Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 10 (9.3.1934)
- Date
- 1934-03-09
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630538-2630548--4674-2636879- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 10 Menschen und Organisationen hinwegsetzt, die An- Spruch darauf erheben können, daß ihre Meinung gehört und erweitert werde. Oie Genfer ICöfiferehz Von i&32 habe nicht die Kompetenz gehabt, über söiche Fragen zu entscheiden. An ihr hätten nicht Vertreter teilgeftömmen, die ermächtigt gewesen Wären, einen Jüdischen Weltkongreß ein- 2uberufen, sein Datum oder sein Programm feätzulegen. Sie hätten hiefür kein besonderes Mandat gehabt. Auch hätten sie die Lage nicht gründlich geprüft. Der Entschluß des American Jewish Congress, ohne vorherige Fühlungnahme mit der organisierten öffentlichen Meinung, weiter vorzugehen, bedeute nichts anderes als den Gedanken einer ständigen Vertretungskörperschaft zugunsten der bequemeren und gewöhnlichen Aufgabe der Einberufung eines Kongresses oder einer Konferenz als bloßer Diskussionsgelegenheit zU opfern. Diese Erklärung des Zionistenführers Lipsky ist lehrreich und interessant. Sie bestätigt und unterstreicht den Standpunkt, den Agudas Jisroel einnimmt, und sie zeigt erfreulicherweise, daß manchmal doch wahre Einsicht, auch über eingefleischte Parteidogmatik den Sieg davonzutragen vermag. Aus dieser Erklärung einer gewiß nicht einseitig gegen den Kongreß eingestellten Persönlichkeit läßt sich aber auch schließen, was von dem ״Jüdischen Weltkongreß“ zu halten ist, der — so erklären die Initiatoren — schon im August d. J. stattfinden soll. Diplomierter Herrenschneider T. Rosenblum, Wien, II., Zirkusgasse 21. Tel. R-41-8-83. Erstklassige Herrenkleider. Billigste Preise. : E Leistungsfähigstes Möbelhaus ML Redler, Wien I, Sdiottenring 35 ' Telephon A-12-9-78. . Gesamtausstattungen von der billigsten bis zur feinsten Ausführung. Uebernahme sämtlicher Adaptierungen. Eigenes Zahlungssystem. Samstag geschlossen. ״Schomra“-Mitglied. Aus Erez Jisroel. Von unserem Korrespondenten. Schon seit Jahren hatte man im Heiligen Lande einen Winter, wie den heurigen, nicht miterlebt. Es regnet und. schneit ununterbrochen, so daß die Schiffe in den Jaffaer Hafen nicht einfahren können. Handelskreise wenden sich gegen die Absicht der Regierung, den Hafen unter Aufwendung großer Mittel einigermaßen den Erfordernissen der Zeit anzupassen, und fordern den Bau eines neuen Hafens. * ' In bezug auf die Einwanderung von Kapitalisten ist eine kleine Erleichterung eingetreten. Während bisher nur vier Banken für die Regierung beweiskräftige Garantiescheine ausstellen konnten, wurde jetzt dieses Recht allen Banken im Lande eingeräumt, welche ein Stammkapital von 25.000 Pfund aufwärts besitzen, oder, wenn das Stammkapital nur 4000 Pfund und aufwärts beträgt, mindestens zehn Jahre bestehen. * ־ Der High-Commissioner hat sich an die geistlichen Oberhäupter aller im Lande vertretenen Konfessionen mit einer Anfrage gewendet, welches gesetzlich festzulegende Mindestalter für die Heiratsfähigk e i t sie befürworten; Der High-Commissioner hat seinerseits ein Mindestalter von 14 Jahren vorgeschlagen. Wie