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Jüdische Presse · 1925-08-28 · 35 (28.8.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
35 (28.8.1925)
Date
1925-08-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr, 35 JÜDISCHE PRESSE Seite 23! . . Das jüdische Spital in Nylregyhäza. Unter imposanter Beteilrgbag aller Schichten der hiesigen Bevölkerung; hat kürzlich die feierliche Grundsteinlegung des hier zu er*; hauenden jüdisahen Spitals stattgefumden. Das Kamitäthaus nnud die Sfcaidtrepräsentanz sowie der Äenztevereim •waren : gebührend vertreten.. Auch die jüdischen Nadhhargemein* den haben sich vertreten lassen. Oberrabbiner Dr. Bela Bernstein, der vom Anfang an mit grösster Wärme ■für diese humanitäre . Institution gekämpft hat, hat die Feierlichkeit mit einer gehaltvollen. Rede eingeleitet, auf die- Genesis dieses heiligen Unternehmens hingewiesen umd als nachahmenswertes Beispiel, «des sich unsterblich gemachten Wohltäters, des Stefan*B׳u rg׳e r, gedacht, dem •das Spital 10.000 Dollar zu verdanken hat. Von grosser ־Wichtigkeit ist auch die feierliche Erklärung des Herrn Oberräbbiners, dass die Verpflegung im Spital ein s t r e n g 0 r t h. Koscher sein wird. Kranke!werden ohne Unterschied der Konfession ausgenommen. Es haben Herr Is. Bodor, Herr H. Fried!m a n n, Präses der beiden hiesigen jüdischen Gemeinden, sowie der sehr populäre Chewra-Präses Herr E. Schwartz gesprochen. Herr Weiser, Kantor der stqu. Gemeinde hat durch seinen meisterhaften Vortrag die Zuhörer ergötzt., Gegen Mittag hat das zahlreiche Publikum mit den bestgewonnenen Eindrücken den Schauplatz der Feierlichkeit verlassen. Nachmittags wiuride ein Bankett zugunsten des Spitales gegeben; M. Abgeordneter Kirschbraun für autonome orthodoxe! Gemeinden. — Ein aufsehenerregender Artikel fm ״Jud“J Warschau. (AJPB.) Der Abgeordnete Elijahu Kirschbraun veröffentlicht im ״Jud“ vom 1. Elul einen zwei Seiten langen aufsehenerregenden Artikel über ,.Das Prob•} lern von selbständigen orthodoxen Pohilaus in Polen“. Er1 schildert die enormen Schwierigkeiten, die seitens de«! ״Freien“ aller Schattierungen produktiver Arbeit zum Besten des jüdischen Volkes entgegengesetzt ,werden. Est itet fast unmöglich, selbst in den Orten, wo die Orthodoxie in überwiegender Majorität ist, eine fernste und würdige Arbeitsgemeinschaft zu schaffen. Die Zeit ist schon reif!» dass man nach Muster der meisten europäischen Kultur•» Staaten autonome orthodoxe Gemeinden schaffe. 'Erst jetzt zeigen sich die Früchte dieser Selbständigkeit in nie geahnter Pracht. Zur Frage der orthodoxen Frauenbewegung |m Polen. Robow. (AJPB.j Mittwoch den '21. Aw fand in1, Robow eine Konferenz über die Frauenfrage, statt. Nach einer Reihe von ausführlichen Referaten wurde bescnlossenl die Frauenorganisierung mit erhöhter Energie in die Wege' zu leiten. Die Organisation wird ״Zeiroth Agudas Jisroef<<: oder ״Zeiroth Bejs Jakow“ heissen. Die Anträge, Esragruppen nach deutschem Muster zu schaffen, verblieben in der. Minderheit. Am 4. September soll eine Konferenz! sämtlicher Bejs-Jakow-Komitees stattfinden, in der;auch die Frage der Organisierung der weiblichen Orthodoxie! beraten werden soll. In