Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 12 (23.3.1928)
- Date
- 1928-03-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 JÜDISCHE PRESSE Seite 83 tvickhirig für Ungarn und Rumäiiien vorbildlich zu sein bestimmt war, diese Richtung eingeschlagen, stünde es in allen drei Ländern urti Agudas Jisroel ausgezeichnet. Weil das aber wohl nicht verkannt, aber doch verabsäumt wurde, darum müssen wir leider Uns freuen, daß wieder Machsike Hadas-Verbände zu neuem Leben erwachen. Wir waren schon im himmelanstrebenden Zeitalter der Chemie und müssen wieder in die tiefen Schächte der Alchimie niedersteigen. Mit dieser von Freude und Schmerz bestehenden Gefühlsmischung begrüße ich die verschie׳- denen Machsike Hadas-Organisationen, von deren Neugründung wir in den letzten Wochen zu lesen Gelegenheit hatten. Und mit diesem gemischten Gefühl berichte ich atiCh von der Gründung des auf sieben Komitate sich erstreckenden Siebenbürger Machsike Hadas-Vereines, mit dessen Programmaufstellung ünd Statutenäusarbeitung ich betraut wurde. 2ur Orientierung der Schwestervereine will ich hier in gedrängter Kürze folgende Punkte des Arbeitsgebietes unseres Vereines hervorheben: Unser Verein bezweckt die Vereinigung all jener in den genannten Komitaten wohnhaften orthodoxen Juden zur Erhaltung, Entwicklung, Schaffung und Förderung all jener Institutionen, die geeignet sind, jüdischen Geist und Weltanschauung zu stärken und zu verbreiten, jüdisches Pflichtgefühl zu erwecken und zu steigern, jüdisches• Pflichtenleben zu regeln, zu ermöglichen, zu heben und zu verallgemeinern. Zur Erreichung dieses Zieles hält der Verein für unumgänglich notwendig: 1. Die Errichtung einer auf die aufgezählten Kor mitate sich erstreckende Schaßchewra, die unter ihre Mitglieder Schaß zum Lernen verteilt und einmal jährlich an einem zentral gelegenen Orte einen Sijun veranstaltet, damit sich die Mitglieder des ganzen Vereinsgebietes beteiligen können. Ferner die Intensivierung des Thoraunteilrichtes an den unteren und oberen Thoralehranstalten und deren materielle und moralische Unterstützung einenseits als auch Ausbau beziehungsweise Gründung von Schaßt und sonstigen, öffentliche religiöse Belehrung und Erbauungsvorträge veranstaltenden Vereinen. 2. Die Verbreitung von in ungarischer, deutscher und jüdischer Sprache abgefaßten Werken zwecks Bekanntmachung der heiligen Frauenpfichten, auf deren gründlicher Kenntnis und genauer Erfüllung die Reinheit und das Kaschrus des jüdischen Hauswesens und die fromme Veranlagung der Kinder, die Gesinnungstüchtigkeit der kommenden Generation beruht. 3. Die Erschöpfung aller ihm zu Gebote stehenden Mittel und Wege zur Aufklärung der jüdischen Indu־ striellen, Kaufleute, Ackerbau- und Gewerbetreibenden behufs Gewinnung für die Heilighaltung des Schabboß im Sinne des Religionsgesetzes für ihre eigene Person sowohl wie auch in Anbetracht ihrer Angestellten״ Gleichzeitig auch die Errichtung ejner unentgeltlichen Stellenvermitth Iungszentrale für Schabboß haltende Stellungsucher und -geber. 4. Die zentrale Beschaffung und den dezentralisierten Verschleiß der zur Ausübung religiöser Vorschriften jxö'r tigen heiligen Gegenstände, wie z. B. Tefillim, Mesüsos und Esrogim in religionsgesetzlich einwandfreiem Zustande, die bei mäßigen Preisen verkauft und an Arme kostenlos abgegeben werden müssen. Zur Erreichung preiswürdiger Tefillim und Mesüsos soll unter Leitung eines hervorragend den Sofers eine von 15 Badiurim zu frequentierende Schule errichtet; werden, die für ihre Arbeit ,gänzliche Verd sorgung und täglich dreistündigen Unterricht zu ihrer Fortbildung im Thorawissen erhalten sollen. 