Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 20 (1934)
- Issue
- 10 (9.3.1934)
- Date
- 1934-03-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Humenné 1× ep/1047955
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•Kr, 10 ■_JCP1SCHE PRESSE g gälte a •■•••••«••■••■•••*••«•■•«■*•*•י•»«*••■•*■«»■•••!•••••••««■■•••*«■■■■■•«•«■•■••! Tschechoslowakei [ *■»■•■<■■■■•■■■■■■■■■■«•■י■■■»■»■»»»י•■■י■»*»• Präsident Thom. G. Masaryk — 84 Jahre alt , Der Staat des Präsidenten Masaryk ist im wahrsten Sinne des Wortes sein Staat, Er hat ihn geschaffen. Der greise Philosoph und Staatsmann ist der Washington seines Landes. (H. R. Knickerbocker.) Wieder hat sich ein Jahr in der kostbaren Reihe der Lebensjahre des Präsidenten der Tschechoslowakisehen Republik vollendet. Wieder steht das tschechoslowakische Judentum, neben der gesamten Bevölkerung des Landes, dankerfüllten Herzens am Wiegenfest des Greises, dessen Bedeutung als Staatsmann wie als Philosoph, als Demokrat, wie als Politiker, zu würdigen heute schon überflüssig ist. Was denn noch bliebe, wäre der nicht oft genug zu wiederholende Ausdruck der Dankbarkeit, von dem wir Juden dem greisen Staatslenker gegenüber erfüllt sind. Gerade wir Juden der heutigen Zeit wissen der g-ttlichen Vorsehung aus tiefem Herzen Dank dafür, daß sie an die Spitze unseres Staates einen Mann gestellt hat, der mit dem Edelsinn unseres Präsidenten die notwendige Klugheit verbindet und der mit Energie und Zielbewußtsein dem Gerechtigkeitsempfinden des tiefen Denkers Geltung verschafft. Ihm ist es zu verdanken, daß unsere junge Republik von dem Ungeist einer Zeit verschont geblieben ist, der alle Dämme hinwegzureißen schien. Ihm ist es zu danken, daß die Tschechoslowakische Republik ein Hort der Freiheit geblieben ist. Und wir verbinden mit dem Dank an ihn ein innniges Gebet an den Lenker aller Mächte und Kräfte, daß er diesen edlen Geistesfürsten noch lange, lange in geistiger und körperlicher Gesundheit erhalte, damit er, der mit prophetischen Gaben begnadet ist, die Erfüllung des Prophetenwortes erlebe: וןזצן הרבןחם לעתים והניחותיהם למזמרות ולא יטא גוי אל גוי הרב ולא ילמדו עוד מלדמדז. daß alle Völker umbauen werden ihre Schwerter in Pflugscharen und ihre Dolche in Winzermesser, und alle, alle Menschen, sich zum ewigen Frieden vereinige! mögen. Friede in Munkatsch. Es war ein historischer Akt, der in später Nachtstunde des Purim unterzeichnet wurde. Ein Akt, der endlich dem wilden Kampf ein Ende bereitet, welcher ״Beiz“ und ״Munkatsch“ seit Jahren in zwei feindliche; Lager gespalten hat. Die Zeit ist noch zu kurz, um ein abschließendes 'Urteil über das .große Ereignis abgeben zu können, zumal die rechtsgültige Ratifikation des Friedensschlusses noch nicht erfolgt ist. Eines aber soll schon heute festgehalten werden: Der wilde Kampf, der in Munkatsch getobt hat, hat das orthodoxe Leben in dieser Stadt zugrunde gerichtet, hat das Ansehen der orthodoxen Führer untergraben und hat zum Wirtschaftliehen Ruin der Gemeinde geführt. Seien wir froh und glücklich, daß dem endlich ein Ende bereitet wurde. Jetzt muß es sich zeigen, ob der Friede ein kräftiger ist. Jetzt wird es Aufgabe der vereinten “Kräfte sein, dem wahren und friedlichen orthodoxen Judentum in Munkatsch wieder auf die Beine zu helfen. Wochenlang dauerten die Verhandlungen, die unter dem Vorsitz des bekannten Friedensstifters, des Herrn M. Rubin aus S.