Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 12 (23.3.1928)
- Date
- 1928-03-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2629891-2630244-2630256--2915-2634840- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 84 JÜDISCHE PRESSE Nr. 12 H Teleph. 319 Streng rituell l Teleph. 319 ןן פסח § in Baden I | Im Hotel-Restaurant Schey ן | Baden bei Wien! Annagasse 23 1 j| Unter persönlicher Leitung des Besitzers Dawld Schey 1 M Oanze Verpflegung: §§ J Frühstück : Kaffee, Mazzes j j| Mittagmahl: Suppe, Braten nach Wahl (eventuell 1 ü Oeflügel), Beilage, Mehlspeise j| g jause: Kaffee, Mazzes g g Nachtmahl: Fleischspeise (nach Wahl), Beilage §j 1 u»«*• Ta!! S 98 | i Grosse Portion an Anerkannt be3te Küche § § Grösstes jüdisches Etablissement Badens. Schöne Zimmer, einbettig, || Eg von S 3.—, zweibettlg von S 4.— aufwärts Ü Anmeldungen werden bis 4. April entgegengenommen "&(>£&$ 'U.Tßauphc&uA/ürJwalen, -und ffläddun mdOfeiti&MdhraM //. UlaCzgasse. (6!Palästina-Weine! I ״CAR M EL( ‘-ORIGINAL | (FRIED MANN-PETACH-riKWA) § 5 so auch andere edle Sorten-Weine E | | של פסח ״ |Wienea“, II., Ob. Donaustr. 91 § S Telephon Nr• 49-1-75 “ fjimmimiiiiiiimiiifiiiminimmiiiimmimiimimmiimrc Unschädliches Entfettungsmittel Man kaufe sich in der nächsten Apotheke 4 dkg Fucabohnen, davon nimmt man 2 Wochen hindurch zweimal täglich je eine Bohne nach der Mahlzeit, hernach 3 Wochen dreimal täglich je 2 Bohuen nach der Mahlzeit, sodann wiederum 2 Wochen dreimal täglich eine Bohne nach der Mahlzeit. Der Erfolg ist ein überraschender SCHNEIDER 1 Feinste Herrengarderobe nach Mass. :: Lager fe nster orig. engl. Stotie :: Anfertigung binnen 24 Stunden Wien, 8., RotBntuirmsftr. 27 (Nezz.) Telephon 61-1-11• et der Frankfurter Gemeinde, der die Wiener Verhältnisse genau kennt, Informationen einzuziehen. Er hätte Ihnen sagen können, daß die Schiffschul kein ,bloßer Verein und die Stellung des Schiffschulraws durchaus nicht mit jener anderer Vereinsrabbiner, wie ,Dr. Abeles und Dr. Bauer, zu vergleichen ist. So ist es z. B. bei der Besetzung der Stelle des konservativen Rabbiners in der Frankfurter Gemeinde niemandem eingefallen, etwa: ,von Dr. Bauer oder Dr. Abeles ein rabbinisches Gutachten über die einzelnen Kandidaten abzuvcrlangen, sondern man wandte sich an jenen Rabbiner, der eiben als der ,Ralbbiner der Orthodoxie in Wien bekannt ist, an Rabbiner j. Fürst — an den Obcrrab'bincr der Schiffschul. Auch bezweifeln wir, ob Ihr ehrwürdiger ״Mooro de Assro“ je eine andere Sehechita in Wien in Anspruch genommen hat, als jene der Schiffschul. 1Für alle Fälle kann mail selbst mit logisch unanfechtbarer!Auslegung von Paragraphen über die psychologische Seite dieser gemeindepolitischen Angelegenheit nicht hinwegkammen. In der Frankfurter Gemeinde ist — bei aller Anerkennung der Vorzüge ihrer Verfassung — der konservative Rabbiner ,doch nur einer unter den anderen, mitunter recht radikal bibelkritisch gesonnenen Richtlinie n-Ra bb i n e r n. Dieser Umstand wird ,durch den in Ihrem Blatte allwöchentlich abgedruckten ״G-tfesdienstlichen Anzeiger“ der Israelitischen Gemeinde