Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 24-25 (24.6.1931)
- Date
- 1931-06-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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'hiaaa I VT» Aus der IN-Bewegung j Verantwort.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Zugendvereine Deutschlands Redaktion: Dr. Ellen Littmann, Berlin Lower East Side von New Hort An jeder Seite ein Judenknäblein von 10 bi» 12 Jahren, zogen wir langsam am Nachmittag durch die Straßen der Lower East Side, jenes hauptsächlich von Juden bewohnten Stadtteils aus der Ostseite der Insel Manhattan. Die Straßen sind eng, die Häuser alt und verfallen. In der Hauptstraße donnert die Hochbahn über uns, die den Bewohnern das Licht nimmt, und ihnen den erbarmungslosen Rhythmus der rollenden Züge als unvollkommenen Ersatz dafür bietet. Keine Bäume, keine Vegetation, nichts als Eisengerüst, Stein — und Menschen. Am Rand der Fahrbahn stehen die „pushkarren"-Händler, lauter patriarchalisch-ehrbare Gestatten in weißem Vollbart, die versuchen, ihre Schnürsenkel, geröstete Kastanien, Taschenspiegel, Naschsachen mrd vieles andere an den Mann zu dringen. An der Häuserreihe gegenüber dem niedergerissenen Häuserblock, der einem besseren New Hort Platz macht, steht ein alter Mann und sucht nach einem Minjen; die Dämmerung beginnt. An der Kassenstelle der Bank of the United States ist ein Anschlag in Englisch und Jiddisch befestigt, und ein Haufen geängstigter Glaubensgenossen studiert ihn eifrig; die Bank hat vor ein paar Tagen die Schalter geschlossen. Auf den Straßen wird eifrig gespielt, ab und zu haben die Jungen etwas Brennbares erwischt und errichten einen ansehnlichen Scheiterhaufen vor den Toren der Feuerwache. Tie letzten Einkäufe in den Geschäften: alles wird in hebräischen Lettern ausgezeichnet, der Schuhmacher, der Arzt, jeder schreibt seine Ankündigungen in Jiddisch. Drüben, in der Richtung auf die Town hall zu, leuchtet die Reklame der großen jüdischen Tageszeitung „The Day" auf. Nachdem die Jungen noch mit Stolz den ersten kooperativen Häuserblock, der unseren Siedlungen gleicht, gezeigt haben, gehen wir an den dunklen Häusern mit den Mülleimern wtb den naschenden Katzen vorbei in das settlement zurück. Vor einigen 50 Jahren sind ein paar Oxforder Studenten auf den Gedanken gekommen, daß man sich um die sozial Bedrückten kümmern müsse, und, um überhaupt erst einmal von ihnen zu wissen, unter ihnen wohnen sollte. So entstanden die ersten settlemeuts in den englischen Großstädten, Zellen oder Siedlungen inmitten der proletarisierteu Massen, aus denen Rat und Hilfe wachsen sollte. Es ist viel darüber gestritten worden, ob der settlement-Gedanke nicht im Grunde schon darum abzulehnen sei, weil er eine reformatorische Bcsfermachung (Ameliorisierung) der Hölle darstelle, anstatt radikalen Aenderungen das Wort zu reden. Schwer entscheidbar, f elbst wenn man einige Zeit in der Henry Street gelebt hat. Wie wird dort gearbeitet? Mit privaten Mitteln ist ein Haus nach dem andern gekauft worden; da gibt es die Musikschule, die Theaterschule, das Residentenhaus und das Jugendheim. In das Jugendheim kann jeder eintreten, vom 8. Jahr an bis zuin 20. etwa; es gibt die verschiedensten Klubs — wir würden „Gruppen" sagen —, denen