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Jüdische Presse · 1929-03-15 · 11 (15.3.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
11 (15.3.1929)
Date
1929-03-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 11 Seite S JÜDISCHE PRESSE Der Vorstand des Bethansvereines Talmud Thora, bringt zur!Kenntnis, daß ׳ פקודיD p״»ö Samstag, den 16. d., 8 Uhr abends, •im Restaurant Vienna, H., Obere Donaiir Straße 91, die Begrüßung Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Schenk anläßlich seiner Heimkehr aus ארץ ישראל statt־ findet Se. Ehrw. (Herr Rabbiner Schenk wird über seine Reise berichten. Anschließend findet ein Festbankett statt. Aerztiiche Nachricht. Dr. Otto Filiefgefl; Uniiversitäts-;assistent an der orthopädischen Klirfk Prof. Lorenz, hat seine iaehärztiiehe Praxis in. Wien, II., Lassingleifchinerplatz 3 (Taborstraße 17), von haffib 4 bis 6 Uhr aüfgehommen. * Telephon R-47-1-60. Die Jugendgrappe ״Emunas Aves“, W!ien, XIV., Storchengasse 21, veranstadtet a!m 19. Mänz 1929, halb 8 Uhr abends, im Vereiiiishause, XilV., Storchengasse 21, eine Gründungsfeier, verbunden mit einem (Bankett. .Entree S 2.50. Das eventuelle Reine rträgnis dient zum Ankauf einer -Bibliothek für ■die Jugendg.ruppe. Karten sind zu haben bei ׳Herrn Emanuel Weiß, X1IV., Uliimannstraßc. 61, Herrn Artur!Krciner, XJV., Reindorfgasse 8, ■Herrn Emanuel Schulz, XIV., Brautihirschengasse 3. Herrn Leopold Wechsler, XIV., Storchengasse 26. In Palästina gleiche Zahl Ein- und Auswanderer im Jahre 1928. (j. T. A.) Nach der soeben* hier veröffentlichten Statistik betrug die Zahl der jüdischen Einwanderer in Palästina im Jahre 1928 2178, die der Auswanderer in dem gleichen Jahre ebenfalls 2178. 1111 den drei iKrisenjahren 1926 bis 1928 wanderteu in Palästina 17.971 Juden ein, 14.614 Ju- •den wanderten aus: der UebersChuß der Einüber die Aus- Wanderer betrug in dieser Periode 3357. •, Amtliche Verlautbarungen der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Z. 1337 ex 1929. Wien, im März 1929. Kültusgebühr für die Erzeugung und den Verschleiß von Mazzoth. Smklowitsch über den Vertrag zwischen Sowjetregierung und »Joint**. Der Volkskommissar Smklowitsch, Vizepräsident der Sowjetunion ■und .Präsident von K öm ze t (Regierungskommission für Heranziehung der jüdischen Massen, zur Produktion), empfing die Viertreter der ausländischen Presse zu einer Konferenz und erklärte iiFhen, der!zwischen der Sowjetregierung und der amerikanisch-jüdischen Gesellsohaft ■für jüdische Landansiediung in Rußland abgesc'hlossene Vertrag, •wonach jeder der Vertragspartner in den nächsten!zehn Jahren je 10 Millionen Dollar (je eine Million jährlich) zu dem jüdischen iKolonisatjanswerk beisteuert, bringe endlich dieses Werk auf eine konstante Grundlage. Das neue Abkommen schließt alüe Elemente der Philanthropie aus und! verwandelt diese Arbeit in, eine rein konstruktive.!Das in dem Werk investierte ׳Kapital wird nicht verschenkt, sondern es wird umgesetzt und nach einer gewissen £eit liebst Zinsen zurüokgezahlt. Endlich ist es •möglich geworden, endgültig festzustellen, wieviel Siedilungsüand für die jüdische Kolonisation in den nächsten zehn Jaihren benötigt werden wird. Die Sowjetregierung erstrebt •did .Ansiedlung von Juden ln kompakten Massen in der südlichen!Ukraine, sowie auf der Krim, um die Mög- •lichkfeit ׳zur. ׳Bildung nationaler jüdischer RayotiSyZU׳ schaffen. Die jetzigen Zuwendungen und