5. Die weitgehendste und gewissenhafteste Kontrolle über alle Restaurationen, Fabriken, Unternehmungen und Kaufläden, die koschere Eß- und Trinkwaren erzeugen/ oder in Verkehr bringen, worüber Listen zu führen und dem Publikum zur Verfügung zu stellen seien. Im Zvp sammenhange hiermit steht die Versorgung der jüdischen Soldaten und der in den verschiedenen Spitälern liegen^ den armen jüdischen Kranken auf dem vom Verein erfaßten Gebiete mit verläßlicher, billiger, eventuell unentgeltlicher und guter koscherer Kost. 6. Die Organisierung einer Patronage zur leiblichen* geistigen und religiösen Erziehung der sonst ohne ihr Verschulden verloren gehenden elternlosen oder so gut wie elternlosen Kinder beiderlei Geschlechtes. 7. •Gründung eines Bachnasas-Kallo-Vereines zur Ausheiratung armer unbescholtener Mädchen, insofern sie einen Ben Thora heiraten. schaff gezogen wurde.*) War es doch auch sein Großvater, dessen Namensträger er wurde, der durch die Verkündigung der baldigen Messiasankunft Mitteleuropa wieder in Aufregung brachte.1־“‘‘) 1758 ging auch sein Vater, der Preßburger Oberrabbiner Moses Charif zu seinen Vätern ein und nun stand •er ganz allein in der von Zank und Streit zerklüfteten Gemeinde. All dies mag in ihm den Entschluß gereift haben, seine Heimat und sein Ghettomilieu zu verlassen und durch das Sicliversenken in weltliches Studium sucht er Linderung und Vergessen seiner seelischen Leiden. Vor seiner Abreise aus Preßburg eignete er sich die zu seinem weiteren Studium nötige Gyrnnasialbildung an, und nachdem er am 22. Jänner 1761 seinen Anteil an dem neben der Synagoge gelegenen Hause an Hirsch Lemberger verkauft hatte, «begab er sich auf die Reise nach Deutschland.״**) Zuerst ging er nach Breslau, wo sein gelehrter und reicher Vetter R. Jesajas Berlin, der spätere dortige Rabbiner, als Gesellschafter eines vornehmen christlichen Rauhwarenhändlers lebte. 'Nach kurzem Aufenthalte daselbst zog er weiter nach Frankfurt an der Oder, wo er einige Monate verblieb, um an der dortigen Universität ein Kollegium zu hören, worüber er auch ein Zeugnis erhielt. Von Nahrungssorgen gequält, verließ er bald auch diesen Ort, um sich nach Berlin zu begeben, wo die reiche Verwandt- Schaft seines Onkels Löb Berliner, des Bruders seiner Mutter, lebte. Von ihr erhoffte er materielle Hilfe, um aus seiner Notlage herauskommen zu können. In dieser seiner Hoffnung getäuscht, griff er wieder *) S. Hiszabkusz, Altonaer Ausg. 1767. 87 a. ff.; Ben Chauarrja I. B. S. 15. **) Grätz, Gesch. d. Juden, 1. Ausgabe, Band 10. S. 334-5 und Note 3. S. LXll. ־ ***) jij;cj Familiemorschung. Berlin. 1.1. Jahrg. •S 119. 