die Jungens und Mädels beitreten. Tns „gym", die Turnhalle, spielt eine große Rolle; hier werden die Baseballmeisterschaften unter großer Anteilnahme ausgetragen, hier wird Sonnabends getanzt (einer der Klubs stellt die Musik); die große gesellschaftliche Funktion des settlements: die Jugend von der Straße zu holen. Zwei-, dreimal wurde ich in Klubs eingeladen und hatte über Deutschland, Jugendbewegung, politische Zustände, zu berichten. So erhält man allmählich einige Ahnung über die Lage dieser jungen Menschen: es ergibt sich die etwas niederdrllckende Feststellung (soweit sie nach kurzer Zeit endgültig sein darf), daß die Assimilation in schlechtem Sinne sich hier auswirkt. Es fehlt ein gewisser Elan, der Wille zur Selbständigkeit und znm selbständigen Handeln, der der deutschen und jüdischen Jugendbewegung zu eigen ist oder war. Statt dessen etwas übertriebene Sportbegeisterung bei den Jungen, eine erstaunliche Kunst des make-up's, Gebrauch von Puder und Lippenstift, bei den Fünfzehnjährigen, wenig geistige Interessen; allgenteine Lähmung durch den Stumpfsinn der alltäglichen Berufsarbeit in den Wolkenkratzern der großeil Stadt New Aork. Liegt es an der Leitung, am „staff", oder an den Jungen? Der „staff" ist interkonfessionell, fast immer nichtjüdisch; eine Anzahl von Residenten, beruflich tätiger, aber in soziale Arbeit interessierter Menschen, wohnt im settlement und leitet die verschiedenen Klubs an den Abenden. Eine andere Seite der scttlementsarlWt: die Handsertigkeitsgruppen und die Musik- und Theaterschnle. Da gibt es eine Holzschnitzerei: voll Stolz wird uns der titln, der Ofen, in "der Töpferei gezeigt: im Tagesraum prangen die Anzeigen für das nächste Theaterstück der Schauspielergrupp e- In der Theaterschnle arbeitet Miß Fry mit den Laienspielern, ein junger Deutscher gibt künstlerischen Tanzunterricht. Nach Büroschluß, am Abend, wird geprobt und wieder geprobt; nach kleineren Einaktern rüstet man sich zum ersten abendfüllenden Schauspiel. Tic Leiterin der Musikschule, in der die Kinder für wenig Geld oder umsonst ausgezeichneten Unterricht erhalten, erzählt, wie sie vor drei Jahren mit 20 Schülern anfing, und jetzt nicht weiß, wie sie 300 Jnngen und Mädel tu dem kürzlich erworbenen Gebäude unterbringeu soll. Es scheint, als ob sich die Fähigkei'ten, die Substanz, dieser ersten amerikanisch-jüdisch.m Generation auf die künstlerische, anstatt die intellektuelle Seite konzentriert haben. Man spürt daneben hier die zielbewtync Leitung; es werden Kammerkonzerte veranstaltet, Aufführungen von Kulturfilmen, um dem Turchschnittstitsch entgegenzuwirken, sogar die alte Kunst des Geigenbaues kommt wieder zu Ehren. Eine sehr bedeutsame, unbedingt positiv zu buchende Rolle in der settlementsarbeit spielen die verschiedenen hygienischen, allgemein sozialen und politischen Unternehmungen. Da ist der Visiting Nurse Service, der durch die ganze Stadt verteilt ist und in der Henry Street ein Büro hat. Schwestern besuchen die Kranken, ohne Rücksicht aus das Alter, sorgen fürärztlichen Rat, sehen auf geeignete Pflege; wenn man kann, bezahlt man den einen Dollar, aber es muß auch ohne ihn gehen. Um diese Zeit war große Aufregung im settlement; eine der Frauen aus der „neighbourhood" der Nachbarschaft (ein sehr