Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVI (1915)
- Issue
- Heft 25 (3.11.1915)
- Date
- 1915-11-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2621806-2621945-2621970--3324-2624505- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Rr. 25 »MW Vrkk-ßr»«^. *> e Gerte. S Wie Etter Hochvokigeboren bekannt sein dürfte, ,mußtenlmsere Truppen vor stark überleaenen feiNbli'chen Angriffen auf das westliche User (Lstyr) Aur-ückgenonrnlen werden. In wildem Ansturm bedrängte der Feind die zurückgohende Infanterie, welche die 1 Km. breite Sninpfniederung dieses Flusses auf einigen schmalen Wiegeit passieren!nnßte. Um bpi NachdräNgen des Wgners Einhalt zU tuü, mußten diese Wege zerstört werden. Nun hatte die tapfere Truppe die Brücken Passiert und . Ihrem Sohne wurde der Befehl gitiit zerstören seiner ihm anvertrauten Brücken gegeben. Hier eitdete seine Pflicht, die ihnr zwang angesichts der heftigen Beschießung tapfer auszuharren, und ebenda beginnt seine Heldentat die neben persönlichem Ruhme und bespielloser tvürdiger Vertretung unserer braven Truppen auch über 500 Menschen vor den! Verderben rettete. Nus freiem Entschlüsse zögerte er, ohne Rücksicht auf die ernstere Gefahr, die Brücke zu zerstören, in der Hoffnung, noch versprengte -und zurückgebliebene Soldaten das Passieren zu ermöglichen. So harrte er allein tutt 8 Sappeuren jener Kampfmüden, die nicht rasch genug der Schwarmlinie folgen konnten. Doch diesen Bedauernswcrten folgten scholl auf den Fersen die russischen• Bajonetts. Da faßte nun Ihr heldenmütiger Sohn den bewunderungswerten Entschluß den! Feind, der soeben mit den letzten Flüchtlingen gleichzeitig die Brücke betrat, Mann gegen Mann entgegenzutreten, um noch diejenigen zu retten, die vom Feuer verschont bleibeu sollten. Gegen zehnfache Uebermacht im Handgemenge kämpfcud ennöglichte er noch getrell seiner Pflicht, die Zündung der Brücke. Doch kam er nicht zurück, die Geretteten erzählten, er sei, am Oberschenkel durchschossen, zusammengebrochcn und in Gcfangeuschaft gernten. Wir hoffen innigst, daß sein Schicksal ihln lvenigstcrls darin hold sei, daß es diese Nachricht bewahrheitete, denn wir wünschen, daß denl Heldeu, der so glänzenden Beweis echter Soldateutugeud darbot und dein tapferen Helden, defseir Tat eines der schönsten Ruhmesblätter in der Geschichte unseres Baons sein wird, die gerechte Nilerkeilnnng bald zukomme!. Wir beglückwünschen auch Sie, der Sie als Vater und gemeinsam nn't Ihrer Frau Gemahlin als Erzieher teilhaben dürfen an dell Ehren eines so vorzüglicheil Sohnes. Das Komp. Kommando hat beauftragt, daß das brave Berhalteil unseres Kameraden Kadettasp. Richard Lindner mit der höchsten Dekoration der goldenen Tapferkeitsmedaille belohnt werde. Wir versichern Sie schließlich, daß jede Nachricht über das Schicksal Ihres Hrn. Sohnes Ihnen sofort zukolmnen lvird. In vorzüglicher Borehrung Die Offiziere des l i. SaPP. Koinp. tertt) sind 29 Enkelkindern — Urenkel sind unterführte in arabischer Sprache aus, das Fest werde Wegs — amO.Oktober d. I., die ״Diamantene"! ״zur Erinnerung cm Jsmael gefeiert, der zur feiern konnten. Herr Wagner, ein geborener Neu- Raußnitzer, steht im 87., seine Gattin im 79. Lebcnsjahre, beide körperlich und geistig noch frisch, so daß sich lllit ihnen recht angenehm und anre׳- gend plündern läßt, wie Schreiber dieser Zeilen bei dein Gratulationsbesuche seines Landsman- Opferung ausersehen war und verschont wurde. Dadurch sei das spätere Erscheinen Mohammeds» eines Nachkomnlell Isinaels,. niöglich geworden": Dazu wäre zu benlerken,-daß׳ die ältesten Theologen im Islanl tatsächlich nicht Jsmael, sondern gemäß Genesis 22, Jsak als zur Qpfermlg benes erfahren konnte, der auf dem besten