-Ujhely, geführt wurden und auf beiden Seiten von gutem Willen begleitet waren. Bis spät in die Nacht dauerten täglich die Sitzungen, bis in der Purimnacht endlich das Uebereinkommen von beiden Parteien unterzeichnet wurde. Bewegten Herzens beglückwünschten sich die Vertreter der beiden Parteien und in der ganzen Gemeinde herrscht einmütige Freude ob der endgültigen Beilegung aller Zwistigkeiten und Bereinigung aller schwebenden Fragen. Wenn der gute Wille, von dem die Verhandlungen geleitet wurden, auch weiterhin bestehen bleibt — und das wollen wir hoffen —, dann wird und muß es gelingen, die Gemeinde zu einer weiteren friedlichen Entwicklung und zu einem gesunden Aufbau zu führen. Wir werden über den Inhalt der getroffenen Vereinbarungen noch ausführlich berichten. .Lockpreise für Auto-Fahrschüler, Die Anlockung von Schülern ״zu besonders billigen“ Preisen ist irreführend und kann mangels genügender Fahrausbildung die öffentliche Sicherheit und das eigene Leben gefährden. Die Redaktion empfiehlt in diesem Sinne und nach Erkundigung die im behördlichen Sinne geführten und nicht nür für die Prüfung, sondern für die Fahr praxis lehrenden: Neudegger Fahrschulen, Wien, VIII., Neudeggergasse Nr. 18, Telephon B-46-5-72, und Inzersdorf (Niederösterreich). Auskünfte über die Güte der Schule werden in der Redaktion (Tel. A-46-0-15) bereitwilligst erteilt. E 100.000-Kronen-Aktion für den Keren Hajisdhnw. ״Wer wagt — gewinnt**, lautet ein altes Sprichwort. Die Agudas- Jisroel-Jugendorganisation in der Slowakei, die den Mut hat, trotz der Schwere der Zeit, eine 100.000-Kronen-Aktion für den Keren Hajischuw zu proklamieren — sie wird gewiß auch gewinnen. Wir halten einen vollen Erfolg dieser Aktion, angesichts der Aktivität der agudistischen Jugendorganisation, für gesichert. Es bedarf heute keines Hinweises mehr darauf, wie wichtig eine praktische Aufbauarbeit in Erez Jisroel ist. Wir orthodoxen Juden, die wir aus Treue zum angestammten Glauben Erez Jisroel zu einem wirklich h e i 1 igen Lande machen wollen, wir orthodoxen Juden waren die ersten, die in und für Erez Jisroel gearbeitet haben. Wenn daher jetzt, durch die wirtschaftliche Not, das Heilige Land mehr noch als früher zu einem Zeritralpunkt jüdischer Sehnsucht geworden ist, dann ist es selbstverstündlich, daß die Arbeit für den Keren Hajischuw, das Finanzinstrument der orthodoxen Judenheit für den Aufbau Erez Jisroels in religiösem Geiste, vielfach verstärkt und intensiviert werden muß. Die Agudas-Jisroel-Jugendorganisation wendet sich an alle orthodoxen Kreise in der Tschechoslowakei und sie fordert, insbesondere von den einzelnen Jugendgruppen, tätige Mitarbeit und Opferfreudigkeit. Dieser Ruf darf nicht verhallen, er muß das Ziel, 100.000 Kronen für den Keren Hajischuw aufzubringen, in kürzester Zeit Tatsache geworden sein lassen. Im Schnee und auf dem Eis schlitzet die Atmungsorgane durch Medizinalbonbons1 1 o L j Li 1 PROTI KASLI A CHftlPCE Die Assifoh ä er Talmidim des Nitram Ravv שליט״א. Zu unserem vorwöchigen: ausführlichen Bericht über die Talihidim-Zusammenkunft wird uns ergänzend aus Nitra geschrieben: In der ausgezeichneten Droschoh des Nitraer :Raw, die er am Sonntag vormittag vor den versammelten Talmidim und zahlreichen Gästen hielt und die unter den Anwesenden helle Begeisterung auslöste, dankte der Rebbe auch der ״Machsike Jeschiwos“ für die Unter- Stützung, die diese der Nitraer Jeschiwah gewährt. Er forderte die Talmidim auf, im