wichtiges Wort in der settlement-Arbeit) sollte^ zur Sitzung der Regierung nach Albauy fahren, um als Sachverständige zur neuen Wohnverordnung Stellung zu nehmen. So wurden große Redeproben abgehalten, und der Erfolg scheint in biefem Falle auch nicht ausgeblieben zu sein; die Auflockerung und Beseitigung der flums, der Elendviertel, macht langsame Fortschritte. Während des schlimmen Arbeitslosenwinters wurde eine Nähstube eingerichtet, eine Fortbildungsschule für arbeitslose Jugendliche und ein Arbeitsnachweis. Alles nur Dropsen aus den heißen Stein; trotzdem anerkennenswert und hoffnungsvoll. Waller S i m o n. Aus der Jli-Arbeit Frankfurt a. M. (Heimabende.) „Zuttlnftsaufgaben des Liberalismus" lautete das Thema, über das Tr. Hugo Hosfmann als Rückblick und Abschluß unserer'Minterarbcit sprach. Tr. Hossmairn ging iu seinen Ausführungen von dem Bedürfnis des Menschen nach Geistigem, nach Religion.an sich ans; der Mensch bedarf auch geistiger Nahrung. Wenn man sich das planmäßige Walten in der Welt vor' Augen hält, so muß diese Erkenntnis zu religiösem Denken führen. Die einzigartige Erhaltung des Judentums durch Jahrtausende legt den Gedanken nahe, daß auch hier ein plan* mäßiges Wallen herrsche. Wenn die hohen sittlichen Werte des Judentums, insbesondere das Zehnwort, vom größten Teil der Menschheit übernommen wurden, so darf man wohl sagen, daß wir dazu ausersehen worden sind, den Menschen aller Zeiten dies zu geben und zu erhalten, in diesem Sinne darf man daher von uns als vom einem „auserwähltcn" Volk — nicht im Sinne eines volksmäßig besseren, sondern eines mit besonderen Pflichten ausgestatteden Volks — sprechen; denn die Ethik unserer Religion wurde noch vor keiner Religion und keiner Philosophie übertroffen. Hier liegt bereits die erste und größte Aufgabe des Liberalismus. Es gilt zu beweisen, daß die jüdische Religion diese Werte verwirklichen kann, daß sie nicht lebensfremde Dogmen zur Grundlage hat, sondern den Alltag beherrscht, nicht Schern, sondern Wirklichkeit ist. Denn uur was sich mit der Wirklichkeit, mit unserem Denken vereinbaren läßt, ist uns Religion und muß zum Liberalismus führen. Damit aber ergibt sich für jeden Liberalen die Forderung der genauen Kenntnis von allen religiösen Dingen, ein Eindringen und sich Befassen mit allen Fragen der Religion, denn nur zu dem, was man kennt, kann man Stellung nehmen. Tie genaue Kenntnis des Unterschieds zwischen der orthodoxen und liberalen Auffassung der Religion ist die Grundlage für jede liberale Arbeit. Tie Zukunftsausgabcn, die Dr. Hosfmann im einzelnen ansführte, sind die Ausgaben, die wir selbst, nicht etwa in einer späten Zukunft, sondern setzt zu lösen haben, denn es mußte sich in den Ausführungendes Referenten in erster Linie darum handeln, unsere augenblicklichen Aufgaben darzulcgen, auch wenn sie nicht etwa neue, sondern nur in ihrer Zusammenstellung deutlich werdenden Pflichten darstelleu. Tr. Hosfmann gab uns an Hand vieler Beispiele aus den hiesigen Verhältnissen einen klaren Ueberblick über die zu leistende Arheit und schloß mit dem Wunsche, daß jeder Einzelne aus der oft passiven Haltung hcrausgehen und ein Pionier des Liberalismus werden möge. An die Ausführungen schloß sich eine lebhafte Diskussion, die in der Hauptsache die