Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 12 (20.3.1925)
- Date
- 1925-03-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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e Nr. 12 JÜDISCHE PRESSE Seite 77 Redner über die Arbeit und das Auftreten der jüdischen .Delegierten vor dem Studienkomitee in Genf wissenswerte Einzelheiten hervorgehoben hatte, schloss er mit dei־ Hoffnung, dass der Sabbattag unverrückt seinen Platz in einem reformierten Kalender der Völker behalten werde, als Zei- •cheri, dass der Deismus über den Maternialismus triumphiere. Ueberaus günstige Aufnahme der ״Moriah“. Wien. ,(A. J. P. B.) Die erste Nummer der Monatszeitschrift ,,Moriah'1 hat allseits eine überaus freundliche Aufnahme gefunden. Auch die gegnerische Presse würdigt dieses Organ mit einstimmiger Anerkennung. Die Administration 1der ״Moriah“, Zeitschrift für den Aufbau von Erez jkroel im Geiste der Thora, ersucht festzusfellen, dass der Preis für den vierteljährigen Bezug M. 2.80 beträgt. Die Zeitschrift ist zu beziehen durch den Buchhandel so\vie durch 'die ״Hermen Verlagsaktien-Gesellschaft“ Frankfurt a. M. Berlin. Die Wahlen zum preussischen Landesverband jüdischer Gemeinden haben eint Majorität für die so geiiiiatninte i'ib orale Oste 'engeben; das will einerseits besagen «n politisches Bekenntnis, d. h. Abkehr von der nationalen Betonung des Judentums, das will anderseits besagen ein TttlfrgBäseiS Bekenntnis naah der ׳Richtung, dass 1d׳ie Ans;hauüng gesiegt hat, die es jedem gestatten Will, sich seinem eigenen Schulchan Aruch zu konstruieren. Das also sind ,die Früchte des jahrzehntelangen Werbens kurzsichtiger Menschen um die Gunst der Liberalen, das ist die ent״' sprechende Antwort auf den insbesondere von konse!*- . yatBveT Seifte mit Sehnsucht geächzten Ruf nach Einheit des Judentums. Das ist die!Quittung auf ,die famose Manier, nach ■linlks ■unter Verbeugung vor dem Geldsack aillts zu verzeihen, um sich hoffähig zu machen, und in Ton und Gebärde des Biedermeiers auf die bösen B>uben ■von rechts . Worwürfe und Verleumdungen zu schleudern. Wir sind fest ־■überzeugt, dass •aiile Rufer in ׳diesem Streite .aus dem ׳A!usgang der Wahlen die Folgen ziehen werden, den Halber׳- stätter Bund gesetzestreuer Gemeinden noch intensiven zu bekämpfen wie bisher. Konstituierung der ״Nachlath Goral". Nach eingehenden Vorarbeiten hat sich dieser Tage in Berlin die neue Erez Israel-Heimstätten-Organisation ״Nachlath .Gof ral” konstituiert, die unter Ausschluss parteipolitischer Be- Strebungen und unter Wahrung des überlieferten Religionsgesetzes ihren Mitgliedern zur Ansiedlu'ng in Palästina verhelfen will. Die Gesellschaft bezweckt auf dem Wege der Auslosung die Abgabe billiger, serienweise vorbevreiteter Heimstätten für kleine, mittlere und grosse Familien, für solche mit städtischem oder landwirtschaft- Hichöm Hauptberuf. Diese Heimstätten werden gegen allwähliche Zahlung (je nach Kategorie oder Grösse) von '100, 200, 300 und 400 ägypt. Pfund erstellt. Für alle» Heimstätten ist vorgesehen ein Grundstück, ein kleines! Haus mit vorbereitetem Hausgarten und kleinem Geflügelhof für den eigenen Bedarf der Familie, ferner genossenschaftliche Einrichtungen, technische Behelfe und ..Stellung von Fachleuten. Der Umfang dieser Betriebe ist so bemessen ,dass bei normaler Arbeit der Unterhalt