Ihr Korrespondent erfährt, hat sich der Oberrabbiner der orthodoxen Gemeinde, Raw Duschinsky, mit dem Vorschlag des High-Commissioner einverstanden erklärt. * Zwischen Palästina und Aegypten wurde eine ständige Luftverbindung eingerichtet. Das Flugzeug wird in beiden Richtungen dreimal wöchentlich verkehren. * Die orthodoxe Gemeinde in Jerusalem und die Agudas Jisroel haben sich an die Regierung mit dem Ersuchen gewendet, dem R a b b i n a t der Gemeinde einen S t a a t s b e i t r a g zu gewähren. Die Regierung hat das Gesuch mit der Begründung abgelehnt, daß auch das zionistische Rabbinat keinen Beitrag erhält. Diese Tat- Sache erweckt allgemeines Befremden, da es bekannt ist, daß die geistlichen Oberhäupter der arabischen Kirchen Beiträge aus Staatsmitteln beziehen. * Das orthodoxe Leben in Jerusalem gewinnt neuen Auftrieb. Letzthin wurde die P o a 1 e Agudas-Jisroe 1.- G r u p p e reorganisiert, die neue Räumlichkeiten ׳bezieht. Die Jeschiwah des Raw Duschinsky erhält jetzt eine würdige Einrichtung und eine neue Beleuchtungsanlage, die ein Herr ft e i tmann, welcher erst vor einigen Wochen ins ׳Land gekommen ist, gespendet hat. Man erwägt auch einen Plan, ein eigenes Gebäude für alle orthodoxen Institutionen in der Heiligen Stadt zu errichten, in welchem neben dem ״Waad hoir hoaschkenasi“ und allen Aguda- Gruppen, sowie Beth-Jakob-Schule usw., die Jeschiwah ״Bes Jossef“ und die Wohnung des Raw Duschinsky untergebracht werden sollen. Für die Verwirklichung dieses Planes wurden bereits zahlreiche Gönner — auch in der Tschechoslowakei und in Ungarn •— gewonnen. Jeruschalmi. Rabbi Jeruchem Fischl Perla זצ״ל. Wieder ereilt uns eine Hiobsbotschaft aus dem Heiligen Lande. Nach Rabbi Elija Klatzkin, Rabbi Josef Chaim Sonnnenfeld, Rabbi Mosche Mordechai Epstein und zuletzt Rabbi Mosche Kliers s. Z, 1. hat am Rosch Chodesch Adar Rabbi Jeruchem Fischl Perla s. Z. 1. seine reine Seele ausgehaucht. Rabbi Jeruchem Fischl soll als vierjähriger Knabe von Rabbi Akiba Eger eine Brochoh bekommen haben und hat somit ein .Alter von nahezu 100 Jahren erreicht. Als einer der hervorragenden Talmidim des Brisker Gaon :lebte er alle Jahre in Polen und kam erst vor etwa zehn Jahren nach Erez Jisroel, wo ihn eine innige Freund׳־ Schaft mit Rabbi Josef Chaim Sonnenfeld s, Z. l, ver׳* band. Aus dem ״Nachlaß* des heimgegangenen Gaon sind sein Kommentar zum Sefer-Hamizwos von Rabbi Sadjoh Gaon und ein Werk •zum ״Kaftor woferach“ hervorzuheben. Bei der Lewajotv die unter einer Riesenbeteiligung stattfand, hielten Raw Duschinsky und Rabbi Isser Salmen Mejzer, tiefgerührte Respedlm..;yaitw« Raummangel ־halber mußte diese Woche die Fort- Setzung der MrzUhlung ״Hinter Mauern‘* ausbleiben. Zur täglichen Mundpflege ein eigener Becher! Sie brauchen nur in Ihrem Fachgeschäft eine Flasche des bekannten Mundwassers ODOL 2u Kö 18.