Falle der Einleitung einer Sonderaktion für die Nitraer Jeschiwah, darauf Bedacht zu nehmen, daß weder die ״Machsike Jeschiwos“ noch sonstige Thora-Unterstützungsvereine benachteiligt werden. Purimspiel ״Jaakov und Essov*‘ in Preßburg. Das biblische Melodrama ״Jaakov und Essov“, dargestellt von der Dilletantengarde der Agudas-Jisroel- Jugendgruppe, das Donnerstag und Sonntag abends im. Redoutensaale aufgeführt wurde, war ein künstlerisch einwandfreies Theater und stand vom Anfang bis ״ zum Ende, von den Hauptrollen bis zur kleinsten Staffage, auf einem solchen künstlerischen Niveau, daß man keinen Augenblick den Eindruck hatte, es handle sich um eine Liebhabergruppe, die sozusagen zu ihrem Vergnügen spielt und daran auch andere teilnehmen lassen will. Jede Einzelleistung war schauspielerisch bis ins kleinste Detail durchgearbeitet, die Ensembleszenen klappten vorzüglich. Es war eine Leistung, die in jeder Beziehung uneingeschränktes Lob yerdient. An erster Stelle ist Herr Hermann Friedmann, der die Rolle des Essov spielte, zu nennen, der sowohl in Maske als auch im Spiel eine Gestalt von packender, erschütternder Wirkung’ schuf. Herr Arnold Priedmann als Jaakov und Herr Simon Farkas als Jizchok schufen Charaktergestalten, die jedes Berufs- SCHOKOLADEN UND kakaopulver של פסח in bester Qualität, unter Aufsicht Sr, Ehrw. des Herrn Rabbiner H. Schenk jetzt nur unter der Marke EMOLA Abteilung MO LN ER der Penzinger Schokoladenfabrik Wien XIII, GolWgsMe 181, Telephon 11-33-1-60 Lebensversicherungs- Gesellschaft qy G egrundet Aus dem Jahresberichte 1932; Versicherungsbestand . , , , , . V, , , , , , , 2728 . , , , , ״ Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen . . . , . . . , ... , , , , . , , , , , , 179 Millionen BehiUing Garantiemittel . , , . . . . , . . . , . . . . . .,. 527 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten . , ,. , , , , , , , , , , , , . 60 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet; Oesterreich, Deutsches Reich, Cechosiovakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien» Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslawen, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis und Aegypten, RUM -CITRONE - MANDELN xteAetV'UV cUc modern« Juü/heuti AUSGIEBIG! BEQUEM! RUM ♦ CITRONE - MANDELN Schauspielers würdig gewesen wären, und auch die Rollen des Herrn Hugo Reisz als Riwko, Emanuel Hot- Städter als Elieser, Leopold ]Friedmann als Elijas und Kar! W e i s z als Korach waren von durchschlagendem Erfolg. Nicht zu vergessen der geschmackvollen, durchaus stilgerechten Kostümierung und Ausstattung, die mit dem gutgestellten Proszenium und den wirkungsvollen Beleuchtungseffekten schöne Bühnenbilder ״boten. Die Kla- Vierbegleitung und die Melodien besorgte Herr M. U. C. Adalbert Gottschall. Für die glänzend geführte Regie gebührt den Herren Salo P o 11 a k und Eugen K o t h ehrende Anerkennung. W. L. Beth Jakob-Purimfeier in Humenne. Einen unvergeßlichen Purimgenuß haben heuer die Damen in Humenne erlebt, was sie der Beth-Jakob- Schule zu verdanken haben. Die pflicht- und zielbewußte Lehrerin hat am Purimabend mit den Zöglingen der Beth- Jakob-Schulen von Humenne und Medzi-Laborce die Feier veranstaltet. Lange vor Beginn war schon der größte Saal des Ortes überfüllt und die Lehrerin hielt einen schönen Vortrag über die Bedeutung und Lehren des Purims. Dann wurden ״Bilder aus dem B.-J.