einer Familie daraus gewonnen werden kann. Die Zuteilung erfolgt durch das Los. Dieses bedeutet nicht einen Lotteriegewinn, sondern es ermöglicht nur dem Ausgelosten die Uebersiedlung lange vor Vollzahlung der;Heimstätte. Die Einzahlungen der Mitglieder geschehen in wöchentlichen oder monatlichen Raten, deren geringste wöchentlich eine Mark beträgt. Auch Vollzahlung ist vorgesehen, die. ohne Auslosung den Anspruch auf eine Heimstätte in sich schliesst. Dem Vorstand der Organisation; gehören an: lm geschäftsführenden Ausschuss im Präsi- •dium die Herren Heinrich Freirich, J. Iialpern, Davis Trietsch, ferner die Herren Norbert Bier (Schatzmeister), Or. K. Goldschmidt (Schriftführer), Baumeister Lewy? Rechtsanwalt Dr. Mittwoch; im Verwaltungsrat die Herren: Rabbiner Dr. Esra Munk, Rabbiner . Dr. Wilhelm Levyj, Moritz Brenner, M. Frant,. Oberregierungsrat Dr. Hans׳ Goslar, Bernhard Halsband, M. Hornstein, Dr. Arthuri Kann, Ing. P. Kaufmann, L. Koppel, Dr. Falk-Schlesinger, Dr. J. Segall, A. Strom. Günstiger Fortgang der Entschuldungsaktion des Keren Hathora in Deutschland für die litauischen Jeschiwoth. Hamburg.!(1A. J. P• B.) Anlässlich der ׳jüngsten Tasurng des. Lan׳desd§re׳k׳tori'U'ms des ׳Keren ׳Hathora iin Deutschland •berichtete der Vorsitzende Obernabb. Doktor Spiitzer, Hambur®, über ׳den günstigen Fortgang ׳der Entsohutldungsaikt'ion für di-e l'itau'ischen Jcsohiwoth. Der Vor-!sitzende, Oberrabb. Dr. Spitzer, sammelte auf seinen Reisen zugunsten dieser Aktion ungefähr 10.000 »Dollar. Weritere 10.000 Dollar wurden anlässlich der 1Massenversamrn- Hungen dm Hamburg, Berlin, Königsberg, Dresden, Nürnberg tund Frankfurt a.1M. durch die Keren Hathara-Kammissardate ■gesammelt. Es ist zu hoffen, dass,!nun ׳auch die restliehen 10.000 •Dollar, also insgesamt ׳d׳i׳e dringend benötigten 3.0.000 Dollar, bald beisammen sein ■werden. Auf derselben Tagung berichtete der Beauftragte ■des Keren Hathora- Direktoriums, Herr Rabb, Dr. Lichtlg, über sedne Reise Im westdeutschen Industriegebiete. ■Ferner wurden Su:bven- *Ionen für ׳mehrere Thora-Lehranstalten für Deutschland bewilligt. Gemeindewahlen in Frankfurt. Anlässlich der jüngsten Wahlen In der israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main wurden die Herren Marcus Hirsch, Philipp Posen in den Vorstand und die Herren Heinrich Eise mann, Gustav Kaufmann in den Gemeinderat gewählt. Die Gemeinde wählen in Hamburg. Vor einigen Tagen( waren hier Repräsentantenwahlen, bei denen 21 Repräj sentanten zu wählen waren. Es waren fünf Listen aufgestellt, darunter die Agudoh zum ersten Male. Der Wahlerfolg ist>!Agudoh’2 Kandidaten, Liberale 9, Zionisten 3, Achduth 4, Handwerker 3. Bei den letzten Wahlen hatten die Liberalen! Telephon Nr. 64. ' Gegründet 1872. BETRAT PT(E1SZ & Söhne Presov (Eperjes) SDirituosan-Wslngrosshandlung, Runu. Likörfabrik empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in jeder Qualität. כשר Weine: von 40 LL aufwärts כשר Slibowitz und Treber. Versand ln Gebinden Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen beim orthodoxen Rabbinat in Presov eingeholt werden. ■*■■■■an •«■■■■■■ «an « ■■—■■■■■■י■■■—wa>1 IMH»NMII 9 Sitze, orthodox-zionistische 8 Sitze und Handwerker 2 Sitze. Interessant war, dass in diesem Jahre N׳die Frauen zum ersten Male mitwählten, auch bei der Agudoh, gemäss dem Psak