den .,Monaten Kislew-Teweth soll in einer grösseren Stadt Polens ein Führerinnenkurs für die weibliche Jugend abgehalten werden. Der Gerrer ׳Rebbe über Keren Hajessod una Keren Kajemes. Warschau. (AJPB.) In den letzten Wochen! würde in zionistischen Kreisen versucht, im Interesse der Propaganda den Gerer Rebben sympathische Aeusserunge« 1über den Keren Kajemeth und den Keren Hajessod in den Murid zu legen. Zur Steuer der Wahrheit lässt der Genr£,r Rebbe an 'der Spitze des ״Jud“ vom 21. August folgernde Erklärung Veröffentlichen: ״Es besteht überhaupt keine Grundlage einer Möglichkeit, dass ,ein Jude, der sich im Geiste der Thora und des Schulchan Aruch führen Will, zionistische Fonds, wie Keren Hajessod, Keren Kaje-1 nieth usw. fördern kann, da diese mit ihren Geldern Unternehmen subventionieren, die gegen das jüdische Ge•* setz sind.׳ •> ״ Die Agudaliste der lettischen Seimwahlen. Zu den be-! vorstehenden Sejmwahien gehen die jüdischen Parteien •in : allen Wahlbezirken gesondert (vor und der jüdische ׳Wähler hat zwischen sechs Listen!zu wählen; A gar da, Mi!zr ac11י i, Zion is ten,, Na 110n׳a11 demokr a ten, Ze ir ei-Zi 0 nI st e n und dem Bund.;In vier Bezirken ׳hat die Aguidaliste ■folgende Kandidaten: Sejmidep. M. Dublin, Schuldirektor Sim. Vittenberg (•Zeirim) •und Dr. J.!Kahn. I׳m fünften Bezirke kandidieren: •die. früheren Abgeordneten M. Du'bin, Rubin Vittenberg (Dviiusa) und Präses der Aguda, in Riga V. Volosonok. Man steht vor einem erbitterten Wahl-!!kämpf unter den jüdischen Gruppen, da es voraussichtlich' nicht mehr als fünf jüdische Mandate geben wird. s. w. Proskription der ausländischen Lehrer in Lettland. Das ׳Bildungsniinisterium, das einen systematischen Kampf gegen Lehre nicht einheimischer Staatsbürgerschaft führt, hat einer ,grossen Anzahl jiindischer Lehrer fremder Staats- •biirgeschaft den Unterricht an jüdischen Bildungsanstalten Lettlands untersagt.'Dem energischen ׳JEnschreifen des Abgcordneten M. Dubin verdanken jsie es, dass das Verbot, das Schulen und ׳Lehrer in gleichem Masse •ruinierte, zurückgezogen wurde. s. \w. Die Sabbatfrage in Littauen. Seit die Regierung das Sonntagsruhegesetz mit eiserner Strenge durchführt, besdhäiftigt die Sorge •um die Sabbatruhe die litauische fOrthodoxie. In •den grösseren Städten finden sich Kauifleute, die Geschäfte lind Kontore am •Sabbat 211׳ öffnen׳ gedenken. Ein Sabbatkomitee hat sich organisiert, an dessen Spitze die Führer der Aguda stehen, die diesem Ue'bel zu rechter Zeit Vorbeugen wollen. Es gelang ihnen auch, die!schon geöffneten Laden wieder zii schliessen. Auch eine Firma, die seit 16 Jahren am Sclrabbos handelt, hat eingestimimt, nicht die Einheit •der jüdischen Reihe ׳zu brechen und hält Ihre Unternehmen am Schabbos geschlossen. Die ׳Orthodoxie Litauens sieht sich vor einem lang dauernden ,Kampfe um Sühmiras-Schabbos. Eine Sammlung des ״Israelit“ für die Opfer des Wirbelsturms in Holland. Der Frankfurter ״Israelit“ veröffentlicht einen Aufruf, den Opfern des verheerenden Wirbelsturms im östlichen Teil Hollands, wo unter anderem auch ein ganzes Dorf vernichtet wurde und Tausende von Familien Schaden erlitten, durch Geldspenden, die die Zeitung entgegennimmt, zu helfen. In dem Aufruf heisst es unter anderem: ״Bei aller Not im eigenen Kreise wird es gewiss vielen unserer Glaubensgenossen Bedürfnis sein, bei; diesem Anlass ihre brüderliche Sympathie gegenüber dem holländischen Volke zu bezeigen, in dessen Mitte dje Juden ׳allezeit eine freundliche Heimstätte, Gleich■1 berechtigung und Anerkennung gefunden haben.