Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 11 (15.3.1929)
- Date
- 1929-03-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 11 % Seite 4 •*? JÜDISCHE PRESSE ... ' ' —. ... A * Generalversammlung der Aguda- Ortsgruppe in Wien. Sonntag, den 10. März fand im׳ ׳großen Saale der Agudas Jisroel-Jugeridgruppc die diesjährige Generalv c r s a in m 1 11׳ n g der Agudas J i s r 0 e!־Ortsgruppe Wien, statt. * ׳׳׳ Der Vorsitzende Herr Woll Pappe ■n h e i m eröffnete die gut!besuchte Versammlung, konstatierte deren orduüngs- Ynäßige Einberufung und ■Beschlußfähigkeit. Er begrüßt dfe Anwesenden, insbesondere Herrn Kitnltusrvorsteher Doktor Ti'cho als Vertreter der Israelit. Kultusgemeinde. Herrn ,Ku.lttus׳vonstelher Kotn.-Rat 13 u c:h ׳w a 1 d',’ ׳Herrn Rabbiner Dr. Pinchais Kahn, Präsident der 1Weltorganisation der A.g'iidas Jisroel. Herrn ־Morte F e 1 s eitbn r g!als Vteepräsident des Zentralrätes. der* Agudas »Jisroel,!ferner die Herren Rabbiner Schenk, Fileiscbmann,. Haberfeid1 •und Dr. Polak. Der Vorsitzende 1berichtet über die Tätigkeit der Ortsgruppe in den letzten Jahren, die sich' in der Hauptsache auf die Flüchtliingsifünsorge •sowie anif die diversen orthodoxen!!Institutionen in Wien erstreckte. Die Gründungen der ׳Agudas Jisroel, wie ׳das- Waisenhaus in Baden, ein anif diesem Gebiet!vorbildlich 'geleitetes Institut, die Jugend- '׳gruppe, die auf allen!Gebieten ׳von Thauro. Awaudo und % Gemllas Chessed mustergültig tätig ist, das Wänder.heim, die ißeth Jako'b-Schuile sind in vollster Tätigkeit. Dieselben haben ihj־e selbständigen!Verwaltungen, äed'pc'ht ist der Einfluß der Agtidas Jisroel auf ׳dieselben statutarisch festgelegt. Er konstatierte mit Genugtuung, daß^der Geist ׳der Agudas Jisroel, der mit dem Geiste der Thauro verwoben ist, sowie besonders das Zusammengeliöriglkeitsgef iiihl■ der strcnggläubigen! Jndenschaft sich׳ in Wien von Tag ׳zju! Tag stänkt. Reder streifte ׳dann die. ausgedehnte Zusammenarbeit rtlit der Ihren' Site!hier ,habenden Wc׳l (zentrale» der Agudas Jisroel!und erwähnt besonders die schweren Kämpfe in Jerusalem, ׳d;ic einen großen׳ Aufwand von Kraft. Arbeit und Mitteln erheischten und die die alteingesessene Orthodoxie in lErez Jisroel ׳vor der Vergewaltigung und Vernichtung durch1 ׳den Zionismus schützen sollen. Er gedenkt des aus- *gezeichneten!Referates der leider iniziwisc'hen bereits ver-' bliche ne u Madame Wieks el beim Völkerbund‘, ׳einer nichtjüdischen Dame, ׳die daihin ׳kouikludierte, ׳daß es!wohl (für die englische »Regierung ׳schwer sei, mit!zwei jüdischen Organi- •sationoii ׳ziu!verhandeln, ׳daß es aber and׳ererseits.ganz unmöglich erscheint. Männern, die ׳keine!Religion besitzen, die Macht über Menschen■ zu geben, .׳die nur in der Religion leben. ,Redner erwähnte auefh ׳die Teilnahme der *•Agudas Jisroel beim Völkerbund gelegentlich der Verhandlung über .. ׳die Kalenderreforim, die eine schwere ׳Be׳i11trächtjg׳un׳g der Sabbatruhe, des heiligsten Gutes des Judentums,!zur ׳Folge gehabt hätte, rund bei der Herr Oberrabbiner!Fürst diurch seine ׳glänzenden Ausfiihruiigen einen entscheidenden Einifluß auf» ׳die höhe Versammlung ausübte, so daß vorläufig ׳von einer derartigen Reform Abstand ■genommen! wurde. Der - Vorsitzende schließt mit der Aufforderung an die Anwesenden, an der heiligen Arbeit der 1 Agudas Jisroel tatkräftig mitzuwir׳keu und in allein!Kreisen :propagandistisch (für ihre Ideen tätig zu sein. (Laug •anhaltender!Beifall.) Darauf tritt■ auf die Rednertribüne Se,. Ehnw.!Herr•!Rabbiner Dr. P. Kob», Präsident der Weltzentrale der Agit da׳, stürmisch begrüßt, und entwickelt die!Bedeutung der Ortsgruppe unter' Hinweis■ auf.