—2u verlangen und Sie bekommen bis auf weiteres einen schönen Pöllopas־* becher unberechnet dazu. Da diese Becher in 6 leuchtenden Farben erhältlich sind, so kann jedes Familienmitglied seinen eigenen Becher sofort an der Farbe erkennen. ÖDÖL**Mundwasser desinfiziert den Mund und half den Atem frisch. Wir raten Ihnen! Gehen Sie bald! ■1 v! Zusammenstöße in Tcl-Awiw am Abend des Purimfestes. Das am Tage unter Teilnahme von 100.000 Mensehen so harmonisch verlaufene Purimfest in Tel Awiw hatte am Abend ein blutiges Nachspiel. Zwischen dem linksstehenden ״Hanoar Hazioni“ und dem revisionistischen Brith Trumpeldor kam es zu einem schweren Zusammenstoß. Es gab auf beiden Seiten Verletzte, 24 von diesen wurden im Hospital behandelt, zwei Schwerverletzte, Unter ihnen Josef Stavsky, ein Bruder des Abraham Stavsky, müssen sich einer längeren Spitalsbehandlung unterziehen. Zwei Personen wurden verhaftet. Emigrantenzustrom abgeebbt. Nach Mitteilungen der verschiedenen Flüchtlingskomitees ebbt der Zustrom aus Deutschland ab. In Prag selbst gibt es nicht mehr als 300 bis 350 Flüchtlinge, eine Zahl, die wesentlich geringer ist als im Sommer 1933. Viele Emigranten sind nach Deutschland zurückgekehrt, viele sind nach anderen Ländern, besonders nach Palästina und Frankreich, weitergereist. Jahrmarktpogrom in Jaroczin. In Jaroczin, Distrikt Posen, hat während des Jahrmarkts eine Bande mit Eisenstäben und Stöcken bewaffneter junger Leute die Stände• der jüdischen Händler umzingelt, auf die Inhaber der Stände eingeschlagen und die Waren durcheinandergeworfen und zum Teil vernichtet. Viele jüdische ׳Händler trugen blutige Verletzungen davon. Der Progrom dauerte von 1 bis 3 ׳Uhr nachmittags, erst dann traf Polizei ein und vertrieb die Exzedenten. Der Verein jüdischer Kleinhändler hat eine genaue Liste der verletzten und geschädigten Juden zusammengestellt und sie. den zuständigen Behörden übergeben. 2000 Jahre alte Bibel? Wie das Institut ״De Propaganda fide" mitteilt, hat ein arabischer Antiquitätenhändler in Istambul dem dortigen Staatsmuseum ein Bibelexemplar zum Kauf angeboten, das 64 große Pergamentblätter mit ׳handschriftliehen Aufzeichnungen enthält. ' Nach dem Urteil von Experten soll diese Bibel etwa 2000 Jahre alt sein. Eine Kommission wurde mit dem Studium der Handschrift .׳betraut. Bei Verstopfung nimm DARMOL Lehrkräfte, die Rücksicht auf jüdische Schulkinder nehmen, werden entlassen. Dem ״Berliner Tageblatt“ wird aus Leipzig gerne!- det: In der Sitzung des. Hauptausschusses der Leipziger Stadtverordneten wurde ein Antrag angenommen, der die vorläufige Suspendierung vom Amte mit dem Ziele der Dienstentlassung für Oberstudiendirektor Dr. Behrends und für die Lehrerin Vorwerk von der Goethe-Schule zuni Gegenstand hatte. Dem Antrag lag folgender ■ Tatbestand zu Grunde: Fräulein Vorwerk hatte im Unterricht einer Schülerin die Deklamation eines antisemitischen Gedichtes von Dietrich Eckart untersagt, weil sie fürchtete, daß dadurch zwei jüdische Schülerinnen der Klasse in ihren Gefühlen verletzt werden könnten. Auf eine Beschwerde des Vaters der betreffenden Schülerin hatte Oberstudiendirektor Dr. Behrends versucht, das. Verhalten der Lehrerin zu rechtfertigen, und sich gleichsam mit ihr solidarisch ’ erklärt. Eine derartige Handlungsweise von Lehrern und Lehrerinnen könne, so wurde ausgeführt, im nationalsozialistischen Staate unter gar keinen Umständen geduldet werden, und der Hauptausschuß beschloß deshalb in dem oben erwähnten Sinne. Lettland fördert