Vergünstigungen für das jüdische!Kolonisationswerk, sagte Smidowitsoh ׳weiter, entsprechen noch immer nicht!der Höhe des Bedürfnisses. Die Sowijetregierung hofft, daß mit der Zeit diese Zuwendungen und Erleichterungen (erhöht werden könnten. Zum Schlüsse betonte Smidowitsch, bisher herrschte’ volle., UebereiUstimmung *wischen der Sowijetregicnihg ■und dem Agro-Jölnt über das Wesen der Arbeit, er •sei überzeugt, daß diesie Uebereihstimtnung auch in iZukunft 40rtdä־udrn wird. 250.000 Dollar für die hungernden Juden* in Bessarabierc. Die , Union rumänischer Juden dn den Vereinigte« Staaten hielt soeben, eine Konferenz ab, in der über Maßnahmen zur Linderung der Not der *hungernden Juden ln ׳Beßarabien beraten Wurde. ,Es wurde beschlossen, eine Summe von 250.000 Dollar als Nothilfefonds für die hungernden Juden aufzubringen. Von rumänischen Juden in Argentinien sind in den letzten Tagen bei dem Hilfskomitee für die hungiertiden Juden;in ׳Bessarabien 4220 iDoilar eingegangen. Die Lage in den Hungergebäeten in Bessar aibien. hat sich in den letzten Wochen infolge der anhaltenden. Schueesfcürme besonders kritisch gestaltet.•Aus vielen Orten, treffen Nachrichten ein, daß in vielen ungeheizten Wohnungen Erfrorene'aufgefunden worden sind. Aus allen Orten Südbtessarabiens erhält das Hu 11gcrhi Ifskomitee Notrufe und Bitten um Brot und Kleidung. Tragischer Tod eines jüdischen Industrieführers in Polen. (J. T. A.) Der bekannte jüdische ilnidustrieführcr Albert Kahn, der zusammen mit seineih Vater Mitbesitzer und Leiter des größten TexfcMuntcrnediniens im Lodzer Revier, der Widzewer!Manufaktur, ist, ׳wurde auf einer Straße Warschaus beim Verlassen •seiner Fabrik von einem aus seinem (Betrieb entlassenen Arbeiter erschossen. Der Mann gab aus •seinem Revolver mehrere Schüsse auf ihn ab. Schwer verletzt, zog der Ueberfallene seinen eigenen Revolver und tötete seinen Gegner auf der Stelle. Er selbst, wurde in eine!Klinik ׳gebracht, wo er bald darauf ׳an den Folgen seiner Verletzungen starb. ÄBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBIIBBBBBBBBaBBBBBBBilBBBBBBBBBWBBBBBBBBBBaBBBBBliBBBg i TschecHoslowakei! s IH 7aaaaaaaBBS«BBB0aBBBBBBaBBBaBaBH1BflBaaBBaBBBaaBaBaBBa8aBBaBBBaBBBBBBaBBBaBBBaBS Anregungen. Not und Armut treten gar oft hilfesuchend an uns heran, jedoch, nur selten sind wir in der Lage, die entsprechende Hilfe auch leister! zu könnenI Vertrauensmänner, Interessenten und Anhänger der Agudas Jisroel in den orthodoxen Gemeinden der Slowakei, wo es organisierte Orts- und Jugendgruppen noch nicht ׳gibt, werden dringend gebeten, Gemäß den Bestimmungen des behördlich genehmigten Tax- und Gebührentariies der israel. Kultusgemeinde Wieii ist dieselbe berechtigt, für die Beaufsichtigung der Erzeugung sowie des Versefdeißes voti Mazzoth eine Kultusgebühr im Betrage bis zu S 10.50 für 100 Kilogramm zur Einhebung zu bringen. Gemäß § 22 des Gesetzes vom 21. März 1890, "R. G. Bf. Nr. 57, ist zur Einhebung der statutenmäßig auferlegten Leistungen die politische Exekution gewährt. 