׳die im Herbst ■s. G. w. wieder in Wien stattfiu-■׳ ׳elende z w ei t e . K c n e s s io Ge d a 11 0 1׳. Das Spiegelibiid ■der Agud'as .Jisroel!im ganzen bildet i:n kleiinem Maßstab *die Ortsgruppe Wien, die ■infolge ihrer׳.geographischen Lage mehr als irgend׳ eine andere Stad(■ die'verschiedenen׳ Rieh- •■!t urigen ׳vo׳n •Ost und West in sich beherbergt. Die Aufgabe des!zu wühlenden Vorstandes wird cs •in erster Linie sein, diese!Richtungen in;kluger Weise ׳zu vereinen. Die heutige Versandung wird׳ alsdann die würdige Vorbereitung der Kenessio ׳Gedaiulo sein. Er appellierte an die ׳Rührung und .Mitglieder ׳der Ortsgruppe, auch dieses Mal der •‘*Kenessio GedauHo zu einem׳ würdigen ׳Verlauf :zu verhelfen. (׳Stürmische Beifallskundgebung.) Es ■sprachen sodann Herr Rabbitter!M.!Blech für die!Keren iHathora- und ßeth Jakob- •Zentrale. Er schilderte ׳die Betätigung der Ortsgruppe auf Grund des Scheikolim-!Gedankens und •legte der Versamm-!Dung nahe, auf Chinuch der Töchter Aveiteres Augenmerk zu •scheniken. Er gedachte der in den letzten .Jahren׳ dahingegangenen! Thoragrößen, ■zu׳ deren! Ehriing sich die Versamm- . ljurig erlhob.,Herr iKultusvorsteher Dr. Ti cho begrüßte die Versammlung inr!Namen der ׳Knltiuisgemeinde Wien und •wünschte ■der Ortsgruppe eine ■weitere gedeihliche Fortent- ׳Wicklung in der Verwirklichung der ׳Religion. Herr Alfred ׳St roh führte die aulkünftige Tätigkeit der Ortsgruppe aus, ׳die sich auf nenn bedeutsame!Gebiete erstreckt,!und'brachte @@® BQshar Die Illustrationen des Werkes ״Igroth Sofrim“. ׳ Das bereits ängekündigte iberechtigtermaßen auf״־ sehenerregende Werk ׳״Igroth S of r i tn“, ׳ das im einzelnen ,eine solche Fülle hochinteressanten Stoffes ans dem Leben der Größen Israels aus dem vorigen Jahrhundert darbietet, bringt auch viele recht bemerkenswerte, bisher!unbekannte,!gut ausgeführte Bildnisse ׳und viele faksimilierte Wiedergaben. Als Titelbild wird das ■imposante Porträt des!Herausgebers, Herrn Oberrabbiners Salomon Schreiber in Beregsas gebracht, Dann folgt ׳die gedrungene,’ augenscheinlich in aillen^ Zügen in eine!klare, •abgegrenzte Form gebrachte Gestalt *des ■R a b'׳b •i Ak i b a Eger s. ■z.x Ein scharfes, ׳kluges, untäuschbares Auge beherrscht das ferngeschliffene Gesicht. ,Ehrfurchtgebietend ׳sehen wir den- Selben Rabbi Akiba Eger im nächsten!Bilde, das ein zeitgenössischer Maler nach ׳dem .׳Leben auf׳genommen ■hat. Hier ist es der greise Rabbi, der altersgebeugt in!Begleitung seiner zwei Dajattim, (Rabbi Jaikob Calvary •und ׳Rabbi Moses Lands borg s. z. 1., den Marktplatz der ■Stadt Posen durchschreitet. So sah noch vor hundert Jahren das Rabbinat von Posen aus! ■Unsere durch die Briefe und die Bilder angeregte Vorstellung von Rabbi Akiba Eger wird durch die Fakshnilie seiner klaren, festen Handschrift ergänzt.