8. Schaffung eines Selbsdhilfevereincs zur Linderung der Not arbeitsunfähiger Gemeindebeamten und ihrer eventuellen Hinterbliebenen. Zur Erreichung dieses Zieles sollen alle orthodoxen Gemeindebeamten, Rabbiner, Dajjotiim, Schochtim, Lehrer, Vorbeter und Tempeldiener in einen Verband zusammentreten, jedes Mitglied eine einmalige Taxe von 100 Lei einzahlen. In jedem Sterbefalle eines Mitgliedes müssen alle Ueberlebenden die nämliche Summe an die Vereinskasse einzahlen. Die so aufgebrachte Summe die bei ungefähr 1500 Mitgliedern 15.000 Lei ergeben würde erhalten die gewöhnlich in unsäglicher Armut Zu־* rückgebliebenen, denen ein solches Kapital eine große Stütze in der Not wäre. 9. Die Aufklärung und Durchdringung der weitesten Kreise über die große Tragweite der immer mehr um sich greifenden Verwirrung, alle strittigen Angelegenheiten zivil- und strafrechtlicher Natur vor nichtjüdisches Forum zu bringen und Hand in Hand damit alle zweckdienliehen Anstalten zu treffen, daß die Din-Thora-Institution wieder auf der ganzen Linie zur Geltung komme in einer Weise, die alle berechtigten Anforderungen und Erwart tungen der an Rechtsicherheit und Rechtschutz gewöhnten Parteien befriedigen soll. 10. Die von Zeit zu Zeit, so oft notwendig, erfolg gende öffentliche, manifestationsartige Stellungnahme des Vereines zu allen, die Allgemeinheit betreffenden Fragen des jüdisch-religiösen, *kulturellen, -wirtschaftlichen und -politischen Lebens in unverfälscht orthodox-jüdischem Dieser Arbeitsplan unserer Machsike Hadas geht meines Wissens weit über das Programm hinaus, an dessen Verwirklichung die einstigen Machsike-Hadas-Vereine arbeiteten. Aber gerade der reiche Inhalt und das weite Betätigungsfeld, das sich unserer Machsike Hadas bietet, macht gleichzeitig über die Möglichkeit der Ausführbarkeit innerhalb eines doch nur im beschränkten Rahmen wir* kenden Binnenvereines stutzig. Nichtsdestoweniger soll eifrig an die Arbeit geschritten werden, werden die ReF sultate auch nur denen der Alchimie gleichen, so wird sich doch daraus die Chemie entwickeln. Die mit unzu:־' länglichen Kräften arbeitende Machsike Hadas wird in die Agudas Jisroel münden und durch die Inansprucltnähme der überflüssigen Kräftereserven der Weltorganisation werden erst die schönen Ziele erreicht werden können, zum Wanderstabe. So •gelangte er nach dreijähriger Irrfahrt endlich nach Biitzow, einer kleinen ■mecklenburg-schwerinischen Stadt, in ■der der regierende Herzog eben um diese Zeit eine neue Universität gegründet hatte. Unsere Quellen*) besagen, daß Markus Moses, als er nach ׳Bützow kam. gut lateinisch, französich, deutsch, ungarisch und hebräisch wußte und aus dem Preßburger Gymnasium die zum Universitätsstudium notwendigen Kenntnisse mit sich brachte. •Soviel ist jedenfalls gewiß, daß er bei seiner Ankunft von dem in Berlin eben damals sich verbreitenden Mendelssohnschen Geiste saturiert war. Auch sein Onkel, der bereits erwähnte Löb Berliner, war schon ein Mann weltlich-wissenschaftlicher Anschauungen. Als Markus Moses in Bützow eintraf, befand er sich in einem elenden Zustande. Kaum konnte er sich nach seiner langen mühe- und entbehrungsvollen Wanderschaft vom letzten Dorfe, wo er vom Fieber gepeinigt, einsam und verlassen drei Tage lang in einer Scheune krank darniederlag, nach Bützow weiterschleppen. Hier wohnten damals 14 Juden. Als diese seine Glaubensgenossen hörten, von welcher Herkunft der herabgekommene Wanderer war, nahmen sie sich seiner in der gütigsten und wärmsten Weise an.!Damit tat sich unter ihnen ihr Tempel vorsteher (Gabbai) Aron I s a k, ein gelehrter und künstlerisch veranlagter Siegel- und Wappengraveur, besonders hervor. Dieser, auch Aron ״Petschier- Stecher“ genannt, wanderte später nach Stockholm aus, ließ sich dort unter dem Schutze der Regierung als erster Jude nieder und gründete dort eine jüdische Gemeinde. Seiner im Jahre 1897 in Stockholm herausgegebenen, handschriftlich!unterlassenen und *) G e 1 e h r t e B e i t r ä g e zu den Mecklenburg- Schwer!inisc.hen Nachrichten. 