111 den letzten Jahren hat es sich mehrfach ereignet, daß Mazzotherzeuger oder Mazzothimporteure .an den Kudtusvorstanä um Nachsicht der Gebühr nachträglich mit der Angabe herangetreten sind, sie hätten bei den Verkaufsabschlüssen dieselbe nicht in Berücksichtigung gezogen. Der Kultusvorstand sieht sich daher veranlaßt, schon derzeit auf die Verpflichtung zur Entrichtung der Gebühr aufmerksam, zu machen und aufzufordern, etwaige Ansuchen um Ermäßigung der Gebühr unter Angabe des in Betracht kommenden Quantums von Mazzoth bis spätestens 25. März 1929 einzubringen. Angesichts der Finanzlage der . Gemeinde und des Umstandes, daß die Erträgnisse dieser Kultusgebühr für Armenzwecke verwendet” werden, wird eine nachträgliche Ermäßigung oder ein Nachlaß der Gebilbren nicht zu gewärtigen .sein. Um die Grundlagen für die Gebührenvorschreibuiig zu schaffen, sind die Organe der israelitischen Kulltusgemeihde angewiesen, die Erhebungen ,über die Erzeugungs- und Verkaufsstätten von Mazzoth mit aller Umsicht zu pflegeu. Für den armen •Menschen bedeutet ,die Wohnungsfrage respektive die Bezahlung •der Wohmmgsmiete die größte und drückendste Sorge. Täglich, jahraus., jahrein muß er an das Mietsquartal denken und sich ständig darauf vorbereiten, denn •der arme •Mieter, den der HauseigentÜrner weniger toleriert:• als den gut situierten, muß den Mietzins pünktlich bezahlen und ist in den meisten Fällen auch tatsächlich pünktlicher als dieser, ohne daß der Vermicter eine Ahnung davon hat. mit welcher ,Entbehrung und Sparsamkeit diese, wenn auch geringfügige Summe aufgebracht wird. Nun denn, diesem Uebel- und Notstände •könnten die jüdischen Hausbesitzer!mit־ Leichtigkeit und nicht nur ohne Opfer, .sondern sogar sehr zu ihrem, ,Vorteile und zu ihrer . vollsten Zufriedenheit und Ruhe Abhilfe schaffen. Wie? Sehr einfach! N e h m e t, jüdische Hausbesitzer, i ii d i s c h e Hausbesorger! . . Lassen Sie sich nicht von dem Vorurteile'!leiten, daß dieser die Reinigung •des Hauses׳'und die nötigen Verlieh-.« tnuge.il aus ׳ ■Mangel an-Pedaiitenie •oder, kusr־'Unverständnis, oder des Sabbates wegen, nicht zu «leisten-•vermag. Dieses* stimmt durchaus nicht. Der •jüdische Hausbesorger •ist viel aufmerksamer, viel aufrichtiger ׳”und umsichtiger als der nichtjüdische,. welcher in den meisten Fällen unbotmäßig und ׳nach kurzer Zeit widerspenstig wird. .!Der ׳nichtjüdisehe Hausbesorger hält, sich ■ manchmal׳ — •und der jüdische immer einen Dienstboten, welcher die Hausarbeiten unter seiner Aufsicht an Wochen- ׳und Feiertagen verrichtet. Ich kann die!Insfcituieninig jüdischer;•Hausbesorger um so sicherer •empfehlen, als auch ich seit ׳beinahe drei Jahren einen solchen‘habe und während ich ehedem mit den nicht־ jüdischen ständig Verdruß und. Unruhe hatte, bin ich mit t meinem jüdischen Hausbesorger vollkommen zufrieden und * glücklich in dem Gedanken; einem armen Glaubensge- , •nossen’’ einen Großteil seiner Sorgen abgenommen •zu ׳haben. Daher, empfehle ich den p. t. glaubensgenössischen Hausbesitzen! wärmstens: -N e hm c t jüdische Hausbesorger in Euere Häuser, I1{׳r' werdet armen Menschen Sorglosigkeit ׳und Euch Ruhe und Zufriedenheit schaffen. Ein jüdischer Hausbesitzer. geistigen!Nachlaß des Verfassers ■der O Öffentlichkeit übergibt.׳ B. ע״ד האנשים המשמשים בבית שני אשר שמוה□ דיזבר־ בש׳ים ובמדרשים• מאת ח יששכר בער ייטעלס מפראג (Dr. BerchoM-Jeiteles) ׳ Frankfurt a. •M..20 S. Oktav. ,Eine kleine, aber recht verdienstliche, historische Arbeit. Sie ׳erscheint als Sanderabdruck atus dem Jahrbuch der ׳jüdiisch-Jiterarischen Gesellschaft. (Band XIX. Da ■werden alle ׳Dqteil aus ׳der ׳talmudische 11 Literatur über die ׳Funk- ׳ tiönäre ÜKohanim und iMemunim), •welche ׳während des zweiten Tempels Dienst 1leisteten, gesammelt und nach den einzelnen 1Namen• ׳in alphabetischer ׳Reihenfolge •iilbersichtlich