־ Rabbi Mosche ßofer s. z. 1. (״Chatham Safer“) ist mit zwei Bildern wiedergegeben, vertrete«; das ■eine stellt ■ihn etwa als Fünfziger und das andere ,als Greis dar. Auch seine hebräische Handschrift ■und seine deutsche Namenszeichnung ist faksimiliert. Eine '׳Abbildung seines Grabsteines auf .dem ׳ alten■ Preßburger Beth Hachajim charakterisiert. ׳die* Verehrung, die ihm in seiner Gemeinde gezollt wurde. Rabbi Abraham Samuel Benjamin Sofer {,JOthaw Sofer“) sehen .wir einmal im Zenith seines Lebens als majestätische, vornehme Erscheinung,, und das anderemal nach einem Oelbilde als jugendliche, von Seelenadel ,überhauchte, zarte Männerschönheit. Von seinen Söhnen werden die ,Biläer des Rabbi J i z c h 0 k L e b Sofer s. z. 1. und des •Rabbi die folgenden vier ׳Resolutionen vor, die per Akklamation angenommen wurden. . Resolutionen der Generalversammlung der Agudas Jisroel-Drtsgruppe Wien am 10. März 1929. \. Die aiö 28. Adar L taKende ordentliche Generalversammlung der Agudas Jisroel-Ortsgrnppc Wien hat mit groGem Interesse den Bericht über den Empfang der Zentralleitung der Agudas Jisroel beim Herrn Bundespräsidenteu Mihlas entgegengenommen und spricht dem Herrn Bundespräsidenten ihren Dank fiir die warmen Worte aus, die er für die Schaffung unserer Organisation im Geiste der Religion gefunden hat. 11. Die Generalversammlung nimmt die Nachricht, daß die zweite 1 Kenessio Gedaulo m. G. H. wieder in Wien stattfinden soll, mit ungeteilter Begeisterung entgegen und versichert der Leitung der Zentrale der Weltorganisation, all ilire Energien auf/.uwenden, 11m den illustrcn Gästen den Aufenthalt {Hieraus angenehm zu gestalten und in dauernd schöner Erinnerung zu erhalten. ' .11111־ ' " . Die Generalversammlung stellt neuerlich mit größtem Bcdauetn fest, daß der Misrachi jede Gelegenheit beniitzt, um die Tätigkeit der Agudas Jisroel in ihrer schweren und verantwortungsvollen Aufbauarbeit im Geiste der Thora zu stören. Die Versammlung protestiert energisch gegen den Verrat der religiösen Interessen durch die Intervention des Misrachi beim palästinensischert» Highkommissar Lord Chancellor und verweist darauf, daß der Austritt jedes Jure Schomajim aus der zionistischen Kencsscs Jisroel in ׳ Erez Jisroel von fast sämtlichen Thora-Autoritäten zur unbedingten Pflffcht gemacht wurde. Der Misrachi hat trotz seiner gegnerischen Einstellung kein Recht, Entscheidungen eines Rabbi Cliajim Sonnenfeld, Eiijahu Klatzkin, Choiez Chajim, Czortkower, Gerer und Beizer Großrabbinen u. a. Zadikiin anzutasten. Er bat sicli dadurch neuerlich als der Scherge des antireligiösen Zionismus gezeigt und nicht als Vertreter religiöser Forderungen im eigenen Lager. *IV. Die Generalversammlung fühlt sich veranlaßt, mit größtem Bedauern feststcllen zu müssen, daß im Namen des Misrachi ein Lehrerseminar in einem offiziellen. Organ Lehren zu verbreiten sucht, dievden Grundlehrcn und Grundanschautingcn des orthodoxen Judentums widersprechen. Daran ändern auch nichts die drei sich widersprechenden, im ״Hator‘‘ erschienenen Dementis. » Gleichzeitig spricht die Generalversammlung ihre Anerkennung