landwirtschaftliche Ausbildung von Juden. Der lettländische Landwirtschaftsminister Gulbis setzte sich in einer vor der Budgetkommission des Sejm gehaltenen Rede für einen vom agudistisehen Abgeordneten Dubin eingebrachten Antrag, den jüdisch-landwirtschaftlichen Ausbildungskursen eine Regierüngsbeihilfe zu gewähren, ein. Wir müssen anerkennen, erklärte der Minister, daß die jüdisch-landwirtschaftliehen Kurse gut besucht sind. Gegenüber der von mancher Seite aufgeworfenen; Frage, ob den Juden überhaupt die Möglichkeit zu landwirtschaftlicher Ausbildung gegeben werden solle, ist darauf hinzuweisen, daß zahlreiche Juden in Lettland sich mit Landwirtschaft befassen und daß die Regierung gewillt ist, solche Bestrebungen zu fördern. Die Budgetkommission beschloß mit neun gegen zwei Stimmen, in den Haushaltsplan eine Beihilfe von 6000 Lat für die jüdischen landwirtschaftlichen Ausbildungskurse einzustellen. Pariser Flüchtlingshilfe liquidiert, Fürsorge eingestellt Nachdem kürzlich die ן Schließung der Kasernen- Wohnstätten für bedürftige deutsche Flüchtlinge ahgekündigt wurde, ist nunmehr von der Executive des Comitä National beschlossen worden, sämtliche Institutionen, die die jüdische Gemeinde durch das ComitC National für die deutschen Flüchtlinge seit nunmehr, fast einem Jahre in großzügigster Weise für Hilfszwecke eingerichtet hatte, innerhalb weniger Wochen zu liquidieren. Gerüchte über eine bevorstehende Liquidierung der Tätigkeit des Pariser Flüchtlingshilfekomitees, durch Geldmangel' erzwungen, sind schon vor etwa drei Monaten durch die Presse gegangen, wurden aber damals vorn Komitä selbst dementiert, Nun scheinen es die Verhäitnisse leider doch so weit gebracht zu haben, was man nur mit schwerem Herzen registrieren kann. — än lonu 1‘hischoen 610 al owinu schebaschomajim! Eine Abordnung der orthodoxen Gemeinde Eisenstadt beim netigewählten Landeshauptmann. Ing. Hans Sylvester, der neugewählte Landeshauptmann des Burgenlandes und Leiter der Vaterländischen Front, empfing eine Abordnung der orth. isr. Kultusgemeinde Eisenstadt, in deren Namen der Oberrabbiner von Eisenstadt, Markus Schlesinger, den Landeshauptmann begrüßte. In seiner Erwiderung führte der Landeshauptmann etwa aus: ״Ich weiß seit jeher, daß die jüdische Bevölkerung des Landes stets loyal und treu sich dem Staate gegenüber verhalten hat. Ich kann Sie auch meinerseits versichern, daß die burgenländische Landesregierung Ihren Wünschen jeweilig nachzukommen hestrebt sein wird. Ich werde Ihnen Treue um Treue halten.“ Der Abordnung gehörten außer dem Rabbiner die Herren Wilhelm Schneider, Josef Klein, Heinrich Politzer und Ludwig Szoltes an., Erez Jisroel-Arbelt in Neunkirchen. In Neunkirchen hat vor kurzer Zeit Herr Josef Rosenberger die Tätigkeit für den Keren Hajischuw der Agudas Jisroel aufgenommen, die einem regen Verständnis im Kreise der Gemeindemitglieder begegnet. SESSEL, Tische, Lofterbetlen Speziahverkstätte, Adler VH., Apollogasse 18, Tel. B-38-7-82. Billigste Preise, Zahlungserleichterungen. Vereinsnachrichten. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas Poro spricht Herr Dir. Dr; Leo Deutschländer über die Hagadah im Lokale der ״Wienea“, II., Obere Donaustraße 91, um halb 11 Uhr vormittags. Generalversammlung in der Storchenschul. Der Isr.