1766. 6. und 7. Stück. Don a 111. Geschichte der Juden in Mecklenburg. S. 140 ff. und Aron Isaks sjelfbiografi. Stockholm 1897. S. iO ff. *־Tür die Osterspeisen kann jeder Strenggläubige ohne Bedenken Kunerol verwenden. Die KuneroLErzeugung steht bis zur Verpackung des gebrauchsfertigen Naturfettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. KUNEROL 100% REINES KOKOSNUSSFETT Diesen Zeitpunkt, diesen psychologischen M!oment muß Agudas Jisroel abwarten und kann ihn auch beschleunigen, indem sie von ihrer hohen Warte herniedersteigend in das weithinverästelte, alle Lebensäußerungen durchziehende praktische Gebiet des Alltags Und seiner Erscheinungen betätigend, führend und sinnfällige Erfolge erzielend, mutig und ausdauernd eingreifen wird. In dieser Erwartung rufe ich ihr und den Machsike Hadas-Vereinen ein herzlichasl צלח ורחב z«• schon erwähnten Selbstbiographie entnahmen wir so manche Dr. Markus Moses betreffende Daten. Dieser edelherzige und wohltätige Mann nahm unseren kranken und physisch geschwächten Preß־ burger Wanderer sofort zu sich ins Haus und bot ihm Kost und Quartier an, damit er sich •unter seiner häuslichen ,Pflege vollständig erhole. Obwohl die Reisedokumente Markus Moses‘ vollständig in Ordnung waren, hatte sein Gönner seinetwegen doch viel Unannehmlichkeiten zu erdulden, weil der Polizeichef sein persönlicher Feind war und ihn wegen seines erbärmlichen Gastes schikanierte. Der gutherzige Aron suchte, in seiner Not den Prorektor der •dortigen Universität auf, um ihm das Leid mit seinem Gaste zu klagen, v/orauf der Prorektor Markus Moses zu sich beschied. Als dieser Professor Markus nach seiner Herkunft und seinen Kenntnissen gründlich aus'fragte und mit •ihm laterniscli und französisch sprach, sagte er ihm, er täte am besten, sich in die medizinische Fakultät der Bützower Universität einschreiben zu lassen, dann stehe er unter dem Schutze der Akademie und der Magistrat könne ihm als Fremden nichts mehr anhaben. Sein Protektor Aron erwirkte ihm beim Hofrat, Medicinae Professor Detharding und den Professoren Tychsen und C a rp ah0f an der philosophischen Fakultät, später auch bei dem Medicinäe Professor S c 11a r schnTied. freie Kollegien auf vier Wochen, worauf Markus regelrecht als Universitätshörer eingeschrieben wurde. Da seine Kleider von •der langen Reise abgetragen und sphäbig geworden, lieh ihm sein Gönner jeden Tag ׳'seine schönsten Kleider und der Preßburger ״Bocher“• — wie ihn Aron zu nennen pflegte — paradierte Tag für Tag in feinem Anzug in. Dreispitz mit Goldtressen und mit silberbeschlagenem Degen als Urtiversitäts- Student der Bützower Universität. (Forts, folgt.) ״Mit zweierlei Maß.“ ך W!ir bleiben schau, Herr E. S., •trotz ihres ״Endlich!“ in Nr. 11 des Frankfurter ״Jüdischen Wochenblattes“, bei •der van Ihnen •zuerst gewählten U über schrift: ״Mit zweierlei!Maß“. ׳Diese charakterisiert Sie besser, auch 1I׳hr ,,Endlieh!