes an Dr, Arlosotoff verurteilten Äbmmm ßtavsky wird erst Mitte Juli eröffnet wer* den, da der Hauptverteidiger Horace Stimmet er* krankt ist und sieh einer Opemtion mterztehm mußte, — Auf der vor kurzem geschlossenen Tel- A w % we r Lmante*Messe wurden während der 40iägigen Dauer derselben Geschäfte im Gesamtbeträge von etwa 1,0 0 0 0.0 0 0 Pfund getätigt. % *־־» Am 19* Juni wurde in Jerusatem gegen die der Geheimbündelei angeklagten Mitglieder des ״Brith habirjonimte, Aba Achi*Meir und vier seiner zionistisch*revisionistischen Genossen das Urteil gefällt. AchUMeir Wurde zu Hl Monaten Gefängnis und Zwangsarbeit und die anderen Angeklagten zu drei bis neun Monaten Gefängnis verurteilt. —; In den Monaten Jänner bis April 1934 wurden Waren im Werte von fast 8 Millionen Schilling von O e st er reich nach P alästina exportiert gegen 9 6 5.000 Schilling in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der größte Teil der österreichischen Ausfuhr nach Palästina entfällt auf Fertigwaren. — Im Monat April 1934 sind 2698 Einwanderer, davon 2 614 Juden, nach Pa l ä s t in a gekommen. Von dieser Zahl sind 284 Angehörige der Kapitalistenklasse mit mindestens je 1000 Pfund Eigenvermögen. Im März kamen 8367, im Februar 2756 Juden nach Palästina. — Anläßlich der Ernennung des französischen Außenministers B a r t h o u zum rumänischen Ehrenbürger sprach neben anderen Parteiführern auch der Antisemitenführer Cu■ za in der Festsitzung des rumänis chen Parlaments, der Barthou als Vertreter des nationalistischen und christlichen Frankreich begrüßte und gegen die angebliche jüdische Herrschaft in Europa loszog. Bar th o u wies diese Ausfälle in einer Rede e ntschieden zurück und erklärte, daß er Christ sei, aber verlange, daß jede Religion respektiert werde. — Auf dem Kongreß der rumänischen nationalzaranistischen Partei sprachen sich die meisten Redner f ii r die Rechtsgleichheit aller Staatsbürger aus. Der Präsident, M 0 1 do v a n, erklärte, es sei ein Fehler, daß die Juden sich politisch separieren und eine jüdischnationale Partei bilden׳. v. — Die Warschauer nationaldemokratische Zeitung ״G azet a W a. r 8 z a w s k a“ verdächtigt in ihrer Nummer vom 19. Juni die Juden, den Mord an Minister Pie.rgcki begangen zu haben, Die Nummer wurde bes c hl a g nahmt. . .. — In Jerusalem wurde unter dem Namen ״Esrielcc eine Vereinigung der in Erez Jisroel lebenden Schüler des von R. Esriel H il de sh ei mer s. A. gegründeten Rabbinerseminars geschaffen. Der Zweck des Verbandes ist, den Geist des Meisters in der Mitte der Mitglieder lebendig zu erhalten. Es soll alljährlieh ' eine Masechta Hfelernt und am Jahrzeittage des R. Esriel Hildesheimer ein Sijum abgehalten werden. — Der Emir Ab dull ah, von T r ans j o r danien soll bei seinen Verhandlungen mit dem Colonial Office in London erklärt haben, er sei ־bereit, jüdische Ein- Wanderung nach Transjordanien unter der Bedingung zuzulassen, daß die Einwanderung nicht auf Grund der Batfour-Deklarätion vor sich gehe. Der Emir hat, nach dem, arabischen Preßbüro, in London verla/ngt, daß das Mandat über Transjordanien aufgehoben werde und daß sich England um die Aufnahme Transjordaniens in den V ölkerb und bemühen soll. * — Die arabische Exekutive hat dem High Commissioner, einen Protest gegen die geplante Verlegung des Eisenbahnknotenpunktes von Lud danach Tel- Awiw üb er reicht. ' f' —r Mehrere Führer der s o z i al i s t i s c h - z i o n is tischen Organisation ״Poale Zion{( und des s ozialistis chen ״Bund“ in Polen wurden vergangene Woche verhaftet. ' H. Grün, IL, Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. E Seit Hege l hat die Wissenschaft immer wieder versucht die Naturgesetze der Völkergeschichte aufzuspüren. In neuerer Zeit hat Spengler es sich zur Aufgabe gemacht, die Ursachen und Wirkungen auf zuzeigen, welche das Werden und Vergehen der Völker, den Aufstieg, Niedergang und Untergang; ihrer Kulturen bestimmen. Man kann sich vor der Erkenntnis nicht verschließen, daß es solche Naturgesetze gibt. Aber eines ist sicher — Israel ist in keines der Systeme einzureihen. Die Antike glaubte ebenfalls, die Gesetzmäßigkeit •־ des Völkergeschehens gefunden zu haben. Sie erkannte ihren Zusammenhang mit dem kosmischen Geschehen. Und der bedeutendste Vertreter der astrologischen Weltanschauung, der ״Zauberer“ Bileam, muß erkennen, daß für Israel in seinem ״System“ kein Platz ist. ״Israel untersteht eben nicht dem Schicksal.“ ״Von der Spitze der Felsen, sehe ich es,.., ״das sind die Ahnen", sagen unsere Weisen, Es ist dabei der jüdische Volkskörper gleichsam als Pyramide gedacht, und ihre , Spitze soll den Stammvater Abraham darstellen. In Wirklichkeit wurde laut der Agada schon Abraham das Phänomen des übernatürlichen Daseins des jüdischen Volkes kundgetan ״ צא מאצטגנינזת שלךWerfe deine astrologische Wissenschaft über Bord“, sagte G-tt zu Abraham, sie hat für deine •Nachkommen keine Geltung! So hat Bileam das ״Wunder“ der, jüdischen Existenz richtig schon an der ״Spitze" der Felsen erschaut... Einige tausend Jahre■ später ist dieses ״Wunder“ Thema eines höfischen Gesprächs: Als Friedrich der; Große einmal in Sanssouci mit seinen Generalen und Freunden zu Tische saß, kam die Rede auch auf Wunder und das Dasein einer •höheren Macht. Der König war bekanntlich •ein Freidenker, nicht aber viele seiner anwesenden Freunde. Friedrich wandte sich zu seinem berühmten General Ziethen und sprach; ״Nenn‘ er mir doch ein Wunder!“ Ohne zögern gab dieser zur Antwort; ״Die Juden! Sie leben nach immer!“ Und der große König erwiderte nichts, So berichtet׳ die Anekdote, Sicherlich liebten Ziethen und sein König die Juden ebensowenig wie •Bileam und Balak, Um so bedeutsamer 'ist' die Meinung des Generals« um sp bezeichn«hd«r da! Schweigen des königlichen Denkers!; 0 By,

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