m Frankfurt augenfällig illustriert. Auf einer Seite konservativer Ritus mit konservativen!Rabbinern; ,auf der anderen Seite libcraler Ritus mit liberalen Rabbinern. ,Rabbi Dr. Nobel ®זצל mußte seine A n t i r i c h 11 i 11 i e 11׳ r e d c 11׳ i c 111 revozieren — unsere gegenteilige!Behauptung beruhte auf einem Irrtum — nur der G c m eimdevor s t a.11 d bestand damals!und besteht noch heute auf!der Dokumentiernng der G!1 e i c 11 w e r t i!g ■k e i t aller durch ihn,!mit gleicher!Liebe verwalteten religiösen; Bekenntnisse, ein Umstand, der einen religiösen1 Juden tief deprimieren muß. Auch ist bei der 'Beurteilung der Frankfurter Ver- •hältiiisse die!Existenz der großen,!blühenden, ,a u f d e n P r i n!z i ,p 1i e n!d c r ß o u vcrä n I *t ä t n n d Selbstherrschaft!der T111 o r a!a!11 f gebauten II li ,1• s c 11 s c •h e 11' Ge in e!i n idJ ■e ,11׳ ■il c 1h t ■w e g z n Id e nk c n. Bei aller Güte der Frankfurter Gemcindeverfassung, di c a ai f d i e lutere!s s.e n der konservativen IR!1 c 111 ,u 11 g w ■e; •i .t g eilen dl e 1R ii c k s 1i c!h t!11, li 111׳ m t, bei aller Hochachtung vor!Rabbi S. B. ,Bambergcr זצ״ל, auf den allein sich die Frankfurter!Gemeinde- Orthodoxie berufen kann — bleibt die!Frankfurter Großgemeinde im Rücken der Hirschschen!Religionsgemeindc, trotz des mit allen rituellen Notwendigkeiten ausgestatteten konservativen Flügels der ersten, eine Erscheinung, die rein ,psychologisch genommen, nie befriedigen kann. Der Standpunkt Hirschs זצ״ל wurde — dies ׳sei nebenbei ׳bemerkt — zunächst von allen ungarischen Gedolim, die damals bereits eine reiche gemeindepolitische Erfahrung ,hinter sich hatten, restlos geteilt ,und auch heute noch würde kein irgendwie ,bedeutender, au f icl i e Tradition de׳s כתב סופר זצ״ל achtender Rabbiner diesen pDD S. R. ,Hirschs verletzen. ׳Die Wiener Schiffschul kann sich nicht solch guter Verfassung rühmen, wie auch nur der konservative Flügel der Frankfurter Großgemeinde. Dies!aber nur deshalb, weil in Oesterreich k e i n e T r e n n u n g s m ö g 11 i c •h k e i t vorhanden ist. Für die Rechte der Orthodoxie ist aber die Trennuuigsmögllchkeit die.!beste Schrittmacherln; ohne Trennungsauch keine Gemeiiideortihodoxie. Die Wiener Schiffschul ist ׳daher weder Trejmungs- ,11 o c h Gemeinde- Orthodoxie; sie ist schlechthin •die — die Orthodoxie in Wien. Alle Kämpfe, alle Erfolge ׳der Orthodoxie ׳in Wien knüpfen ׳sich an sie. Ungeachtet!der Dürftigkeit ihrer ges c h r ׳ij3 bene n Rechte ist sie ׳in Wien unbestritten ׳die Hochburg der Orthodoxie. All ■dies ׳würde Ihnen, Herr E. S., bei!Ihrer Intelligenz (diesmal ohne Einschränkung, damit Sie nicht über persönliche Verunglimpfung klagen) auf den ersten Blick elnleuchten, aber das zweifache ׳Maß hindert Sie daran. Also, Herr E. S., werfen Sie das zweierlei Maß endlich fort und überlassen Sie den Führern der Orthodoxie in den ■einzelnen ■Ländern und Gemeinden, ohne Rücksicht darauf, ob sie der Agudah angehören oder nicht, getrost Führung und Schutz der orthodoxen Interessen. Die Stellung der Wiener Orthodoxie zu der Kultusgemeinde, die Wirkungssphäre der