“ •ist nur ein weiterer Beitrag m dem!zweierlei Maß, mit dem Sic in ׳dem unter Ihrer!Hauptleitung stehenden Achd.uth-Origan •die Orthodoxie, •je nach ihrer gemeindepolitischen Stellung, •behandeln.!Das zeigt •sich schon an den Aeußerlichkeiteu. Erfolgt unsere Antwort auf Ihren Artikel erst ׳in zwei Wochen, dann schreiben Sie, ״die ״Jüdische Presse“ hat sich reichlich Zeit gelassen, um Argumente gegen unseren Artikel ״Mit zweierlei!Maß“ zu finden . . . Nun endlich ist das Produkt solchen Nachden'ke׳ns ans Lic'ht gekommen.“ Wenn aber Sie ebenfalls erst in 14 Tagen Ihre Antwort, publizieren, dann •ist es eben Raummangel ln Ihrem Blatte«.״.(Bedauerlicher •aber ist es, daß Sie unserer Bitte, •endlich das!zweierlei ׳Maß aufzugeben, nicht nachgekamen sind. Sie •schreiben •wohl von persönlichen Venuhgilimp!fu11g,en, die niemand, außer Ihnen,• in ׳unserer Erwiderung finden!kann, aber!Sie unterlassen ein offenes* Bekenntnis, daß Ihre Behauptung, daß die Aguda und ihre Führer die Gemeiudepolitik der Orthodoxie mit zweierlei Maß messen, zumindest auf Irrtum beruht. Wir haben •Ihnen gezeigt, daß •die historische Ent- Wicklung in Wien eine ganz andere war, als in Frankfurt und daß es •daher ganz und gar •unangebracht Ist, die Wiener Verhältnisse in das!Schema ״Gemeindeorthodoxie“ •und ,.Trennungsorthodoxie“ hineinzuzwingen und sie überdies mit der Aguda in Verbindung zu bringen. Sie scheinen sich •von diesen Begriffen ebensowenig wie vam ״Zweierlei־ Maß“ befreien zu können und daher •drucken Sie Infor-!i:) Siehe ״Jüdische Presse“ Nr. 9 vom •2. März. mafcionen über die Wiener Schiffschul ab, die deutlich :zeigen, daß bei Ihrem zweierlei •Maß alles, was im Geruche der selbständigen •Orthodoxie •zu ׳stehen scheint, mit •Gehässigkeit bedacht wird. Sie schreiben unter anderem: ״Die Schiffschui ist lediglich ein Verein. Seit etwa einem Jahre nennt die Agudapresse Herrn Rabbiner Fürst ״Oberrabbiner“, •ein Titel, den niemand ernst nimmt.“ Zfinächst iwas Ihre erste Behauptung betrifft, ist dies formal richtig, aber •nur nach dem formalen österreichischen Vereinsrecht; tatsächlich hat die Schiffschui in den 80 Jahren ,ihres Bestandes eine organische Entwicklung genommen, •die in die engen Paragraphen des Vereinsgesetzes zu zwingen, geradezu lächerlich!wäre. Es ,wird dies auch nur von jenen behauptet, die die hiesigen!Verhältnisse überhaupt nicht kennen, oder!Grund!haben, die Schiffschui ״zu erniedrigen. Nicht minder •gehässig und lächerlich ist die zweite Behauptung, •daß die Agudapresse Oberrabbiner Fürst •seit etwa einem Jahre ״Qberrabbiner“ nennt und daß diesen Titel niemand ernst nimmt. Erstens muß gesagt werden, daß die Persönlichkeit des ehrwürdigen Oberrabbiners der Schiff schul eine so vornehme und so allgemein geachtete ,ist, daß niemand, auch •nicht die ״schrankenlose“ Agudapresse, wagen würde, dieselbe ln irgend welcher!Weise, •auch nur mit einem ihm ׳nicht ge- Ibührenden Titel, in •die!Debatte zu ziehen. Tatsächlich hat diesen Titel nicht die Agudapresse, sondern die hiezu einzig und allein befugte Körperschaft, die Schiffschui, in •deren Rabibinate drei ■Mitglieder sitzen, •schon vor mehreren Jahren Rabbi Jcsaia Fürst verliehen. Sehen Sie, Herr E. S., wenn man nicht so untrennbar mit diesem zweierlei Maß verwachsen wäre, würde ,Ihnen sicherlich nicht eingefallen sein, die Schiffschui und ,ihren Oberrabbiner auf Grund irrtümlicher oder gehässiger Informationen herabzusetzen; haben Sie doch •die leichte Möglichkeit, 'bei ■dem Ihrem Blatte so nahestehenden konservativen Rabbiner ES333®esa6äKss3aascs3Bsasa^aa1