geordnet• Ein kurzer , einleitender. Aufsatz ׳ beschäftigt sich (mit dem' Charakter dieses Dienstes und der Stellung, den ihre Träger in dem ZeitlbMde des!zweiten Tempels einnebmen. Selbstverständlich •wird ganz nebenher auch •manches■ •Dunkel in den Angaben unserer Weisen ■in bezug״ auf ׳den behandelten: Gegenstand aiifgeheilt. ׳B. ס׳ גפי ביאור רחב בשיטות הראשונים וחילוקי האחרונים ובו׳ מסודר על ש״ס המשנה, ח, חמישי על מסכתות שקלים, יומא, סובה, ביצה, ונלוה אליו קונטרס ב׳ של. בת בי א ש, חילופי מבחמס ח״ח והערות מאת הר׳ א ב ר ה ם- ש ט ע ר ן gr. 4° גאלאנטא הרפ״ט, קס״ב עם׳ ׳,Der Kommentar גפי 'אש vcu •Herrn ׳R ab bin er. S t e r n in No׳ve Zamky (Tschechoslowakei) •zur Mischna schreitet in rascher Folge!vorwärts. Der 5. Teil zu den TraktateuScheikolini, J.aaunö, Sutekoh und, Bezoh liegt׳ nun in der. (güten und irr jeder (Beziehung' binwand- .,freien Ausstattung der Gafaivtaer ׳Neufeld-DrUckered eben- .falis vor. Wie die früheben Teile, bietet der 'Kommentar, auch zu; diesen Traktaten eine Fidle ,reichen Wissens• in guter Anordnung; und, iu äusiiih.riicheu .!Äuseinandef- Setzungen mit den früheren und späteren Komuieiitatören. kritisch gesichtet. Da ist fast alles angeführt,־ was die Rischonim oder Achronini zu •jeder einzelnen!Mischna oder im Verfölge ׳der!Diskussionzum .פסק הלבה beigeibracht. ist. .Der Verfasser, scheut keine!Mühe, um sein׳ Werk zu einem inhaltsreichen iKompeudium der Mischna zu gestalten und steuert auch .selbst an zahllosen Stellen treffliche Erkl'ärungen ׳zur Aufhellung schwieriger Partien!bei. Erregt der Haupt teil wegen ׳des ׳großen .Fleißes, ׳der auf ihn •verwendet •׳wurde; .schon Bewunderüing,'. •so wächst dieses Staunen noch ׳bei dem Anhang ״!Kithiwe Esch“, der die Fortsetzung ׳der ׳Korresponden!z. enthält, die der Verfasser zur Diskussion über seine Erlklärungen ׳m!it ׳vielen Rabbinern und (Gelehrten des In- und Auslandes •unterhält. Sie zeigt •uns seine Werkstätte-und die Gewissenhaftigkeit, mit der er arbeitet, um alles,!was im Zusammenhang ׳mit seinem Stoff wissenswert erscheint, in ׳den!Bereich seiner Forschlingen zu •ziehen. ׳ B. An unsere Abonnenten! Alle jene P. t. Abonnenten, die aut ein Prämienexeinplar des bereits erschienenen Werkes ״Igroth Soferim“ Anspruch haben, werden dasselbe noch vor Pessach erhalten. Die Prämienexemplare sind u rigebunden. Um aber unseren Abonnenten entgegenzukommen, sind wir bereit, nach Voreinsendung von S 3 das Buch in O r i g I n a I p r a c h t e i n b a n d zu liefern. .. Der Ladenpreis des Werkes beträgt S 12. Die Administration. *®offis-u. IfßTi/Ji [hff ihre Adressen unngehend *de!m Büro der Agudas Jis roeLLandesorganisation für die Slowakei in 1Bnatislava (Turnergasse 14-16, Postfacji 140) mitzuteijerv Koschere •Lebensmittel. ׳Man hat in den Zeitungen mit der Ankündigung von!Lebensrnitteiln ״koscher sdhel Pessach“ schon begonnen. Pessach wird auch von, •jenen Kreisen ׳strenger ׳genommen, welche sonst ihn Jahre das Kaschruswesen leichter nehmen, hingegen diejenigen, welche das ganze Jahr , strenge auf!das Ka'schrus ihrer Küche achten, am Pessach ׳noch viel genauer sind. Dies ist eine Ursache׳ mehr, daß •man darauf achte,'d׳aß 11!icht .einzelne Leute das Kasciirusbedürfnis •der orthodoxen Juden ausnützen ׳upd •sich ■auf Kosten der ׳Glaubenstreue ungerechte Vorteile aneignen, ׳Es ist eine allgemeine Klage,־daß Lebensmittel, welche ׳mit einem .,׳Hechscher“ versehen sind, zu teuer verkauft werden, was