“ Direktor Joseph Carlebach Oberrabbiner von Altona. An Stelle des aus Gesundheitsrücksichten vom Amte scheidenden'Oberrabbiners' Dr, M. Lerner in Altona wurde Dr. Joseph Carlebach, ,Direktor der Talmud-Torah-Realschule in Hamburg, zum Öberrabbiner von Altona berufen. Wie das ״Israelitische Familienblatt mitteilt, hat Direktor Dr. Carlebach die Berufung angenommen und wird in kurzer Zeit sein neues Amt antreten. Der Verband ״ORT“ unterstützt die jüdischen Siedler in Russland. Das Odessacr. Komitee der Gesellschaft- Tür Förderung von Handwerk und Ackerbau unter den 1 Juden ״ORT“ erhielt am 19. August von der Berliner 1 Zentralverwaltung der Gesellschaft ״ORT“ eine Summe von 10.000 Dollar zwecks Förderung des jüdischen Ackerbaues im Odessaer Distrikt. Aus dieser Summe sollen 225 jüdische Siedlerfamilien Zuschüsse für Ankauf von Saatgut erhalten; ein Teil des Geldes soll zur Fertig- Stellung von 100 im Bau befindlichen Wohnhäusern verwendet, ferner sollen von dem Gelde 75 Milchkühe für ärmere Kolonistenfamilien angeschafft werden.^ Zwei Juden tn der neuen Danziger Regierung. Der Volkstag des Freistaates Danzig nahm am Mittwoch die Neuwahl des parlamentarischen Senates vor, der die Regierung des Freistaates bildete. Die neue Koalition aus Sozialdemokraten, Zentrum und Liberalen verfügt in dem 120 Abgeordnete zählenden Parlament über 56 Stimmen. Unter den neugewählten Senatoren befinden sich zwei Juden: der Sozialdemokrat Landesgerichtsrat Dr. Kamnitzer und der Liberale Rechtsanwalt Df. Neumann. Von der Aguda in Rumänien. De j. (AJPB.) Am! 12. August fand in Daj eine Sijumfeier für den Dafjomf statt. Es war gleichzeitig die offizielle Eröffnungsfeier! lichkeit der Aguda-Orts- und Jugendgruppe, zu der sjcH sämtliche Talmide Chachomim der Stadt leingefunden haben. Herr Jeschiaja Schwatz, der duren seinie all־» abendlichen Dafjomi-Vorträge die Sympathie der ganzen Orthodoxie erworben hat, forderte die Festgäste auf, deit Kampf für Agudas Jisroel in all seinen Phasen aufzunehi men. Rabbi Mosche P a n e t h forderte die Jugend zu fleissigem Lernen des Dafjomi-Schiurs auf. Namens der. Jugend sprach der Jeschiwohzögling Hirsch. Für die! nächste Woche wurde die Abhaltung eines öffentlichen Meetings beschlossen. Vereinigung zwischen ״Poaie Zion“ und ״Zeire Zion“* Wien. (J. T. A.) Die Weltkonfierenz •der Poale Zion wunde geschlossen, :nachdem eine Resolution angenommen ■wunde, in der ׳der Zusammenschluss aller proletarischen Kräfte im der zionistischen Bewegung gefordert!wird. — Der Vereiniguiigskommüssicm Poale Zion und! iZe'ire Zion gehören an: Seitens der Zeire: Zion Ildclson, Grünfel-d und Brudny; seitens der Poale Zion: Kaplansky, Locker, Hemlin •und Ben Gurion. Die Exekutive der neuen Emlgrationsverbandes. Berlin. (J. T. A.) Die. Zweite jüdische Emlgrationskonferenz wählte eine zehnglicdrige Exekutive und einen 3IgI'iedri1gen Rat •des ״Jüdischen Emigrationsvierbandes“. In die Exekutive wurden!die folgenden Herren lilneingewählt: Dr. Bernstein (Hiias), •Dr. B. iBr.utzkus, Dr. Ben- Natan, Abg. Dr. Oskar Cohn, ILwaWitsch, ׳Jakob Lestsobinsky, W. Latzky-Berthold Dr. Alfred Klee-, Dr. Krainin, Soli. 