und Bewunderung den Männern aus, die auf die bibcikritischcn Gefahren in dieser Erscheinung rechtzeitig und energisch aufmerksam gemacht haben. Herr M. iHorn1stei.il, Olbrria׳nns-tolivertreter •des■ Hitachdltfiii• entwickelte׳ in temperamentvoller Weise ■die Postulate ׳unserer ־ostjüdiscbe׳n Brüder ׳Und' .ber!ubi«te sich mit •der Zusage, daß der!neue Vorstand׳ •alles tun ■ward, um •den Tcrechtigten1 ׳utnd erfüllbaren Wünschen gerecht!zu werden. ׳Es sprachen ferner •die Herren Theo iKilcin, Sch. Fisch- Jicimer, »Kultusvonstaind M. Leittier und S; Stern. Die Versammlung setizte ׳den Jahresbeitrag auf •S 6 fest. Eime iStatutenünderain!g, ,beziw. ‘Erweiterung ׳wurde auf Antrag des Vorstandes beschlossen!. Die daun erfolgte Wahl van 21 Vorstandsmitgliedern. und eines 35gliedrrgen Parteirates brachte folgendes Engebnis: Für den Vorstand: Salomon Aschkenasy, Moritz Feh : senburg, Jakob .Halpern, Nathan ,Herzka.!Rabb. Abr. ■Heschel, Josef Hornstein׳, Markus (Kamnv Leopold1!Lederer. Samuel Nissenbaum, Wolf Pappenheim:, 1Med.-!Rat Dr. .Reiniger, Siegfried Richter, Abrahamr' Schapira.!David ■SeidmantL Ja'kob Steinhof.■ SamuOl Stern. Alfred!Stroh, Emi!l Stroh, Lippe Türkei, Salomom Türkl, Rabb. Abr. Twerski. Für dem Parte׳ir׳at: Sandor Adler, ׳David Baumgarten,; Ch1. Sch. Biegeleisen׳, Rabb. Moses Blech, David Bondy, Mano .••FeIsenburg, Schimchschen•.Fischer*. ,’Scholem Fisciiheimer, Isidor Fromm e r, ■Pindhas-G ruber, Mot tl. Hörnst ein. Me׳d.־Rat Dr.!Koiieb׳, big.' Lud!w.J 'KTritziler,', Herscbe'l Mer meistern, Simon׳ Nagel,' Jaikob Ormer, Nachmann Panner, Moritz Pappemheim,!Hersch Pfeiferbaum, Hersch P'feminger, M. D. ' Nacitmann, Josef Schick. Heinrich׳ Schön, ■Solomon Schrei- ■ber, Moses Seidmainn, J.' S.' Silberst'efl׳n,• ׳Salomon-;Sparer, ■ Emst Spitzer, (Moritz Sfpitzer, Julius iSteinifeld׳. Oscher. Stroh Ja'kob Tiiirkl, Samuel Türkl, Berisclt WiieliCka, Joachim Wosrner. AGUDAS JISROEL * JUGENDGRUPPE, WIEN, II. »Floßgasse 1■——■—■»— EINLADUNG zu der am Montag den 25. März 1929. präzise 1/*9 Uhr | abends im Festsaale des ״Hotel Post“, I., Fleischmarkt | Nr. 24 (Eingang I., Drachengasse Nr. 3), stattfindenden 1 Karten (Damen und Herren) sind allabendlich im Lokale | der Jugendgruppe, II., Floßg. 1, Telephon R-45-7-47,! zu haben Simcha 'Bunira Sofer s. z. 1. (״Scheweh Sofer“) gebracht1. Der aufmerksame •Leser ihrer Briefe wird •sich sie ungefähr so vorgestellt haben.!Es sind abgerundete Mensehen. In jeder Bewegung Würde und *kluge Gemessenheit! R a bb i S c h i m o.n Sofer ®. ׳z. 1. 1(iKr׳akau) erscheint als Typus rabbhiischer Höhenmensctfen; er muß •auf jeden, der sich ihm häherte, faszinierend und fesselnd ■gewirkt haben. Rabbi Salraan Spitzer s. z. 1.. strahlt in jedem Zuge Güte und ׳Klugheit aus und zum Schlüsse ׳bei ׳Rabbi Samuel E h r e n f e 1 d s. z. 1. (״Ghathan Sofer“)!sehen wir *tiefgewurzelte Frömmigkeit, ■unverkümmertes Ternimus. auf dem Gesichte. Der Geist unserer Großen fand auch in ihrem Aeußeren ihren Ausdruck. Der 2. Band des ״Großen Brockhaus״ erscheint! WÜe wir soeben erfahren, wird Ende März der 2.!Band des ,Großen Brockhaus“ vor liegen, des größten und neuesten deutschen Nachschlagewerks der Gegenwart. Als das