von Dr. Spitzer. Assen. Am Sonntag abends wurde unter Teilnahme eines grossen Publikums das 25jährige Bestehen der Talmud Thora gefeiert. Die Festrede hielt Herr Oberrabbincr Tal. Rotterdam. Samstag abends, den 21. Februar, fand in Rotterdam die erste Jahresversammlung der dortige» Agudamrtglieder unter Vorsitz des Herrn van‘ Leuven statt. Den Jahresbericht erstattete der Ehrensekretär Herr B. Hausdorf. Es wurden im Berichtsjahre fünf öffentliche Vorträge abgehalten, in denen die Tagesprobleme des־ Judentums besprochen wurden. Thauro wurde. in zwei Kursen allwöchentlich gelehrt. Im Weekblad für israelitisches Hausgesinde wurde eine Agudarubrik eingeschaltet, wofür der Redaktion der Dank ausgesprochen wurde. Ferner wurde der Keren Hathora unterstützt und in Erez Jisroel Boden erworben. Schliesslich wurden fünf Delegierte und fünf Ersatzleute für die am 12. März jn Amsterdam stattfindende Versammlung der Niederländisehen Aguda gewählt. Sitzung des Warschauer Waad Hapoei der Agudas Jisroel. Warschau,. (A. J.׳P. B.) pienstag, den 7. Adar fand hier eine: ausserordentliche Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel statt, an de!{ der Gerer Rebbe, sowie sämtliche orthodoxe Abgeord-j nete und Senatoren teilriähmen. In Vertretung der Wiener Zentrale war Rabbiner Tobias Horowitz zi( den Verhandlungen erschienen. Im Mittelpunkt der Erörterung standen wichtige! innerpolitische Fragen, deren Behandlung einen breiten Raum einnahm. Ausserdem wurde beschlossen, bei den zuständigen Stellen Schritte zur Errichtung eines Palästina-Bureaus für orthodoxe Aulim zu unternehme«, sowie den. Verband, der samtliehe orthodoxe Vereinigungen in Polen, die sich die Durchführung der praktischen Erez Jisroel-Arbeit zur Aufgabe gestellt haben, in sich schliesst, ausjzubauen, um einerseits geschlossen ihre Interessen zu wahren, andererseits für die Stärkung des Schmirath Haschabbos in Erez Jisroel Sorge zu tragen. Ueber Vorschlag des Gerer Rebben wurde eine Entschliessung angenommen, die den Verband der orthodoxen Palästinavereinigungen beauftragt, eine intensive Propaganda zur Verhinderung der Ausbreitung des Luxus in Erez Jisroel zu betreiben. Krakau. Donnerstag, den 9. Adar, fand hier eine grandiose Sium-Feier in den Sälen der Beis Jaakob-/ Schule auf Masechet Joma statt, auf welcher viele hunderte Baalej Batim und Bachurim, die den Daf Hajomi -gelernt haben, teilnahmen. Herr Rabbiner Juda Lewin, der Leiter des grössten der vielen Daf-Hajomi Schiurim,׳ im Beis Hamidrasch Bnei Emuna, hielt eine tiefsinnige Halacha und Aguda Derosche, worauf eine herrliche Seuda stattfand, welche bis Mitternacht dauerte. Krakau. Die Agudas Jisroel-Örtsgruppe veranstaltete am Sonntag, den 1. Adar eine öffentliche Volksversammiy lung;, in welcher Herr Abgeordneten F. Stempel — bei einem vollgepfropften Saale und sehr starker Beteiligung^ wie sie keine politische Versammlung der Aguda bisnun׳ hatte — einen Bericht über die Tätigkeit des orthodoxen Sejmklubs und der ökonomischen Lage in Polen erstattete( Der ״Bund“, welcher in corpore versammelt war, trachtete die Versammlung mit allen Mitteln zu sprengen. Dank der taktvollen Leitung des Herrn Freilich misslangen diese Sprengkingsversuche. Es entwickelte sich eine De^ batte, in welcher, der Leiter des ״Bund” und der Poale! Zion eifrig Anteil nahmen und der Aguda den RaÜ gaben, lieber im Beis Hamidrosch zu sitzen und die Leitung der öffentlichen Interessen nur ihnen zu überlassen. Für diesen Rat dankte ihnen Herr Deputierte!