'Rudel. Literarische Notiz. Im hebräischen Verlag Eschkol- Berlin, sind soeben drei neue Werke erschienen: 1. Sefer Schaschujm (ein Buch der Kurzweil) von Josef ben! Zabarah (300 S.), von Prof. Israel Davidson wissen־(• schaftlich ediert und mit einer grossen (100 S.) Einlei-I tung und Anmerkungen versehen. — 2. Jakob Klatzkin» Mischnat R i s c h o n i m. Eine Auswahl aus der Phi־• losophie der Vorsokratiker, Sokratiker und Nachsakra־‘ tiker (mit 9 Bildnissen griechischer Philosophen). Zeich-f nung des Einbandes und der Titelblätter von Josef Budkoj 3. Jakob Klatzkin, Schkiat hachaijm. Dieses Buch( ist unter den in den letzten Jahren hebräisch erschienenemacht Büchern Klatzkins als sein philosophisches GrundwerW anzusprechen. Es stellt den ■Versuch einer geschlossenem Weltanschauung dar, die die Gebiete der Logik und, Mathematik, Ethik und Aesthetik umfasst. Eine kleine Aniahl von Exemplaren ist auf Büttenpapier gedruckt und besonders ausgestattet. (Pergament-Einband.) T m chechoslo ־wbt a. k ® i. I Das neue Handelsgesetz und das Judentum. Bekanntlich ist in der Slowakei ein neues Handels- und Gewerbegesetz ins Leben getreten, dassen vyesent-, lichste Bestimmung darin besteht, dass fortan die Erlängung eines Handelsrechtes oder die Ausnützung eines ,.Wirts- und Ausschankrechtes an einen Befähigungsnacnweia gebunden ist. Das bedeutet, dass in der Folge derjenige der selbständiger Kaufmann werden oder ein Wirts- oder Gasthaus errichten will, erst dokumentarisch beweisen :muss, dass er diesen Beruf eine gewisse Zeit gelernt Und eine Zeitlang praktiziert hat. Dass dieses Gesetz au| das gesamte Wirtschaftsleben einen Einfluss üben wird, liegt auf der Hand. Ich möchte aber darauf Hinweisen, wie und auf weiche Art das ganze o r t h 0■» doxe jüdische E r z ie h 1111 gs w es e n von diesen! Gesetz beeinflusst wird. Die wirtschaftliche Umwandlung, welche dem Kriege ׳folgte, hat in der Slowakei die Juden am empfindlichsten!getroffen. Zahlreich sind die Leute, ,die durch Entziehung der Schanklizenz und der Trafikrechte um ihre Haupt־» existenz• gekommen sind und in die peinliche Lage versetzt wurden, sich eine neue. Erwerbsmöglichkeit gründen, zu müssen. Dies war schon ein schwerer Schlag gegen das wirtschaftliche Fortkommen der Juden. Das ‘neue; ‘Handelsgesetz aber wird auch auf das religiöse Leben ■der Juden einen schädlichen Einfluss ausüben, wenn nicht! Mi der Zeit vorgesorgt wird. Früher haben Eltern ihre Kinder in die תלמור תורה Schulen und aut die ישיבות!geschickt, wo sie תורה und G-ttesfurcht bis zu ihrer Hochzeit gelernt haben. •Manche auch Jahre nach der Hoch■( zeit. Dann gründeten sich von diesen jungen Leuten einer, ein Geschäft, der andere ein Wirtshaus, der Dritte einen Gasthof. usw. und sie fanden daher eine, wenn auch meistens notdürftige Existenz. Dies wird durch das neue Gesetz erschwert, wenn nicht gänzlich unmöglich get ׳macht.