lange mit Spannung erwartete׳ Werk Ende Oktober zu erscheinen begann,׳ hat es durch Inhalt, Ausstattung und Preis!Aufsehen erregt: es ist nicht etwa eine ״veränderte Auflage“, sondern ein von ׳Grund auf neues Werk ■und hält, was der1 Name Brockhaus mit seiner hundertzwanzigjährigen Tradition verspricht; es ׳umfaßt das gesamte Wissen unserer Zeit und bringt es wissenschaftlich einwandfrei, aber in jedem verständlicher Sprache dem praktischen!Menschen unter praktischen Gesichtspunkten nahe. Kein •Lebemsgebiet, das uns heute angeht,״ bleibt!unbeachtet Nur ein Beispiel für die Reichhaltigkeit: •die Fachgruppe ,Der gesunde und kranke Mensch“ wird in 59 Untergruppen von 43 ärztlichen Mitarbeitern, meist ׳Hochschullehrern, bearbeitet, und zwar unter mehr als 17.000 Stich- Wörtern mit ' Hunderten von ׳ Abbildungen. Wollte man jeden Tag regelmäßig' eine 11aIbe .Stünde •im ״Großen Brockhaus“ lesen, w-ürde man et^ya U Jahre zum Studium aller, 20 Bände brauchen. . . Dr. Isidor Jelteles in Prag,!Die 'Bedeutung der Pijudlm als halachische. ■Quellen. Sonderaibdruck aus dem Jahrbuch der’ jüdischTiterariöchea Gesellschaft, ,!Band XäX, Frankfurt a. ׳M. 13 S. Oktav. [4/end TlSSCfl AUCH TEILZAHLUNG! DER SCHLAGER von 192g. ״yjTmmäazuhaus WENJV.WtEDNERHAUPTSTR.79 TEL. U <t6-2-52 Wir liefern 10 neue Platten mit S 10.— Anzahlung und י S 2.— Wochenrate ohne Preiserhöhung 01 Nachrichten j Zur Beachtung! Auf vielfacheh Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab זמן הדלקת הנר עמיצש״ק nach den מנהג ותיקיי nach welchem unsere ostländischcn Brüder sich richten, veröfefntlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügung gestellt. ,"התאחדות יראים" ווינה ״Hltachdut Jereim“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraße 30. T. 15. ב״ה . פ׳ פקודי זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 5 עם 48 מיגוט זמן שקיעת החמה עש״ק שעה 6 ע□ 01 מינוט זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 7 עם 00 טינוט Eine bemerkenswerte Sijumfeier. Die Jngendgruppe der Agtidas Jisroel in Wien hatte wieder einmal Gelegenheit, ihre Mitglieder zu einem Sijumfest einzuladen. Um die Ereudestimmung zu erhöhen׳, hatte die Verwaltung die Beendigung des Traktates Baba Bathra auf ׳den ersten Abend des ראש חדש ■Adar II. •Verlegt. Nach Abschluß der מסכת durch den! Vortragenden!Herrn J. T c it eibaum, begrüßte Herr Hermann Bon■ di die Anwesenden, insbesondere die als ■Gäste erschienenen!Herren- Rabb. Dr. P. Kohfn und Herrn ׳Rabb. ׳Ehrenfeld aus Mattersbürg. Er :stellte mit besonderer Freude fest, :daß die Jugend sich so zahlreich eingefamden hatte. Ganz besonderes ׳ Interesse erregte ■die erstmalige Vornahme einer Prämien- Verteilung. Die Verwaltung hatte nämlich zwei Preise, einen ersten in• ■Höhe von S 300.— und einen zweiten von S 150.— für ׳die beiden fleiss:igs׳ten ׳Lerner ׳und besten Kenner derכתאDמaus•gesetוzt.!Eine!Kommissio׳n ׳hatte bereits Prüfung vor^enömmen und zwei Jünglinge■ als ■die Preisgew.inner ׳bestimmt. Beide־ haben ■die schwere und 177 Blatt große •מסכתא vollkommen׳ und erstklassig ■im Kopfe ׳und den bedeutenden Anforderungen der •Prüfungskommission voll und ganz entsprochen. Es konnte daher nicht wundernehmen; •daß die Verteilung der Preise!sich zu einem nicht nur interessanten! Moment für die Teilnehmer, sondern auch ׳als eine erhebende Tatsache gestaltete, worin . Anerkenmiug für fleißiges Lernen ׳und Bestätigung wirklichen : Könnens stärksten Ausdruck fand. Die Keren Hatorah- Zentrale hat für •die Prämien S 250.