( Stempel in geeigneten Worten, und nachdem Herr Hirsch- Sternberg einen Bericht über die Erez Jisroel-Arbeit de!i Aguda erstattete, schloss die Versammlung in gehobene!{ Stimmung. ״Unser Weg“ über Wigotzkls Verrat an dem Chadorim. S i e d 1 c e. (A. J. P. B.) Das Siedlcer Agudaorgan ״Unser Weg“׳ bekämpft ln einem Artikel an leitender Stelle den Versuch des zionistischen Sejmdeputierten Wigotzki, die Chadorim zu zerstören. Bekanntlich wurde die Agudarepäsentanz von Minister Thugut ersucht, festzustellen, dass die von Wigutzkki in seinem Namen der Presse übergebene Aeusserung, . die Chadorim wären nicht existenzberechtigt, ,gefälscht sind und das absolute Gegenteil seiner Anschauungen ausdrücken. Einleitend sagt die genannte Zeitung ln einem Artikel mit dem Titel ״Wigotzki, Du hast Jisräe'l verraten!“ folgendes: Ein bitter schmerzliches Gefühl erfasst Jeden religiösen Juden beim Lesen der traurigen Nachricht, dass der misslich berühmte Deputierte Wigotzki die jüdischen Chadorim auf schändliche Weise verraten hat. Eine ' unverschämte Üeberhebung eines Juden Verräters, in derselben Minute, da er um Förderung s e i n e r Schulen bittet, verleumdet er hinterrücks die Mehrheit der jüdischen Schulen ■des Landes. Es ist praktisch unmöglich, unter Hinweis auf den Minoritätenschutz die wenigen der jüdischen Mentalität nicht entsprechenden Tarbutlischulen zu fordern und gleichzeitig die überwiegende Majorität der jüdischen Schule zu bekämpfen. ׳Zum Schlüsse ruft der Artikelschreiber aus: ״Wisse Wigotzki, das religiöse Judentum der Welt‘ verurteilt Dich und die Millionen Tinoköth schol beth rabbon schreien Dir nach: ״Wigotzki, Du hast Israel verraten!“ Lodz (Bais Jakob), 25. Februar. Die von den orthodoxen Juden in Polen gegründeten Beth Jakob-Schulen gedeihen alle in vorzüglicher Weise. Schon nach kurzer Zeit haben diese Schulen in Lodz, Pultuch, Gostanin, Gor, Wloclavvek, Taworow. Bedzin, Wolbrom und vielen anderen Städten ausserordentliche Erfolge aufzuweisen. Die Schülerinnen werden in echt jüdischem Geist erzogen und haben bei den bisher stattgefundenen Prüfungen in jeder Hinsicht entsprochen. Grosse Verdienste um diese Schulen hat sich besonders Frau Schenierer erworben, die die Gründung dieser Schulen anregte und dieselben mit Rat und Tat unterstützte. Oberrabbiner Schapira irn Kreise der Poale Agudas Jisroel. Lodz. (A. J. P. B.) Anlässlich des Siurns der Poale Agudas Jisroel auf Traktat Joma fand im grossen Saale der Philharnionier ein grosses Barikett‘ statt, an dem Abg. Oberrabbine^־ Schapira (Piotrkow), Oberrabbiher Samuel Dawid Laske (Radägotsch), Senator Mendelsohn sowie andere prominente Persönlichkeiten des jüdischöffentlichen Lebens teilniahmen Eine Stunde vor Beginn war der Riesensaal bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, so dass viele keinen Einlass mehr finden konnten. Oberrabbiner Schapira, einer der gefeiertsten jüdischen Redner, hielt eine zündende Rede, die währe Begeisterungsstürme entfesselte und die auch auf die ■Anwesenden den nachhaltigsten Eindruck ausübte. Der moralische Erfolg des Abends ist ■umso höher , zu werten, als viele jüdische Arbeiter, die!bisher der Poale Agudas