■ . , יי׳ ,Wenn man schon bisher in manchen Kreisen sich schwer entschlossen hat, die. Kinder in die ” תלמוד וזורה Schulen oder. auf die ישיבות zu schicken,'׳ weil sie' wegen (der j,Zukunft“, respektie wegen, der m ä te r ieilen' ExU stenz der Kinder besorgt wären, was wird jetzt geschehen? Früher hat, den aut, ישיב^ית erzogenen jungen Leuten nun «ine. geschäftliche JP r a xi s gefehlt, heute soll aberdih Existenzgründtuig ..überhaupt unmöglich gemacht werden. :;..s ... Ich sehe därih ' eihe' wichtige Ursache mehr, die ח1»1©^מחזיקי . חדה^ in der Slowakei zu eihera , New;׳ leben zii erwecken.. Ein wichtjger Programmpünkt des מחזיקו הרה, Ver^mes ist auch יפה תלמוד תורה.;עם. דרך ארץ ׳ Dadurch, dass eine MögljchKeit geboten wird; nebst 'dem חורת lernen sich einem ,^erjil? ^u. widm«n, z(ehe ich•׳ weitere Kreise zum חורה lernen. Wenn wir die חלמור תורה“ Schulen und ישיבות mit Gewerbe- und landwirtschaftlichen Schulen verbinden, wenn wir die Handels- und Gewerbe־ angesfellten zum תורה fernen heranziehen, so haben1 wir dafür gesorgt, dass sich ein viel grösserer Kreis zum חורה lernen entschlossen wird und ׳haben zugleich auch dafür gesorgt, dass die Zöglinge der ישיבות z״ einem Berufe kommen und diejenigen, die einen Beruf schon haben, zu 1 תורהund G-ttesfurcht gelangen. Zwei erhabene Ziele! fWenn auch die Umgestaltung der ת״ת Schulen undi der ישיבות Oder die Errichtung von Gewerbe- und land־ wirtschaftlichen Schulen für eine einzelne Gemeinde zu schwer fällt, für die in der מחזיקי הרת Vereinigung ver-, einten Gemeinden der Slowakei ist es leicht. .411 dem seinerzeitigen Machsike-Hadas'-Vereine war die Rede von der Verwirklichung dieses Programms. In dem Machsike- Hadas-Blatte ist auch darüber deutlich und überzeugend geschrieben worden. Führende rabbinische □גדולי waren mit vollem Herzen dafür, mit dem Zerfall des Vereineg jedoch ist aiuch dieses Projekt׳ ins Wasser gefallen. Wenn aber nach Einsicht der führenden Grössen die Vereinigung, von תורה mit ךרך ארץ damals• schon eine Notwendigi keit war, wie vielfach notwendiger scheint sie jetzt zu sein, jetzt, nachdem das neue Handelsgesetz ins Leben } getreten ist. 'י Daher rufe ich allen massgebenden Personen zui לכו ונלכה ונחרש שם המלוכה Kommen wir in Neutra oder in Bratislava zusammen lind erneuern wir die מלוכה die Soueränität ider ״ חורהnd begründen wir wieder den מהזיקתהדת-Verein der Slowakei. S. B. Bemerkuung der Redaktion., •Wir haben unserem geschätzten Mitarbeiter Raum' für seine Anregung gewährt, obgleich wir seine Aus■* führungen in ihrer Allgemeinheit und in ihrem \vesent4 liehen Teile durchaus nicht billigen können, weil wir wissen, dass sehr weite •Kreise der slowakischen Ortihot doxie über die Lösung des orthodoxen Erziehungsproblema so denken, wie sie oben dargelegt ist, und unsere Zeitung ' ais Organ des gesinnungstreuen Judentums in der Slowakei( es als ihre vo!rnehmste Aufgabe •betrachtet, jedem g u t e n Und ׳e hrliehen Willen, zur Stärkung: deg Jude ntums auf dem Boden von 1’ תורהmd יראה bHne Zugrundelegung unjüdischer An- Schaltungen oder Anlehnung an fremde* Geistesaft beizutragen, Geltung zu ver- Schaff e’n. Mögen unsere ׳ Leser sich in dtevProbleme; Vertiefen und sich mit den auseinandergehenden An־( sichten vertraut machen, damit endlich eine Klärung herbeigeführt werden kann, wie sie zur gedeihliehen Ente Wicklung unseres jüdischen Lebens von allen Seiten a׳'« notwendig erkannt wird und damit die im gesetaestreuen Judentum der Slowakei schlummernden, reichen, geistigen und moralischen Kräfte in Bälde zum Segen für כלל ישראל zu fruchtbaren Taten erwachen בעזרתו ית׳. Zur Sache selbst wird noch׳ vieles zu sagen seiin, Für heute nur mit wenigen Worten bemerkt, dass eg nicht angeht, beim Auftauchen irgend eines Erziehungs-x oder Wirtschaffsprtfblems, das sich irgendwie auf unser jüdisches Leben aus wirkt oder aus wirken könnte, jedesmal wieder mit grundstürzenden Vorschlägen zur Um־» gestaltung unserer Thoraanstalten und ישיבות hervorzuT treten. Die ישיבות haben sich als Basteien des Jude^ tums bewährt und sind so wie sie sind, historische! Gebilde des Judentums von unschätzbarem Wert. Wir! sollten uns hüten, selbst Hand anzulegen an ihren Be-» stand und an die Lebensformen, die sie sich, in jedem Lande verschieden, geschaffen haben. Die ישיבות Sinti ausschliesslich zum Zwecke der Vertie־* fung und Erweiterung des לימוד התורה und allerdings auch als Gesinnungsschulen zut! Vorbereitung und Ertüchtigung der jüdischen jungen Menschen aller Berufe, als Juden, für das Leben da. Auf den ישיבות soll nur Judentum, Judentum im wahrsten und reinsten Sinne, aber auch im weiteste^ Umfang, gelehrt, gepflegt, geübt und ge h ü t eil werden. Der junge Mann muss von vorneherein wisseni dass er auf der ישיבה nichts anderes suchen und nichts anderes finden kann und darf, als חורה u,ncl יראת השם Der Vater, der sein Kind auf die ישיבה schickt und dafür wahrlich Opfer über Opfer bringt, muss sich darübeq klar sein, andererseits freilich auch die Beruhigung und die Gewissheit haben, dass die ישיבה unter Ausschluss jeder anderen Tendenz, die Bestimmung hat, ihre Schüler mit dem geistigen und moralischen Rüstzeug auszustatten, dessen der Jude in allen Lebenslagen bedarf und dessen er gerade in einer kampfreichen Zeit wie der unsrigen — soll־ er sich als treuer Sohn des jüdischen Volkes, als Bannerträger der ת1רה הקדושה be■( währen — unmöglich entraten kann. Die ישיבה ist •eing Vorbereitung für das jüdische Leben in seiner unermess־! liehen Mannigfaltigkeit und kann nicht der Berufsaus■* bildung (weder zum Kaufmann noch zum Handwerker! noch auch zum י— Rabbiner!) dienen; sie bildet Juden heran — treue, tüchtige, gesinnüngsstarke Veri fechter der jüdischen Wahrheit und der jüdischen Welt anschauung ל- und sonst nichts. Darin liegt ihre Stärke und das allein verbürgt ihr, wenn sie auf der Hö|*| ihrer Aufgabe ist, Lebensdauer. Es kann nicht die Ab-5 sicht guter, orthodoxer Juden sein, ihr die .Lebensdauer zu verkürzen. Widmen wir dem, Gedeihen der יש י ב ות grössere Aufmerksamkeit, bewachen wir sie, überwachen wir sie als unser teuerstes Kleinod, stellen wir erhöhte Ansprüche an sie, aber entkleiden wir nicht ־— um deg Himmels wihen! — ihres historischen Charakters und berauben wir sie nicht ihrer erhabenen Bestimmung.

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