entschieden e׳in Uhrecht ist. Daß der Artikel ״koscher“, das heißt für den gläubigen Juden brauchbar ist. darf ni e m׳and e m ein besolideres. Geschäft -bedeuten.' •Daß der betreffende Artikel verläßlich koscher ,ist. das bildet für den Erzeuger den großen Vorteil,, daß er in dem großen Kreise!der strenggläubigen Juden Absatz finden ■kaun. Zugegeben, daß die Ge- S'teihiingskosten eines koscheren Artikels ׳größer ׳sind als des nichükoscheren Artikels, so kann dieses Plus nicht mehr als 10 Prozent aasmachen. ׳Es, ist daher ׳durchaus nicht gerechtfertigt, wenn man be׳i verläßlich koscheren Artikeln den Preis um 30, manchmal noch mit mehr Prozent erhöht. ׳Diejenigen, welche die Preise so unverhältnismäßig erhöhen, wollen •sich!damit rechtfertigen, daß sie der ״Hechscher“ •und die Aufsicht sp •viel kostet! Dies ist keine ׳Rechtfertigung! Erstens braucht der (HeChscher nicht ׳s 0 vi e 1 zu kosten. Zweitens,, ׳was die Aufsicht kostet, das soll den Verdienst ׳des •Erzeugers vermindern, denn das ׳bildet eine Regieausgabe ׳und soll nicht die Ausgaben des Konsumenten erhöhen und seine ■Haushaltung erschweren.!Daß diese Auffassüng eine richtige ist, sehen!wir schon bei •vielen Konsumartikejh. Wein, Slibowitz, Kokosfett. Schokolade, Zucker, Kaffee kostet mit!Hechscher versehen um keinen Heller mehr als ohne!Hechscher. ׳Nur demjenigen dürfte man einen!Hechscher erteilen, der selbst in ׳jeder Weise verläßlich ist, hingegen derjenige, bei ■dem dies nicht der 1rau ist, der nur ibei Anstellung •eines einwandfreien Aufsehers •einen ■Hechscher auf ׳seinem Ware bekommen ׳kann, der soll seihst die Kosten ׳des Aufsehers und Hechschers •tragen. Die ungerechtfertigte Verteuerung der Konsumartikel ward von dem!Wucheramt streng •verfolgt Die übermäßige Verteuerung der ״koscheren“, Artikel fällt aber noch!schwerer ins Gewicht,, weil sic neben'dem Vergeben gegen .die Konsumenten ■auch ein Verbrechen gegen die ׳Religion ist, da man dadurch die Führung einer verlaßliehen koscheren Haushaltung erschwert.!Sollten die Führer der orthodoxen Juden keine Mittel ■und ■Wege finden den Kasohruswucher• •zu vereiteln, so bleibt dem konsumieren-!den ׳Publikum noch der Weg offen, einen jeden Pessach- Konsumartikel, welcher um mehr als 10 Prozent höher ver- ■kauft ׳wird als dessen Tagespreis ist,"acht Tage gänzlich au boykottieren. ״ '־ Generalversammlung der Agudas-Jisroel-Ortsgruppe in Bratislava. 1 Durch die Beilöbung der Agudatätigkeit Ist die •Abhaltung einer Generalversammlung der •Agudas-Jisroel- Ortsgruppe in (Bratislava aktuell geworden. Die General- Versammlung wird ׳voransslchölich Sonntag, den 19. Adar II, 31. März, bei׳ Anwesenheit von rührenden auswärtigen Per- , sönlichkeiten der Aguda sta׳ttfinden. (Seit der ׳jüngsten Mitgüiedervcrsammlung nimmt die Anmeldung'!neuer Mitglieder sowohl ,bei der Ortsals auch bei '׳der Jiigeiidgruppe größeren Umfang, an, so!daß die Generalversammlung abermals eine imposante Kundgebung des orthodoxen. Judentums in!Bratislava zu!werden verspricht. Die Ver- . teilung des Sc h a ß!l e r 11 e n s •unter!den!Mitgliedern der י Orts- •und Jugendgruppe •hat erfreulicherweise bisher schon eine fastvl er fache •Bes et!zu n g der ׳Massechtos ergeben. Auch die Schaffung <|es K e n essi j oh-G ed a u 1 o h ־ F o ri d s findet allgemeinen ■Anklang,, so daß die Zeichnungen für diesen Fonds ein günstiges Resultat bringen dürften. *

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