— bereitgestellt, in weither Summe S 50.— enthalten sind, die dem Keren Hatorah ׳von dem Czortkower ׳Rebbe ausdrücklich für diesen Zweck, zur "Verfügung ׳gestellt war.!Der!Begrüßende erwähnte, d:aß für die nächste, jetzt gelernte מ׳ סנהדרין ebenfalls Preise aüsgesefczt seien, •und schloß mit dem Appell, daß ■der Zweck dieses Preisausschreibens; eine recht rege •Beteiligung beim י Lernen hervorzurufen, ■auch von einem gToßen Kreise gepflegt werden möge. Es hielten dann die Herren Rabb. Dr. P. Kahn und Rabb. 'Ehretifdd Ansprachen. ׳In später Nachtstunde trennte man sich im Bewußtsein, das משנכנס אדר an der höchsten שמחה begangen zu haben. _,.׳ :_..' mKunHBBHBBilB!Q8MHB>KBBSQBK9naHlHmBnBaUBB?WHnESBnHKDH --- , ' ־ , 1 ׳; Der Verfasser stellt ׳die StetLieni in ׳Raschi, Tosafotb und Pasklm zusammen, in denen Pijudim als ׳Quelle für halachische Entscheidungen angeführt oder mitangeführt werden, um ׳damit־ die ׳hohe Wertschätzung zu 'beweisen, deren sich die Piljud'lm zu aßen ׳Zeiten erfreuten. Unter ״halachische Pijudim“ versteht der Verfasser solche,׳■ in denen direkt oder indirekt Riten öder sonstige von der׳ Halacha abhängende Themen behandelt oder berührt werden. Einleitend gibt der Verfasser auch eine ■Uebersicht über ■die Steilung der Poskim zu den ׳Pijudim als Bestandteilender Gebetsordnung unter!besonderer Anlehnung an ■das!bekannte Responsuin des Rabbi Eleaser Flekeles ■im Tschuwoh IMeahawoh. B. "ספר "אמייי מאיר" דרושים ־ יקרים וכוי מאת הרהג הגי■.ד ׳.מאיר ט ענג ע נ בוי ם זצ״ל אבקק פילעק, טארנא ופוטנאקי חובא לביה״ד ע״י הר משה טעננענבוים, אברק״ק מילgr. 4«תי סעפשי תרפ״ט, קמיד וחי עט׳ Das von uns bereits angekündigte posthume Werk vom jüngst iheimgegangenen Oberralbbiner 1R. Meier Tannenbäum ■in Putnak ist!jetzt erschienen. Der!Herausgeber, Neffe und Schwiegersohn des Verfassers, Herr Oberraibbiner!Moses Tannenbaum in (Moldava n. B.! (Slowakei) ׳hat mit diesem Werke nicht nur der kind- . I liehen *Pietät eiai schönes und ׳würdiges Denkmal gesetzt, j er!hat damit zugleich unsere DeruscMiteratur aus neuerer Zeit ■um einen wertvollen Beitrag bereichert, für den ihm j Dank gebührt. Das Werk •enthält 40 Deruschim mit feingedachten, in die knappste Form gebrachten *agadischen Deutungen zahlreicher Bibel- ,und •Taimudstellen. Man wird ' diese Erklärungen und namentlich die guten Lehren, die daran geknüpft werden, mit Genuß und geistigem Vorteil in sich aufnehmen. Die Fußnoten bringen annehmbare agadische Deutungen vom ,Herausgeber, seinem greisen Vater, dem Oberrabbiner von Torna, und anderen, ■die den Hauptderusch an vielen Stellen recht güt ergänzen. Das Vorwort bietet eine kurze biographische Skizze des Verfassers sl z. <1.!Ein gutes Register erleichtert die ,Benützung. Besonders muß der schöne (Druck und der gefällige Binband :rühmlich hervorgehoben werden, die einen Beweis dafür liefern, mit welcher Liebe *der ,Herausgeber' den . 4 י