Jisroel ferne gestanden halben, ihre Sympathien fiir diese Organisation bekundeten,‘ nachdem sie die Ueberzeugung gewonnen hatten, dass die Agudas Jisroeil auch im. gesellschaftlichen Leben keine Klassenunterschiede kennt, ein Umstand, der bei dieser grandiosen Veranstaltung deutlich in Erscheinung trat, •indem Fabrikanten und Arbeiter, Angestellte und Kaufleute in kameradschaftlicher Weise dieses Fest der Thora begingen. Gründung einer Agudazentrale für Russland. Polt a v a. (A. J. P. B.) Oberrabbiner Dovber G r ü n f r e s s hat eine Agudaizentraile für das gesamte ehemalige Russland gegründet. Sie wendet sich in ׳einem Aufruf an die Welt, ihr alle Daten über Agunoth an die Adresse Rabbi B. D. Grünfress, Poltava, zu wenden. Bero Dwariszin in der Dwinsker Aguda. Dwinsk. (A. J. P. B.) Der bekannte Schriftsteller Bero Dwariszin ist aus Sowjetrussland nach Dwinsk zurückgekehrt, . um sich in den Dienst der orthodoxen Presse zu stellen. Bei der letzten Generalversammlung der Aguda-Jugendgruppe hat er über die Lage der Juden in Sowjetrussland referiert. Von der Auhew Zedek-Gemelndo ln New York. New York. (A. J. P. B.) Der Präsident der amerikanisehen Agudas Jisroel, Oberrabbiner Dr. Philipp Klein, feierte sein 35jähriges Amtsjubiläum. Seine Gemeinde hat gemeinsam mit der Pinchas Elishu Schul den Bau, einer Filialsynagoge mit tausend Sitzen begonn&ri. Im Anhang daran wird eine Schule gegründet, in der• die Kinder vom jüngsten Alter bis zu 18 Jahren unterrichtet werden sollen. Sie wird ausser einem Kindergarten und den Eiementarschulen eine Jeschiwoh umfassen. Gleichzeitig wird dafür Sorge getragen, dass dortselbst — West 95 th Str. bei Amsterdam Avenu — ein jüdisches Zentrum geschaffen werde, . das alle Fäden des kulturellen und gesellschaftliehen Lebens zusammenfasst. Diese Musterinstitution der Orthodoxie Amerikas dehnt sich von Tag zu Tag mit bewundernswerter Weise aus und verspricht durch diese Gründung erhöhten Glanz. Vereinigung religiöser Jüdischer Arbeiter in New York. Unter dem Titel Jüdische Arbeiterföderation wurde jüngst m Lokal der Jeschiba R. Äkiba Eger, Montgomery Str. 9, in New York, ein Verein der religiösen jüdischen Arbeiter , gegründet. Der Verein stellt sich zur Aufgabe, die vielen tausenden religiösen jüdischen Arbeiter, die sich in New׳ York befinden, zu organisieren und ihre Interessen wahrzunehmen. Insbesondere wird darauf Wert gelegt werden, dass der Zwang zum Chilul Schabosz vermieden werde.׳ Ferner wird auch für Thoralernen unter den Arbeitern Sorge getragen werden, besonders aber, dass sie dem Einfluss der antireligiösen jiddischen Volksschulen entzogen werden. Auf wirtschaftlichem Gebiet wird die Gründung einer Krankenkasse sowie einer Fürsörgestelle für Arbeitslose und deren Familie in Aussicht genommen. Ferner wurden verschiedene Pläne ausgearbeitet zur Schaffung religiöser Arbeiterkolonien in Erez Jisroel. Die Vcrsammiung wurde bei gehobener Stimmung spät nachts nach Abhaltung einer Seudas Mizwa geschlossen. Begrüssungsfeierllchkelten für den Slucker Raw. Jerusalem. (A. J. P. B.) Der zur Leitung der ‘)lobotkaier Keschiwah in Chebron hier eingetroffene Gaon, Iser Salman Melzer, Mitglied des’ Rabbinischen Rates der Aguda in Litauen, würde sowohl von der Gemeinde Rabbi Chaim Sonnefelds als auch vom Rabbiner Kuk unter besonderen Ehrungen empfangen.