Frage nach dem. Wert und der Ausgabe der Religion an sich ausivarf. Am 2. Juni sprach Hella Lion im Rahmen des Eyklns „Fragen der Lcbcnsgestaltrurg" über „Erziehung". Ausgabe jeder Erziehung sei es, den heramvachscnden Menschen zu einem gefiellschastssähigcn und -fördernden Individuum hcranzubilden. Man unterscheidet in der Erziehung drei Altersstufen: Kindheit, Jugend und Reisezeit. Das Hauplsymptom der ersten Stufe, der Kindheit, ist die starke Einprngungskraft sür scheinbar kleine und kleinste „Erlebnisse", sowie die Einpsänglichkcit des Nachahmungstriebs. Die Wirkungen dieser Erziehnngsperiode machen sich oft sofort bei Eintritt iu die Schule (Stufe 2) bemerkbar. Wenn die Schule selbst auch in der .Hauptsache Wissensstoff zu vermitteln hat, so spielt ihr Einfluß auf die Erziehung doch auch eine große Rolle. Die „moderne" Erziehung, wie sie der Junglehrer heute ausübt, ist auf Kameradschaftlichkeit zwischen Lehrer und Schüler abgestcllt. Auch die Lehrmethoden haben wesend lich gewechselt, vom. mechanischen Paulen ist man dazu übergegangen,. spielerisch Wissen zu vermitteln. Eine viel umstrittene Frage bleibt die Prügelstrafe, die nach Ansicht der Reserentin iu gegebenen Fällen durchaus uottveudig, wenn auch mit Maß anzuwenden (! Red.) sei. In der Reisezeit soll die Erziehung bereits weit genug gediehen sein, um den tzeranrcisenden mit Selbstvertrauen, aber auch mit Pslichtbewußtsein und Selbsterzichung zu erfüllen. Tie Referculin sprach sich sehr sür den günstigen Einfluß der Gcmeinschastserzic-- hnug aus. ' In Per Diskussion wUrde die Frage „militärischer" Disziplin und die Bor- und Nacheile einer solchen erzieherischen Zwangsunterordnung aufgeworfen, schließlich wurde auch die politische Einstellung, bei" der Erziehung lebhaft erörtert. Das Ili-Programm Berlin. Fahrtenprogramm. Sonntag, 28. Juiri/ 1931: Fahrt nach NruenhageuBiitzfec— Strausberg. Kosten ca. 0,75 Mk. Treffen: Schlesischer Bahnhof, Hanpteingang, um 8 Uhr. Rückkehr gegen 20 Uhr. Sonntag, 5. Juli 1931: Nach der Ruthe! Treffpunkt 8.15 Uhr Bahnhof Zoo, Normaluhr. Rückkehr gegen 19.30 Uhr. Kosten ca. 0,50 Mk. Sonnabend und Sonntag, 11. und 12. Juli 1931: Wanderung durch den Blumenthal. Treffen 20.45 Uhr Schlesischer Bahnhof, Wriezener Bahnsteig. Rückkehr gegen 22 Uhr. Kosten ca. 1,5V Mk. Anmeldungen bitte umgehend an F. Michaelis, Eharloltenburg, Dernbiirgstraße 52. Sonntag, 19. Juli 1931: Fahrt nach Birlenwerder—Lehnjtz— Oranienburg. Treffpunkt Stettiner Borortdahnhof 8.30 Uhr. Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten ca. 0,60 Mk. Donnerstag, 23. Juli 1931 bis Sonntag, 26. Juli 1931: Dreitägige Fahrt in die Schorfhcioe (Werbeltinfee)! Kosten ca. 7,— Mk. Anmeldungen bitte umgehend an Fritz Michaelis, Charlottenburg, Dernburgstratze 52. Näheres wird noch bekanntgegeben. Sonntag, 2. August 1931: Fahrt nach dem Mellensee. Treffen 9 Uhr Potsdamer Riugbahnhof. Kosten ca. 0,50 Mk. Rückkehr gegen 19 Ahr. Sonntag, 9. August 1931: Nach dem Gorinsee! Tressen 8 Uhr Stettiner Vorortbahnhof. Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten ca. 0,80 Mk. Sonntag, 16. August 1931: In den Krämer! Treffpunkt Lahnhvs Zoo, Normaluhr, 8.45 Ahr. Rückkehr gegen 22 Uhr. Kosten ca. 1Mk. Sonnabend, 22. August 1931 und Sonntag, 23. August 1931: Rach der Dubrow. Treffen 16 Uhr Giirlitzer Hauptbahnhof, Nachzügler 20 Uhr. Rückkehr gegen 21 Uhr. Kosten xa. 1,50 Mk. Anmeldung bitte umgehend an Irma Kindermann, Attensteiner Straße 11, RO. 18. Sonntag, 30. August 1931: Fahrt nach Wildpark—Plessower See. Treffen 8.15 Uhr Bahnhof Zoo, Normaluhr. Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten ca. 0,75 Mk. Sonnabend, 5. September 1931 und Sonntag, 6. September 1931: In den Fläming! Kosten ca. 4,— Mk. Näheres wird noch brkannigegebeu. Anmeldungen bis zunr 31. Juli 1931 an F. Michaelis. Südwesten. Montag, den 29. Juni.1931: Heimabend um 7 Uhr bei Arthur Wolsfers, Steglitz, Vionoillestratze 15. Thema: Programm der Sozia!- demokraten. Weste«. Mdntag, den 29. Juni 1931: Heimabend um 8 Uhr bei Hildegard Reumann, Berlin-Wilmersdorf, Prinzregentenstraße 7. Thema: Turmbau zu Babel. Montag, den 6. Juli 1931: Heimabend um 8 Uhr bei Manfred Schwarz, Berlin NW. 87, Jagowstraße 43. Thema: Stammväter. Oliva. Heimabend 1. Juli, 8 Uhr, bei Marcuse, Friedenau, Taunusstraße 23. Thema: Unsere religiösen Probleme und das jüdische Schrifttum. Heimabend 8. Juli bei Mar Bogelstein, Tile-Wardenbergftraße 19» 1 Treppe rechts. Berlin. Jugendgemeinfchafl der Jüdischen Resormgemelnde. Sonntag, den 28. Juni, Motorbootausflug nach der Löcknitz» Treffpunkt 8.15 Uhr Jarmoioitzbrücke, Anlegestelle der Reederei Nodiling. Umgehende Anmeldung erbeten an Elsa Kriegsmann, Johaunisstraße 16. Fahrpreis Mk. 2,—. Zur Beachtung! Mitglieder und Freunde der Jugendgemeinschaft treffen sich jeden Dienstagabend im Gartenrestaurant „Am Neuen See" im Tiergarten. Gäste zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen. Brerlsu. Hauptgruppe: Mittwoch, den 1. Juli, 20.15 Uhr, Arbeitsabend im Jugendheim. Jüngerengruppe: Iu den Ferien finden nur Wanderungen statt. Benachrichtigungen erfolgen von Fall zu Fall. JLngstengrnppe: Mittwoch, den 1. Juli, 16 Uhr, Endstation der 2, Südpark. Frankfurt a. M. Sonntag, den 28. Juni 1931: Ausflug. Näheres am Heimabend. Dienstag, den 30. Juui 1931: Jüdischer Zeitbericht. Dienstag, den 7. Juli 1931: Gartenabend. Vereinsnachrichteri Reichsbrind jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin, Bezirke Nord, Eharlottenburg, Cöpenick, Moabit, Süd uird Zoo, veranstalten am Sonntag, dem 5. Juli 1931, im Landcsausstellnngspark, Alt- Moabit 4 10, ein großes Sommerfest. Eintrittspreis Mk. 0,50 Die Veranstaltung findet auch bei ungünstigem Wetter statt. Ain 13. Juni wurde meine inniggeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,Schwester, Schwägerin, Nichte und Tante Frau Emilie norden geb. M e s e r i t z im Alter von 55 Jahren durch einen plötzlichen, aber sanften Tod, von ihrem schweren Leiden erlöst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Rantiiner Dr. Joseph norden W-EHmriem. lernt. HiiMri. 16. Juni „z, Zieienstr. 9 Verein für Feuerbestattung iu Berlin von 1874, e. V. kntcnlMi rcier^MMttUf AaaahaM W 13, Lfltz«w>traP« H Telefon: Utsow 960-*! Hör, Sdäctuer dm Lehrer der auch predigen muß, wird zum 1. 9. dieses J. gesucht. Gehalt nach Übereinkommen. Bewerbungen an den Vorstand der Synagogengemeinde zu Forst in der Lausitz, Sanitätsrat Dr. Miodowski it-Kii ciüre Siegmundsnot pir. direkt Bahnh. 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