Schiffschul, die Person- Iichkeit ihres Oberrabbiners hat weder mit der Aguda, noch etwa ,mit dem Begriffskoniplex ״Trennungsorthodoxie“, ׳״Gemeindeorthodoxie“ zu tun. Wenn Sie diese Grundeinstellung einnehmen, dann können wir wohl endlich eine etwas liebevollere und gerechtere Behandlung unserer Führer und unserer Interessen in!Ihrem Blatte erhoffen. —,m * Von einem prominenten Mitglied der Schiffschul, der gleichzeitig guter Kenner der Verhältnisse •in Frankfurt ist, geht uns ein längeres Schreiben zu, welches ebenfalls!kritisch zu den Ausführungen des Wochenblattes Stellung :nimmt ■und ,im wesentlichen mit den Anschauungen unseres —m-Mitarbeiters konform geht. Um Wiederholungen zu vermeiden, veröffentlichen wir es — unter Verantwortung des Einsenders — nur auszugsweise. " (Die Red.) ״ ... auch die übrigen Auslassungen des Herrn Dr. E. S., die Frankfurter Verhältnisse ׳betreffend, entsprechen gemäß unserer!Kenntnis der Dinge nicht den Tatsachen. Es ist absolut unrichtig, daß alle religiösen ׳Institutionen der konservativen Abteilung der Frankfurter gemischten Gemeinde von den Mitgliedern der ׳Frankfurter orthodoxen ׳Gemeinde benützt werden. - Jedermann weiß, daß ■die Mitglieder ׳dieser Gemeinde sich strikte an den Psak ihres verstorbenen מראדאסרא .Rabb. Breuer s. z. 1. halten, der das Tragen in Frankfurt am ■Sabbat entgegen der Entscheidung des ׳Rabbiners der konservativen Abteilung der Frankfurter!gemischten Gemeinde strikte!unter- ׳sagt hat. Unnötig hinznzufügeu, daß kein Mitglied unserer Wiener!Kehillah sich bei einem Aufenthalt!in Frankfurt jemals über dieses Verbot hinwegsetzen würde. — Auch befindet sich ׳der konservative Rabbiner der Frankfurter gemischten Gemeinde, der den weiblichen Mitgliedern das aktive!und ■passive Wahlrecht gewährt ihat, im Wiid?r- Spruch zu fast allen orthodoxen ׳Rabbinern der Welt, auch zu Oberrabbiner ■Kook, was .hier 11111׳ ־nebenbei hervorge- •hoben werden soll. Auch!Rektor Dr.!Hoffmann!s. z. 1. hat niemals den Frauen das passive Wahlrecht zu gestanden. Schon aus diesem ■Grunde!ist es ׳undenkbar, daß bedeutende und sachkundige orthodoxe Persönlichkeiten des Auslandes über die prinzipiellen Gegensätze, die zwischen dem konservativen Flügel der Frankfurter gemischten Gemeinde ׳und ׳der Hirschschen!Religiousgesellschaft obwalten, sich bedenkenlos hinwegsetzen würden. Die weltberühmten und bevorzugtesten Amerikanischen ^ןןןןןןןןן!ןןןןןןו1ןןןןןווו1!ןןןןןן!ווווווווווווו!ווווו11וו!ופ g טאנישעוויטץ־מצות | sind bereits eingetroften und sind in allen besseret; Lebensmittelgeschäften erhältlich Manischewitz Matzos -Vertrieb Wien, Bl., Fugbachg. 24 (Nordbahnstr. 38) Telephon Nr. 75-9-32 und 42-3-58 Filiale; lg. Frost, II., Haidg. 9, Tel. R 468-89־ Bücher ©©© ——יי——————— Neue Hagadas. Einige Hagadaausgalben, die vo!n uns bereits im vorigen Jabre besprochen wurden, sind heuer in zweiter verbesserter Auflage erschienen. 