Wege ftimmteu an sehen. Denn Koran, Ture 37 Vers ist, die sprichwörtliche Langlebigkeit der Neu- 101, 102 erwähnt nur, daß Abraham einen Sohn Raußnitzer sinnfällig zu beklmden. Irdische Güter sind wohl!licht die Errungenschaften dieser Inbilarc, was denn auch begreiflich, da Herr Wagner sich als schlichter Kleinkaufmann die langen!?jork Bd. 5, Pag. 183. Ebenso in Enzyklopädie zu opfern den Auftrag erhielt, ohne Angabe, welcher gemeint war. —* Vgl. Näheres in tneinen! Artikel: ״Jsak" in Enzyklopädie Hebrew, New Jahre her fortzubringen hatte, aber ein wert volles Vernlögen ist ihnen eigen in den strebsamen, braven Kindern, die für ihre Eltern zärtlich sorgen und deren Lebensabend zu verschönern trachten. Sa gestaltete sich denn das am Samstag den 9. Oktober stattgehabte diamantene Hochdes Islaiu, und meine Schrift: Abraham in der arabischen Legende. 1912, Pag. 30. — Dr. I. Eisenberg. Frankfurt a. M. Die Ag,udas Iisroel In- ׳ gendorganisation (Sitz Frankfurt a. M., Tierzeitsfest zu einem besonders erhebenden. Beim Urteil 8) bic feit ^ncr OtciTic bon SWoiwtcn an jamftiifliflc.1t ®0tt«8w«nfte im L-opoldstSdkr, jfAiW ®olbaten im Fe.ide, Garnis«, und La,-. Toinpel wurde.ner Judilnr zur penisen fnftenI03 ei.nen Sndbniarus׳. DCflvitRt, iTOMitt E.,rw vcrr NtiWmer Max ,0mciUt.cn Wochenabschnittes «ine UcBccfid ©nmtofllb an den Jnbüar ewe von den Syna- ^schehniffe in dir jüdischen Weid So kMenbe,uchern siedend aaa«h-rte ,,Veraus her»-.-!« dies«» StKbatLricf wünschen, sende, l,chc Ansprache r,chtetc und den Edcbniid helfet״, ״»ף ־ ' .. hif, « n Die richtige Mitte. Herr Aron Schwertfinger ist empört, daß Uebersicht Soldaten, seilden ihre mw-esse an die A I I O ben nochmals weihevollst einsegncte. Nach dem," Gottesdienste überreichte Herr Gemcinderati Neustadtl naniens des Bürgermeisters der Stadt- Wien dem Jubilar mit feierlicher Ansprache eine! Ehrengabe von sechzig neuen Silbcrkroncn in: einem zierlichen mit den! Wappen der Stadt; Wien geschniückten Bentelchen und Kultusvorstcich Dr. Nkordau für die Leiden der Juden in dieher, Herr Kais. Rat Adolf Schramek in! Namen fein Kriege verantwortlich mache. Ich bin enlpört der Wiener isr. Kultusgemeinde eine kalligraüber seine Empörung, weil diese gänzlich grundpH lisch, schön ansgeführte Glückwunschadresse in los ist. Ich habe nicht!nit einem Worte oder salntener Nolle und als Ehrengabe Hundert Sil-' ■einer Andeutung die- Schuld an den Verbrechen berkronen. Gerührt dankte der Jubilar für alle' flögen die Juden auf Dr. Max Nordau zu stürzen diese Ehrungen, die schüchterne Frage sich, erlaugesucht. Und es wäre im höchsten Maße tölpelhaft bend, ob er denn auch das Geld annehmen solle,, so was behaupten zu wollen. Daß Herr Aron da er wol kein reicher aber auch kein armer Mann^Schwertfinger sich dennoch erkühnt, mir dies zu sei,worauf seiner bi ein wolverdientes zählige drahtliche und briefliche Glückwünsche! Leser meines Artikels, der nicht einnlal mit einer kamen dein jubilierenden Ehcpare von nah und großen Dosis kritischen Verstandes begnadigt ferne zu. Mit einer der interessantesten Anfmerksein muß, hat verstanden, was ich gemeint habe, samkeiten stellte sich der Sekretär der Hcimats Brunner ^nc^ricüti'n 1 gelneillde Nen-Naußnitz, Herr Leopold Stößlcr, ein, der zufällig in der Matrike die Heiratsbewilligung des Brün ner Kreisamtes vo!n Jahre 1855 (״Brazda" gezeichnet) für Herrn Michael! unvevineidlich ist. Ich wollte doch nicht behailp- Wagner aus Nen-Naußnitz vorfand und dieses ten, daß die Juden in Oesterreich oder Deutsch- , daß ich dein berechtigten Groll Ausdruck verlieh, der über Dr. ^cordaus Voreingenonlinene Haltung in diesen! Kriegsauszeichnung. Der Kaiser hat iu Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dein