-orth. Tempelverein ״Emunas Aves“, XIV., Störchengasse 21, hält am Sonntag, den 11. März d. J., um halb 10 Uhr vormittag im Vereinshause‘seine 68. ordentliehe Generalvers am mlung ab. Personalnachrichten- Geburt: Eine Tochter: Herrn Heinrich Freund und Frau Blanka, geb. Hönigsber. Hochzeit: Sonntag, den 25. Februar, fand die Hochzeit der. ältesten Tochter des Herrn Rabbiner Rosen, mit. Herrn Dr. M. Schächter statt. Bei der Trauung, die in der Schiffschul durch Se. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Fürst vollzogen wurde, waren zahlreiche Vertreter aller Schichten der jüdischen Bevölkerung Wiens erschienen. Ein erfreuliches Zeichen der besonderen Beliebtheit und Wertschätzung, die Rabbiner Rosen in Wien genießt. Eine gemütliche S’udo versammelte die Gäste im F.estsaale des Hotel Continental, wo man bei Musik und Diwre-Thora. bis spät in die Nacht beisammen blieb. ■ 70m ־Wiener Studtschulrut konzessionierte JÜDISCHE KOCHSCHULE Streng koscher Leitung t C. Schwarz Diätkurse, einfache bis feinste KQche, Rohkost, Nationalspeisen Anmeldungen, Auskünfte: Wien II, Hollandstrusse Nr, S, III, Stiege 1/41 . L^lvos Wollte yjglfr zu Woche — Die griechische Regierung hat eine Ermaß igu n g der Schiffstaxe um 50 Prozent für :Fahrten von Saloniki nach Palästina angeordnet. — Im J änner 193J! sind insgesamt 2278 Personen, unter ihnen 2205 Juden, nach P alästina ein g etc an-. dert. Von den jüdischen Einwanderern gehörten 285 der Kapitalistenkategone an. Mit ihnen kamen 271 Angehörige ins Land, 1^3 Touristen erhielten Niederlassungserlaubnis, .5,׳ Personen wurde die Niederlassung verweigert. — Der in Galanta im 56, Lebensjahre gestorbene chnstliche Großgrundbesitzer Arpad Fridecky soll — einer Meldung der J. T. A, zufolge — sein etwa 75.000 Dollar betragendes Vermögen der I sraelitischen Kultus•'' gemeinde vermacht haben. — Bei einem Großfeuerin J affa wurden rund eine Million leerer Orangenkiste n, die auf einem jüdischen Holzhof lagerten, vernichtet. Der Schaden wird auf über 70.000 Pfund geschätzt, — Unter den in Italien neu ernannten S e n atören befinden sich auch zwei Ju d e n: der prominente Rechtsanwalt Felici Alfrede und der Großindustrielle Falck Giorgio. —Im Jahre 1933 sind 3190 jüdische Seelen, davon 622 Familien und 892 Einzelpersonen, nach Biro-Bidschan eingewandert. Diese Ziffern stellen einen klagliehen Zusammenbnich dar, da nach dein!(,rspriinglichen Siedlungsplan mit .einer Einwanderung von 25.000 jüdisehen Seelen gerechnet worden war. — Professor Einstein hat die Einladung der I st ambifler Universität angenommen und wird im Frühjahr einige Vorträge halten. — In der ersten Woche des Monats Februar wurden in Köln auf dem jüdischen Friedhof in Deckstein 121 Grabsteine zertrümmert. —- Die lettlän dis chen Antisemiten haben dem Kabinett ein Memorandum unterbreitet, in dfm sie die Au s s chaltun g aller nach 1919 ins Land gekom■* menen Ju d en aus Handel, Industrie und Handwerk fordern. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tob R-43-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe.