Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 18 (11.5.1928)
- Date
- 1928-05-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 124 JÜDISCHE PRESSE Nr. 18 III, Propagandatournee von Rabbiner Tobias Horowltz, Rzeszow in Amerika. Seit;Beginn ׳dieses Jahres weilt Rabbiner Tobias Horowitz, Mitglied der!Exekutive des!Keren Hathora und des polnischen Rabbinerverbandes zur!Propagierung der Bajs Jak ob ״Idee und zur Förderung des Seminarbaues in Amerika. ׳Es ist ihm gelungen, bei den prominenten ameri- Iranischen Führern Sympathien für ■das Werk zu erwecken. Es ׳wurde auch eine (Broschüre für Bajs Jakob in englischer und!jüdischer Sprache herausgegeben. IV. Gründung einer Bajs Jakob-Schule in Wien. Im!Dezember v. J. wurde in Wien, einem dringenden Bedürfnisse d׳er im XX. Bezirk ׳wohnhaften östlichen Kreisen entsprechend, eine Bajs Jakob-Schule begründet. Sie umfaßt 4 Kurse, welche von 4 Lehrkräften unterrichtet werden. Der Vorstand der Wiener ׳jüdischen (Kultusgemeinde hat für diese Schule eine Subvention von 12.000 Schilling P. a. ׳bewilligt. V. Halacha-Tabelle. Im Aufträge des Keren Hathora!hat B. S. Jacobson, der pädagogische Beirat ■des Keren!Hathora eine Tabelle herausgegeben, die die Entwicklung der Halacha bis zur Gegenwart in den verschiedenen ■Ländern anschaulich darsfcellt.!Die Keren Hathora-Zentrale stellt die Tabelle!Lernvereinen, Jugendgruppen, Schulen zu!besonders ermäßigten! Preis zur Verfügung. VI. Stiftungen fiir das Bajs Jakob-Heim in Krakau. Für den Bau des Bajs Jakob-Heimes m Krakau sind in der Berichtsperiode (außer der bereits in der Baijs Jakob-Broschüre genannten Stiftungen) die folgenden Oedächtnisstiftungen errichtet worden: 1. Zu Ehren des Gedächtnisses von Rabbiner I. Buttenwieser s. z. 1. (von seinen Schülern in Straßburg und Schweiz, und seinen Kindern, Samson Buttenwieser, Berlin, und Otto Simon, Mannheim). 2. Zu Ehren des Gedächtnisses von Frau Prof. Dr. Else Breuer, s. z. 1. ׳(durch Frau!Rabbiner Ur. Michalski', Karlsruhe^ 3. Zu Ehren des Gedächtnisses von Joset Erlanger (durch Frl. Kitta Erlanger, Luzern). 4. Zu Ehren des Gedächtnisses von Bemii Rothschild (durch Frau Betty Wreschner, Breslau). 5. Zu Ehren des Gedächtnisses von Ur. Israel Koos׳ (durch Frau Dr. Roos und Kinder, Frankiurt a. M.). ׳Gründungen von!Bajs Jako.b-lKomitees erfolgten in!Berlin. Den Vorsitz übernahm!Frau Prof. Dr. Mittwoch. Ferner• in Hamburg, den 1Vorsitz übernahm Herr Abraham He'kscher.!Beide Komitees haben namhafte Beträge für das 'Heim überwiesen, ebenso die ׳früher gegründete Bajs Jakob-Komitees in ׳den übrigen Ländern. (Genauer Altsweis folgt.) Von Organisationen leisteten Zuschüsse: Hilfs׳v׳erein der ׳deutschen Juden, Groß-Loge ׳B. B., Wien,!Frauenvereiti Champheign (!Illinois), Jüdischer iFrauenvcrciu, Bratislava 11׳, a. Genauer Ausweis folgt.!Der ׳Gesamtbetrag ׳der Spenden 'für das Heim beträgt Dollar 16.921 (bis 25. April). Perücken u. Scheitel vom Lauer zu den deiiiar billigsten Preisen isverbani im Spezialhaus für üaararbeiten '4/Ya Wien, 0., Mahlerstraße 5, Teil. 77-054־ großen Bruder Akiba ist in ■den Werken dieses Mannes der Nachwelt erhalten, sonst aber ist nicht viel von den! Wirken des R. Simcha Bunim in der Oeffentlichkeit bekannt, wenn er auch in einer 23jährige11 Wirksamkeit als Nachfolger des Chatam Sofer wohl den Glanz der Mattersdorfer Gemeinde wahrte. Seine bereits zweimal veröffentlichte Grabinschrift (Kunstadt, לוח ארז החדש Wien, 5675, und Grunwalds Jahrbuch für jüdische Volkskunde 1925) rühmt ihm namentlich die vielen Schüler nach, denen er Thorakenntnis vermittelte. Es wird am 4. Siwan des nächsten Jahres hundert Jahre, daß R. Simcha Bunim starb; diese Zeilen sind schon jetzt seinem hundertsten Todestage gewidmet und so soll hier auch noch einiges über diesen Mattersdorfer Raw mitgeteilt werden, was seine allzu bescheiden im Schatten ruhende Persönlichkeit etwas mehr ins wohlverdiente Licht rücken könnte. R. Simcha Bunim erteilte gemeinsam mit dem Eisenstädter Rabbiner Jccliiel Michael ha Levj dem Lederfabrikanten Samuel Spitz in Eisenstadt einen כ חב התיר der ihm über Schwierigkeiten der Sabbatbeobachtung in seinem Betriebe hinweglielfen sollte. Und wohl die einzige von ihm herrührende Appropation ist die zu einem fast verschollenen Werkchen לקוטי אורות היא מנין תיי״גמצות מאת אורי פייבש בהר״ר ארי׳ ליב' 1 דיהרנפורט בבית ובדסום ר׳ יוסח מי■ א"׳. בשנת אלה מצות לס׳ ק (572 1812). Dieses Büchlein enthält Appropationen J) Herausgeber de$ Machsor Breslau 1805 mit ■dein Kommentar קרואי סועד (Lcwin, Gesell, d. Juden in Lissa). ־) Josef bei! Jechiel!Michael Mai, Besitzer der Dyhrenüirter Druckerei, Schwiegersohn ׳des R. Jesaia Pick, ׳Berlin, in Breslau. SCHNEIDER WELDLER & FÜRST Feinste Herrengarderobe nach Mass. :: Lager fe nster orig. engl. Stofie :: Anfertigung binnen 24 Stunden Wien, l., Rotenturmstr. 27 (Mezz.) Telephon 61-117־ VOM TAGE Die Auseinandersetzung in der amerikanischen zionistischen Bewegung nimmt immer schärfere Formen an. ׳Ueberrasohaing, die so energische und eindrucksvolle Auferstebung 'der totgesagten Aguda. Das agudistische Zentralorgan in Warschau ״Der Jud“ verdreifacht seit ־ den Wahlen seine Auflage, die agudistischen Ortsgruppen entfalten eine rege Tätigkeit, ׳bei allen Gemeindcratswahlen, ׳die seit den Sejmwahlen vohkamen, schneidet die Aguda glänzend ab, und nun noch ׳Gründung!von Achduth-Gruppen zur Gewinnung der Neutralen. Es ■ist wirklich viel zu ׳viel für die!Nerven der Zionisten. Verständlich ist schon daher die ׳Stellungnähme des ״!Haint“, wenn sie auch . . . unvernünftig ist. ®I Nachrichten. |© (J. T. A.) Di׳e Auseinandersetzung zwischen den!Führern des. amerikanischen Zionismus und den .Führern der offiziellen Opposition nimmt immer schärfere Formen an. ■in beiden Lagern bedient inan sich der schärfsten Wlaffen, auf beiden Seiten herrscht!Entschlossenheit, im Hinblick auf die im Juni d. J. zusammentretende Konvention der amerikanischen Zionisten den Kampf durchzufechten und die Entscheidung zugunsten ■der eigenen Partei herbeizaifiihren. Die Auseinandersetzungen finden auch ihren Niederschlag in der Presse!New Yorks und der übrigen Zentren der Vereinigten!Staaten. Die letzte Sensation ist die scharfe Pressefehde, die zwischen dem Präsidenten der amerikanischen zionistischen Organisation Louis Lipsky und dem oppositionellen Führer Rosenson ausgebrochen ist. Rosenson veröffentlichte einen Aufsatz in der Presse, in welchem er von einer großen!Mißwirtschaft in der Verwaltimg der American!Zion Commonwealth spricht, die drei Millionen Dollar Schulden hat. Aus den bei dem United Palestinc Appeal eiuflicßenden Geldern mußte eine halbe Million Dollar für die Commonwealth vorgestreckt werden. Rosenson richtet scharfe persönliche Angriffe gegen Lipsky, ׳den er für die Mißerfolge in ■der American Zion Commonwealth verantwortlich macht. Lipsky habe ohne Zustimmung ■des Administrativkomitecs, und ohne dieses Komitee hiervon offiziell ׳in Kenntnis gesetzt zu haben, 285.000 Dollar der American Zion Commonwealth überwiesen. Lipsky habe hinreichend den ׳Beweis erbracht, daß er zu. einer verantwortunsgvollen Führerschaft nicht taugt. Auf den Angriff •Rosensons antwortete Lipsky in einem Artikel, in welchem er feststellt, daß die zionistische Organisation Amerikas ׳die moralische Verantwortung für die American Zion Commonwealth schon im Jahre 1915 übernommen hatte und daß Richter Julian W. .Mack, eines der Oberhäupter der Opposition, diese Verantwortung ׳bis zum Jahre 1921, da er Präsident der amerikanischen zionistischen Organisation war, initgetragen hat. Lipsky!behauptet, er habe niemals, ׳wie ihn Rosenson beschuldigt, ׳die Ueberwcisungsordre über 285.000!Dollar an ׳die Commonwealth ohne;Befragung des Adm׳inistr.ativ;komitees!unterzeichnet, und erhebt die Anschuldigung gegen Rosenson, daß dieser, als der Anwalt ׳der!American Zion Commonwealth sich eine Gebühr von 6000 Dollar habe auszahlen •lassen, obwohl er sich nach außen hin den Anschein!gab, als ob er freiwillige Dienste tue. Die bittern Tränen des Warschauer ״Haint“. Es •ist ein ׳Unglück passiert. In Wilna wurde ׳unter dem!Namen ״Achduth“ eine Organisation geschaffen, von der man auf!Grund ׳übereilter Zeitungsnachrichten :annahm, daß sic ant'iagudistisch, ja sogar promisrachistisch wäre. Dein Warschauer ״Haint“, diesem bittersten ׳Gegner der agudistischen Orthodoxie, sind graue Haare!bei der Lektüre dieser!Nachricht gewachsen. ״Nicht zu verstehen,“ ärgert sich dieses wackere zionistische Organ, ״wie leicht die!jüdische ׳Welt, trotz aller zionistischer A׳uf׳klärung sich noch immer ׳irreführen läßt. ■Im W,ilna׳er Gebiet glauben die AgU'disten, die großen Massen eher!für sich gewinnen zu!können, wenn •sie in ihrer!Propaganda, besonders aber bei ■den bevorstehenden Gemeindewahlen nicht unter offenem Visier, 'sondern ־unter einem Decknamen ׳in Erscheinung treten.“ ״Also :möge“, so schließt unser!Stiefsohwcsterorgan!in Warschau, ״die Welt gewarnt sein. Die neugegriindetc Achduth-Organisation unterscheidet!sich in nichts von ׳der Agu'da“. So weit ׳der Warschauer ״Haint“. W!ir sind ׳ihm wegen seiner :Bosheiten durchaus nicht gram..;Man muß die psychische Situation der iHaintleute verstehen. Sie haben schon ganz sicher angenommen, oder haben zumindest 1ihren Parteifreunden einbilden wollen, daß die Aguda in Polen nach den Se׳jmw׳ahlen tot sei. Nach all den Todesanzeigen, ׳die ׳in den Spalten des ״Haint“ in der letzten Zeit über die Aguda erschienen, ist es nun eine unangenehme mamsmaaBsmaiassmma Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab ימי הדלקת הנר עו״מצש nach den *מנהג יתיקי nach welchem unsere ostländisc’ne.1 Brüder sich richten, veröffentlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithacbduth Jereim“ zur Verfiigung gestellt. "התאחדות יראים" ווינה ״Hitachduth Jereim“ Vereinigung Thoraeesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestrasse 30, T. 15. ב״ה. שבת בהר בחקותי זמי הרלקח הנר עש״ק שעה 7 ע□ 08 מינוט. זמן שלייעת החמה עש״ק שעה 7 ע□ 21 מינוט. זמן הרלקח הנר מוצש״ק שעה 8 ע□ 20 מינוט Der neue Rabbiner von Görz. Zum Rabbiner der Gemeinde Görz am Isonzo wurde ׳der bisherige Oberrabbiner Abraham Schreiber aus Korfu einstimmig berufen. Oberrabbiner Schreiber wird noch vor dem iSevuothfcst seine neue Stelle antreten. (Wir wünschen sowohl der Gemeinde wie ihrem neuen Oberrabbiner herzliehen מזל טוב D. Red.) Ischl. In bezug auf die in Nr. 16 unserer Zeitung veröffentlichte Notiz, wonach hier die Pension Jupiter ״unter Patronanz des Bezirksoberra'bbiners!Hille! Weinberger“ eröffnet wurde, erfahren wir von!zuständiger Seite, daß der Bericht ׳in dieser Form nicht ganz den Tatsachen entspricht. Wohl hat Herr Oberrabbiner Weinberger der Pensionsinhaberin auf ihren Wunsch einen in jeder Be- Ziehung verläßlichen orthodoxen Schochet empfohlen und daran die Bedingung geknüpft־, daß die vollständig vertrauenswürdige Frau des Schochet die Küche leiten und beaufsichtigen muß, in welchem Falle ■das כשרות in der Pensionאף למהמ״המ ausveicht, aber weiter hat er auf die Pension!keinerlei Ingerenz. Mattersburg. ׳Am 3. d. wurde hier eine ehrwürdige Matrone, die ■infolge ihrer Herizensgtite und tiefer Religiosität allseits hochgeschätzte Frau iMina KerpeJ, nach langer, schwerer Krankheit, 86 Jahre alt. vom Allmächtigen abbe rufen. ׳Bei ihrer לויי ה die sich zu einer imposanten Trauerkundgebiing der Juden in!Mattersburg gestaltete, hielten Ehrwürden Oberrabbiner Ehrenfeld (׳Mattersbürg), Oiberrabbiner L'ipschiitz (Kobersdorf) und der älteste Sohn der Verstorbenen׳, Herr David Kerpel, tiefergreifende Nachrufe. Jacob Rosenheinis Mutter ע״ה Sie schwinden, die großen Zeugen einer großen Zeit. Zu ihnen gehörte in erster Linie Frau Rosenheim ׳- .ע״הRs vollendete Verkörperung der Frau und der Mutter des jüdischen Hauses hat sie in vornehm abgetönter Energie Geist und Herz in den Dienst dts Gänsen gestellt. Die Fürsprecherin der Am en war sie gewesen und zahllos sind die Tränen, die sie müde zu trocknen verstand. Die Kehillah ■in Frankfurt war ihr zum lnbegriff alles Guten geworden ■und ihr galt ihre heiße Liebe und ungeteilte Hingebung. Sie atmete Reinheit und wer das Glück hatte, in diesen Bannkreis ihrer Persönlichkeit zu gelangen, den überkam Ehrjurcht und Ahnung des ewig Guten und Schönen. חנצ״ב von R. Abraham, Sohn des Gaon R. Gedalja3) und des R. Moscheh Sofer, Rabbiner von Preßburg, und an dritter Stelle die hier folgende Approbation des R. Simcha Bunim Giins: ה״ה כביד ידידי ורב חביבי הרבני המופלא ומופלג בתורה ויראה השמן זית רענן ימרה רפאל גלאגא4! דייו מצויין דקרחא קדישא וכאן הקריב לפני מחברת הקרש שחבר גיסו הרבני המיסלג בתורה חכם וסופר אשכול הכופר. כמד מו״ה פייבש נ״י בק״ק ברעסלא במי לתלפיות על תרי״ג מצות שהרחיב בהם הדבור לישא ולהן בפלפול נעים כיר ה׳ הטובה עליו ונדרשתי מגיסו הרבני מו״ה רפאל נ״י הנ״ל לתמיך נם ירי עליו, והאמת שלא נחנני הזמן לעיין כסי הראוי זולת איזה גרגרים ואך אמרתי הפרט יעיד על הכלל מבלעדי זה ניקר לי טיב יקרת תכונת בעל המחבר הנ״ל שהוא איש בתורה ויראת ה׳ היא איצרו וחזקה על חבר שלא יוציא ח״ו דבי־ שאינו מתוקן מתחת ירו, משגם העירו עליו שני ערים נאמנים הרווייהו רבנן מפורסמים ה״ה הגאב״ד דק״ק נלוגא וק״ק פ״ב ולזה לא מנעתי נם אנכי להיות סניה לאריות »1להסכים עם בעל המחבר הנ״ל להוציא מחברתו לאורה, ולגדיל תורה ולהאדירה ב״ד החותם פה ק״ק א״ש יום ג, ד לחרש שבט עקבת משיח לס״ק. הק׳ בונם במוהרו״מ נינם ז״ל מק״ק א״ש, אב״ד ק״ק מאטערסרארף יע״א. R. Simcha Bunim war ein stiller Gelehrter und trat nur wenig hervor. Es mag eine Ausnahme ge- :i) Abraham Tiktin, Rabbiner ■in Glogau, Freund des R. Akiba Eger. 4) Rafael Helen, aus Glogau, ein Nachkomme' des Maliarschal (׳Salomo Luria) war Vorsteher der Chewra Kadischa, Mitglied des Gemeindevorstandes und Beisitzer des Rabbinats und starb am 27. Sehwat 582 =1822 ־ (Wachstein, Grabinschriften des alten Judenfriedhofes in Eisensiadt, S. 193). wesen sein, daß er während eines Aufenthaltes in seiner Vaterstadt einem Buche eine Approbation erteilte. Er lebte nur inmitten seiner Bücher und es ist eigentlich sehr verwunderlich, daß die aus seinem Nachlaß stammenden Bücher nicht im Besitze seiner, wie wir spät6r sehen werden, im Handel mit Büchern zu hervorragender Stellung gelangten Nachkommen verblieben, sondern daß ich eine ganze Anzahl derselben im Vorjahre in Tyrnau im Hause eines jiidisehen Geschäftsmannes fand. Anfänglich ganz bescheiden unter dem Vorbehalt, daß ja eigentlich das Beschreiben von Büchern verboten sei, dann aber in immer kühneren Schnörkeln haben da viele Schüler ihren Meister, R. Simcha Bunim und ein ganz klein wenig auch sich selbst auf den Umschlagseiten vieler Talmudfolianten verewigt und man könnte, da es in der Jeschiwa des R. Simcha Bunim Klassenbücher nicht gab, mit Hilfe dieser Notizen auch viele seiner Schüler feststellen. Die •erste Frau des R. Simcha Bunim, der manchmal auch noch gleich seinem Bruder den Namen Eger führt, und Mutter seiner Kinder war Sarah Reize, die Tochter des Josef ben Jesaia aus Krotoschin, der von seinem Wohnorte Preßburg aus eine Anfrage an Mecharam Asch richtete und als Rabbiner von Kuttenplan (Böhmen) am 19. Ab 543 1783 starb1). Sarah Reize starb am 1. Ijar 584 29. April 1824 in Mattersdorf; ihre Grabinschrift ist im Jahrbuch der jtki. lit. Gesellschaft. Frankfurt an! Main 1927 veröffentlicht. R. Simcha Bunim hei- ־') S. Gräu!\v׳ald in Monatsschrift fiir Gesell, u. Wissenseliaft des Judentums, Nov.-Dez. 1927, S. 420, und Lewiu, Geschichte ■der Juden in;Lissa, S. 180.