-Leben“, Schauspiel in 2 Bildern, von Hermann Lövy, aufgeführt. Diesem folgte ״Purimlied“, eine Festdichtung ' von Fräulein Mirjam Lövy, dann jüdische Lieder, auf der Violine gespielt von Frl. Perl iSchönfeld, jüdische Gedichte und Sabbatlieder. Zum Schlüsse wurde ״Das jüdische Kalenderjahr“ von den Schülerinnen dargestellt. •' B. N. Kultusgemeindewahlen iii Bardejov. Dienstag, den 27. Februar, wurden hier die Wahlen durchgeführt, welche folgendes Resultat brachten: V׳orstand: Präses: M. Ch. Horovitz; Vizepräses: R. Löwy und H. Schöndorf; Kassier: A. Wertheim; Kontrollor: *M. Rösner; Tempel Vorsteher: J. Rosenfeld' und J.-H. ) Bindiger. Repräsentanz: H. Bodner, A, Klafter,. P. Müller, S., Chili, A. M. Länger, B. .Weinberger, D. .Friedmann, J. Grünwald, L. Selinger,. J. Groß. •S.. 2. ' Todesfall. Aus NovöZämky wird uns berichtet: In große Trauer wurde der allgemein verehrte ״Chewrä Kadischa“־Gabe Josef Levin versetzt. Seine einzige Tochter Lea ist im Alter von 24 Jahren in Bratislava gestorben. Vor zwei Jahren wurde si^ an einen braven jüdischen Mann, :Jakob Grosinger, verheiratet und führte ein strengjüdisches, glückliches Leben. Die irdischen Ueberreste der Verblichenen wurden in ihren Heimatsort; gebracht und am 5. d. unter riesiger ׳Beteiligung zürn * Grabe geleitet,!bei welcher Gelegenheit ihr ׳Schwäger, Herr M. Grünwald aus Bratislava, in einer ergreifenden Rede dem Schmerze der Familie Ausdruck gab. .׳ Aus dem Leserkreis In einer Tageszeitung!befindet sich eine Rubrik ״Warum“. In dieser Rubrik erscheinen verschiedene Fragen der Leser. Fragen von allgemeinem Interesse. Ich habe diesmal auch eine Frage. Doch schicke ich diese nicht an jenes Blatt, weil diese Frage bloß die jüdische Welt interessiert. — Vergangene Woche ׳begegnete ich einer Dame, die über die hohen Kosten, welche ihr ihre schulpflichtige Tochter verursachte, klagte. Als Belegei legte sie verschiedene Quittungen vor. Da habe ich gefunden, daß sie für Musikunterricht tsch. K 80, für französische Sprache tsch, K 40, für rhythmisches Turnen tsch. F 50, für Religionsunterricht (Beth-Jakob) . tsch. K 5, sage: fünf — zahlte. Diese Dame ist traditions־' treu und streng fromm. Möchte auch gerne ihre Tochter so glaubenstreu erzogen sehen, und doch läßt sie sich den privaten Religionsunterricht der Tochter nicht mehr kosten. Warum? Wegen Mangel an Opferwilligkeit können ־ üneritbehrliche jüdische Institutionen kein festes Fundament erhalten. B, N[, Unser Gaumen ist verwöhnt, Auch bei Torten und Mehlspeisen wollen wir nun den uns zusagenden besonderen Geschmack, sei es Zitrone-, Mandel- oder Rumaroma, nicht missen, Nicht immer hat aber die Hausfrau die Früchte zur Hand, oft müßte auch wegen der benötigten paar Tropfen Saft eine ganze Zitrone geopfert werden. Die kluge Hausfrau greift daher gerne zu Dr. Oetkers Backölen, die in Zitrone-, Mandei- und Rumgeschmacko erhältlich sind und, von denen wenige Tropfen genügen, uni dem Teig der Torte oder des Kleingebäcks den gewünschten Geschmack zu verleihen. Ueberaus ausgiebig, sparsam im Gebrauch und jederzeit zur Hand» vereinigen diese jüngsten Oetker-Erzeughisse Vorzüge, die gewiß jede Hausfrau zu schätzen weiß, Mit diesen Präparaten dürfte es unserem heimischen Nährmittelwerk der Firma Dr.A. Oetker in Brünn gelungen sein, einem von unseren Hausfrauen längst gefühlten Mangel abzuhelfen. Verlangen Sie bei ihrem Kaufmann Dr, Oetkers Backöle, l Fläschchen kostet bloß m -—.80, י:5 ■. ־, ■־..