1. Di׳e ,yP e s s a c 1111 a g a d a“, übersetzt und erklärt von Dr. Philipp Schlesinger und Josef G um s, Verlag Josef Schlesinger, Wien, ,.hat durch Hinzufügung der Vor- Schriften für ■die Vorbereitung des Pessachfestes eine wertvolle Bereicherung erfahren. Auch an dem Bilderschmuck wurde manche, Verbesserung vorgenommen. Für unsere Leser dürfte es von besonderem Interesse‘sein, ■daß in dem großen Doppelbild über dein Sederabend in B’ne!Brak die ■Porträts der großen ■Rabbiner des vorigen Jahrhunderts, Rabbi Akiba Eger und der drei Preßhurger Rabbiner Chassam Ksaw und Sehewet Sofer abgebildet sind. Auch die technische Ausstattung hat durch eine Ausgabe 1B auf Büttenpapier eine Verfeinerung erfahren. II. Pessaclihagada, Anordnung ■und Schmuck!von Otto Geis- ׳mar, Uebersetzumg van Sonja G ronenia 11 n, Verlag 1B. K a ha! n, Berlin. Die überaus freundliche Aufnahme, die im vergangenen Jahre die •Hagada von Geismar gefunden 41a׳t, ließ auch sie in eine/r zweiten, mit deutscher Uebersetzumg und mit ׳bedeutend vermehrtem Buchschmuck versehenen Aufläge ׳erscheinen. Der Gedanke der Uebersichtllchkeit, der schon bei der hebräischen Ausgabe den Herausgeber geleitet und ihn veranlaßt ׳hat, Zusammengehöriges nicht zu trennen, den einzelnem Teilen ׳besondere Seiten!zuzuweisen, so daß die einzelnen Seiten und Doppelseiten ein geschlossenes Ganzes bildeten, ist 'hier ln noch verstärktem Maße durchgeführt. Die Uebersetzung von Sonja Gronemänn ist gut, die Sprache gehoben und doch dem Kinde gu׳t verständlich. Und nun ein Hauptvorzug: klare Uebearschriften geben selbst dem Nichteingeweihtem , eine schnelle Uebersicht über Inhalt, Zweck, Form und Geist des köstlichen Volksbuohes. ' - ' ‘ 1׳X1..!Die ׳Hagada s c ׳h e 1 Pessach, die im Verlag von Messorah ,bei A. M. Grulbsztejn, Lodz, ulica Wschodnia 54, e!־schienen!ist, zeichnet sich vor allen! durch ausgezeichneten klaren Druck!aus. Die alten und berühmten Erklärungen von Don Isak Abrabanell, von Rabbi Zid-kia!Harofe (Schibule Leket) von Rabbi Elia Wilna und Rabbi Jakob Emden .sind in dieser Hagada in vollständiger, ungekürzter Form za finden. Preis desselben 0.75 Dollar. Das Tier Im Alten Testament, ein Beitrag zur modernen Tierschutzfrage von Wlilliam Waldemar Petersen. J. Kaufmann, Verlag, Frankfurt!a. M., Schiiller- Straße 19. Preis broschiert M. 2, gebunden M. 3.50. Tierschutz im Judentum, von Rabb. Dr. U 1111 a, Mannheim. J. Kaufmann, Verlag, Frankfurt a. M., Schil 1 erstr!a׳ße 19. Preis broschiert M. —.80. Die Schächtfrage unter Berücksichtigung der neuen physiologischen Forschung, von Ipr. med. Jakob Lewy Berlin!mit einem Vorwort von Prof. Dr. ׳med. et phil. Ulrich Gerhard t. Die ׳kräftige •Propaganda gegen das •rituelle Schächten, die in den Nach'kriegsj׳a׳hret1 einen imverkennlichem antisemitischen Charakter bekommen hat, •rief eime ebenso starke Abwehrprogaganda ■hervor. Die ׳jüdischen Politiker versuchen die!Lenker ׳der europäischen!Kritik ,aufzuklären. Die Ethiiker unter uns weisen aus den ■jüdischen Quellen nach, daß der Tierschutz dem Juden von der Religion aus geboten und daß die Bibel und das jüdische Schrifttum die ersten Vorschriften über den Anspruch der Tiiere auf Schutz und Schonung enthalten. Endlich beschäftigen sich auch jüdische Aerzte und Physiologen mit dem wissenschaftlichen Nachweis, daß das rituelle Schächtern nicht als Tierquälerei bezeichnet werden kann.!Diese mannigfachen Bemühungen haben auch ihren literarischen Niederschlag. Erfreulicherweise finden sich auch immer nichtjüdische Gelehrte von Ruf, die eine Lanze ■für das jüdische Reoht einlegen, Die schöne Arbeit von Petersen ״Das Tier im Alten Testament“ isf geradezu eine Perle in der dtes.