Feinde den! hiesigen Oberpostkonunissär Arnold K l e i n das Ritterkreuz des Franz- Josefs-Ordeus am Bande des Militär-Verdienstkreuzes verliehen. Silberne Hochzeit. Der Besitzer des 5taffee- Hauses ״Ntargareteuhof" E. W o l f e r, feierte mit seiner Gattin am 28. Oktober 1915 das Fest der Silberneu Hochzeit. — Unsere herzlichsten Glückwünsche. — Die Redaktion. Koreesponäenzcn. Wien, 10. Oktober (Diamantene Hochzeit). Eine seltene Feier und nur Wenigen beschieden. Naturgenläß setzt sie von den Hochzeiten zunächst l-ahes Alter und eine gelvisse Lebenslust und ״ StinunniN'g voraus, Schicksalsgnaden, deren sich die einige dreißig Jahre hier lebenden Eheleute Michael und Johanna Wagner zu erfreuoi! vernlögen, die vor 00 Jahren, iu Karthaus bei Brüll!! unter dem Baldachine standen 1u!d nun, ulngebeu von 9 Kindern (5 Söhnen unb 4 Töchgreise Ehe Par und seinen Angehörigen gern an mit Pen! freundschaftlichen Zurufe: ״ans frohes Wiedersehen bis zur ״״Eisernen""! A. L. Wien. (Auszeichnimg). Dem Arzte der Wiener 3ü׳ttungsgesellschaft Dr. Oskar Whgner, der seit Kriegsbeginn als Negimentsarzt eiugerückt ist und Komniandant eines Perlnanenten Krankenzuges ist, wurde für vorzügliche und allfopfernilgsvolle Dienstleistiing im Kriege, das goldene Verdienstkrenz!nit der Krone an! Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Wien. Sonntag den 31. Oktober fand das Begräbnis des Herrn Leopold Libesny, langjährigen Mitgliedes des Tempelchores der Inneren Stadt, unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder des Kultus-, Bethansvorstandes, der Chewra-Kadischab und deren Beainten statt. Herr Rabbiner Dr Max Grünwald hielt dein Verstorbenen einen zu Herzen gehenden Nachruf. Herr Oberkantor Morgenstern brachte das Hazur Tonlin zmn Vortrages Herr Dr. Elias Heinz nahm ilarnens des Vereines der ״Alten Männer" von den! Verstorbenen Abschied׳, Herr Kantor Jllßka rezitierte unter Begleitung des Chores das ״Joschew besesser u. Has ״El!nole vachmon" in ergreifender Weise. Dobtisch, i m Oktober 1915. — Das Bairamfest der Mohammedaner. — In! ״Berliner Tageblatt" von! 23. September 1915 lesen wir einen Bericht über das Bairaulfest, lvelches die türkische Kolonie nnd die Berliner Gesellschaft vor Kurzem veranstalteten. Scheich ALdul-aziz *) Aegipten. der Menschheit und des Jndcntulns zu seinem Schlvßkind auserwählte, und diese Bestie, die vom Norden her iimner beutegierig und blntsüchtig mit den Zähnen fletscht, als Befreier Europas und der Menschheit Preist. Wenn noch iegend ein Grund vorhanden wäre um Frankreich für dieses Vorgehen zu entschuldigen, Herrn Dr. Nwrdau kann Niemand verzeihen, daß er im Rausche über die!^Ritterlichkeit der Franzosen ihre Blutschuld an der Menschheit durch die Großziehung und Fütterung Rußlands mit ihrem Gelbe l!nd jedweder Unterstützung, ganzlich übergeht. Herr Aron Schwertsinger interpretiert den Begriff der Heimatsliebe so eigenartig und mehr als naiv, daß man; sich ernstlich fragen mit ft, ob er denn wirklich den! Juden zumuten und als heilige Pflicht vorschreiben will, was jedem selbstständig denkenden Menstchen als ein Greuel erscheinen würde, näntlich: das Krüssen der Zuchtrute. Wann er inir zulnutet, daft ich mit ben Kenntnissen der jüdischen Geschichte auf Kriegsfuß stehe, so erdreiste ich!nich, die Befürchtung auszudrücken, daß er n i e eine, Wenn auch nur flüchtige Bekanntschaft mit der jüdischen Geschichte gentacht haben muß. Denn die jüdische Öleschichte von A—Z (Beispiel Amalek*) etc.) ist voll von Haß und Rachsucht gegen jüdische Quäler und Unterdrücker. Herr Aron SÄvertfintier scheint mit der Neuigkeit daß d1׳׳ Inden noch heute mit Liebe und Treue an Spanien hängen, etlva von! Monde heruntergekommen zu