- bezüglichen Literatur zu nennen. Desgleichen die Aibeit von Rabb. Dr. Unna, wenn sie auch einige Vorgänger auf diesem Gebiete hat. Wir möchten hier auch auf die Arbeit unseres verehrten Mitarbeiters Albert Löw,^ ״Tierschutz im Judentum n׳ach Bibel .und Talmud" erschienen 1891, hinweisen, .die viel ׳zum. Verständnis des Tierschutzes Tm Judentum /beiträgt. Mehr aber als all diese apologethisc'hen, die ethische Seite der Angelegenheit .behandelnden Werke sind die physiologischen, exakt wissenschaftlichen Versuche z!u begrüßen, die 'hauptsächlich ■von .Herrn Dr. Lieben ׳in Prag ■zun! Teil dortselibst, zum Teil in Wien unternommen werden. Die Arbeit von D1*. Jakob Löwy •is׳t eine wertvolle Bereicherung der wissenschaftlichen Darstelhingen über ׳diese Angelegenheit. Die Bewclskräftiglkeit dieses Buches gewinnt durch das Vorwort von Professor Dr. Ulrich ■Gerhardt, der, gerade weil er iNichtjude ist, die Objektivität der Forschungsergebnisse gewährleistet. All diese literarischen •Erscheinungen sind gerade ln unserer Zeit, wo die Schächtfrage ein geradezu europäisches Problem ■geworden ist, innigst ׳zu begrüßen. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Palota (Ungarn), mitgeteilt von Dr. Leo Singer, Vär-Palota. Sonderabdruck ׳aus dem Jahrbuch!der Jüdisch-literarisehen Gesellschaft. ■Frankfurt a. M. - Rabbiner Dr. Leo Singer, der durch seine Uterarischen Arbeiten sich!bereits einen ausgezeichneten Namen erworben ■hat, beschäftigt sich in dieser kleinen historischen Studie mit der Geschichte seiner Gemeinde. Die historische Abhandlung, die eigentlich als Jubel- Schrift ׳zum zweihundertjährigen ׳Bestände der Palot׳aer Gemeinde gedacht war, klingt in einen Hilferuf aus, den diese ehrwürdige Gemeinde infolge schwerer Schicksalsschläge an alle iGlaubensbriider erhöben muß. Ein Erdbeben hat die alte berühmte Synagoge so erheblich 'beschädigt, daß selbe ׳auf Befehl der Behörde geschlossen werden mußte. Um das Unglück vollzumachen, vernichtete eine Feuersbrunst das Wohnhaus der Gemeindeangestellten, und ist nun leider die Gemeinde zu klein und zu schwach, um dipse beiden schweren Schäden allein wieder gutzumaohen. Im Namen des ׳Gemeindevorstandes bitten der Präses Herr Wilhelm Gold ■und Herr Oberra'bbiner Dr. ■Leo ׳Singer um Zuwendungen z we c k s R e s t a m r i e r u1!!׳ .g ■d e r S y n a ׳g 0 g e .u n d G e m e i n d ebauten.!Hoffentlich wird dieser ׳Ruf auf ׳fühlende ■Henzeii stoßen. Kritische Reise durch Palästina, von Dr. Alfred Wiener, Ph'ilo-Vedag, ,Berlin. Bis wir infolge Raummangels in unserer Zeitung der Besprechung dieses aufsehenerregenden Werkes Platz abringen konnten, äst es bereits in d r I ׳t t e r Auflage erschienen. Schon dieser Umstand ■allein beweist, ■m!it welch